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Veröffentlicht am 19.06.2023

überraschende Ermittlungen

Wenn Worte töten
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Es handelt sich um den dritten Band der Reihe. Ich kenne die Vorgängerbände nicht. Zwar wird hin und wieder auf vorherige Ermittlungen angespielt, ich hatte aber nicht das Gefühl, das mir wichtiges Wissen ...

Es handelt sich um den dritten Band der Reihe. Ich kenne die Vorgängerbände nicht. Zwar wird hin und wieder auf vorherige Ermittlungen angespielt, ich hatte aber nicht das Gefühl, das mir wichtiges Wissen fehlt. Die Figuren werden ausreichend eingeführt.

Die Grundidee der Story fand ich ganz witzig,
Wir haben zwei Hauptfiguren, den ehemaligen Polizisten Daniel Hawthorne und den Autor Anthony Horowitz, der demnächst sein erstes Buch basierend auf den Ermittlungen von Hawthorne veröffentlichen wird. Horowitz hatte zuvor schon Kinder- und Abenteuerbücher veröffentlicht. Er ist der Ich-Erzähler der Geschichte.
Und damit wird der Autor des Buches zugleich zur Hauptfigur. Denn bei der anstehenden Buchveröffentlichung handelt es sich um den ersten Band der „Hawthorne ermittelt“-Reihe und auch auf andere „echte“ Werke des Autors gibt es Anspielungen.

Horowitz und Hawthorne werden zu einem Literaturfestival auf eine Insel eingeladen, wo sie ihr Buch vorstellen sollen. Als ein Mord geschieht, beginnen die zwei zu ermitteln – oder Hawthorne ermittelt und Horowitz rätselt munter mit.

Es befinden sich nur wenige Personen auf der Insel. Dementsprechend ist der Kreis der Verdächtigen klein und übersichtlich. Auch in der Hörbuchfassung ist es mir problemlos gelungen, den Überblick über die Charaktere zu behalten.

Die Geschichte braucht etwas, um in Schwing zu kommen. Die Ermittlungen sind dann aber spannend und haben einige Wendungen zu bieten. Es gibt von Beginn an verschiedene Verdächtige mit möglichen Motiven. Nach und nach finden die zwei Ermittler neue Spuren und setzen die Ereignisse neu zusammen. Die endgültige Auflösung habe ich zu keinem Zeitpunkt kommen sehen und war über das Ende dementsprechend überrascht.

Uve Teschner ist ein angenehmer Sprecher, dem sich gut zuhören lässt. Sprechtempo und Betonung passten für mich.

Fazit

Nach einem gemächlichen Start entwickelt sich eine spannende Story mit vielen Wendungen, die mir besonders aufgrund der witzigen Idee, dass der Autor sich selbst zur Hauptfigur gemacht hat, gefallen hat.

Veröffentlicht am 19.06.2023

auch Teil 2 hat mir gut gefallen

The Darkest Gold – Die Verräterin
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2. Band. Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden

Band 2 knüpft nahtlos an die Ereignisse des Vorgänger an. Auren ist von einer aussichtslosen Situation in die nächste geraten. Sie schwebt in Gefahr ...

2. Band. Inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden

Band 2 knüpft nahtlos an die Ereignisse des Vorgänger an. Auren ist von einer aussichtslosen Situation in die nächste geraten. Sie schwebt in Gefahr und muss ihre Geheimnisse verbergen. Gleichzeitig werden ihr ausgerechnet in Gefangenschaft die Augen bezüglich ihres bisherigen Lebens geöffnet. Auren ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Loyalität und dem Wunsch nach Freiheit. Ihr Verhalten ist sehr wechselhaft. Mal hat sie starke, überlegte Momente, setzt sich für sich und andere ein, dann verfällt sie wieder in ihre alte Naivität.

Die Reihe wirbt mit einer besonderen Liebesgeschichte. Die große Romantik kommt in Band 2 aber noch nicht auf, auch wenn sich andeutet, in welche Richtung es gehen könnte.
Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es kaum Sexszenen.

Obwohl insgesamt gar nicht so viel passiert, liest sich das Buch sehr zügig. Aurens Entwicklung fand ich sehr interessant, bis zuletzt ist nicht klar, welchen Weg sie einschlagen wird. Spannend sind auch die Einblicke in ihre Kindheit und ihre Vergangenheit mit Midas.
Auren lernt zahlreiche neue Charaktere kennen und wird so manches mal von diesen überrascht. Erneut haben mir die facettenreichen Figuren gut gefallen.

Neben den Passagen aus Aurens Perspektive gibt es diesmal zusätzlich einige Kapitel aus Sicht von Midas und weitere aus der Sicht von dessen Frau. Die Königin musste einst heiraten, weil sie selbst keine Magie besaß. Seitdem hält Midas das Zepter in der Hand. Doch in seiner Abwesenheit versucht sie die Machtverhältnisse zu verändern. In Sachen Intriganz steht sie ihrem Mann auf jeden Fall in nichts nach.

Das Ende hat mich absolut überrascht und ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.

Fazit

Von Vertrauen und Verrat, Intrigen, Geheimnissen und dem Sprengen von selbst- und fremdauferlegten Ketten. Ich fand es interessant, Auren auf ihrem Weg zu begleiten und bin gespannt, welche Entscheidungen sie künftig treffen wird. Das Ende macht auf jeden Fall neugierig auf den nächsten Teil, da zahlreiche Handlungsstränge offen bleiben.

Veröffentlicht am 19.06.2023

Spannender Auftakt

The Darkest Gold – Die Gefangene
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Auren lebt in einem goldenen Käfig in einem goldenen Schloss als Besitz von einem goldenen König. Sie liebt König Midas und vertraut ihm bedingungslos. Bis er ihr Vertrauen verletzt und Auren einer Gefahr ...

Auren lebt in einem goldenen Käfig in einem goldenen Schloss als Besitz von einem goldenen König. Sie liebt König Midas und vertraut ihm bedingungslos. Bis er ihr Vertrauen verletzt und Auren einer Gefahr ausgesetzt wird, vor der Midas sie eigentlich beschützen sollte. Damit gerät Aurens Welt ins wanken…

Der Einstieg ist… speziell. Auren gilt als die Favoritin des Königs, sie ist ein sogenannter königlicher Sattel, einer von vielen, aber die einzige, die zu ihrer eigenen Sicherheit eingesperrt ist. Ist sie nicht selbst die aktuelle Gespielin des Königs, muss sie regelmäßig bei seinen Orgien zusehen.

Im goldenen Käfig sitzen ist hier absolut wörtlich gemeint. Auren ist Tag und Nacht eingesperrt, darf höchstens zu repräsentativen Anlässen hinter dem Thron Stellung beziehen. Zwar ist sie einsam, allerdings hat sie schlimme Erfahrungen gemacht, sodass ihr Käfig ihr Sicherheit gibt.
Sie agiert zu Beginn sehr naiv, fügt sich gutgläubig allen Befehlen. Doch als diese ihr missfallen, beginnt Auren zu zweifeln und es regt sich Widerstand in ihr. In jeder Situation sucht sie nach einem Silberstreif. Als Ich-Erzählerin (der meisten Passagen) lässt sie an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich im Verlauf der Reihe noch weiter entwickeln wird.

Einige Rezensionen kritisieren Band 1 als frauenverachtend und vulgär… In gewisser Weise stimmt das, allerdings ist das Teil des Weltenentwurfs. Immerhin wird es fünf Bände geben und irgendwas müssen die Figuren ja die ganze Zeit zu tun haben. Und schon in Band 2 beginnen die ersten Frauen, ihre Situation und die Behandlung, die ihnen zuteil wird, zu überdenken und sich zu wehren…

Die Fantasywelt ist mittelalterlich angehaucht. Es gibt keine Technik, die Lebensweise ist vergleichsweise einfach. Die Welt ist in verschiedene Reiche unterteilt, die jeweils von einem König/ Königspaar regiert werden. Es gibt Bündnisse zwischen einzelnen Reichen und Auseinandersetzungen zwischen anderen.
An zwei Stellen fiel die Sprache (Übersetzung?) für mich aus dem Rahmen. „Jepp“ oder „aber hey“ passte für mich nicht zum sonstigen Sprachgebrauch.

Mir hat der Auftaktband auf jeden Fall gut gefallen. Magie, Geheimnisse, Intrigen und Machtspielchen machen Lust auf mehr. Nach einem ruhigen, etwas freizügigen Beginn entwickelt sich eine spannende, wendungsreiche Geschichte. Es gibt sehr unterschiedliche, facettenreiche Charaktere.
Die große Liebesgeschichte, die für die Reihe angekündigt ist, zeigt sich in diesem Band noch nicht. Der allerletzte Satz deutet ein großes Geheimnis an, von denen die geschichte mehrere zu bieten hat, und ich bin froh, dass Band 2 bereits parat liegt.

Fazit

Ein spannender Auftaktband. Es dauert ein wenig, bis Spannung, Action und Dramatik zunehmen, aber je mehr Auren in Gefahr gerät, desto mehr konnte mich die Geschichte fesseln. Allerdings ist das Buch vorbei, als es gerade richtig aufregend wird.

Veröffentlicht am 19.06.2023

magischer Auftakt mit einigen Überraschungen

Twisted Fate. Wenn Magie erwacht
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Faith und ihr Bruder haben besondere Fähigkeiten – während er Telekinese beherrscht, kann Faith Verletzungen heilen. Eine praktische Gabe, da die zwei regelmäßig von Dämonen angegriffen werden. Dabei hatte ...

Faith und ihr Bruder haben besondere Fähigkeiten – während er Telekinese beherrscht, kann Faith Verletzungen heilen. Eine praktische Gabe, da die zwei regelmäßig von Dämonen angegriffen werden. Dabei hatte Faith zu Beginn ihres Studiums nur einen Wunsch: nach vielen Umzügen und schweren Schicksalsschlägen endlich ein ruhiges Leben führen. Doch nicht nur die Angriffe werden dies verhindern, sondern auch ein Freund aus der Vergangenheit, der Faith mit unerwarteten Informationen konfrontiert, sowie ein neuer Bekannter, der ebenso wie Faith etwas zu verbergen hat.

Die Geschichte startet ruhig und wird dann immer aufregender. Faith hatte auf ein normales Leben gehofft, doch viel ereignislose Zeit ist ihr nicht vergönnt. Relativ schnell erfährt Faith Dinge, die ihr Leben durcheinanderwirbeln – nicht nur ihre Zukunft, auch ihre Vergangenheit erscheint plötzlich in einem neuen Licht.
Sie lernt Leute kennen, die ihr ähnlich sind. Gemeinsam forschen die jungen Erwachsenen und suchen nach einer Lösung für die dämonische Bedrohung, die sie immer wieder heimsucht. Dabei erfahren sie Dinge, die sie immer weiter in Gefahr bringen.

Die 18-jährige Faith ist neugierig, schlagfertig und dickköpfig. Wenn es nach ihrem Bruder ginge, würde sie sich aus allen Gefahren heraushalten. Davon hält Faith allerdings gar nichts.
Im Verlauf kommen weitere, abwechslungsreiche Charaktere hinzu. Nicht jeder spielt durchweg mit offenen Karten. Nicht zuletzt, als Faith’ Ich-Perspektive durch ein paar wenige Kapitel aus Sicht eines Dämons erweitert wird, wird klar, wie tief Geheimnisse und Verrat reichen.

Eine Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen. Oder doch ein Dreieck? Die Gefühlsentwicklung war für mich nicht so recht greifbar und darauf bezogen empfand ich die ansonsten sehr toughe Faith teilweise als recht anstrengend und weinerlich.

Manche Wendungen lassen sich vorausahnen, andere kommen komplett überraschend. Besonders zum Ende hin nehmen Spannung und Dramatik stark zu. Das offene Ende macht neugierig auf die Fortsetzung.

Gesprochen wird die Geschichte von Pia-Rhona Saxe, die ein angenehmes Sprechtempo und Betonung hat.

Fazit

Ein interessanter Auftakt, der mich mit spannenden Ereignissen und dramatischen Wendungen die meiste Zeit fesseln konnten.

Veröffentlicht am 20.05.2023

Teilweise hat mich das Lesen gestresst

Stress positiv nutzen
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Aktuell habe ich relativ viel Stress – fühle mich aber nicht übertrieben gestresst. Dennoch war ich gespannt, ob das Buch mir Impulse mitgeben kann, um den „Stress positiv nutzen“ zu können.
Dies war eher ...

Aktuell habe ich relativ viel Stress – fühle mich aber nicht übertrieben gestresst. Dennoch war ich gespannt, ob das Buch mir Impulse mitgeben kann, um den „Stress positiv nutzen“ zu können.
Dies war eher nicht der Fall. Über weite Strecken des Buches empfand ich die Lektüre des Buches aufgrund der trockenen Fakten als anstrengend – und habe mich aufgrund der Rezensionsfrist im Nacken unter Stress gesetzt gefühlt. Dieser Ratgeber ist für mich kein Buch, das man einfach so hintereinander wegliest. Lieber auf den Nachttisch legen und immer mal ein Kapitel lesen.

In der ersten Hälfte des Buches werden unglaublich viele Fakten geschildert. Die Geschichte der Stressforschung etc. Ein paar Grundlagen, was bei Stress im Körper passiert, finde ich hilfreich für das Verständnis. Wie vor 200 Jahren Stress erforscht wurde, interessiert mich nur bedingt, bekommt aber viel Raum. Insgesamt lag mir der Schreibstil nicht so richtig. Ich fand viele Ausführungen extrem langatmig. Auch die Gestaltung ist teilweise etwas schwierig: Grafiken befinden sich mitten im Text. Oft muss man erst Umblättern um eine Passage zuende zu lesen, um dann wieder zur vorherigen Grafik zurückblättern zu können.

Gefallen haben mir die Bilder, mit denen gearbeitet wird – der Surfer, der bereits auf dem Cover ist, zieht sich durch das Buch. Auch andere Beispiele visualisieren das Stressthema.

Das Buch sensibilisiert dafür, sich selbst etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Stress ist nicht gleich Stress. Ein wenig Anstrengung und Druck können durchaus die Leistungsfähigkeit steigern, während stetige Langeweile zu Unzufriedenheit führt. Am Beispiel des Surfers: Ohne Wellen kein Surferlebnis.

In der zweiten Hälfte des Buches wird die Lektüre dann auch etwas einfacher. Weniger langweilige Fakten, mehr Impulse. Ganz spontan einen Nutzen daraus zu ziehen, bleibt aber schwierig.
Der Betrachtung der persönlichen Stressoren (zu hohe Erwartungen, Angst vor Fehlern, Hilfe erbitten als Schwäche ansehen…) folgen ein paar Hinweise, wie man diese bearbeiten kann. Als langer Prozess, denn die eigene Persönlichkeit, die häufig dafür sorgt, dass wir bestimmte Situationen als Stress erleben, lässt sich nicht einfach so ändern. Mehrere Seiten laden dazu ein, die eigenen Stressoren und Werte zu markieren.
Ein paar Hinweise zu Entspannungs- und Atemübungen gibt es ebenfalls.

Letztlich fand ich die Überlegungen im zweiten Teil des Buches ganz interessant, aber das meiste davon ist nicht neu: Wenn ich mir viel Druck mache, fühle ich mich eher gestresst als jemand, der gelassener an Aufgaben herangeht. Stress hat man nicht, den macht man sich. Pausen muss man bewusst machen. Konflikten aus dem Weg zu gehen, kann helfen… oder eben nicht…

Ein par Impulse, die eigenen Vorstellungen und Werte zu betrachten, nehme ich dennoch mit.