Daniel Zipfel macht es einem nicht leicht, Blum zu mögen. Seine scheinbar grenzenlose Naivität zum Thema Flüchtlinge lässt doch sehr zu wünschen übrig. Blum schwappt von einem Extrem ins andere über. Erst ...
Daniel Zipfel macht es einem nicht leicht, Blum zu mögen. Seine scheinbar grenzenlose Naivität zum Thema Flüchtlinge lässt doch sehr zu wünschen übrig. Blum schwappt von einem Extrem ins andere über. Erst sein starrer Beamtensinn und dann sein maßloser Zwang etwas daran zu ändern.
Die Grenze wird mehrmals überschritten, von Blum wie auch von seinen Schützlingen. Was für die einen reiner Überlebenswille, ist für Blum einfach nur ein Job. Doch seine Einstellung dazu bröckelt Tag um Tag. Blums Einblick in seine gespaltene Seele lässt den Leser an so mancher eigenen Einstellung zweifeln.
Gönnen wir uns doch alle mal einen Moment des Nichtstuns. Ja, ich weiß…. In diesen Zeiten ist es nicht einfach, dem Alltag zu entkommen. Ständige Webkonferenzen, den ganzen Tag vor dem Laptop hängen und ...
Gönnen wir uns doch alle mal einen Moment des Nichtstuns. Ja, ich weiß…. In diesen Zeiten ist es nicht einfach, dem Alltag zu entkommen. Ständige Webkonferenzen, den ganzen Tag vor dem Laptop hängen und quasi so ganz nebenbei noch alle Telefonate sachlich und konsequent abarbeiten.
Mit Niksen tauchen wir in eine kleine Welt des Nichtstuns ab. Jeder der Hygge oder Lagom kennt, kann auch etwas mit dem niederländischen Niksen etwas anfangen.
Es ist ganz einfach: genieße die kleinen Pausen und schaffe sie dir. Einfacher gesagt als getan.
Aber mit dem kleinen praktischen Handbuch, was auch wirklich auf jedem noch so kleinen Schreibtisch im Homeoffice seinen Platz finden sollte, findet man wieder genug Zeit für sich selbst.
Fazit:
ArsEdition ist bekannt für seinen kleinen hübschen und praktischen Geschenkbüchlein. Niksen eignet sich hervorragend als kleines Geschenk, einfach mal so für Zwischendurch.
Hübsch bebildert und mit schönen Zitaten versehen, reizt es einen, mal einen Gang herabzuschalten, die Tasse Tee in die Hand zu nehmen und sich einen Moment der Entspannung zu gönnen.
Maya Seale ist eine gute Anwältin. Sie kennt beide Seiten. Vor zehn Jahren war sie selbst eine Geschworene in einem hitzigen Mordfall im sonnigen Los Angeles.
Jessica Silver, die reiche Tochter eines ...
Maya Seale ist eine gute Anwältin. Sie kennt beide Seiten. Vor zehn Jahren war sie selbst eine Geschworene in einem hitzigen Mordfall im sonnigen Los Angeles.
Jessica Silver, die reiche Tochter eines Self-Made-Millionärs verschwindet spurlos. Ihr junger Lehrer Bobby Nock gerät durch aufreizende SMS, die sich das verliebte Pärchen hin und her geschickt haben, in Verdacht. Aus dem Verdacht wird ein Mordfall, da in dem Auto des jungen Afroamerikaners Blut- und Haarspuren von Jess sichergestellt werden.
Die Jury wird einberufen und so tritt Maya das erste Mal in ihrem Leben einen Job an, an dem sie wirklich Interesse hat. Der Fall entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einem Alptraum. Die Presse gelangt an die Namen der Jurymitglieder und der Druck steigt, sodass die gesamte Jury an einem sicheren Ort verfrachtet wird und abseits des Medienrummels zu einem einstimmigen Ergebnis kommen müssen.
Maya ist von Anfang an von der Unschuld Bobbys überzeugt und schafft es, ein Jurymitglied nach dem anderen mit ihren Argumenten zu überzeugen. Bis auf Rick. Schwarz, attraktiv und gut gebildet erweist er sich konstant hartnäckig.
Die beiden beginnen in der Abschottung des Zeugenstandes und der Jury einen Affäre und kurz drauf erfolgt der einstimme Freispruch für Bobby Nock.
Zehn Jahre später kommt es zu einem fulminanten Wiedersehen. Die Show „Murder Town“ will Ricks neue Ermittlungserkenntnisse, die Bobby Nocks Schuld endgültig beweisen, am letzten Tag veröffentlichen. Sein Buch über die Zeit als Jurymitglied schlug nach dem Freispruch ein wie eine Bombe und bescherte ihm für kurze Zeit Aufmerksamkeit und eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit.
Doch bereits in der ersten Nacht wird Rick ausgerechnet in Mayas Hotelzimmer ermordet und Maya gerät in Verdacht.
Fazit
„Verweigerung“ verschafft dem Leser eine gewisse innere Unruhe. Schuldig oder nicht schuldig? Wie hätte man selbst als Jurymitglied entschieden? Graham Moore beleuchtet ausgiebig das amerikanische, bzw. kalifornische Rechtssystem und hinterlässt dabei mehr als einen faden Beigeschmack. Wenn man zehn, sich völlig unbekannte Menschen unterschiedlicher Geschlechter, Ethnien, Berufe, Alter und Lebenseinstellungen wochenlang in einen Raum pfercht, was kommt dann wohl dabei heraus?
Schuld und Unschuld lassen jedes einzige Jurymitglied mehr als einmal an sich selbst zweifeln und hinterlässt dunkle Schatten.
Dieser Roman lässt den Leser mit einigen offenen Fragen zurück. Was bedeutet Wahrheit und was Lüge? Letztendlich hilft am Ende eine bittere Lüge über die eigentliche Wahrheit hinweg…
New York, die Stadt, die niemals schläft. Wer schon mal dort war wird sie entweder lieben oder unglaublich hassen.
Ashley McKenna ist ein wahrer New Yorker. Er liebt das Leben in überteuerten Wohnungen, ...
New York, die Stadt, die niemals schläft. Wer schon mal dort war wird sie entweder lieben oder unglaublich hassen.
Ashley McKenna ist ein wahrer New Yorker. Er liebt das Leben in überteuerten Wohnungen, genießt seinen Jack Daniels in dreckigen Absteigen. Sein Leben finanziert er durch die Erledigung besonderer Aufgaben, die ihm nicht immer ganz lupenreine Auftraggeber erteilen.
Mal hier ein Koffer mit geheimem Inhalt, dort mal eine Kopfnuss auf Wunsch. Ash erledigt fast alles und das ohne Fragen zu stellen.
Eines Abends hat Ash dank zu viel Koks und zu viele Gläser Jack Daniels einen totalen Filmriss. Tags darauf muss er feststellen, das Chell, seine beste Freundin in der Nacht ermordet wurde.
Ash macht sich sodann auf einen Rachefeldzug. Mit Hilfe seiner engsten Freunde und dem ein oder anderen eingeforderten Gefallen zieht er seine Schlüsse. Ein scheinbarer Verdächtiger nach dem anderen entpuppt sich als Fehlanzeige.
Die Sorge, dass er selbst etwas mit dem Tod von Chell zu tun haben könnte, wächst und wächst.
Seine sogenannten Kunden nutzen den Schwachpunkt von Ash aus. Gekonnt spielen sie ihn in einem Revierkampf gegeneinander aus.
Doch Ash ist ein waschechter New Yorker und sein Ziel, den Mord an seiner geliebten Freundin Chell zu rächen, treibt ihn Tag um Tag an.
Fazit
Rob Hart zeigt New York von seiner schonungslosen Seite. Hart umkämpfte Reviere, Drogenbosse und fiese Nachtclubbesitzer pflastern den Weg von Ashley McKenna. Hier gilt es Ruhe und Köpfchen zu bewahren. Hart lässt den Privatermittler immer wieder an sich selbst zweifeln. Bepackt mit der dunklen Vergangenheit von 911 und dem Tod des Vaters als Feuerwehrmann versteht man den verzweifelten Versuch, die wahre Liebe zu suchen und festzuhalten.
Doch Rob Hart lässt den Leser an Ash, an Chell und an der wahren Liebe zweifeln.
Die siebenjährige Su hat eines Nachts einen scheinbar schlechten Traum. Auf Ihrem Fensterbrett steht eine Katze und beginnt mit ihr zu sprechen. NekoNeko und das Team des Milchstraßenkreuzers brauchen ...
Die siebenjährige Su hat eines Nachts einen scheinbar schlechten Traum. Auf Ihrem Fensterbrett steht eine Katze und beginnt mit ihr zu sprechen. NekoNeko und das Team des Milchstraßenkreuzers brauchen noch Unterstützung. Su gelingt es dank einer magischen Quittenbohne, an Bord zu gelangen.
Ein Stern nach dem andern stirbt und für Su und die restliche Crew der Argo-Navis ist nur schwer zu verstehen, was hinter alldem steckt.
Die Milchstraße wird immer dunkler. Der Auftrag der Argo-Crew stellt sich als fast unlösbar heraus.
Gemeinsam mit der Katze NekoNeko, dem Hund Hatschi und dem Kapitän Aison schippern die Milchbartpiraten durch die Galaxie, um die Milchstraße zu retten.
Die Galaxie entpuppt sich jedoch für Su und ihre Mitstreiter als wahres Mysterium. Inhaltlich kann ich hier nicht mehr wiedergeben. Die Story schweift in zahlreichen Szenen vom eigentlichen Ziel ab und als Hörbuch fand ich es stellenweise nicht gerade einfach, dem eigentlichen Ziel der Crew der Argo-Navis zu folgen.
Fazit:
Nino Kerl kann in seinem ersten Roman seinen Hang zur Mangakultur nicht verbergen. Die Wahrheit liegt bekanntlich irgendwo da draußen und muss ergründet werden. Mit einer Siebenjährigen, einem scheinbar gestiefelten Kater, einem Hund als Steuermann und einem Löwen als Kapitän, der selbst so einiges zu verbergen hat, geht es auf große Fahrt durch die Milchstraße. Die Galaxie muss gerettet werden, komme da, was wolle und es kommt da so einiges…
Nicht anfreunden konnte ich mich mit dem Gemenge an mythischen Göttern, ob griechisch, römisch oder ob die aus dem hohen Norden sowie den zahlreichen japanischen Sagengestalten. Ich bin in sämtlichen Kinderbüchern wie Pinocchio, die Gebrüder Grimm und Peter Pan fündig geworden und die gezeichneten Figuren von Nino Kerl haben darunter doch etwas gelitten. Ob Odyssee, Ilias, Dantes Inferno oder der Götterolymp, da kenne ich mich aus. Jedoch nicht mit Animes und vielleicht liegt genau hier quasi der Hund begraben.
Dennoch hat David Nathan hier erneut sprachgewaltig sein Bestes gegeben.