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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2019

Eine supersüße Liebesgeschichte!

New Promises
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Will und Izzy waren bereits in New Beginnings meine heimlichen Lieblinge im Buch und deswegen war ich so begeistert, als ich herausgefunden habe, dass die beiden ihre eigene Geschichte bekommen! Die Snowboardlehrerin ...

Will und Izzy waren bereits in New Beginnings meine heimlichen Lieblinge im Buch und deswegen war ich so begeistert, als ich herausgefunden habe, dass die beiden ihre eigene Geschichte bekommen! Die Snowboardlehrerin und der Sheriff haben mich einfach in ihre Fänge gezogen und sich geweigert, mich wieder loszulassen, worüber ich wirklich froh bin. Denn so habe ich mit New Promises ein wirklich wunderschönes Buch lesen dürfen.
Wer also auf der Suche nach einer süßen Liebesgeschichte zwischen besten Freunden mit authentischen und nicht perfekten Charakteren ist, der ist bei New Promises genau richtig! Warum genau ich dem Werk so verfallen bin, könnt ihr in der folgenden Rezension nachlesen.


DER INHALT
Izzy ist seit Jahren in ihren besten Freund Will verliebt. Die beiden kennen sich bereits ihr ganzes Leben lang und sie ist sich bewusst, dass aus ihnen in Sachen Liebe nichts werden wird. Daran ändert auch dieser eine verdammte Kuss an Silvester nichts, der ihre Freundschaft höchstens nur noch schwerer werden lässt.
Deswegen ist die Snowboard-Lehrerin mehr als froh über Ablenkung, die in Form des aufsteigenden Schauspielers Cole in ihrem Leben auftaucht. Der Netflix-Star benötigt eine Skilehrerin und hat sich in den Kopf gesetzt, dass Izzy die richtige Person dafür ist. Zunächst ist sie skeptisch, aber hinter dem arroganten Kerl mit dem Sixpack und der Handysucht versteckt sich ein wirklich guter Freund, wie sie mit der Zeit feststellt.
Alles könnte also perfekt sein, würde Will sich seit dem Auftauchen des Schauspielers nicht plötzlich so merkwürdig verhalten.


DIE CHARAKTERE
Izzy ist kein perfekter Charakter, sondern einer mit Ecken und Kanten. Gerade deswegen habe ich sie bereits in New Beginnings so sehr geliebt. Das blonde Mädchen mit den Dreadlocks ist offen und sympathisch, liebt das Abenteuer und ist eine super Freundin. Sie ist alles andere als Klischee, sondern ein wirklich authentischer Charakter, der mich direkt gefangen nehmen konnte. Wenn Izzy also nicht gerade wider Willen dem kleinen Liam Skistunden gibt, Leute vor dem Tod auf Skiern rettet oder voller Freude mit ihrem Snowboard die Pisten heruntersaust, ist sie oft mit ihren Freunden in der Bar ihres Bruders zu finden.
Will ist ebenfalls kein Neuanfänger, was das Snowboarden angeht. Was er aber wirklich kann, ist Frauen aufreißen. Gefühlt jede Nacht gibt es eine andere und deswegen hat sich seine beste Freundin auch schon vor Jahren damit abgefunden, dass für Will die Liebe keine Rolle spielt. Er steht nicht auf Beziehungen, sondern eher auf eine schnelle Nummer. Zumindest solange, bis er merkt, dass das vielleicht nicht das Wichtigste im Leben ist. Bei Will gefällt mir vor allem, dass er trotz seiner vielen Frauen nicht als übermäßig arrogant oder draufgängerisch dargestellt wird. Man hat total gemerkt, dass er das Herz am rechten Fleck hat und nie zögert, um anderen zu helfen.
Dem Schauspieler Cole Jacobs bin ich zunächst mit einiger Skepsis begegnet, denn auf den ersten Blick wirkt er unwahrscheinlich egozentrisch und arrogant. Doch dann hat man ihn von Seite zu Seite näher kennengelernt und gemerkt, dass er ein super Freund ist. Gerade diese schleichende Entwicklung hat mir sehr gefallen. Cole scheut sich nicht, auch Einweihungspartys von Fremden zu besuchen oder kurzerhand mit ihnen in die Berge zu fahren, in ein Haus, was zwar keine Bruchbude ist, aber auch nicht das fünf Sterne Hotel, das er eigentlich gewöhnt ist.
Auch die Nebencharaktere sind wieder total gut gelungen, wobei es mir in New Promises vor allem das Au Pair Lena aus Deutschland angetan hat. Die Protagonistin aus New Beginnings hat hier zwar nur eine Nebenrolle als Freundin von Izzy, aber gerade die wirkt sehr authentisch.


DIE BEWERTUNG
Wo fange ich denn jetzt an mit meiner Schwärmerei? Bei allen den super sympathischen Charakteren? Bei dem wirklich süßen Plot? Bei dem unglaublichen Schreibstil? Bei der Kulisse? Ich finde keinen Anfang, weil ich bei jedem einzelnen Punkt einfach nur ins Schwärmen geraten kann.
Lilly Lucas ist nicht nur unheimlich sympathisch, sondern vor allem auch eine wirklich wunderbare Schriftstellerin, die es versteht, supersüße Geschichten zu erzählen. Ihren Schreibstil kann man wirklich gut lesen, kein Wunder also, dass ich New Beginnings an einem Abend inhaliert habe.
Es wurde immer später und später, ich hätte eigentlich längst schlafen sollen, aber ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen, denn dieses Buch hat süchtig gemacht. Ich musste einfach erfahren, was mit Will und Izzy passiert.
Eigentlich bin ich kein großer Fan von Dreiecksgeschichten, aber die zwischen Will, Cole und Izzy war so subtil und realistisch gehalten, dass ich sie wirklich gerne gelesen habe.
Neben den authentischen Charakteren hatte das Buch außerdem einiges an Ferienfeeling zu bieten und ich freue mich deswegen gerade wirklich auf den Winter. Man hat Izzys Liebe zum Schnee geradezu übernommen.
Auch fand ich es wirklich super, dass sich die Hauptperson nicht klischeehaft in den Schauspieler verliebt hat, sondern gerade Cole gegenüber immer sehr vorsichtig aufgetreten bin. Ebenfalls war es gut, dass auch die Schattenseiten von Promis beleuchtet wurden, so zum Beispiel durch all die schlimmen Internetkommentare, mit denen Izzy umgehen musste, sobald bekannt geworden ist, dass sie Coles Skilehrerin war.
Den einzigen Kritikpunkt, den ich an New Beginnings habe, ist das das Buch zu kurz war. Ich hätte gerne noch mehr über Izzy und Will erfahren und glaube, dass man ihre Geschichte noch ein wenig hätte ausbauen können. Mit nur 290 Seiten ist das Buch wirklich eher kurz.
Aber nichtsdestotrotz liebe ich New Beginnings und kann es kaum erwarten, wenn uns Lilly Lucas bald hoffentlich wieder nach Green Valley entführt! Eine klare Leseempfehlung für alle, die New Adult Bücher mögen!

Veröffentlicht am 22.08.2019

Ein schönes Leseerlebnis!

Mein Jahr mit Dir
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Zuerst einmal vielen Dank an das Bloggerportal sowie den Penguin Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dieser Post enthält unbezahlte Werbung und die Rechte liegen bei dem Verlag. Dies ...

Zuerst einmal vielen Dank an das Bloggerportal sowie den Penguin Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dieser Post enthält unbezahlte Werbung und die Rechte liegen bei dem Verlag. Dies beeinflusst jedoch in keiner Weise meine persönliche Meinung zu diesem Buch.


Mit dreizehn Jahren habe ich mein Herz für alle Ewigkeit an ein Land verschenkt. Ich wusste, dass ich irgendwann einmal in England wohnen und studieren müsste. Das war Plan A, Plan B gab es nie und egal was alle sagten, ich bin fest entschlossen gewesen, es genauso durchzuziehen. Ich wollte mein Englandabenteuer, mein Traumleben um jeden Preis.
Ella aus Mein Jahr mit Dir ging es ebenso. Ihr großer Traum ist Oxford, die Stadt auf dieser kleinen Insel, mit all den altehrwürdigen Gebäuden und der renommierten Universität, die überall auf der Welt bekannt ist. Und genau deshalb habe ich mich mit ihr auf eine Reise nach England begeben.
Erwartet habe ich ein typisches Collegeleben, einige nachdenkliche Literaturstudenten und eine lockere Geschichte. Bekommen habe ich so viel mehr. Im besten Sinne.
Warum Mein Jahr mit Dir ganze vier Sterne bekommen hat, könnt ihr im Folgenden nachlesen.


DER INHALT

Mein Jahr mit Dir handelt von der 24-jährigen Ella, die ein Stipendium für Oxford bekommen hat. Damit erfüllt sich einer ihrer größten Träume, denn schon seitdem sie ein Teenager ist, will sie nichts weiter, als einmal in dieser Stadt zu leben.
Jedoch ist der Start in ihr neues Leben alles andere als gelungen, denn bereits an ihrem ersten Abend hat sie in einer Fish and Chips Bude eine schmerzvolle Begegnung mit unterschiedlichsten Saucen, ihren Pommes sowie Jamie Davenport.
Zu allem Übel ist dieser auch noch dieses Jahr für ihren Literaturkurs verantwortlich, was in Ellas Augen einem Desaster gleicht. Dennoch landen sie eines Nachts in einem einheimischen Pub voller Charme und lernen, dass der erste Eindruck nicht immer unbedingt der richtige ist.
Ella und Jamie kommen sich näher, doch dabei hängt Jamies Geheimnis jeden Tag ein bisschen dunkler über ihrem Glück.

DIE CHARAKTERE

Gerade die Charaktere sind es, die dieses Buch in meinen Augen so großartig machen. Denn sie sind allesamt wunderbar authentisch und vor allem mit unterschiedlichsten Eigenschaften ausgestattet. Sie sind keine Mary Sues, sondern haben ein Eigenleben und lassen sich problemlos voneinander abtrennen, was mir bei Büchern unheimlich wichtig ist.
Ladies First, würde ich sagen, weswegen wir heute mit Ella beginnen. Sie ist Studentin im Aufbaustudium, in ihren Zwanzigern und mir von der ersten Seite an super sympathisch gewesen. Vor allem ihren Eifer und ihre Starrköpfigkeit hat mir sehr gut gefallen sowie die Tatsache, dass Ella ihr Leben selbst in die Hand nehmen möchte. Sie ist nicht einmal fünfundzwanzig und hat mit ihren Jahren schon mehr erreicht, als die meisten anderen. Außerdem ist sie eine absolute Literaturliebhaberin, weshalb man sie einfach ins Herz schließen muss.
Dann hätten wir da noch Jamie Davenport, den Vertreter des Literaturkurses, der mich von Anfang an faszinieren konnte. Er ist immer für einen guten Konter zu haben, wirkte voller Elan und Lebenslust. Gerade Jamie wirkte durchweg authentisch und ich habe es geliebt, ihn Seite für Seite mit Ella ein wenig näher kennenlernen zu dürfen.
Auch Ellas neue Collegefreunde wurden auf faszinierende und interessante Weise herausgearbeitet. So gut, dass ich gar nicht weiß, wen von ihnen ich nun überhaupt am liebsten habe. Tom mit seiner wirren Art, Charlie mit seinen ausdrucksstarken Klamotten oder Maggie mit den rosa Haaren. Außerdem Cecilia, die so anders ist, als man auf den ersten Blick vermutet. Sie alle haben sich einen Platz in meinem Herzen erobert.
Eine weitere Erwähnung wert sind definitiv Jamies Eltern, die ebenfalls vollkommen realistisch gestaltet waren. Mir persönlich hat Jamies Vater sogar mit am besten gefallen, weil er zwar nicht sympathisch, dafür aber unglaublich vielschichtig herüberkommt. Anfangs habe ich ihn gehasst, doch mit der Zeit habe ich ihn zu verstehen gelernt.

MEINE BEWERTUNG

Mein Jahr mit Dir hat so viele positive Punkte, dass ich mich geradezu darauf freue, sie teilen zu dürfen.
Ganz oberflächlich beginnen wir mit dem deutschen Cover, das in meinen Augen einfach wunderschön ist. Bereits in der Buchhandlung habe ich es immer wieder ansehen müssen. Glücklicherweise ist der Inhalt des Buches ebenso gut.
Bevor man überhaupt in die richtige Geschichte startet, wird man mit einem Vorwort begrüßt, das mich sehr nachdenklich gestimmt hat. Es ist berührend und ich persönlich liebe es, wenn sich Autoren dazu entscheiden, auf diese Weise mit dem Buch zu starten. Ein wenig so wie das erste Kennenlernen, bevor man sich überhaupt wirklich trifft.
Nach dem Vorwort ging es direkt genauso gut weiter, denn wir werden im Prolog mitten in eine Situation hereingeworfen. Die Autorin hat es verstanden, den Leser direkt mit wichtigen Informationen zu ködern und neugierig auf die Geschichte zu machen. Ich habe mich beim Lesen direkt im Geschehen gefühlt.
Ebenfalls wunderbar waren die schönen Beschreibungen Oxfords. Ich habe mich oft so gefühlt, als wäre die Stadt direkt vor der Haustür und Mein Jahr mit Dir hat meine Reiselust direkt geweckt. Nun steht Ellas Studentenstadt eindeutig auf meiner Wunschliste für zukünftige Ausflüge.
Wichtig finde ich es, dass Julia Whelan auch ernste Themen in ihrem Buch untergebracht hat und es dabei in meinen Augen super hinkriegt, diese zu beschreiben, ohne sie zu romantisieren. Die Mischung stimmte stets und ich hatte nie das Gefühl, dass zu viel Drama erweckt wurde, nur um den Leser möglichst viel zu schocken. Ganz im Gegenteil, gerade die Dosierung der Themen macht das Werk in meinen Augen so gelungen.
Die Gespräche zwischen Ella und Jamie haben dagegen immer wieder für Auflockerung gesorgt und ich hätte ihnen noch stundenlang zuhören können, wie sie über Literatur und die Welt diskutierten.
Am besten gefallen haben mir wirklich die Charaktere, die das ganze Buch einfach zu einem wundervollen Leseerlebnis gemacht haben. Ich bin der festen Überzeugung, dass Charaktere ein ganzes Buch stehen oder fallen lassen können. In Mein Jahr mit Dir sind die Charaktere alle ausnahmslos authentisch, weswegen das Lesen ein Vergnügen war.
Ein wenig gewöhnungsbedürftig habe ich den Schreibstil gefunden. Die meiste Zeit über hat er mir sehr gefallen, manchmal jedoch hatte ich ein wenig das Gefühl, eine Nacherzählung der eigentlichen Geschichte zu finden. Zweimal kam es mir so vor, als würden wichtige Situationen einfach übersprungen, zum Beispiel das nähere Kennenlernen von Jamie und Ella, nachdem sie eine ihrer Entscheidungen über Board geworfen haben. Die meiste Zeit über stimmte das Erzähltempo jedoch und ich wollte stets wissen, wie es weitergeht.
Außerdem hat es mich gewundert, dass Pommes und Fisch zwanzig Pfund kosten sollten und auch bei der Einreise von Ella nach England habe ich ein wenig die Stirn gerunzelt, weil ich bisher der Meinung gewesen bin, dass Telefonieren im Sicherheitsbereich des Flughafens untersagt wäre. Das sind aber wirklich nur Kleinigkeiten und Meckern auf ganz hohem Niveau.
Insgesamt war Mein Jahr mit Dir ein ganz wundervolles Leseerlebnis, das ich noch länger in Erinnerung behalten werde. Es ist das perfekte Buch für einen schönen Sommernachmittag, an dem man jedoch nicht nur leichte Lektüre möchte. Von mir bekommt das Buch vier Sterne!

Veröffentlicht am 13.08.2019

Leider zu viel Klischee

Kiss Me Once
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Kiss Me Once – Stella Tack
Erstveröffentlichung: 2019
Gelesene Sprache: Deutsch
Meine Bewertung: 2 Sterne
[Unbezahlte Werbung; KEIN Rezensionsexemplar]

Nachdem ich meine Klausurphase überstanden habe, ...

Kiss Me Once – Stella Tack
Erstveröffentlichung: 2019
Gelesene Sprache: Deutsch
Meine Bewertung: 2 Sterne
[Unbezahlte Werbung; KEIN Rezensionsexemplar]

Nachdem ich meine Klausurphase überstanden habe, ging es mich direkt zum Lesevergnügen über. Das erste Buch, was die Ehre hatte, war Kiss Me Once von Stella Tack. Nachdem sich das wunderbare Cover direkt meine Aufmerksamkeit erschlichen hatte, musste es einfach mit mir nach Hause gehen und ich freute mich auf schöne Stunden mit dem Buch.
Leider hat sich diese Hoffnung nur halb bewahrheitet, denn ganz meins ist Kiss Me Once nicht gewesen. Warum genau dem so ist, könnt ihr in meiner folgenden Rezension nachlesen.


DER INHALT

Der Inhalt von Kiss Me Once ist sicherlich nicht neu, dennoch ist vor allem er es gewesen, was mich so neugierig auf das Buch machte. Ein reiches Mädchen mitsamt ihrem schnuckeligen Bodyguard auf dem College – das hat in meinen Augen Potenzial, sofern die Umsetzung stimmt.
In Kiss Me Once begleiten wir also Ivy auf ein staatliches College im schönen Florida. Sie nutzt diese Zeit, um sich neu zu erfinden und endlich aus den Fängen ihrer Eltern zu entkommen, die sie zu Vorzeigeerbin erziehen wollen.
Dabei lernt sie direkt an ihrem ersten Tag einen wirklich attraktiven Mann kennen. Das Problem an der Sache? Ryan ist nicht nur ein hervorragend aussehender Typ, sondern auch ihr Bodyguard. Eine Mischung, die geradezu nach Problemen schreit.


DIE CHARAKTERE

Zum einen haben wir Ivy, die unter Decknamen auf dem staatlichen College unterwegs ist. Anfangs hat sie mir sehr gefallen, weil man Rebellion gegen ihre Eltern und einen eigenen Charakter herauslesen konnte. Leider wurde sie mir mit der Zeit jedoch viel zu vorhersehbar und zickig. Dafür dass Ryan andauernd betont, wie anders als die Rich Kids Ivy doch sei, habe ich gerade diese Eigenschaft so oft in ihr kritisiert.
Unser zweiter Hauptcharakter ist Ryan MacCain – Sixpack, Tattoos und eine sexy Ausstrahlung. Also ein Bad Boy, wie er im Buche steht. Das hat mich anfangs ein wenig abgeschreckt, hinterher wurde jedoch Ryan zu dem Charakter, den ich am liebsten mochte. Er hat zumindest ein wenig Nachdenklichkeit gezeigt. Dennoch bin ich auch mit ihm nie richtig warm geworden. Es hat mich gestört, dass er andauernd auf sein Aussehen reduziert wurde und mir hätte es gefallen, ein wenig mehr über seine Vergangenheit zu erfahren. Einiges wurde kurz thematisiert, aber nie wurde wirklich in die Tiefe gegangen, weswegen ich keinen Zugang zu ihm während des Lesens fand.
Verglichen mit Ivy, die mich oft zum Augenrollen gebracht hat, war Ryan mir aber zumindest meistens sympathisch.
Die Charaktere sind mir leider allesamt ein wenig flach geblieben, auch wenn sich die Autorin wahrlich bemüht hat, ihnen Tiefe durch möglichst dramatische Schicksale zu geben. Das hat zumindest in meinen Augen nur halbwegs gut funktioniert.

MEINE BEWERTUNG

Ich habe mich so bemüht, Kiss Me Once zu mögen. Denn eigentlich hatte der Plott durchaus Potenzial, sofern man ihn gut umgesetzt hätte. Leider ist es in meinen Augen tatsächlich aber zu einer Klischee Ansammlung geworden.
Mich hat einiges gestört, weshalb ich meine größten Kritikpunkte nun einmal kurz anschneiden werde:
1. Die ersten hundert Seiten haben eigentlich nur funktioniert, weil der Bodyguard Ryan keine Informationen über Ivys zweiten Vornamen bekommen hat. Dabei hat er sonst wirklich alles über sie erfahren – bis hin zur Lieblingsspeise. Deswegen finde ich etwas unlogisch, dass der zweite Vorname verschwiegen wurde.
2. Punkt zwei knüpft direkt an den ersten Punkt an. Anfangs wirkte es so, als hätte Ryan noch nie ein Foto von seinem Schützling Ivy gesehen, was mich doch sehr verwunderte. Letztendlich gab es dann irgendwann die Aufklärung, dass er zwar ein Foto kannte, Ivy dort aber aufgrund anderer Haarfarbe und Schminke anders aussah. Das mag zwar dem normalen Menschen im so gehen (wobei ich selbst das bezweifele), aber ein Bodyguard sollte doch aufmerksam und geschult genug sein, um das zu merken. Leider hatte ich auch hier das Gefühl, dass diese Probleme einfach hingenommen wurden, weil es dem Plot diente.
3. Nach den ersten paar Absätzen bin ich echt versucht gewesen, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Etwas, was man beim Schreiben direkt lernt, ist es eigentlich, mit keiner Alltagsszene zu starten. Bei diesem Buch dürfen wir aber beim ersten Satz lesen, wie Ivy ihr Auto einparkt – Informationen, die ich nicht gebraucht hätte. Danach geht es zum Shopping in den Supermarkt, wo Ivy möglichst viele Süßigkeiten kauft. Die Intention hinter der Szene verstehe ich durchaus, dennoch finde ich sie ein wenig unpassend. Die Rebellion gegen ihre Eltern hätte man eleganter in dem Buch unterbringen können.
4. Die Ausrufe in Kiss Me Once haben mich oft zum Schreien gebracht, leider jedoch im negativen Sinne. Ich habe irgendwann aufgehört mitzuzählen, wie oft ‚Jeese‘ oder ‚Shrimp‘ genutzt wurden. Entweder man nutzt ordentliche Schimpfwörter, die auch durchaus nicht vulgär sein müssen (zum Beispiel Verdammt oder Ähnliches) oder man lässt es. Dieser Versuch möglichst kreativer Entsetzensaufrufe ist bei mir leider gescheitert.
5. Ivy hat mich irgendwann einfach nur noch genervt. Ständig ist sie aus irgendwelchen Gründen sauer auf Ryan oder eifersüchtig, obwohl sie nicht mehr als eine Stunde zusammen rumgeknutscht haben. Ryan war da leider auch nicht sehr viel besser, denn er hat Ivy pausenlos angeschmachtet, was doch sehr überzogen wirkte.
6. Die beiden Hauptcharaktere haben sich andauernd gestritten und wieder versöhnt, was irgendwann nur noch eintönig wurde. Es gab keine wirkliche Handlung und die Luft war raus.
7. Zugegeben, folgendes ist eine Kleinigkeit, die mich jedoch trotzdem die Stirn hat Runzeln lassen. Ryan denkt von sich selbst, dass er ein ‚Bad Boy Grinsen‘ hat. Erstens, was soll das überhaupt sein? Und zweitens, wer denkt bitte so etwas über sich selbst? Gruselig.
Um aber nicht nur Negatives zu erzählen, will ich natürlich auch etwas erwähnen, was mir gefallen hat. Denn ich bin der Ansicht, dass überall irgendwo ein bisschen etwas Gutes drinsteckt. In Kiss Me Once lies sich das in den wirklich schönen Beschreibungen des Campus finden. Man merkte, dass die Autorin Ahnung hatte, wie es dort aussah und auch das Collegefeeling hat das Buch gut rübergebracht.

Insgesamt war Kiss Me Once leider nicht nach meinem Geschmack, weswegen ich nur 2 Sterne verteilen kann.

[Unbezahlte Werbung]

Veröffentlicht am 10.06.2019

Ein Buch mit einem ernsten Thema, das zu überzeugen weiß

Drei Schritte zu dir
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Ich habe durch Zufall vor einigen Wochen den Trailer von Five Feet Apart auf YouTube gesehen und bin direkt begeistert gewesen. Er hat so viel versprechend geklungen und mich dabei auf gute Weise an Das ...

Ich habe durch Zufall vor einigen Wochen den Trailer von Five Feet Apart auf YouTube gesehen und bin direkt begeistert gewesen. Er hat so viel versprechend geklungen und mich dabei auf gute Weise an Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green erinnert, dass ich mir fest vorgenommen habe, den Film zu sehen.
Als ich also letzten Samstag am Flughafen London zufälligerweise beim Stöbern auf das zugehörige Buch zum Film Five Feet Apart gestoßen bin, konnte ich nicht anders, als es mitzunehmen. Ich habe weder den Klappentext gelesen noch irgendwelche Bewertungen. Es war ein totaler Spontankauf, zu dem mich der Trailer und vor allem das wunderschöne Cover des Buches animiert haben. Ganz ehrlich, sehr euch das unglaubliche Cover bitte, bitte, bitte an, denn es ist eines meiner absoluten Lieblinge! Außerdem nimmt es so wunderbar Bezug zur Geschichte und auch zu einem bestimmten selbstgemalten Bild, das immer wieder eine Rolle in der Story spielt, sodass es einfach perfekt ist.
Ich kaufte also das Buch und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht!

Der Inhalt



Five Feet Apart handelt von Stella Grant, die viel Zeit ihres Lebens im Krankenhaus befindet. Sie hat nämlich cystic fibrosis (deutsch: Mukoviszidose). Grob gesagt bedeutet dies, dass ihre Lungen nicht mehr richtig arbeiten und ihre Lungenfunktionalität bei nur noch 35% liegen. Stella braucht also dringend ein Lungentransplant und will alles dafür tun, um es zu bekommen. Deswegen hält sie sich streng genau an alle medizinischen Angaben.
Dann gibt es da noch Will Newman, ebenfalls ein CF-Patient, der allerdings bereits weiß, dass er nie im Leben eine neue Lunge bekommen wird. Alleine wegen seiner Mutter befindet er sich noch im Krankenhaus, während er stattdessen am liebsten einfach raus in die Welt und sein Leben so intensiv wie möglich leben will. Er zählt die Tage, bis er endlich achtzehn wird und selbst über sein Leben entscheiden darf.
Als Stella und Will im Krankenhaus aufeinander treffen, können sie sich zunächst wirklich nicht leiden. Ihre Ansätze, mit ihrer Krankheit umzugehen, sind totale Gegensätze. Doch mit der Zeit merken sie, dass sie sich vielleicht doch besser verstehen als anfangs gedacht. Doch Liebe ist für die beiden unmöglich, denn ihre Krankheit erlaubt es ihnen nicht, sich näher als sechs Feet zu kommen.
Will trägt etwas in sich, was Stella für immer ihre Chance auf eine neue Lunge neben könnte und selbst ein Kuss der beiden könnte tödlich enden.

Die Charaktere



Stella Grant ist ein super liebenswürdiges Mädchen, dass ich direkt ins Herz geschlossen habe. Sie tut alles dafür, damit sie wieder gesund wird und geht das geradezu perfektionistisch an. Ich konnte das jedoch sehr gut nachvollziehen, gerade auch, weil sie es aus einem übergeordnetem Grund tut, den man erst im Laufe des Buches herausfindet.
Dann ist da noch Will, den ich ebenso gut verstehen kann. Er weiß, dass er ohnehin sterben wird, denn er hat nicht nur CF, sondern auch noch B. cepacia, was es für ihn unmöglich macht, eine neue Lunge zu bekommen. Außerdem ist es hochansteckend für andere CF-Patienten. Will will einfach leben, so intensiv wie möglich und verabscheut es, dass er in Krankenhäusern überall auf der Welt feststeckt, ohne auch nur einmal etwas der fremden Länder sehen zu dürfen. Ich konnte seine Zerissenheit total verstehen und sein Dilemma ist so realistisch geschrieben, dass es mir wirklich leid tat für ihn.
Auch Poe, Stellas bester Freund und auch ein CF-Patient, hat es mir direkt angetan. Er ist homosexuell, weigert sich, irgendwen zu nahe an sich heranzulassen, weil er nicht als Bürde für seinen Partner gelten will. Außerdem ist er seit vielen Jahren der einzige, der Stella wirklich versteht, weil sie beide das gleiche Schicksal teilen. Jahr für Jahr treffen sie sich wieder in diesem Krankenhaus, verbringen Zeit miteinander, ohne sich je berührt zu haben. Keine Umarmung, kein tröstender Händedruck, denn all das wäre gefährlich.
Die sonstigen Nebencharaktere sind ebenfalls alle total super geworden. Besonders Barb, eine der Krankenschwestern, und den Charakter von Stellas Schwester liebe ich.

Meine Bewertung



Ich hatte etwas in Richtung von John Greens Das Schicksal ist ein mieser Verräter erwartet und würde im Nachhinein auch sagen, dass Five Feet Apart wahrscheinlich nach dem Geschmack aller ist, die John Greens Buch mögen. Dennoch ist Five Feet Apart kein müder Abklatsch und abgesehen von der Tatsache, dass es um zwei schwerkranke Patienten geht, gibt es auch nicht viele Parallelen. Gerade das fand ich richtig gut, weil man so ein neues Leseerlebnis geboten bekam.
Das Thema des Buches hat mich wirklich angesprochen und ich habe mit den Charakteren mitgefiebert, auch wenn man doch eigentlich die ganze Zeit weiß, dass Wills und Stellas Liebesgeschichte letztendlich tragisch enden kann. Sie können sich gegenseitig zerstören und es gibt die Frage, ob Liebe deswegen trotzdem gut genug ist. Außerdem: Kann man sich überhaupt lieben, wenn man sich nicht berühren kann? Diese Frage wird wirklich schön in dem Buch behandelt.
Ich habe die Liebesgeschichte also wirklich gerne gelesen, wobei ich mir letztendlich nicht sicher bin, ob man es nicht doch lieber Freundschaft nennen sollte, was Will und Stella verbindet. Letztendlich hätte ich das vermutlich sogar noch schöner zum Lesen gefunden. Wirkliche Liebe habe ich zwischen den beiden nämlich nicht auf diese herzzerreißende Art spüren können. Ich glaube durchaus, dass sie sich hätten verlieben können, aber so kam es mir ein wenig überhastet vor.
Der Schreibstil konnte mich total überzeugen, ebenso wie der Plot und die Plottwist. Ich hatte das Gefühl, dass das Buch sehr gut recherchiert wurde und finde es schön, dass ich somit mehr über eine Krankheit gelernt habe, von deren Existenz ich vorher nicht einmal gewusst habe.
Wieso also gebe ich Five Feet Apart nun vier Sterne und keine Fünf?
Das liegt daran, dass mich einige Kleinigkeiten an dem Buch gestört haben. Bitte lasst euch davon nicht abschrecken, denn es sind wirklich nur kleine Details, aber mir fehlte der gewisse Funke, den ich bei einem fünf Sterne Buch einfach fühlen muss.
Ich bin mir noch unsicher, was ich von dem Ende halten soll. Eigentlich liebe ich offene Enden, aber bei diesem Buch hatte ich das Gefühl, dass es noch nicht wirklich abgeschlossen war. Außerdem ist mir Stella bei einer bestimmten Entscheidung am Ende ein wenig zu dramatisch gewesen. Um nicht zu spoilern, werde ich nun nicht mehr verraten.
Zudem habe ich die Liebesgeschichte teilweise nicht wirklich fühlen können.
Aber all das bedeutet keinesfalls, dass Five Feet Apart nicht ein wunderbares Buch gewesen ist! Ich habe es in kürzester Zeit gelesen und bin wirklich in der Geschichte gefangen gewesen. Stets habe ich mit den Charakteren mitgefiebert, gehofft und gebibbert. Five Feet Apart ist ein tolles Werk, was sich authentisch mit CF auseinandersetzt (sofern ich das beurteilen kann, weil ich wie gesagt gar kein Wissen über die Krankheit besitze) und sicherlich einigen gefallen wird.
Deswegen bekommt das Buch von mir auch sehr gute 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 10.06.2019

Fast die volle Punktzahl!

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken
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Bitte sagt mir, wie unverlässlich ich bin. Bitte, bitte, denn vielleicht kommt es dann endlich mal in meinem Kopf an. Die Tatsache ist, dass ich diese Rezension schon vor Wochen schreiben wollte. Und jedes ...

Bitte sagt mir, wie unverlässlich ich bin. Bitte, bitte, denn vielleicht kommt es dann endlich mal in meinem Kopf an. Die Tatsache ist, dass ich diese Rezension schon vor Wochen schreiben wollte. Und jedes Mal wenn ich dann vor meinem Computer saß, hat sich mein Schreibprogramm direkt wieder verkrochen und ich bin mit anderen Dingen beschäftigt gewesen.
Dabei verdient Elias und Laia: Die Herrschaft der Masken eine Rezension, denn es ist ein so wundbares Leseerlebnis gewesen!
Wahrscheinlich kenne die meisten von euch diese Reihe bereits, ist sie doch seit Jahren veröffentlicht und zumindest in englischem Raum von einem Hype umgeben. Tatsächlich habe auch ich dieses Buch bereits 2015 gelesen, doch danach habe ich die Reihe aus irgendeinem Grund einfach nicht weiterverfolgt. Dafür könnte ich mich nun in den Hintern treten, denn Sabaa Tahir hat wirklich eine wundervolle Welt mit ihren Büchern geschaffen.
Der einzige Pluspunkt ist es nun, dass ich direkt alle Bücher hintereinander weg lesen und nur noch auf Band 4 warten muss, der hoffentlich bald veröffentlicht wird.
Warum ich den Hype um Elias und Laia durchaus verstehen kann, könnt ihr nun in meiner Rezension nachlesen.

Der Inhalt



Elias und Laia: Die Herrschaft der Masken handelt von dem Sklavenmädchen Laia, das gegen jede Wahrscheinlichkeit davon überzeugt ist, ihren Bruder aus dem Gefängnis der Martialen befreien zu können. Und um Elias Venturius, eine Maske, der jeden Tag den Tod bringt.
Laia schließt sich dem Widerstand an, um ihren Bruder zu retten und schleicht sich als Sklavin auf Schwarzkliff ein, dem Stützpunkt der Masken
Die beiden sind von Geburt aus verfeindet, doch während Elias herausfindet, dass er für das Leben der brutalen Masken, die für Ordnung im Imperium herrschen sollen, vielleicht doch nicht wirklich gemacht wird, kommt Laia zur Erkenntnis, dass sie mit Elias zusammenarbeiten muss. Denn manchmal muss man seinen größten Feind nutzen, um seine Ziele erreichen zu können.

Die Charaktere



Heute beginne ich tatsächlich einmal mit dem männlichen Part der Geschichte, weil Elias mich tatsächlich ein wenig mehr begeistern konnte als Laia. Elias Venturius ist eine Maske auf Schwarzkliff und wird dazu ausgebildet, unerschrocken und todbringend zu sein. Doch trotz all der Grausamkeiten, durch die er während seiner Ausbildung wandern musste, ist tatsächlich noch Menschlichkeit in ihm. Gerade das fand ich während des Lesens so interessant, denn ständig wird man mit seinen Gewissensbissen konfrontiert und erlebt mit, wie er herausfindet, was er eigentlich wirklich im Leben möchte. Dieser ganze Prozess ist sehr authentisch beschrieben.
Dann ist da noch Laia, die von ihren Großeltern großgezogen wird und diese am Anfang des Buches auf grausame Weise verliert. Ebenso wie ihren Bruder, der von den Masken ins Gefängnis gebracht wird. Sie ist also von einem Tag auf den anderen vollkommen allein und während sie anfangs manchmal an ein weinerliches Mädchen erinnert, gewinnt sie so schnell Stärke. Gerade das fand ich total realistisch und schön gemacht. Denn sind wir ehrlich, wenn unser Bruder entführt würde, würden wir auch nicht direkt mit dem Messer in Richtung der Feinde laufen, wenn unser Bruder uns bitten würde, wegzurennen. Laia läuft davon und leidet seitdem unter Schuldgefühlen. Aber sie hat ein Ziel: Sie will ihren Bruder aus dem Gefängnis befreien. Und dafür würde man alles tun.
Genau diese Entschlossenheit merkt man während des Lesens sehr und das hat mir gut gefallen. Laia lässt sich nicht von ihrem Ziel ablenken und geht viele Risiken ein, um dieses zu erreichen.

Meine Bewertung



Elias und Laia: Die Herrschaft der Masken konnte mich wirklich begeistern. Ich hatte bereits große Erwartungen, als ich mich dem Lesen begonnen habe und diese wurden auch größtenteils erfüllt.
Sabaa Tahir hat eine tolle Weltordnung geschaffen, die man wunderbar durch ihre Erklärungen verstanden hat. Die Beschreibung der Masken und ihrer Aufgaben sowie des Imperiums und die der Widerstandkämpfer sind anschaulich. Das Ganze hat mich immer ein wenig an das alte Rom erinnert, was ich ohnehin spannend finde.
Ein wenig gestört hat mich die Dreiecksbeziehung zwischen Laia, Elias und Kienan, einem der Widerstandskämpfer. Sie ist nicht wirklich detailreich und passiert auch nur am Rande, aber manchmal hat mich dieses Zickzack wirklich genervt. Es gab zudem einfach wichtigere Dinge, auf die man sich hätte konzentrieren sollen.
Ansonsten habe ich an dem Werk wirklich nichts auszusetzen. Der Weltaufbau ist hervorragend gelungen, die Geschichte ist sehr spannend erzählt und man wird direkt in die Handlung hineingezogen. Die Charaktere wirken authentisch und gerade die verschiedenen Interessen der Handlungspersonen machen die Geschichte stets interessant. Alle haben andere Ziele, die miteinander konkurrieren und ich habe mich am Ende dabei erwischt, dass ich manchmal gar nicht wusste, wem genau ich welchen Sieg denn nun am meisten gönnen würde.
Es gibt diese Bücher, bei denen mein Herz einfach direkt nach der vollen Sternenanzahl schreit. Komischerweise ist es bei Elias und Laia nicht ganz so gewesen. Ich bin wirklich begeistert von dem Buch, aber mir hat letztendlich das Gewisse etwas gefehlt. Deswegen gibt es von mir letztendlich 4,5 Sterne.