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Veröffentlicht am 20.04.2025

Die moderne Frau

Fräulein Gold: Die Lichter der Stadt
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1929: In der Stadt kocht es. Die beginnende Weltwirtschaftskrise macht das Leben schon schwer genug, trotzdem bangen die Leute. Rund um den Nollendorf- und Winterfeldtplatz ereignen sich Einbruchsserien. ...

1929: In der Stadt kocht es. Die beginnende Weltwirtschaftskrise macht das Leben schon schwer genug, trotzdem bangen die Leute. Rund um den Nollendorf- und Winterfeldtplatz ereignen sich Einbruchsserien. Diese lösten bei dem eh schon gebrechlichen Bert einen Zusammenbruch aus. Zudem wird es mit der SA immer schlimmer, die Huldas Vater zusammenschlugen. Karl hatte sich nun endgültig von Hulda gelöst, da dieser Pippa heiratete. Auf seinem Polterabend traf sie erneut auf den charmanten Max, der in einer gescheiterten Ehe steckt,dennoch Interesse an Hulda hat - uns sie an ihm. Meta ist schon 3 Jahre, sehr lebhaft und genießt die Liebe von allen. Sie wohnen mittlerweile am Barbarossaplatz und arbeitet seit 2 Jahren in einer Mütterberatungsstelle. Dort trifft sie auf das junge Fräulein Milli, eine Schauspielerin am Theater und ledige Mutter. Diese versucht zwar für ihre Tochter da zu sein, jedoch geht ihr das Theater vor. Als Hulda bei ihr auftauchte, eskalierte die Situation und sie nahm Milli die Tochter und Mutter weg.
Alles schien sich zu bessern. Sogar Max will wegen Hulda die Scheidung. Doch der Höhenflug hält nur kurz, als der Politiker Stresemann stirbt und die braunen zu jubeln beginnen.

Mein Fazit:
Ein auf und ab der Gefühle. Endlich scheint es, als habe Hulda den richtigen Mann gefunden zu haben. Doch die Hetzjagd nach den Juden fängt gerade erst an. Mit weniger Stolz, jedoch viel Mutterwillen blüht sie mit Meta auf. Sie, ihre Tochter und Bert sind einem sehr ans Herz gewachsen.

Mein Lieblingszitat:
Jetzt erst sah sie Pippa. In unnachahmlich lässiger Pose lehnte sie an der Wand - und trug einen hellen Hosenanzug! Anlässlich ihrer eigenen Hochzeit!

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Die politische Situation wird schlimmer

Fräulein Gold: Die Rote Insel
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1926: Nachdem ihre Schwangerschaft bekannt war, flog sie aus der Klinik raus. Grete Fischer war hier ihr Anker, da sie ihr eine Wohnung und Arbeit als Arzthelferin auf der roten Insel verschaffte. Doch ...

1926: Nachdem ihre Schwangerschaft bekannt war, flog sie aus der Klinik raus. Grete Fischer war hier ihr Anker, da sie ihr eine Wohnung und Arbeit als Arzthelferin auf der roten Insel verschaffte. Doch Gretes und ihr FreundTheos politische und sehr radikal vertretene Ansicht der Kommunisten, sowie deren scharfe Zungen stellen für Hulda einen Zwiespalt dar. Karl hat es geschafft, trocken zu werden. Seine Detektei läuft gut, auch wenn er einige Aufträge für seinen Vater, Wolkow machen muss. Sein aktueller Fall ist auf der roten Insel, wo er nicht wusste, dass Hulda dort inzwischen lebt. Hulda und Karl wollen es sich nicht eingestehen, jedoch haben sie selbst nach 2 Jahren Trennung noch immer Gefühle füreinander. Doch Karl ist zu eifersüchtig auf den Kindsvater Johann, weswegen er ihr eine Abfuhr erteilte. Ein Todesfall auf der roten Insel wirbelt noch mehr auf. Während Grete in Theos radikalen Vorgehensweisen runtergezogen wird, stirbt dieser bei einer Auseinandersetzung von Linken gegen Rechte. In der selben Nacht wollte Karl Nachforschungen für seinen Vater machen, wurde jedoch zusammen mit Hulda in einem Keller eingesperrt. Zu allem Übel setzten die Wehen ein.

Mein Fazit:
Armut, Zugehörigkeitslos, ledige Mutter. In diesem Band geht es neben starken politischen Auseinandersetzungen, um das Ansehen einer geschätzten Hebamme, die durch die Schwangerschaft in Armut rutscht. Doch sie ist stärker als gedacht und schluckt ihren Stolz immer weiter runter - für das Leben ihrer Tochter.

Mein Lieblingszitat:
„Darf ich?“, fragte er und streckte die Hände aus. Und während sie bei Frieda zusammengezuckt war, machte es ihr bei Bert nichts aus. Es schien ihr plötzlich sogar unbedingt notwendig, dass er Meta berührte, so als käme sie erst dann richtig auf diesem Planeten an.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Nach dem Hoch folgt der tiefe Fall

Fräulein Gold: Die Stunde der Frauen
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1925: Berts Verhaftung letztes Jahr hat sich rumgesprochen und er wird von einigen dafür verurteilt. Hulda ist in der Klinik zur leitenden Hebamme aufgestiegen. Auch wenn mehr zu tun ist, liebt sie die ...

1925: Berts Verhaftung letztes Jahr hat sich rumgesprochen und er wird von einigen dafür verurteilt. Hulda ist in der Klinik zur leitenden Hebamme aufgestiegen. Auch wenn mehr zu tun ist, liebt sie die Hektik. Sie hat es zudem erreicht, dass in besonderen Fällen die Geburt im privateren Rahmen allein von der Hebamme durchgeführt wird und kein Arzt mit im Raum ist. Zudem steigt ihr Unmut gegenüber §218 und das Männer über alles der Frau bestimmen dürfen. Eigentlich läuft ihre Verlobung zu Johann gut, dennoch ist es ein hin und her zwischen der Klinikwelt, ihrem Zuhause und seiner Adelsfamilie. Durch diese und den Baron von Sawatzki merkt sie immer mehr, wie wichtig den Adligen ihre Blutlinie ist und das diese dafür anderen schaden würden. Als sie auf einer Feier das Dienstmädchen Ellen kennenlernt, merkt sie schnell, dass diese große Angst hat. Diese hatte eins der Gemälde des Barons (Kurtisane aus dem Prolog, gilt seit Jahrzehnten als verschollen)und bat Hulda, auf ihrer „Lebensversicherung“ aufzupassen. Als sie Johann endlich davon und von ihrer gerade rausgefundenen Schwangerschaft erzählen wollte, ertrank dieser tragischerweise - nun ist sie auf sich gestellt. Karl hat indessen aufgehört zu trinkt und hat seine eigene Privatdetektei eröffnet.

Mein Fait
Kaum denkt man, es geht für die Protagonistin bergauf und sie schafft es, über ihren Schatten zu springen, kommt eine unerwartete Wendung. Dieser Band ist sehr emotional, zeigt jedoch auch den Fortschritt ihrer eigenen Ängste zum Thema Heirat und Kind. Herzergreifend geschrieben.

Mein Lieblingszitat:
„nur ein kleiner Kopfschmerz. Ist vorbei, sobald ich einen Kaffee trinke.“ „Hilfe! Kellner!“, rief Johann in gespielter Panik […] „Bitte, Sie müssen mir beistehen“, sagte Johann beschwörend. „Die Dame braucht sofort einen Kaffee, heiß und schwarz und stark wie die Höllw, klar? Sonst wird es hier gleich sehr, sehr ungemütlich.“

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Neue Herausforderungen

Fräulein Gold: Der Himmel über der Stadt
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1922: Gerda hatte bereits viele Fehlgeburten hinter sich, doch ein Mann aus der Klinik versprach ihr, dass es dieses Mal klappt, doch er lies sie sterben. 1924: Für Hulda beginnt ein neuer beruflicher ...

1922: Gerda hatte bereits viele Fehlgeburten hinter sich, doch ein Mann aus der Klinik versprach ihr, dass es dieses Mal klappt, doch er lies sie sterben. 1924: Für Hulda beginnt ein neuer beruflicher Lebensabschnitt in der Frauenklinik Berlin-Mitte. Zwar ist die Inflation offiziell beendet, jedoch waren alle vor dem wirtschaftlichen Ruin nicht sicher und sie brauchte das Geld. Bereits am ersten Arbeitstag musste sie feststellen, dass die Hebammen bei der Entbindung nichts machen dürfen - sogar die Medizinstudenten haben mehr Verantwortung, weil sie Männer sind. Der Oberarzt Dr. Breitenstein übernimmt in der Klinik die schweren Fälle, bei denen gesunde Frauen verbluten - auf die gleiche Art wie Gerda. Auch wenn anfängliche Indizien auf ihn deuten, wird der charmante Dr. Redlich immer suspekter. Währenddessen gleitet Karl immer weiter in die Alkoholsucht, die im Streit zur Ablehnung seines Antrages führte. Obwohl er einen Serienmörder an Sodomiten finden muss, beginnt er nach der Trennung mit der Suche nach seinen Eltern - und wird suspendiert. Auch Bert und seine Homosexualität wurden offenbarte. Huldas neue Liebe heißt Johann.

Mein Fait
Viele bekannte Charaktere und deren Leben werden etwas genauer beschrieben und machen sie noch sympatischer. Auch wenn ich zu Beginn der Reihe eine Beziehung zu Karl guthieß, war ich in dem Teil nun froh über die Trennung und den deutlich besseren Kavalier an ihrer Seite.

Mein Lieblingszitat:
Wie hätte ich denn damit rechnen können, dass er ernst machen will?“ „Nein, nach bald zwei Jahren Verhältnis hätte da niemand drauf kommen können.“ Jette verzog spöttisch den Mund.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Wenn Glaube eine Rolle spielt

Fräulein Gold: Scheunenkinder
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1923: Die halbjüdische Hebamme Hulda Gold wird zu einer Geburt ins Scheunenviertel gerufen. Ruth, die Schwiegermutter der jungen Mutter ist sehr streng und mag diese nicht sonderlich, da sie selber keine ...

1923: Die halbjüdische Hebamme Hulda Gold wird zu einer Geburt ins Scheunenviertel gerufen. Ruth, die Schwiegermutter der jungen Mutter ist sehr streng und mag diese nicht sonderlich, da sie selber keine Jüdin ist und werden will. Die Lebensbedingungen sind sehr hart, im Scheunenviertel noch schlimmer, weswegen diese jüdischen Familien Halt bei dem neuen Rabbi finden, dessen Verhalten auf Hulda merkwürdig wirkt. Zwei Tage nach der Entbindung ist das Kind plötzlich verschwunden. Ruth wirkt auf Hulda sehr verdächtig und da sie dies nicht einfach akzeptieren will, fängt sie ihre eigenen Nachforschungen an. Währenddessen hat Karl, der Kommissar, einen Fall über Kindermorde aufzuklären. Die beiden führen eine Beziehung, jedoch ist Karl auf Huldas Exfreund Felix sehr eifersüchtig. Felix ist mittlerweile verheiratet, jedoch fühlt er sich in der Ehe und der nazifeindlichem Familie nicht glücklich und sehnt sich nach Huldas Nähe. Karl ist hinter einem Kinderhandel her, die wohlmöglich auch den Jungen aus dem Scheunenviertel haben. Beide beginnen nun gemeinsam Nachforschungen. Währenddessen werden die Unruhen gegen die Juden immer schlimmer - mehrfach hat auch Hulda diverse Verletzungen abbekommen, wenn sie im Scheunenviertel war.

Mein Fait
Anfangs hatte ich große Schwierigkeiten, mich in das nächste Abenteuer des Fräulein hinein zu versetzen. Nach längerer Pause jedoch war ich sofort begeistert. Es ist furchtbar zu lesen, was die Inflation und die Judenfeindlichkeit bereits in den 1923ern ausgelöst hat.

Mein Lieblingszitat:
Hulda hakte ihn kurzerhand unter. „Sie spielen jetzt meinen Ehemann“ […] „Jetzt!“, sagte er, und Hulda griff nach dem schlafenden Kind […] Sie presste das Kind an sich und huschte, Esra im Kielwasser, aus der Tür den Gang entlang.

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