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Veröffentlicht am 13.03.2021

Die Außenwelt als Feind

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt
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Die junge und bezaubernde Madeline kennt nur ihre eigenen vier Wände. Sie leidet an einer schrecklichen Krankheit und die Außenwelt könnte sie binnen weniger Minuten umbringen.

Ihre Tage verbringt Madeline ...

Die junge und bezaubernde Madeline kennt nur ihre eigenen vier Wände. Sie leidet an einer schrecklichen Krankheit und die Außenwelt könnte sie binnen weniger Minuten umbringen.

Ihre Tage verbringt Madeline mit dem Lesen von Büchern und Online-Unterricht.

Doch seit neuestem erregt Olly, der vorwitzige und offenbar ebenfalls begeisterte Olly Madelines Aufmerksamkeit.

Olly und Madeline treffen sich ab jetzt immer heimlich, während Madelines Mutter, eine begnadete Ärztin, arbeitet unter diversen Sicherheitsmaßnahmen in ihrem Zimmer. Vorher muss sich Olly mit Hilfe der Haushälterin Carla mehreren Reinigungsprozessen ergehen lassen. Jeder fremde Keim kann Madelines Leben verändern. Olly, dem viel an Madeline liegt, ist stets darauf bedacht, sich an Carlas Vorschriften zu halten.

Doch Madelines Mutter ertappt die beiden auf quasi frischer Tat. Carla wird gefeuert und Madeline steht unter vollständiger Quarantäne.

Olly hingegen ist bitter enttäuscht, dass Madeline, seine erste große Liebe, sich diesem Schicksal hingibt.

Maddy hingegen fasst einen endgültigen Entschluss. Sie wagt den Sprung ins echte Leben. Gemeinsam mit Olly reist sie dank Carla nach Hawaii… Doch das Schicksal hat andere Pläne…

Nicola Yoon erschafft für Maddy die scheinbar perfekte Welt. Aber nur so lange, bis Olly, der aufgeweckte und unwiderstehliche Nachbarjunge auftaucht.
Eingesperrt, dank einer Autoimmunerkrankung leidet Maddy sehr. Während ihre Mutter ständig um ihr Wohlergeben bemüht ist, beschließt Maddy, dass sie mehr vom Leben erwartet. Sie wagt den Schritt in die Freiheit und in die große weite Welt.
Mutig beschreibt Yoon Maddys Drang, in Freiheit zu leben. Keine Regeln, keine Kontrolle…
Olly sorgt für den notwendigen Schupps in die richtige Richtung und Madelines Leben dreht sich erstmals nicht mehr nur um ihre Krankheit.

Ein aufmunternder und wunderschöner Liebesroman. Yoon verzaubert mit Everything, Everything bis zur letzten Seite.

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Veröffentlicht am 12.03.2021

Tieftraurig und wunderschön

Glückliche Ehe
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Maragret ist jung, Jüdin und noch Single, als sie den mehr oder weniger erfolglosen Schriftsteller Enrique durch einen Bekannten kennen lernt. Enrique ist es leid, ständig das öde Geschwafel seines Freundes ...

Maragret ist jung, Jüdin und noch Single, als sie den mehr oder weniger erfolglosen Schriftsteller Enrique durch einen Bekannten kennen lernt. Enrique ist es leid, ständig das öde Geschwafel seines Freundes Bernhard über dessen wunderschöne neue Freundin zu hören, das er anfängt, ihn damit aufzuziehen, das diese wohl nur in seinen Träumen existiert.

Doch Margaret gibt es in der Realität. Kurzum beschließt Bernhard, die beiden miteinander bekannt zu machen und schon ist es geschehen.

Fast zwanzig Jahre glücklicher Ehe mit 2 Kindern später, liegt Margaret im Krankenhaus und ist im Endstadion ihres Blasenkrebses angelangt und will nun endlich sterben....

Unwahrscheinlich schön geschrieben aber ebenso trauig......

28.12.2009 – Vorablesen

Margaret Cohen ist jung. Als Jüdin ist sie ihren eigenen auferlegten Zwängen unterlegen und noch Single.

Sie lernt über einen Bekannten den jungen erfolglosen Schriftsteller Enrique kennen.

Enrique ist auf der Suche nach einer Ausflucht. Sein bester Freund Bernhard nervt ihn ständig mit Schilderungen seiner angeblichen Freundin. Diese soll angeblich so wunderschön sein, dass Enrique der festen Meinung ist, dass sie einfach erfunden sein muss.

Er beginnt damit, seinen Freund damit aufzuziehen und macht sich damit natürlich nicht nur Freunde.

Margaret hingegen gibt es in der Realität. Bernhard, von der Art seines Freundes total genervt, stellt die Beiden einander vor. Schnell wird klar, dass die Beiden ein wahres Traumpaar abgeben.

Beide kommen aus so unterschiedlichen Verhältnissen, dass gerade dies die Beiden so miteinander verbindet. Enrique lebt stehts in der Phantasie. Margaret kümmert sich liebevoll um die Erziehung der beiden Kinder. Nach zwanzig Jahren Ehe scheint das Ende gekommen zu sein.

Margaret ist schwer krank. Ihr Blasenkrebs befindet sich im Endstadium und Enrique läuft erstmals im seinem ganzen Leben zu seiner Höchstform auf…

Rafael Yglesias erzählt vom Tod und von der Liebe. Das eine schließt das andere nicht aus. Was Margaret und Enrique verbindet, versteht der Leser erst nach und nach. Seite um Seite erfahren wir mehr über ihr Leben und darüber, was eine glückliche Ehe ausmacht.

Ein tieftrauriger Roman, dessen Ende von Anfang an von Rafael Yglesias schonungslos offengelegt wird.

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Veröffentlicht am 09.03.2021

Zurück zu Gott

Die Hütte
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Mackanzie hatte kein einfaches Leben. Als Kind missbraucht, lange Jahre auf der Flucht hat er es doch geschafft, eine wunderbare Frau zu heiraten.
Gemeinsam mit seiner Frau bekommt er fünf Kinder.
Doch ...

Mackanzie hatte kein einfaches Leben. Als Kind missbraucht, lange Jahre auf der Flucht hat er es doch geschafft, eine wunderbare Frau zu heiraten.
Gemeinsam mit seiner Frau bekommt er fünf Kinder.
Doch dann passiert das große Unglück auf einem Campingausflug mit den drei Jüngsten. Bei der Fahrt mit dem Kanu. Eins der Kanus kentert und Mackanzie versucht, seinen Sohn vor dem Ertrinken zu retten.
Missy, seine jüngste Tochter wird während seines Rettungsversuches entführt.
Die Ermittler stoßen auf die Spur des sogenannten „Kleinen Ladykillers“. Nach diversen Sackgassen wird Missy letztendlich tot aufgefunden. Der Kleine Ladykiller hat also tatsächlich zugeschlagen und Mackanzies Tochter getötet.
Mackenzie versteht die Welt nicht mehr. Alles lief doch so gut. Seine Familie war glücklich und jetzt das? Wieso muss ein solches Schicksal ausgerechnet ihn treffen.

Schon in seiner Vergangenheit fiel in seine sogenannte „Große Traurigkeit“. Doch immer wieder schaffte er es mit viel Mut und Hartnäckigkeit wieder ins Leben zurück. Doch wird er es auch dieses Mal schaffen?
Kurz bevor er sich selbst aufgibt, erhält er einen Brief von einem Papa. Wer erlaubt sich hier einen perfiden Scherz mit seinem Schicksal? Nur seine Frau hat Gott diesen Spitznamen gegeben, aber wer noch kann das wissen? Dem Brief liegt eine Einladung bei. Er soll zu der Hütte zurück, in der Missy den Tod fand…
Fazit:
Mackanzies Leid ist auch für den Leser nur schwer zu ertragen. All seine Hoffnungen sind zerstört, all seine Liebe ist aufgebraucht. Kann ihm Gott denn wirklich helfen? Seinen Glauben hatte Mackanzie schon sehr früh verloren und er hegt seitdem große Zweifel.
William Paul Young schürt Zweifel. Zweifel an Gott, an der Menschheit und lässt einmal mehr das Böse die Oberhand gewinnen.
Und dennoch gibt er als Autor nicht auf, kleine Funken Hoffnung zu sähen. Er setzt auf das Gute im Menschen, setzt auf Hoffnung und Liebe.

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Veröffentlicht am 08.03.2021

mathematische Schnitzeljagd

Code: Orestes - Das auserwählte Kind
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Malin lebt im dem beschaulichen Lerum, ganz in der Nähe von Göteborg. Eines Abends wird sie draußen in eisiger Nacht von einem mysteriösen Mann angesprochen. Sie soll einen Brief überbringen und das genau ...

Malin lebt im dem beschaulichen Lerum, ganz in der Nähe von Göteborg. Eines Abends wird sie draußen in eisiger Nacht von einem mysteriösen Mann angesprochen. Sie soll einen Brief überbringen und das genau in einhundert Tagen.

Malin schwankt zwischen Angst und Neugierde und nimmt den Brief an. Adressiert ist der mysteriöse Brief an das Rutenkind. Genau einhundert Tage später zieht Orestes in das Nachbarhaus und geht zufälligerweise auch noch in Malins Klasse.

Orestes stellt sich als Supernerd ohne Computer heraus, aber wie kann das gehen? Das Problem des superintelligenten Orestes ist seine Mutter. Die entpuppt sich als Wünschelrutengängerin und Althippie.

Malin traut sich eines Tages den Brief an Orestes zu übergeben. Daraufhin beginnt ein kniffliges Abenteuer. Der Brief an Orestes entpuppt sich als chiffrierte Schnitzeljagd, die die beiden Freunde quer durch Lerum und bis nach Göteborg rätseln lassen.

Während der Jagd lernen sich die beiden besser kennen. Zwischen Malins herzkrankem Vater und Orestes leicht verrückter Mutter entwickelt sich ganz zum Leidwesen der Beiden eine enge Freundschaft. Und so muss sich Malin eingestehen, dass sie sich mit ihrer Mutter, inzwischen beruflich nach Japan gereist, aussöhnen muss.

Orestes hingegen, stets bepackt mit seiner kleinen Schwester Elektra, ist schwer bemüht, sein Leben im Gegensatz zu seiner Mutter, strikt nach Plan und Ziel zu leben.

Die Schnitzeljagd wird immer rasanter und stets hinterlässt der mysteriöse Auftraggeber eine weitere chiffrierte Spur. Bis kurz vor dem Ziel ein weiterer Mitspieler aus Malins Vergangenheit auftaucht.

Fazit

Maria Engstrand lässt einen rastlos zurück. Bepackt mit zahlreichen Chiffren und allerlei mathematischen Rätseln jagen wir mit Malin und Orestes umher. Aus anfänglichem Misstrauen entsteht nach und nach eine wunderbare Freundschaft zwischen den beiden Nachbarskindern.

Neugierig erfahren wir als Leser von den diversen Codierungsmöglichkeiten, gehen zurück in die vorherigen Jahrhunderte und knacken so ein Rätsel nach dem anderen.

Engstrand versteht es sehr gut, historische Ereignisse und Mathematik in einen spannenden Jugendroman zu verpacken. Die beiden Freunde machen trotz des Rätsels Lösung Lust auf mehr Abenteuer.

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Veröffentlicht am 06.03.2021

Mehr ich selbst

More Myself - Mehr ich selbst
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Wer kennt sie nicht? Alicia Keys, die bezaubernde Sängerin mit ihren abertausenden Facetten?

Doch wer ist sie wirklich, fernab von Kameras und Social Media…

Alle Anfänge sind bekanntlich schwer und ...

Wer kennt sie nicht? Alicia Keys, die bezaubernde Sängerin mit ihren abertausenden Facetten?

Doch wer ist sie wirklich, fernab von Kameras und Social Media…

Alle Anfänge sind bekanntlich schwer und so gestaltete sich aus der Beginn Alicias Musikkarriere. Geprägt von familiären Selbstzweifeln und der hart arbeitenden Mutter ist es nicht leicht, ein Talent vollständig auszuleben und weiter zu fördern. Doch Alicia lässt sich nicht unterkriegen. Sie wechselt das Management und das ist in dieser Welt des Business kein einfacher Schritt. Die Musikszene ist hart umkämpft und seinen eigenen Stil vollständig durchzusetzen verlangt heutzutage sehr viel von den Künstlern ab. Der Trend zum eigenen Label lässt sich also nicht mehr aufhalten.

Alicia kämpft mit ihren Gefühlen und beschließt sodann, erst einmal eine Auszeit und zurück zu ihren Wurzeln nach Ägypten zu reisen. Dort angekommen sind Besinnung und Selbstfindung Alicias oberstes Ziel.

Die Branche ist hart umkämpft. Nach der Rückkehr gründet Alicia Stiftungen, eigene Produktionsfirmen und regelt ihr gesamtes Business neu. Den Mut dafür hat sie auf ihrer Besinnungsreise gesammelt und kann dies nun vollständig und ganz nach den eigenen Wünschen umsetzen.

Privat ändert sich für die junge Künstlerin im Laufe der Zeit so einiges. Die Beziehung zu Swizz wird enger und der erste Nachwuchs kündigt sich an. Das hält Alicia jedoch nicht auf, weiterhin sehr erfolgreich kreativ zu sein. Der Zusammenhalt der Familie wird nachhaltig geprägt durch Alicias stetige Bemühungen, die unterschiedlichen Charaktere so zu nehmen, wie sie sind.

Doch die Zeiten in den USA sind keine leichten. Weiterhin kommt es zu Aufständen. Rassenhass steht wieder nach so langer Zeit auf der Tagesordnung und Alicia fühlt sich mit befreundeten Musikern berufen, hier laut und gezielt einzuschreiten und Beistand zu leisten.

Mittlerweile hat die Künstlerin einen einflussreichen Freundeskreis zu denen auch die Familie Obama, Ophra und Bono zählen. Das erleichtert weitere mutige Schritte, hilft maßgeblich bei der Entscheidungsfindung.

Fazit:

Ein beeindruckendes Portrait einer jungen modernen afroamerikanischen Künstlerin, die es all die Jahre geschafft hat, sich auch in kleinen Dingen treu zu bleiben. Gewachsen durch den Einfluss eines knallharten Musikbusiness schafft sie ein familiäres Umfeld und lässt sich so schnell nicht mehr aus der Ruhe bringen. Besinnung und Selbstfindung stehen ganz oben auf der Tagesordnung. Dennoch wird Alicia alleine die Welt nicht retten können, es stehen ihr aber zahlreiche außergewöhnliche Persönlichkeiten zur Seite, deren gemeinsames Bestreben schon einiges vorangebracht hat.

Eine außergewöhnliche Frau, die ihren Lebensweg konsequent verfolgt und dabei sich selbst nicht vernachlässigt. Abgesehen von ihrer kreativen Musik, dessen Handwerk sie hervorragend versteht, gelingt es ihr, mit großzügigem Engagement stets die Menschen im Blick zu haben, deren Leben abseits des Glamours, des Einflusses und des Reichtums liegt.

Mir persönlich war es ein wenig zu viel „Sis“, „Sisters“ und „Fam“. Dies soll keinerlei Kritik darstellen. Es handelt sich um eine Autobiografie einer jungen schwarzen Künstlerin, deren Lebensweg leider durch diverse politische Schatten in den USA bis zum heutigen Tag geprägt werden.

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