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Veröffentlicht am 28.02.2018

Totenweg

Totenweg
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Vor über achtzehn Jahren hat Frida ihre beste Freundin Marit verloren. Die junge Marit wurde ermordet in einer Scheune aufgefunden. Heute studiert Frida im vierten Semester an der Polizeiakademie um vielleicht ...

Vor über achtzehn Jahren hat Frida ihre beste Freundin Marit verloren. Die junge Marit wurde ermordet in einer Scheune aufgefunden. Heute studiert Frida im vierten Semester an der Polizeiakademie um vielleicht bald den Streifendienst der Polizei hinter sich zu lassen und bei der Kriminalpolizei zu arbeiten. Doch zunächst einmal muss Frida nach Hause zurück, an den Ort des damaligen Verbrechens. Ihr Vater wurde niedergeschlagen und liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Die Ermittlungen übernimmt Bjarne Haverkorn, den Frida schon von früher kennt, weil dieser auch die Ermittlungen im Fall ihrer toten Freundin geleitet hat. Das Verbrechen an Marit konnte nie aufgeklärt werden und Haverkorn vermutet damals wie heute, dass Frida ihm wichtige Details verschwiegen hat. Doch heute stehen die beiden sich als Kollegen gegenüber. Wird das etwas an ihren gegenseitigen negativen Empfindungen verändern? Und kann es sein, dass das Verbrechen an Marit mit den neuerlichen Ereignissen im Ort zu tun hat und vielleicht noch aufgeklärt werden kann?

Fridas Rückkehr in die alte Heimat und auf den Hof der Eltern ist für sie persönlich ein schwerer Schritt. Zu viele alte Erinnerungen brechen sich Bahn. Außerdem ist der alte Apfelhof der Eltern in den Elbmarschen in einem schlechten optischen und einem nicht soliden wirtschaftlichen Zustand. Frida muss sich nun hierum kümmern. Das ist nicht leicht.

Die Handlung dieses Romans spielt zwar im hier und jetzt, aber durch Rückblicke und Erinnerungen von Frida und Bjarne und anderen Personen wird auch die Vergangenheit immer wieder beleuchtet. Das ist spannend und bringt dem Leser auch näher warum manche der handelnden Personen heute eben so sind wie sie sind. Der Autorin gelingt es ihre handelnden Charaktere so dem Leser sehr detailliert zu präsentieren. Alle Stärken und Schwächen werden hier offengelegt.

Die Auflösung des Falles oder besser gesagt der Gesamtereignisse ist spannend. Immer neue Ereignisse führen zu neuen Spuren und werfen immer wieder ein anderes Licht auf die aktuellen Ermittlungen aber auch auf den alten Fall. Auch mit falschen Fährten spart die Autorin Romy Fölck nicht, so dass der Leser durchaus kräftig rätseln darf wer hier Schuld auf sich geladen hat.

So ist „Totenweg“ ein rundum gelungener Auftakt einer Serie. Schon bald wird es weitere Fälle rund um die Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn geben und darauf darf man ganz sicher gespannt sein. Dieser erste Fall ist auf alle Fälle einen Ausflug in die Elbmarschen wert.

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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  • Figuren
  • Spannung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 18.02.2018

Eisige Flut

Eisige Flut
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Bereits einige Wochen ist Anja Derling verschwunden, als sie eines Morgens vor ihrem Elternhaus tot aufgefunden wird. Als Eisstatue steht sie vor dem Haus, die Hand zur Klingel ausgestreckt. Hauptkommissar ...

Bereits einige Wochen ist Anja Derling verschwunden, als sie eines Morgens vor ihrem Elternhaus tot aufgefunden wird. Als Eisstatue steht sie vor dem Haus, die Hand zur Klingel ausgestreckt. Hauptkommissar John Benthien und seine Kollegen stehen vor einem Rätsel. Warum wurde das Opfer so zur Schau gestellt? Schon bald gibt es eine weitere Leiche und auch, wenn eine Verbindung zwischen den Opfern nicht auf Anhieb ersichtlich ist, so scheint es sich doch um eine Mordserie zu handeln, denn bei den Toten wird jeweils im Bauchnabel eine Beigabe gefunden. Den Ermittlern fällt es schwer einen Zusammenhang herzustellen.

In „Eisige Flut“ ermittelt John Benthien bereits zum fünften Mal. Das aber fällt gar nicht auf und so kommen hier auch Neueinsteiger voll auf ihre Kosten. Der Autorin ist es gut gelungen die privaten Details der handelnden Charaktere so in die Handlung einzuflechten, dass jeder damit gut klarkommen kann. Im Vordergrund steht zwar die Ermittlung, aber auch die privaten Befindlichkeiten der Ermittler bekommen hier genügend Raum. Dies ist interessant, weil viele von ihnen sich schon lange kennen und auch eine enge Beziehung zueinander pflegen.

Als schön herausgearbeitet habe ich persönlich auch die Gegend in der der Roman angesiedelt ist, empfunden. Hier wird deutlich wie man im hohen Norden lebt und wie die Menschen miteinander umgehen.

Es wird nie langweilig in diesem Kriminalroman, der auch einige falsche Fährten aufzuweisen hat und den Leser damit mehr als einmal in die Irre führt. Der Täter ist jedenfalls nicht auf Anhieb zu durchschauen.

„Eisige Flut“ ist ein spannender Roman mit wechselnden Handlungssträngen und überraschender Auflösung. Wer die Vorgänger der Reihe noch nicht kennt, bekommt hier bestimmt Lust darauf auch diese zu lesen.

Copyright © 2018 by Iris Gasper

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  • Charaktere
  • Handlung
  • Spannung
Veröffentlicht am 28.12.2017

Böses Kind

Die Henry Frei-Thriller / Böses Kind
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Kommissar Henry Frei betritt die Ermittlungsbühne. Er ist Familienvater, glücklich verheiratet und hat Kinder. Seine Macke sind sein sehr geradliniges Verhalten, seine Genauigkeit, seine Ordentlichkeit. ...

Kommissar Henry Frei betritt die Ermittlungsbühne. Er ist Familienvater, glücklich verheiratet und hat Kinder. Seine Macke sind sein sehr geradliniges Verhalten, seine Genauigkeit, seine Ordentlichkeit. Doch er ist sympathisch und kennt seine Schwächen.

Während der laufenden Ermittlungen in einem Fall, an dessen Aufklärung Frei und seine Kollegin Louisa Albers arbeiten, machen die Beiden auch die Bekanntschaft von Suse. Suse ist alleinerziehend und derzeit total überfordert. Die neuen Lebensumstände ohne Mann, ihre neue Wohngegend, die pubertierende Tochter, die jüngeren Kinder, der Job und der Haushalt, das alles wächst Suse über den Kopf. Und dann verschwinden auch noch Tochter Jacqueline und der Hund der Familie spurlos.

Martin Krist ist bekannt für seine mehreren Handlungsstränge, die sich im Laufe der Geschichte miteinander verflechten und den Zusammenhängen zwischen neuen und alten Geschichten. So tauchen auch in „Böses Kind“ wieder alte Bekannte auf. Das geschieht unauffällig für neue Leser aber für alte Leser mit dem gewünschten Aha-Effekt. Und die Handlungsstränge finden zueinander.

Der Leser wird hier durch eine Geschichte geführt, die gleichbleibende Spannung verspricht und deren Wendungen kaum vorhersehbar sind. Dabei spielt auch der Faktor Zeit eine Rolle. Mehr aber kann dazu nicht verraten werden.

Der Untertitel des Buches „Alanna“ deutet darauf hin, dass es weitergehen wird mit Kommissar Frei und seinen Ermittlungen und so wird es auch sein. Der Autor plant eine Fortsetzung der Reihe, deren erster Band hier im Selbstverlag erschienen ist und in dem Alanna bereits etwas Raum geschenkt wird, wenngleich sie hier nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt.

Martin Krist ist mit „Böses Kind“ ein gelungener Auftakt für einen besonderen Ermittler gelungen. Die Aufklärung des Falles mit dennoch offenem Ende verspricht die erhoffte Fortsetzung. Die Vergangenheit wirkt in der Gegenwart fort und lässt Kommissaar Frei und andere Personen noch nicht aus ihren Fängen.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

Veröffentlicht am 29.10.2017

Die stille Kammer

Die stille Kammer
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Susan Webster hat ihren zwölf Wochen alten Sohn umgebracht. An die Tat hat sie keine Erinnerung. Von einem Gericht wurde sie allerdings für schuldig befunden und hat fast drei Jahre in der Psychiatrie ...

Susan Webster hat ihren zwölf Wochen alten Sohn umgebracht. An die Tat hat sie keine Erinnerung. Von einem Gericht wurde sie allerdings für schuldig befunden und hat fast drei Jahre in der Psychiatrie verbracht. Nun ist sie wieder frei und dabei sich als Emma Cartwright ein neues Leben aufzubauen. Dabei behilflich ist ihr ihre beste Freundin Cassie, die sie in der Psychiatrie kennen und schätzen gelernt hat. Nur leider läuft es noch nicht richtig gut und dann erhält Emma plötzlich Post, die an Susan adressiert ist. Wer weiß, dass sie nun unter einer anderen Identität lebt? Und wie kann es sein, dass man ihr die Babydecke ihres Sohnes schickt und ein Foto, das ihn im Alter von ca. drei Jahren zeigt. Susan beginnt zu verzweifeln. Sie weiß nicht mehr was sie denken soll. Zum Glück ist da Nick, ein Journalist, der erst vor kurzem in Susans Leben getreten ist, der ihr aber nun zur Seite steht.

„Die stille Kammer“ wird dem Leser zum größten Teil in der Ich Form aus der Perspektive von Susan geschildert. So ist der Leser ganz nah dran an dieser verzweifelten Frau, die doch eigentlich wirklich sympathisch scheint und der man auch den Mord am eigenen Kind nicht zutraut. Man erlebt alles was die Protagonistin erlebt als durchweg spannend, wenngleich das eine oder andere Detail etwas zu ausführlich dargestellt wird.

In Rückblicken darf der Leser in die Vergangenheit blicken. Zunächst geht es auch noch um einen Handlungsstrang der auf den ersten Blick nicht zu Susan und ihrer Geschichte passt, der sich aber nachher perfekt in die Geschehnisse einreiht.

Insgesamt gesehen ist „Die stille Kammer“ ein wirklich gelungener Psychothriller, der den Leser nicht loslässt und stetig zum Weiterlesen animiert. Dabei sollte man sich von den vielen Personen, die in den Handlungssträngen in der Vergangenheit auftauchen nicht verwirren lassen. Es lohnt sich bis zum Ende durchzuhalten.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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Veröffentlicht am 19.08.2017

Weltretten für Anfänger

Weltretten für Anfänger
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Der Finne Surrunen versucht gemeinsam mit seiner Ehefrau schon seit längerem den in Mittelamerika inhaftierten politischen Gefangenen Lopez frei zu bekommen. Doch aus der Ferne scheint das schwierig. So ...

Der Finne Surrunen versucht gemeinsam mit seiner Ehefrau schon seit längerem den in Mittelamerika inhaftierten politischen Gefangenen Lopez frei zu bekommen. Doch aus der Ferne scheint das schwierig. So entscheidet sich Surrunen in die Diktatur Kalmatien zu reisen und Lopez eigenhändig zu befreien. Bereits bei der Einreise gibt es die ersten Probleme, denn dort kennt man angeblich ein Land namens Finnland nicht. Nun, wen wundert das, denn schließlich herrschen im Staate Kalmatien ganz eigene Regeln.

Surrunen muss seine Strategie ändern nachdem er verhaftet wird. Dies gelingt ihm, in dem er sich an die Machenschaften des Landes anpasst und die dort lebenden und handelnden Personen quasi mit ihren eigenen Waffen schlägt.

„Weltretten für Anfänger“ ist eine sehr satirische Geschichte. An die Schreibweise des Autors und seine Herangehensweise an diese Thematik muss man sich wohl zunächst einmal gewöhnen. So ist doch vieles hier sehr überspitzt dargestellt, wenngleich es dem Autor natürlich so sehr deutlich gelingt die Machenschaften eines Landes bloßzustellen, dass die Rechte seiner Bewohner, wie Meinungsfreiheit, Menschenwürde, etc. mit Füßen tritt. Mir persönlich ist diese Art der Schilderung etwas zu weit hergeholt und zu übertrieben. Auch darf man sich sicher fragen, ob die Rettungsaktionen von Surrunen auch nur ansatzweise realistisch sind. Für meine Begriffe darf man das wohl eher verneinen, aber vermutlich ist das auch so gewollt.

Wer zu diesem Hörbuch / Buch greift, sollte auch beachten, dass das Original bereits im Jahr 1986 in Finnland erschienen ist. Erst jetzt erfolgte die Übersetzung ins Deutsche. Viel verändern tut das aber nicht, denn auch heute gibt es noch Staaten, die Kalmatien oder dem auch noch im Buch auftauchenden Kytislawonien ähneln.

Gesprochen wird die Hörbuchfassung von Jürgen von der Lippe. Er identifiziert sich sehr gut mit den jeweils sprechenden Charakteren, wenngleich einige Szenen sehr undeutlich gesprochen werden. Das ist sehr schade. Auch wenn es sich um Momente handelt, in denen gerade eine Menge Alkohol geflossen ist, möchte ich als Hörerin doch den Inhalt der Aussagen noch verstehen können.

Die Intention des Autors den Menschen vor Augen zu führen, was in manchen Staaten auf der Welt so los ist, finde ich gut. Doch insgesamt gesehen bekommt „Weltretten für Anfänger“ keine Hörempfehlung von mir. Dafür ist es mit seinem Sarkasmus dann doch eine Spur zu skurril.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

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