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Veröffentlicht am 26.04.2021

Dreck am Stecken

Mordsclique
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Heimeliges und tristes Flair zeigt sich in dem kleinen Eifeldörfchen in seiner schönsten Pracht. Klar ist auch, dass hier natürlich jeder irgendwie Dreck am Stecken hat. Es steht ein Jubiläum an und renommierte ...

Heimeliges und tristes Flair zeigt sich in dem kleinen Eifeldörfchen in seiner schönsten Pracht. Klar ist auch, dass hier natürlich jeder irgendwie Dreck am Stecken hat. Es steht ein Jubiläum an und renommierte Gäste sind geladen.

Jedoch geht ein Mörder um und scheint auf Rache aus. Mit der Nadel bewaffnet bringt er alte Freunde in ziemlich missliche Lagen. Einzig der vor Ort anwesende Journalist scheint auf der richtigen Spur zu sein.

Doch wie kann das sein? Das ausgerechnet ein Außenstehender die Zusammenhänge begreift? Tja, bei so vielen gescheiterten Existenzen hat er auf jeden Fall den richtigen Riecher.

Die Polizei ist ratlos und lässt sich ein ums andere Mal von den Dorfbewohnern an der Nase herumführen. Bis zum entscheidenden Schuss…

So viel Aufmerksamkeit hinterlässt Spuren. Das Dorf zeigt sich nicht gerade von seiner besten Seite und hinterlässt einen fiesen Nachgeschmack. Wichlatz lässt den Leser eine Spur nach der anderen verfolgen und landet schließlich bei einer gescheiterten Existenz.

Ein Lokalkrimi, der dem Cover würdig seine Strippen durch dünn besiedelte Landschaft zieht und dabei nicht außer Acht lässt, dass in diesen Dörfern jeder jeden kennt und trotzdem jeder eine Leiche im Keller hat!

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Veröffentlicht am 25.04.2021

Friede, Freude - Hundekuchen

Ella. Ein Hund fürs Leben
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Daniel hat panische Angst vor Hunden. Seine Lina hingegen, mit Hunden aufgewachsen, kann sich ein Leben ohne vierbeinigen Begleiter einfach nicht vorstellen.

Einer der Beiden muss also über seinen Schatten ...

Daniel hat panische Angst vor Hunden. Seine Lina hingegen, mit Hunden aufgewachsen, kann sich ein Leben ohne vierbeinigen Begleiter einfach nicht vorstellen.

Einer der Beiden muss also über seinen Schatten springen. Mutig wird Daniel, als er das erste Mal Ella erblickt. Die kleine Hündin mit dem herzzerreißenden Blick? Dass kann doch nicht schiefgehen, oder?

Doch das Leben als Hundebesitzer hat sich Daniel anders vorgestellt. Dass dazu vier Gassirunden und zahlreiche Hundekotbeutel dazugehören, war klar, aber dann auch noch am heiligen Sonntag raus in den Wald? Wie bitte?

Während sich Lina nach und nach aus der Beziehung verabschiedet muss Daniel wohl oder übel mit Ella klarkommen. Doch die kleine Hündin zeigt ihm, dass Alkohol dazu nicht wirklich zur Lösung des Problems beiträgt.

Zu spät beginnt Daniel zu realisieren, dass sich sein Leben gerade komplett geändert hat.

Alles geht nach und nach den Bach runter, doch da wäre ja noch Ella, die klaren Regeln braucht. Doch kann Daniel das?

Fazit

Ein Hund bewirkt Wunder. Ella zieht bei Daniel und Lina ein und nimmt ihm die panische Angst. Doch Hundeliebe ist nicht alles und das muss Daniel auch gleich an seinen Luxuslederschuhen feststellen. Ella, die vieles erst noch lernen muss, krempelt das Leben der beiden gewaltig um.

Allein auf sich gestellt stellt Daniel fest, dass ausgerechnet Ella ihm hilft, sein Leben zu ändern.

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Veröffentlicht am 22.04.2021

Ricou im tiefsten Angola

Die Wüstenkönigin
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Der Richter in Angola

Bestechung und Korruption sind ganz genau das richtige für Richter Ricou. Ulrich Wickert lässt seinen aufrichtigen und ehrlichen Richter Ricou von Paris aus sein Recht ausüben. Doch ...

Der Richter in Angola

Bestechung und Korruption sind ganz genau das richtige für Richter Ricou. Ulrich Wickert lässt seinen aufrichtigen und ehrlichen Richter Ricou von Paris aus sein Recht ausüben. Doch dieses Mal führt es Ricou nach Angola.

Seine Liebe zu der Stadt Paris ist so unglaublich, dass er stets auf der Spur nach mysteriösen Machenschaften ist und ganz frisch auf eine neue Spur gestoßen ist.

Er stolpert wie selbstverständlich über korrupte französische Politiker und deren ziemlich dubiose Geldgeschäfte.

Das bringt in ins ferne Angola. Ricou stellt sich mächtigen Waffenhändlern und einer Menge Söldner in den Weg. Zahlreiche Widersacher stellen ihm sich in den Weg, aber unverhofft muss er vor Ort feststellen, dass er unvermutet Unterstützung erhält.

Die Rache bahnt sich ihren Weg und hinterlässt ebenfalls eine kleine Spur der Verwüstung. Ricou hat so eine Ahnung, wer hier seinen ganz eigenen Feldzug führt. Schnell muss er feststellen, dass es nicht nur um Waffen und Geld geht. Viel erschreckender macht sich in ihm eine Ahnung breit…
Fazit
Beeindruckend schildert Wickert die Verstrickung von Politik, Geldgier und der Suche nach einem besseren Leben.
Eindrucksvoll und ohne allzu blutig zu werden wird die Rache einer Frau, die in ihrem Leben selten Liebe und Glück kennengelernt hat, zum zentralen Thema.
Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 21.04.2021

Neuanfang

Kaninchenherz
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Gesine ist glücklich in ihrem Job. Auf dem Friedhof als Gärtnerin hat sie kaum Kontakt zu Menschen und geht den Besuchern großzügig aus dem Weg.

Auf der gerade stattfindenden Beerdigung stellt sie so ...

Gesine ist glücklich in ihrem Job. Auf dem Friedhof als Gärtnerin hat sie kaum Kontakt zu Menschen und geht den Besuchern großzügig aus dem Weg.

Auf der gerade stattfindenden Beerdigung stellt sie so erschrocken fest, dass es sich bei der Toten um ihre Schwester handelt.

Schon sehr lange hatte sie zu ihrer Familie keinen Kontakt mehr. Nach dem Tod ihres Sohnes hat sie ein völlig neues Leben angefangen und ist allen Freunden und Verwandten aus dem Weg gegangen.

Sogleich vermutet Gesine einen perfiden Racheakt ihrer Schwester. Auch aus dem Grab heraus wird sie von ihrer Schwester verhöhnt.

Hilfe und Unterstützung bekommt sie von ihren Kollegen Josef und Hannes, als auf sie kurz nach der Beerdigung ein Anschlag verübt wird. Die Vergangenheit holt Gesine also wieder ein.

Sie freundet sich ein paar Tage später mit ihren Nichten an, bis der ansässige Trauerredner ermordet aufgefunden wird. Das ruft natürlich Gesines ehemalige Ermittlerkollegen auf den Friedhof. Das weckt Neugierde auf beiden Seiten und Gesines alte Schnüfflernase kommt zum Vorschein.

So kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht und Gesine beginnt langsam den Tod ihres Sohnes zu begreifen.

Annette Wieners lässt den Leser immer wieder in fiese kleine Sackgassen rennen. Das wiederum macht die Story sehr spannend. Gesines Leid und die zahlreichen dunklen Familiengeheimnisse machen aus dem Krimi fast schon einen Psycho-Thriller.

Ich hoffe inständig, dass wir mit Gesine zukünftig noch mehr Kriminalfälle lösen dürfen.
Besonders gut hat mir an Gesine gefallen, dass sie kein „normales“ Ermittlerklischee bedient. Zwar ist sie verständlicher Weise nicht ganz auf der Höhe, hinterlässt aber bei mir als Leserin einen sympathischen Eindruck und macht Hoffnung auf mehr.

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Veröffentlicht am 18.04.2021

Einfach mal die Natur loslassen

Wildes Paradies
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Der Natur freien Lauf lassen und dafür reich belohnt werden

Getreu nach dem Motto „Artenreich statt artig“ erzählt uns die Autorin Claudia Praxmayer von ihrem ganz persönlichen Traum vom Garten.

Als ...

Der Natur freien Lauf lassen und dafür reich belohnt werden

Getreu nach dem Motto „Artenreich statt artig“ erzählt uns die Autorin Claudia Praxmayer von ihrem ganz persönlichen Traum vom Garten.

Als Städter gibt es für Claudia Praxmayer und ihren Mann schon lange einen großen Traum. Ein eigener Garten ganz nach ihren Vorstellungen. Eigenes Obst, eigenes Gemüse und eine bunte Vielfalt. Aber wie geht das und wo? Nach langer Suche werden die beiden im Chiemgau fündig.

Sie renovieren das alte Bauernhaus samt Tenne und fangen an. Die Nachbarn und Handwerker belächeln sie. Aber die Beiden bleiben standhaft.

Mit viel Neugierte und Mut gehen die Beiden an die Arbeit. Ein Pflanzplan muss her und wird mehrfach über den Haufen geworfen. Ob aufgeschüttete Steinbeete, zahlreiche Perma-Kultur-Anlagen, Benjes-Hecken oder der fast endlose Kampf mit dem großen Gartenteich. Irgendwann geht die Strategie der Beiden anfänglichen Hobbygärtner auf.

Ziel ist ein kleines wildes Paradies, in dem sich nicht nur die Gärtner, sondern auch zahlreiche Tiere wohlfühlen sollen.

Vom Traum Praxmayers geht es zur Magie des Beobachtens. Es wird einiges an Lehrgeld gezahlt und erst als der Mut zum Chaos durchbricht, fängt das Gartenkonzept aufzugehen. Über Hecken, die zum Verstecken einladen und gut geplanten Beeten ziehen die Gärtner kleine verschlungene Pfade durch die zahlreichen Wiesen.

Claudia Praxmayer ist mit „Wildes Paradies“ ein schönes und praktisches Einsteigerbuch für „Aussteiger“ gelungen. Ein wilder Garten so ganz ohne Chemie und dem Einsatz von großen Maschinen ist, wie man auch dank der zahlreichen Bilder sehen und erlesen kann, möglich.

Nichtdestotrotz verschont die Autorin den begeisterten Leser auch nicht vor ihren Fehlern. Gerade hier wird deutlich, dass man aus seinen Fehlern durchaus etwas lernen kann und wo ein Wille, da auch eine passende Pflanze.

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