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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2019

Ein super Reihenabschluss!

Palace of Blood - Die Königin
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Zuerst einmal vielen Dank an das Bloggerportal sowie den Penhaligon Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dieser Post enthält unbezahlte Werbung und die Rechte liegen bei dem Verlag. ...

Zuerst einmal vielen Dank an das Bloggerportal sowie den Penhaligon Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dieser Post enthält unbezahlte Werbung und die Rechte liegen bei dem Verlag. Dies beeinflusst jedoch in keiner Weise meine persönliche Meinung zu diesem Buch.
Auf die Palace-Reihe bin ich Anfang letzten Jahres gestoßen, weil ich mir vorgenommen hatte, endlich wieder ein wenig mehr von deutschsprachigen Autoren zu lesen. Und was soll ich sagen? Ich bin so dankbar, dass ich diese Buchreihe gefunden habe, denn ich habe jedes einzelne Werk inhaliert.
Bei Band 4 war es auch nicht anders – sobald ich mit dem Lesen begonnen hatte, konnte ich einfach nicht mehr damit aufhören. Warum ich Palace of Blood: Die Königin so sehr geliebt habe, könnt ihr in der folgenden Rezension nachlesen.
Die Rezension sollte spoilerfrei zu lesen sein – einzig im Unterpunkt Inhalt solltet ihr nicht allzu genau hinsehen.

Doch worum geht es eigentlich in Palace of Blood: Die Königin?
Die Rebellion ist gestartet, der Kampf um den englischen Thron und die Grundsatzdiskussion um die Magdalenen ist im vollen Gang. Die weiße Königin und der König stehen im Krieg mit ihren eigenen Kindern – eine Tatsache, die zumindest Erstere nicht einfach hinnehmen kann und deswegen zu drastischen Maßnahmen greift.
Dadurch eröffnet sich für Rea und Robin eine Chance, endlich Frieden zu finden. Doch an dem Tag ihrer Hochzeit, der eigentlich der schönste ihres Lebens werden sollte, bricht das Chaos endgültig hervor.

Die Charaktere
Wie auch schon in den ersten drei Bänden konnte mich die Autorin wieder sehr für ihre Charaktere begeistern. Sie wirken alle total authentisch und ich habe sie direkt wieder in mein Herz geschlossen.
Da hätten wir Rea, unsere mutige Widerstandskämpferin, die mich erneut mit ihrer Stärke und ihrem Willen vollkommen für sich gewinnen konnte. Sie ist keine Person großer Worte, dafür aber großer Tate und daher liebe ich sie. Sie gehört zu den starken Frauencharakteren, die zu kämpfen wissen und dazu sollte es in Büchern sehr viel mehr geben.
Auch Robin ist direkt wieder in meinem Herzen gelandet, mit seinem Verhandlungsgeschick, seinen Wünschen und seinen Überzeugungen.
Neu in diesem vierten Band ist, dass wir auch aus anderen Sichtweisen zu lesen bekommen haben. Dabei ist es vor allem sehr interessant gewesen, die weiße Königin näher zu begleiten und ihre Beweggründe zu verstehen. Sie wurde grundsätzlich authentisch dargestellt.
Ich könnte hier jetzt jeden einzelnen Nebencharakter einzeln hervorheben, denn sie haben alle etwas Einzigartiges an sich. Reas Bruder, Madam Hiver, Blanc und alle anderen – sie sind alle so wundervoll gelungen.

Die Bewertung
Kommen wir nun zu den Gründen, warum Palace of Blood: Die Königin von mir 4,5 Sterne erhalten hat.

Ich würde sagen, wir starten mit den positiven Aspekten, die doch deutlich überwiegen:
1. Das Buch beginnt nahtlos nach Ende des dritten Bandes und das hat mir unheimlich gut gefallen. Man wird direkt wieder in die Handlung hineingeworfen, ist direkt wieder in der Geschichte gefangen und fiebert mit.
2. Die erste Szene ist zugleich direkt eine der Spannendsten und ich fand die Sorge sowie den stattfindenden Kampf so gut beschrieben, dass ich direkt mitgefiebert habe. Dabei habe ich mich den Charakteren direkt nahe gefühlt, obwohl ich das letzte Mal vor Monaten von ihnen gelesen habe.
3. In Palace of Blood: Die Königin sind dieses Mal einige Sichtweisen zu lesen. Manchmal hat mich das ein wenig gestört, weil es doch an der Grenze zu zu vielen gewesen ist – das ist auch mein Hauptkritikpunkt an diesem Buch. Größtenteils haben die vielen Sichtweisen jedoch auch geholfen, einzelne Charaktere näher zu verstehen und diese stets authentisch wiedergegeben.
4. Die Charaktere sind ein ganz großes Plus dieser Buchreihe! Sie sind alle total authentisch gestaltet und ich habe so viele von ihnen in mein Herz geschlossen. Auch erfüllen sie alle keine Klischees, sondern sind wunderbar vielschichtig und einfallsreich.
5. Allen Charakteren wurde genug Raum gegeben, um sich zu entwickeln. Diese Entwicklungen wurden super erklärt.
6. Die Macht der Magdalenen wurde wie auch in den Vorgängerbänden wieder gut in Worte gefasst. Man konnte sich bildlich vorstellen, wie diese ablief, wenn sie beschrieben wurde.
7. Die Storyline ist wieder sehr interessant gewesen und man hat einige Höhepunkte erleben dürfen. Plottwists wurden gut gewählt und ich war stets begeistert.

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat:
1. Die vielen Sichtweisen haben mir manchmal Schwierigkeiten bereitet.
2. Insgesamt war mir das Buch einfach ein bisschen zu kurz. Ich hätte mir mehr Zwischenszenen gewünscht und ein wenig mehr Handlung, weil im Buch doch oft einige Wochen und Monate einfach so übersprungen worden sind.

Insgesamt hat mir Palace of Blood: Die Königin wirklich unheimlich gut gefallen und das Buch bietet einen würdigen Reihenabschluss für eine unglaubliche Buchreihe. Ich kann sie allen nur ans Herz legen!

[Werbung; REZENSIONSEXEMPLAR]

Veröffentlicht am 16.11.2019

Leider für mich der Flop des Jahres

Cinder & Ella
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Leider konnte mich an diesem Buch so gut wie überhaupt nichts packen. Es war mir zu realitätsfern, viel zu unrealistisch und sehr viel zu kitschig. Nicht einmal wurde es wirklich spannend und ich habe ...

Leider konnte mich an diesem Buch so gut wie überhaupt nichts packen. Es war mir zu realitätsfern, viel zu unrealistisch und sehr viel zu kitschig. Nicht einmal wurde es wirklich spannend und ich habe andauernd mit den Augen gerollt.
Einen wirklichen Höhepunkt, auf den im Buch hingearbeitet wurde, gab es für mich nicht und das Ende kam für mich viel zu plötzlich mit viel zu vielen Fragen. Auch der Epilog war für mich einfach katastrophal.
Selbst die Charaktere, die ich in Band 1 durchaus mochte, wirkten dieses Mal wie ausgewechselt und total unauthentisch sowie kindisch.
Auch hätte ich mir gewünscht, dass Ellas Krankheit, über die man in Band 1 durchaus was erfahren hat, dieses Mal nicht einfach nur immer am Rande erwähnt geworden wäre.
Leider gibt es von mir deswegen nur einen Stern (für das schöne Cover).
Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin unbedingt auf dem Erfolg von Band 1 anknüpfen wollte, allerdings überhaupt keine wirkliche Geschichte mehr hatte. Die Story wurde eigentlich schon in Band 1 erzählt.

Veröffentlicht am 16.11.2019

Für mich der Leseflop des Jahres

Cinder & Ella
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Leider konnte mich an diesem Buch so gut wie überhaupt nichts packen. Es war mir zu realitätsfern, viel zu unrealistisch und sehr viel zu kitschig. Nicht einmal wurde es wirklich spannend und ich habe ...

Leider konnte mich an diesem Buch so gut wie überhaupt nichts packen. Es war mir zu realitätsfern, viel zu unrealistisch und sehr viel zu kitschig. Nicht einmal wurde es wirklich spannend und ich habe andauernd mit den Augen gerollt.
Einen wirklichen Höhepunkt, auf den im Buch hingearbeitet wurde, gab es für mich nicht und das Ende kam für mich viel zu plötzlich mit viel zu vielen Fragen. Auch der Epilog war für mich einfach katastrophal.
Selbst die Charaktere, die ich in Band 1 durchaus mochte, wirkten dieses Mal wie ausgewechselt und total unauthentisch sowie kindisch.
Auch hätte ich mir gewünscht, dass Ellas Krankheit, über die man in Band 1 durchaus was erfahren hat, dieses Mal nicht einfach nur immer am Rande erwähnt geworden wäre.
Leider gibt es von mir deswegen nur einen Stern (für das schöne Cover).
Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin unbedingt auf dem Erfolg von Band 1 anknüpfen wollte, allerdings überhaupt keine wirkliche Geschichte mehr hatte. Die Story wurde eigentlich schon in Band 1 erzählt.

Veröffentlicht am 16.11.2019

Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und mir hat es nicht wirklich gefallen. Schade-

Kissing Lessons
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Ich habe zum ersten Mal auf Tumblr von ‚The Kiss Quotient‘ gehört und das Buch letztendlich gekauft, weil es überall gute Bewertungen bekommen hat. Ich dachte also, dass eigentlich nichts schief gehen ...

Ich habe zum ersten Mal auf Tumblr von ‚The Kiss Quotient‘ gehört und das Buch letztendlich gekauft, weil es überall gute Bewertungen bekommen hat. Ich dachte also, dass eigentlich nichts schief gehen könnte und freute mich auf ein paar schöne Lesestunden.
Leider ist ‚The Kiss Quotient jedoch so gar nicht nach meinem Geschmack gewesen, was ich in der folgenden Rezension näher erklären werde.

Doch worum geht es eigentlich in The Kiss Quotient?
Stellas Mutter ist überzeugt davon, dass es für ihre Tochter endlich Zeit wird, einen Ehemann zu finden und Kinder zu bekommen. Doch Stella, eine Karrierefrau, findet die Datenanalyse in ihrem Job im Bereich der Econometrics eigentlich sehr viel spannender und hat zudem auch keine wirkliche Erfahrung mit Männern. Um ihre Defizite im Dating und Beziehungen zu minimieren, beschließt sie, einen männlichen Escortservice zu engagieren, der ihr all diese Dinge näher bringen soll.
Zuerst ist Michael skeptisch, als er Stellas Angebt erhält, doch er ertrinkt in Schulden und entschließt sich schließlich dazu, Stella bei ihrer Mission zu helfen. Je mehr Zeit die beiden jedoch zusammen verbringen, desto schwieriger fällt es den beiden, ihre Beziehung auf rein geschäftlicher Ebene zu halten.

Die Charaktere
Stella Lane ist erfrischend anders und ein Charakter, den ich auf diese Art wirklich selten gelesen habe. Sie hat das Asperger-Syndrom, eine Form von Autismus, und dies wurde wirklich wunderbar authentisch in dem Buch umgesetzt. Außerdem ist sie eine richtige Karrierefrau, brennt für ihren Job und sieht diesen auch als wichtig an. Das hat mir ebenfalls gut gefallen, denn leider liest man viel zu selten von Frauen, die Karriere machen, während ihre Männer sehr viel weniger verdienen.
Stella ist mir direkt sympathisch gewesen und ich beneide sie echt nicht um ihre Eltern, denn ihre Mutter drängt sie in Beziehungen hinein, während ihr Vater will, dass sie Karriere macht und bloß niemanden findet, der weniger verdient als sie selbst.
Dann gibt es da noch Michael. Er ist Halbvietnamese und hat eine große Familie. Seine Mutter hat Krebs, sein Vater ist weggelaufen und zudem noch Verbrecher (genauere Informationen gebe ich nun nicht, um nichts zu spoilern). Michael arbeitet jeden Freitagabend als Escort, wobei er eine strikte One Night Stand Politik vertritt. Bis er dann auf Stella trifft, die seine Ausnahme ist. Tagsüber ist in der Näherei seiner Mutter tätig, doch eigentlich hat er Design studiert und auch einen Abschluss.
Während ich beide Hauptcharaktere anfangs wirklich sympathisch fand, war ich zum Ende hin einfach nur noch genervt von ihnen. Beide waren sehr dramatisch, hatten ein Brett vom Kopf und haben das eigentlich offensichtliche so gekonnt übersehen, dass es mir nicht glaubhaft genug war. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Autorin bewusst provozierte, dass die Charaktere Kommunikationsprobleme hatten. Ein einfaches Gespräch hätte einem die letzten hundert Seiten locker sparen können.
Leider kam es mir ebenfalls so vor, als würden die Charaktere alle direkt zehn Schwächen und Probleme und schlimme Schicksale bekommen. Die Repräsentation von einer Person mit Autismus finde ich super, das sollte es öfter geben. Aber Michaels Vergangenheit war mir ein wenig an den Haaren hergezogen.

Meine Bewertung
Fangen wir mit dem Positivem an. Der Schreibstil der Autorin ließ gut lesen und ich fand es schön, dass die Charaktere durchaus divers waren. Auch gefiel mir die Grundidee ganz gut, weil es einfach einmal etwas anderes gewesen ist.
Sexszenen wurden oft expliziter beschrieben, was mir jedoch bewusst gewesen ist, als ich das Buch bestellt habe. Es handelt sich eben um eine Romanze für Erwachsene. Eigentlich lese ich das nicht oft, aber mich stört es auch nicht. Es wurde auch ganz gut umgesetzt, solltet ihr jedoch allgemein kein Interesse an solchen grafischen Beschreibungen haben, rate ich euch von dem Buch ab. Es ist keinesfalls Fifty Shades auf Grey, keine Sorge, und auch ist der Sex trotz des Themas wirklich nicht im Vordergrund des Geschehens. Aber er wird eben erwähnt. Das an sich nimmt also wirklich keinen Einfluss auf meine schlechte Bewertung.
Das Buch war mir einfach ein wenig zu dramatisch, sodass es schon übertrieben wirkte. Michaels Vergangenheit war mir zu viel und zu unrealistisch, gerade auch in Kombination mit der Tatsache, dass seine Mutter auch noch Krebs hat. Einzeln hätte alles vielleicht funktioniert, so kam es mir eher vor, als würde man ihm extra zehn Probleme anhängen. Dann gab es da noch Philip (deren Namen ich wahrscheinlich nicht einmal richtig schreibe, weil er einfach so nichtssagend herüberkam), der mir viel zu eindimensional dargestellt wurde – ich hatte das Gefühl, er existiert nur, um zu zeigen, wie toll Michael im Gegensatz zu ihm ist. Letztendlich gab es dann auch noch eine Prügelei, die ich ebenfalls nie gutheißen kann, auch wenn ich die Intention verstehen konnte. Aber es war mir einfach alles viel zu flach.
Letztendlich war ich einfach froh, als ich das Buch dann endlich schließen konnte. Auch weil die Charaktere mir zum Ende hin immer unsympathischer wurden und viel zu schnell viel zu schnelle Entscheidungen trafen.
Auch lief am Ende alles so blendend für die beiden (sowohl im Privatleben als auch im beruflichen), dass es einfach zu viel des Guten gewesen ist. Das Leben von fast keinem ändert sich so drastisch in vier Monaten und ich finde es auch ein wenig übertrieben, dass die beiden Hauptcharaktere schon als sie dann zusammenkommen, gefühlt direkt eine wirklich lebensverändernde Entscheidung treffen.
Wahrscheinlich kann das Buch gar nicht so schlecht sein, wenn man sich die wirklich vielen Bewertungen ansieht, es war jedoch wirklich überhaupt nicht meins.
Geschmäcker sind nun einmal verschieden und deswegen kann ich ‚The Kiss Quotient‘ leider nur 2 Sterne geben – dafür, dass die Grundlage des Plots interessant ist und sowohl asiatische Charaktere im Buch eingebunden sind sowie eine Frau mit Autismus.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Ein gemischtes Leseerlebnis

Everything I Didn't Say
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Everything I didn’t Say habe ich im Laufe der Leserunde von Lesejury gelesen. Das hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst und ich werde im Folgenden meine ehrlichen Gedanken zu dem Buch mit euch teilen.
Da ...

Everything I didn’t Say habe ich im Laufe der Leserunde von Lesejury gelesen. Das hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst und ich werde im Folgenden meine ehrlichen Gedanken zu dem Buch mit euch teilen.
Da mich damals die Leseprobe sehr angesprochen hat, musste ich mein Glück einfach versuchen und war wirklich happy, als ich Everything I didn’t Say dann endlich lesen konnte.
Im Buch werden Themen behandelt, die ich in diesem Genre bisher noch nicht oft gelesen habe und gerade deshalb bin ich sehr gespannt darauf gewesen. Insgesamt hat mir Everything I didn’t Say ganz gut gefallen, jedoch konnte es mich nicht wirklich umhauen oder überraschen, zudem gab es einige Kritikpunkte.

DER INHALT

Jamie bekommt einen Praktikumsplatz an einem Serienset und lernt dort den Schauspieler Carter kennen, der ihr vom ersten Augenblick an ins Auge fällt. Er wirkt auf sie arrogant und unnahbar, dennoch können die beiden nicht aneinander vorbei.
Sie wissen beide, dass das mit ihnen keine Zukunft haben kann: Denn Jamie ist auf den Praktikumsplatz angewiesen und Carter hat eine Vertragsklausel, die Beziehungen verbietet.
Doch mit jedem weiteren Tag fühlen sie sich mehr miteinander hingezogen und letztendlich geben sie ihrer Anziehungskraft nach – mit fatalen Folgen.

DIE CHARAKTERE

Zum einen haben wir da Jamie, die unbedingt diesen Praktikumsplatz benötigt und in der Theaterwelt durchstarten möchte, egal wie schwer das auch werden wird. Anfangs fand ich sie wirklich sympathisch und liebenswert. Leider hat sich das im Laufe der Geschichte geändert und es gibt Stellen, wo ich sie wirklich nervig gefunden habe und nur den Kopf über sie schütteln konnte.
Carter hingegen mochte ich das ganze Buch über mehr, auch wenn er sicherlich auch seine Schattenseiten hat und anfangs oft ein wenig arrogant auftritt. Doch er wird im Laufe des Buches erwachsener, verantwortungsbewusster und irgendwann habe ich ihn wirklich ins Herz geschlossen. Vor allem weil er mir aufgrund bestimmter Ereignisse an einigen Stellen wirklich leid tat.
Über die Nebencharaktere kann ich leider gar nicht so viel sagen. Die Bösen wurde kompromisslos böse hingestellt, die guten oft einfach nur durchgängig gut. Doch letztendlich habe ich einfach von den Nebencharakteren zu wenige Auftritte gelesen, dass ich gar nicht mit ihnen warm werden konnte. Ich hätte mir gewünscht, dass diese stärker ausgeprägt und oft nicht so 0815-mäßig wirken würden.

MEINE BEWERTUNG

Everything I didn’t Say zu bewerten, ist mir wirklich unheimlich schwer gefallen. Denn während mir das Buch anfangs wirklich super gefallen hat, kamen im Laufe der Geschichte immer mehr Punkte hinzu, die mich dann doch gestört haben. Im Folgenden werde ich euch sowohl meine positiven als auch negativen Punkte kurz präsentieren.

Was mir an Everything I didn’t Say gefallen hat:
• Der Anfang des Buches ist wunderbar gewählt worden. Es war kein langer Aufbau, sondern man wurde direkt in das Geschehen hineingeworfen und war direkt in der Geschichte drin. Das hat mir sehr gefallen.
• Es gab anfangs eine gute Menge an Informationen – man wird damit nicht überladen, lernt aber genug über Jamies Praktikum, die anderen Schauspieler und ihr Leben.
• Beide Hauptcharaktere fand ich am Anfang wirklich interessant. Sie werfen beide Fragen auf und man erfährt ein wenig etwas über ihre Familien, woraufhin ich echt neugierig auf weitere Informationen gewesen bin.
• Wirklich schön fand ich es auch, dass Carter nicht direkt der Star am Set ist, sondern erst noch dazu werden wird. Das wirkte realistisch und eher am echten Leben orientiert.
• Die Szenen in der Zukunft, die immer zwischen die eigentliche Geschichte gemischt wurden, haben mich sehr neugierig gemacht, was dazwischen passiert ist.

Was mir an Everything I didn’t Say nicht gefallen hat:
• Für mich persönlich hat es in dem Buch viel zu viele Sichtwechsel gegeben, oft auch innerhalb der Kapitel. Ich hätte es schöner gefunden, wenn zumindest jeweils ein Kapitel aus der gleichen Sicht geschrieben worden wäre. Das hätte auf mich runder gewirkt und man hätte nicht immer so schnell hin- und herspringen müssen. Vielleicht hätte ich dann auch eine größere Bindung zu den Nebencharakteren aufgebaut
• Die Zeitsprünge zwischen 2015 und 2019 fand ich zwar von der Idee her super, anfangs jedoch ein wenig verwirrend.
• Es gab mir insgesamt zu viel Drama. Mir kam es oft so vor, als hätte die Autorin absichtlich eine Bombe nach der anderen platzen lassen, alles verwendet, was sich nur irgendwie dazu geeignet hat. Leider kam mir das somit ein wenig gezwungen und oft auch zu dramatisch vor. Irgendwann haben die Bomben einen gar nicht mehr wirklich geschockt, der Schockeffekt hat nachgelassen und oft wusste man als Leser auch einfach schon, was das nächste Drama werden wird.
• Ich habe den Hauptcharakteren Jamie und Carter ihre Verliebtheit leider nie wirklich abgekauft. Zwischen den beiden sind anfangs zwar Funken gesprüht, aber wirkliche Nähe sowie Liebe habe ich zwischen ihnen im ganzen Buch leider nicht herauslesen können.
• Oft habe ich das Buch als zu klischeehaft und mit nicht genug Tiefe empfunden. Die Themen an sich sind wirklich super gewesen, manchmal ist es dort jedoch an der Umsetzung gescheitert. Durch das ganze Drama hatte ich oft das Gefühl, dass die wirklichen Thematiken zu kurz kamen. Ich hätte mir gewünscht, dass diese mehr ausgebaut gewesen wären.
• Manchmal gab es leider auch einige Logiklücken. Beispielsweise fliegt Jamie mit einer Gehirnerschütterung, wenn man eigentlich auch hätte fahren können. Außerdem wird in dem Buch gesagt, dass Jamie eine Zeit lang mehrmals pro Woche nach Chicago fliegt, was mehr als 3 Stunden von ihrem derzeitigen Wohnsitz entfernt ist und zudem sicherlich auch einiges an Geld kostet (was sie nicht hat).
• Ich hätte mir gewünscht, ein wenig mehr Informationen über die Arbeit am Filmset und Jamies genaue Tätigkeiten im Praktikum zu bekommen. Das kam mir leider ein wenig kurz.
• Mein größter Kritikpunkt ist es, dass man viele der Probleme einfach durch Reden hätte klären können. Die Hauptcharaktere (vor allem Jamie) haben sich oft einfach wie trotzige Teenager verhalten.
• Carter und Jamie – das war irgendwie ein zu langer Tanz mit viel zu viel Drama und viel zu wenig Kommunikation. Leider gab es in dem Buch ohnehin viel zu viel unnötiges Drama, dort hätte ich mir gewünscht, dass stattdessen andere Themen ausgebaut worden wären.

Wirklich schlecht fand ich Everything I didn’t Say auf keinen Fall, wirklich überzeugen konnte es mich letztendlich aber auch nicht. Es war ein schönes Leseerlebnis für zwischendurch. Band 2 werde ich wohl nicht lesen.
Letztendlich gebe ich Everything I didn’t Say 3,5 Sterne.