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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2025

spannender als Band 1

Empire of Sins and Souls 2 - Das gestohlene Herz
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Achtung: 2. Band. Inhaltliche Spoiler zum ersten Teil vorhanden

Die Idee von Band 1 hat mir gut gefallen, packen konnte mich das Buch allerdings nicht. Zoé empfand ich als zu passiv, dennoch hatte mich ...

Achtung: 2. Band. Inhaltliche Spoiler zum ersten Teil vorhanden

Die Idee von Band 1 hat mir gut gefallen, packen konnte mich das Buch allerdings nicht. Zoé empfand ich als zu passiv, dennoch hatte mich das Ende neugierig gemacht.

Zoé gefällt mir hier etwas besser, sie hat mehr eigenen Antrieb und handelt von allein, wobei sie schon hier und da auch einen Anstoß braucht.
Während Band 1 im Totenreich spielt, findet die Handlung nun fast komplett auf der Erde statt, wo Zoé als Geist vorsichtig sein muss. Menschen dürfen keine Geisteraktivitäten bemerken, sodass die Geister von sich aus nichts verändern dürfen, damit sie nicht auffallen und gejagt werden. Damit birgt jedes Türöffnen ein Risiko.

Der Klappentext von Band 1 deutet bereits an, dass eigentlich nicht Alexei – Zoés Liebhaber in Band 1 – der Love-Interest ist. Und so kommen sich Zoé und Kaspar hier langsam näher, obwohl Zoé zunächst überhaupt gar nichts mit ihm zu tun haben will.
Das Buch enthält einige Bettszenen, dabei haben die Figuren eigentlich großen Zeitdruck und dürfen auch nicht auffallen – aber für eine abenteuerliche Nacht muss trotzdem immer mal Zeit sein. Ihr Timing ist dabei so manches Mal fragwürdig.

Die Story hat spannende Momente, der ganze Handlungsverlauf ist für mich etwas aufregender als im ersten Teil, weil durch die Suche, die Flucht und Verfolger immer eine gewisse Dramatik über dem Geschehen liegt.

Kaspar wird als Monster dargestellt. Nach und nach offenbart sich, dass es vielleicht doch nicht ganz so einfach ist und er zumindest teilweise Gründe für seine Taten hatte. Ob dies allerdings seine Morde rechtfertigt?
Zumindest eine Tat bleibt bisher ungeklärt, auch wenn Kaspar andeutet, dass die Geschichte nicht so ablief, wie Zoé bisher denkt.
Daher bleiben für das Finale noch etliche Fragen offen, allen voran: Welche Charaktere lügen? Wer meint es ernst mit Zoé? Auch die Absichten vieler Figuren bleiben noch komplett im Dunklen.
Und nachdem das Ende mit zahlreichen unerwarteten Wendungen daherkommt, bin ich gespannt auf den Abschlussband.

Fazit

Band 2 hat mir etwas besser gefallen als der Auftakt. Die Handlung ist ereignisreicher und spannender und Protagonistin Zoé handelt mehr von sich aus, auch wenn ich nicht jede ihrer Taten nachvollziehen kann. Es bleiben noch viele Fragen offen.

Veröffentlicht am 14.01.2025

Bunt, wild und verrückt

Das Vampirtier und die Sache mit dem Grusel
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2. Band.

Die Kenntnis von Band 1 ist für das Verständnis dieser Geschichte nicht zwingend notwendig. Die wichtigsten Ereignisse werden kurz zusammengefasst, aber es wird auf verschiedene Ereignisse und ...


2. Band.

Die Kenntnis von Band 1 ist für das Verständnis dieser Geschichte nicht zwingend notwendig. Die wichtigsten Ereignisse werden kurz zusammengefasst, aber es wird auf verschiedene Ereignisse und Figuren Bezug genommen.
Das Vampirtier Brutus rückt in diesem Band etwas in den Hintergrund. Stattdessen dreht sich die Geschichte vor allem um Dracula, der eine Gruselprüfung ablegen muss. Blöd nur, dass Dracula seinen Grusel verloren hat. Und weil Emmas Mutter sich nicht an die Regel hält, zwischen Weihnachten und Neujahr keine Wäsche zu waschen, fängt die Familie sich auch direkt noch ein Gespenst ein. Damit ist das Chaos perfekt.

Emma und ihre Brüder wollen Dracula helfen, seinen Grusel wiederzufinden, damit er seine Prüfung bestehen kann. Die Kinder lassen sich verschiedene Tricks einfallen, aber ständig geht irgendetwas schief. Es wird wild und chaotisch und manchmal auch recht schräg. Zudem baut sich eine gewisse Spannung auf, denn Dracula läuft die Zeit davon.

Der Zusammenhalt der Kinder, die Unterstützung für ihren Freund und sein Vampirtier, die sie unbedingt bei sich behalten wollen, ist sehr süß dargestellt. Die Ideen der Kinder sind einfallsreich, der Umgang miteinander sehr liebevoll und herzlich.

Der Schreibstil ist kindgerecht gehalten, die Sätze überwiegend kurz. Der Gruselfaktor hält sich in Grenzen. Viele bunte Grafiken veranschaulichen das Geschehen.

Eine schöne Fortsetzung! Gute Mischung aus Witz und Spannung, manchmal vielleicht ein wenig zu schräg.

Veröffentlicht am 15.12.2024

Brutal und vollgestopft, aber auch oft spannend

Ever & After, Band 2 - Die dunkle Hochzeit
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Achtung: 2. Band. Rezension enthält inhaltliche Spoiler zum ersten Band.

Ich hatte einige Schwierigkeiten, in die Geschichte zurückzufinden, da es ziemlich viele agierende Figuren gibt, die auf die ein ...

Achtung: 2. Band. Rezension enthält inhaltliche Spoiler zum ersten Band.

Ich hatte einige Schwierigkeiten, in die Geschichte zurückzufinden, da es ziemlich viele agierende Figuren gibt, die auf die ein oder andere Art in das komplizierte Konstrukt aus Geheimnissen und Intrigen verstrickt sind.
Nach der Erweckung des Prinzen droht der Weltuntergang. Doch was Rain und ihre Freunde auch versuchen, um das Unheil abzuwenden, der dunkle Prinz und seine Vasallen scheinen ihnen immer schon einen Schritt voraus zu sein, sodass sie von einer Katastrophe in die nächste stolpern, ohne dabei wirklich voran zu kommen.

Die Handlung ist extrem vollgestopft mit einer Vielzahl von Ereignissen. Dabei ist die Geschichte durchweg düster und extrem brutal. Es fließen einige Liter Blut und diverse Gliedmaßen fliegen durch die Gegend. Insgesamt empfand ich es irgendwann als zu viel: zu viele Kämpfe, zu viel Action, zu viele Schwierigkeiten, die die Figuren zwar nicht problemlos und verlustfrei meistern, letztlich aber natürlich doch überwinden, um direkt vor dem nächsten Problem zu stehen.
Mit all dem Zeitdruck, den Verlusten und der Aufregung wirkten die Bett- bzw. Duschszenen auf mich deplaziert.
Obwohl jedes einzelne Ereignis an sich spannend ist, empfand ich es in der Masse mit der Zeit doch irgendwann als zäh, da die Figuren keine wirklichen Fortschritte machen können.
Dies ändert sich erst kurz vor Ende, dann wird es ziemlich dramatisch mit einigen unerwarteten Wendungen.

Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Ich-Perspektiven, die einen Gesamtüberblick über die Geschehnissee an verschiedenen Orten liefern. Dabei bleibt der Einblick in die Gedanken der Figuren auf die Ich-Erzälerinnen beschränkt, sodass die Absichten anderer Figuren schwer durchschaubar bleiben.

Der Schreibstil ist flüssig und anschaulich – in sämtlichen grausamen Details. An jedem Kapitelanfang gibt es ein Zitat aus verschiedenen Grimm’schen Märchen, teils bekannte Märchen und auch bekannte Zitate, die meisten Märchen waren mir aber unbekannt. Ein Großteil davon ebenfalls sehr blutig und düster.
Daneben enthält das Buch wieder einige Geschichten der Vasallen, in denen bekannte Märchenhandlungen verdreht werden.

Das Ende ist ein unerwarteter Cliffhanger, der für Band 3 absolut alles offen lässt.

Fazit

Geheimnisse, Rätsel und jede Menge Schwierigkeiten erwarten Rain und ihre Freunde. Dabei empfand ich die Handlung teilweise so überladen mit Konflikten, die sich nahtlos aneinander reihen, dass das Buch trotz vorhandener Spannung zäh wird. Das Ende kommt unerwartete.

Veröffentlicht am 07.12.2024

Spannende, wendungsreiche Geschichte

Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten
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Optisch gefällt mir dieses Buch unglaublich gut – aber auch der Inhalt hat mich überzeugt mit einer guten Mischung aus Spannung, Dramatik und Emotionen.

Eine der wichtigsten Entwicklungen der Story spoilert ...

Optisch gefällt mir dieses Buch unglaublich gut – aber auch der Inhalt hat mich überzeugt mit einer guten Mischung aus Spannung, Dramatik und Emotionen.

Eine der wichtigsten Entwicklungen der Story spoilert der Klappentext bereits – Laelia, eine Adlige, die zur Jägerin ausgebildet wurde, wird zur Gejagten. Ihr Jäger ist ihr Freund Laurent, mit dem sie sich eine gemeinsame Zukunft gewünscht hatte. Doch nun wird einer von ihnen unweigerlich zum Verlierer werden und sein bisheriges Leben aufgeben müssen.

Lias Los kommt nicht überraschend, die Umstände sind es dafür umso mehr. So sehr sie mit ihrem Schicksal hadert, das Los ist Gesetz und Lia fügt sich in ihre neue Rolle, bereit, dennoch für ihre Träume zu kämpfen und einen Weg zu finden, ihr Leben mit Laurent zum Guten zu wenden.

Es entwickelt sich zunächst eine recht typische Geschichte: Mädchen aus gutem Haus lernt Menschen kennen, die kein so privilegiertes Leben führen und zum ersten Mal macht sie sich Gedanken über ihre eigene Lebensweise und das System, das – wie zu erwarten – unfair gegenüber allen sind, die nicht den Fürstenhäusern angehören.

Aber dies ist nicht das Einzige, worüber Lia im Verlauf ins Grübeln gerät. Trotz ihrer Ausbildung stellt die Insel sie vor viele Schwierigkeiten, schließlich hatte sie gelernt, Spuren zu lesen, nicht sich zu verbergen. Sie muss ganz neue Strategien entwickeln. Lia versteckt sich, kundschaftet aus und wird in verschiedene Konflikte hineingezogen. Und sie schließt unerwartete Freundschaften. Je mehr sie erlebt und erfährt, desto mehr verändern sich ihre Wahrnehmung und ihre Ziele.
Da die Jagd auf wenige Tage und eine Insel begrenzt ist, kommt es immer wieder zu brenzligen, actionreichen und aufregenden Situationen beim Aufeinandertreffen von Jägern und Gejagten, sodass das Buch trotz zwischenzeitlich ruhigerer Passagen insgesamt durchweg sehr fesselnd ist.

Manche Entwicklungen sind vorhersehbar, andere Zusammenhänge kommen überraschend. Besonders im letzten Drittel steigen Tempo und Dramatik stark an und die Auflösung der Intrigen und Geheimnisse habe ich nicht kommen sehen.

Was ich noch nicht ausreichend beschrieben fand, ist das Magiesystem. Es gibt fünf Fürstenhäuser unterschiedlicher Farbe, die einen anderen Menschen zeichnen können und ihn damit zu ihrem Eigentum machen. Eigentlich haben die Farben unterschiedliche Kräfte: beispielsweise Einfluss auf den Körper, die Erinnerungen oder Emotionen… Bei den Zeichnungen, die stattfinden, hatte ich aber das Gefühl, dass diese Bereiche nicht klar voneinander abgegrenzt sind (wenn beispielsweise jemand etwas tun und es dann vergessen soll = Einfluss auf Körper und Erinnerung?). Daher hoffe ich, dass sich dies im nächsten Band noch etwas klarer darstellt.
Zudem hätte ich mir eine Karte gewünscht, um einen Eindruck von Größe und Lage der Länder zu erhalten.

Was mir richtig gut gefallen hat, sind die fantasievollen, detaillierten Beschreibungen der Insel, auf der die Jagd stattfindet. Dort gibt es lauter ungewöhnliche Tiere und Pflanzen, die die Teilnehmer zusätzlich in unerwartete Schwierigkeiten bringen und immer wieder für Überraschungen sorgen.

Das offene Ende ist so spannend, dass ich sehr neugierig auf die Fortsetzung bin.

Fazit

Spannende, ereignisreiche Jagd in einem fantasievoll ausgearbeiteten Schauplatz. Protagonistin Lia macht im Verlauf eine deutliche Entwicklung durch und hinterfragt ihr Leben und die Absichten ihres Umfelds. Intrigen und Verrat stehen (neuen) Freundschaften gegenüber und sorgen für so manchen dramatischen Konflikt. Das Land und das Magiesystem hätten ausführlichere Beschreibungen benötigt.

Veröffentlicht am 07.12.2024

Spannender, packender Auftackt

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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Die Geschichte konnte mich von Beginn an fesseln. Schon der traurige Prolog wirft erste Fragen auf. Und es werden viele weitere folgen.

Remy liebt ihren Job in ihrer kleinen Werkstatt und im Blumenladen ...

Die Geschichte konnte mich von Beginn an fesseln. Schon der traurige Prolog wirft erste Fragen auf. Und es werden viele weitere folgen.

Remy liebt ihren Job in ihrer kleinen Werkstatt und im Blumenladen ihrer Schwester. Dennoch hat sie manchmal das Gefühl, das irgendetwas nicht stimmt und ist sich unsicher, was sie mit ihren Leben anfangen soll.
Eine Begegnung mit Kasimir stürzt Remys Leben ins komplette Chaos. Sie erfährt von ihrer wahren Herkunft und dass sie die letzte Erbin zum Schutz der Mondia, der Weltenbibliothek, ist. Aber noch bevor Remy Antworten auf all ihre Fragen stellen kann, wird sie bereits von Feinden verfolgt…

Remy und Sim schildern abwechselnd das Geschehen aus der Ich-Perspektive, was ganz unterschiedliche Einblicke liefert. Während Remy nichts von ihrer Herkunft und der Weltenbibliothek wusste, führt Kasimir ein Leben unter den Straßen von Paris an einem Ort, von dem nur wenige Menschen wissen. Nach und nach weiht Kasimir Remy in die Geheimnisse der Mondia. Richtig viel Zeit hat Remy nicht, alles zu verarbeiten, schließlich sitzen ihnen nicht nur ihre Feinde im Nacken, sondern sie arbeiten auch gegen die Zeit, denn die Mondia ist wichtig für das Gleichgewicht der Welt und dieses gerät mehr und mehr aus den Fugen.

Das drohende Unheil und die ständige Gefahr, in der die Figuren schweben, sorgt für eine konstante Spannung in dieser turbulenten, actionreichen und abwechselungsreichen Geschichte.
Für Remy eröffnet sich eine völlig neue Welt voller Geheimnisse und Rätsel. Sie sucht nach Antworten, nach ihrer Herkunft und nach dem richtigen Weg für ihre Zukunft, während die Verfolger sie quer durch Europa jagen.
Dazwischen bleibt auch noch genug Zeit für eine vorsichtige Annährung der Figuren, die auf angenehme Art immer wieder ein wenig das Tempo aus der rasanten Handlung nimmt.

Der flüssige und anschauliche Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Was ich aber nicht gebraucht hätte, sind all die französischen Sätze und Ausrufe. Natürlich schafft das eine gewisse Atmosphäre, aber andererseits empfinde ich es als unnötig, einzelne Sätze in zwei Sprachen aufzuführen.

Am Ende bleiben noch viele Fragen zur Weltenbibliothek offen und ich bin gespannt, nach dem wednungsreichen Ende mehr über die Welt und Remys Schicksal zu erfahren.

Fazit

Spannende, temporeiche Geschichte mit einem abwechslungsreichen Mix aus Action und Gefahr, aber auch Raum für Emotionen und die Beschäftigung der Figuren mit sich selbst und den eigenen Zweifeln und Wünschen.