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Veröffentlicht am 18.04.2018

Uhtred, Sohn des Uhtred

Das letzte Königreich
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Die Wikinger hinterließen Spuren in ganz Europa, so wurden etwa auf Rügen Schmuckstücke gefunden (Thorshammer, Armreifen), die wohl König Harald Blauzahn (die Bluetooth – Technologie mit den Runenzeichen ...

Die Wikinger hinterließen Spuren in ganz Europa, so wurden etwa auf Rügen Schmuckstücke gefunden (Thorshammer, Armreifen), die wohl König Harald Blauzahn (die Bluetooth – Technologie mit den Runenzeichen könnte man als Hommage sehen) gehörten.

Die Netflix – Serie „The Last Kingdom“ habe ich daher sehr gerne geguckt. Da es eine Buchverfilmung ist, wollte ich unbedingt die literarische Vorlage lesen, um zu sehen, wie sich die beiden Versionen unterscheiden.

Im neunten Jahrhundert haben die Dänen fast alle englischen Königreiche (damals sprach man noch nicht von England, der Autor nennt der Einfachheit halber das Territorium in seiner Gänze so) besetzt und unterworfen, den Anfang nahm das Ganze mit der Plünderung des Klosters Lindisfarne im Jahre 793. Einzig das Königreich Wessex unter König Alfred (dem Großen) leistet noch Widerstand.

Uhtred von Bebbanburg wird, nachdem sein Bruder und Vater in der Schlacht getötet worden sind, vom Wikinger Ragnar gefangen genommen. Er muss schwere körperliche Arbeit verrichten, doch Ragnar zieht ihn und die Mitgefangene Brida wie eigene Kinder auf, und so wird der Adelsspross zu Uhtred Ragnarsson; er assimiliert sich und betet die nordischen Götter an, wobei er mit dem Volksglauben, der mit dem Christentum konkurrierte, schon in seiner Heimat Kontakt hatte, da es hieß, dass seine Familie von Wotan abstamme. Uhtred und Brida werden von den Engländern gerettet, sie selbst empfinden es als Entführung, da sie bei den Wikingern ein relativ freies Leben führten. Es geht hin und her, mal kämpft Uhtred gegen die Dänen, mal für sie. Und er scheint sich auch als Däne zu fühlen, daher fand ich seine Handlungen im Buch teils unlogisch und wankelmütig.

König Alfred möchte sich die Innenansichten des jungen Mannes zunutze machen, etwas über die Kampftechnik der Nordmänner erfahren; außerdem soll der aus Northumbria stammende Fürstensohn zum Christentum zurückfinden. Obwohl er vom Geistlichen Beocca zweimal getauft wurde, glaubt er nämlich an die heidnischen Götter und hält sein Thorshammer – Amulett in Ehren. Als Ragnar von seinem Schiffsmeister Kjartan getötet wird und man den Mord Uhtred zur Last legt, ist für den Fürstensohn klar, dass er seinen Besitz, die Ländereien und die Burg zurückholen will, was nicht so einfach ist, da sein Onkel ein Kopfgeld auf den Erben ausgesetzt hat und ihm nach dem Leben trachtet…

„Das letzte Königreich“ ist eigentlich eine Coming – Of – Age Geschichte. Der Ich – Erzähler blickt auf sein Leben zurück und lässt die Ereignisse Revue passieren. Diese Erzählperspektive lässt das Ganze authentisch wirken, denn der Autor Cornwell erzählt eine fiktive Geschichte, die sich aber an historischen Fakten orientiert, im Zentrum steht dabei die Gründung Englands. In der heutigen säkularen Zeit ist es sehr spannend zu sehen, wie wichtig der Glaube für die Menschen war. Gemäß der nordischen Mythologie glaubt der Protagonist daran, dass das Leben von schicksalhaften Ereignissen bestimmt werde. Das Christentum mit seinem monotheistischen Ansatz steht im krassen Gegensatz zum Paganismus, und so geht es im Roman auch um Glaubensfragen, wobei ich finde, dass auf die Kirche, die immerhin ein Bildungsträger war und identitätsstiftende Funktion besaß, kein gutes Licht fällt, vielleicht zu Unrecht. Der Kult um Odin wird hingegen meines Erachtens zu positiv dargestellt.

Der Autor zeigt aber auf, dass eben die Geistlichen dem Analphabetismus zu trotzen versuchten. So will etwa Pater Beocca dem Helden das Lesen beibringen. Auch König Alfred setzt auf die Alphabetisierung. Überhaupt fand ich die Figuren Alfred und Beocca fast spannender als die Hauptfigur.

Die Handlung ist von brutalen Passagen und plastischen Schlachtszenen geprägt, auch verweist der Autor für meinen Geschmack etwas zu bildlich auf Alfreds Darmbeschwerden. Positiv finde ich aber, dass es im ganzen Roman keine schwülstigen Liebesszenen gibt.

Die Geschichte ist sehr spannend, aber ich hätte mir zum Teil doch eine Straffung gewünscht. Insofern finde ich die Verfilmung fast gelungener als das Original. Andererseits finde ich es schade, dass die Figur Beocca für die Serie aufgehübscht wurde und dass Uhtred, der im Buch ein Blondschopf ist, im Film dunkelhaarig ist.

Der Roman „Das letzte Königreich“ ist in der Gesamtschau ein toller Auftakt zu einer zehnteiligen Reihe, die ich gerne zur Lektüre empfehle!

Veröffentlicht am 17.04.2018

Jakobas Geschichte

Die Arznei der Könige
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Sabine Weiß entführt den Leser mit ihrem Roman „Die Arznei der Könige“ ins vierzehnte Jahrhundert.
Jakoba, eine junge Adelige, lebt in einem Kloster. Es erfüllt sie mit großer Freude, Menschen helfen ...

Sabine Weiß entführt den Leser mit ihrem Roman „Die Arznei der Könige“ ins vierzehnte Jahrhundert.
Jakoba, eine junge Adelige, lebt in einem Kloster. Es erfüllt sie mit großer Freude, Menschen helfen zu können. Schmerzen lindern, heilen, das ist Jakobas wahre Bestimmung. Eines Tages erscheint Jakobas Bruder und verlangt von ihr, sich neu zu binden. Nur widerwillig geht Jakoba die arrangierte Ehe ein, und ihr Mißtrauen scheint berechtigt – ihr Gatte behandelt sie äußerst schlecht und schreckt auch nicht davor zurück, die stolze Frau zu schlagen.
Der verhaßte Ehemann fällt eines Tages einem Unfall zum Opfer. Die junge Frau von hohem Stand muss fliehen, um nicht des Mordes bezichtigt zu werden.
Auf der Flucht lernt sie einen „Theriak“ – Krämer kennen. Jakobas Weg führt sie nach Paris, Arnold unterstützt sie bei ihren Plänen. Auf ihrer Reise lernt Jakoba auch ihre Seelenschwester Mona kennen. Bald hat Jakoba den Ruf einer angesehenen Heilerin, sogar Könige verlangen nach dem Theriak, das bald als „Arznei der Könige“ gilt. Jakobas erneuter sozialer Aufstieg birgt jedoch Gefahren – nicht jeder gönnt ihr den Erfolg, und so muss sie vielen Gefahren trotzen…

Sabine Weiß, die Germanistik, Geschichte und Erziehungswissenschaften studierte, vermischt geschickt Fakten mit Fiktion. Es gab „Jakoba die Glückliche“ wohl tatsächlich, und die Autorin macht sie in ihrem Roman zur Protagonistin und Sympathieträgerin. Natürlich gibt es in der Erzählung viele Elemente, die man auch aus anderen historischen Romanen kennt – despotische Ehemänner, eine gefährliche Reise, Freunde und Widersacher, Knechte und Könige. Trotzdem ist „Die Arznei der Könige“ eine farbenprächtige und lesenswerte Erzählung. Man kann bei der Lektüre sogar noch etwas lernen: „Theriak“ war mir vor der Lektüre gänzlich unbekannt, und ich habe mich sehr darüber gefreut, beim Lesen meinen Horizont erweitern zu können.
Die Sprache des Romans liest sich absolut flüssig, die Figuren sind gut ausgearbeitet.

Wird Jakoba ihr Glück finden?

Das könnt ihr bei der Lektüre des historischen Romans selbst herausfinden, mich hat die Erzählung ganz wunderbar unterhalten.

Veröffentlicht am 15.04.2018

Actionkracher

Ghost Flight - Jagd durch den Dschungel
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Für den Roman "Ghost Flight - Jagd durch den Dschungel" vergebe ich 4,5 von insgesamt fünf möglichen Sternen.
Edward Michael „Bear“ Grylls kenne ich aus der Survival – Sendung „Man Vs. Wild“. Der ...

Für den Roman "Ghost Flight - Jagd durch den Dschungel" vergebe ich 4,5 von insgesamt fünf möglichen Sternen.
Edward Michael „Bear“ Grylls kenne ich aus der Survival – Sendung „Man Vs. Wild“. Der Politikersprößling hat einen Abschluss in Hispanistik (Bachelor oder Master?), war Mitglied des Special Air Service (SAS), einer britischen Eliteeinheit, er ist Pfandfinderleiter und er scheint ein Survivalexperte zu sein. Allerdings wurde enthüllt, dass Teile seiner Sendung nicht authentisch waren, da er wohl in Hotelbetten übernachtete, während er für’s Fernsehen vorgab, einer feindlichen Umwelt zu trotzen. ?
Anyways, als ich sah, dass es seinen Roman „Ghost Flight“ auf Deutsch gibt, war klar: Dieses Buch muss ich lesen!

Worum geht’s in
„Ghost Flight - Jagd durch den Dschungel“ ?

- Will Jaeger (was für ein Name!) ein ehemaliger Elitesoldat und Gründer von „Enduro Adventures“, musste den Verlust seiner Familie verkraften. Er glaubt, einen Coup gelandet zu haben, als er den Auftrag erhält, mit anderen Kandidaten ein Flugzeugwrack aus dem Zweiten Weltkrieg zu bergen – im brasilianischen Dschungel. Das Ganze soll im Fernsehen ausgestrahlt werden, zur besten Sendezeit. Jaeger macht sich an die Vorbereitungen, doch da kommt sein Freund Smithy ums Leben. Will wird stutzig, als er sieht, welches Symbol der tote Smithy trägt, denn es erinnert ihn an ein Objekt, welches er von seinem Großvater kannte. Dieser war ein erbarmungsloser Nazi- Jäger…
Den Roman fand ich sehr spannend und lesenwert, auch die Zusatzinfos waren interessant, so verweist der Autor im Vorwort auf seine Familiengeschichte, woraus man folgern kann, dass er in dem Thriller Fakten mit Fiktion vermengt hat. „Ghost Flight“ ist ein Actionthriller, der nach dem Motto : Menschen – Tiere – Sensationen funktioniert, daher hat es mir großen Spaß gemacht, Will und sein Team auf der Expedition in den Urwald zu begleiten und zu sehen, welchen Gefahren sie trotzen müssen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, es gibt undurchsichtige Figuren und der Protagonist ist ein Sympathieträger.
Briten und Nazis – ein Topos, mich hat es aber nicht gestört, dass hier die Geschichte des Zweiten Weltkrieges mit einfließt. Der Autor präsentiert mit „Ghost Flight“ einen Spannungscocktail, der wirklich fesselnd ist. Man sollte von dem Thriller aber keine literarischen und stilistischen Finessen erwarten. Dennoch ist die Erzählung so gut gegliedert, dass man das Interessean der Lektüre nie verliert. Und am Ende gibt’s einen fiesen Cliffhanger, der Lust auf eine Fortsetzung macht…

Fazit:
Ich habe den Roman sehr gerne gelesen. Verschwörungstheorien rund um den Zweiten Weltkrieg sind immer für eine Überraschung gut - Grylls actionreicher Roman bietet insofern spannende Unterhaltung, das Ende ist jedoch offen. Für mich ist klar – ich muss auch den Folgeband lesen!

Veröffentlicht am 10.04.2018

Einblick in eine längst vergangene Ära

Die letzte Reise der Meerjungfrau
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„ Die letzte Reise der Meerjungfrau“ ist eine Erzählung, die nicht auf das kitschige Reproduzieren von Mythen und Legenden setzt:
Wir schreiben das Jahr 1785. Jonah Hancock ist ein ganz gewöhnlicher Kaufmann, ...

„ Die letzte Reise der Meerjungfrau“ ist eine Erzählung, die nicht auf das kitschige Reproduzieren von Mythen und Legenden setzt:
Wir schreiben das Jahr 1785. Jonah Hancock ist ein ganz gewöhnlicher Kaufmann, dessen gesellschaftliche Stellung sich unversehens ändert, als sein Kapitän eine Meerjungfrau aus Übersee nach London bringt. Die ganze Stadt steht Kopf, jeder will den sensationellen Fund sehen. Hancock wird zum sozialen Aufsteiger und erlangt so Zugang zu den vornehmsten Kreisen – doch die Gunst von Angelica Neal bleibt ihm versagt.
Als der Händler die Meerjungfrau an den Höchstbietenden verkauft, fordert die Edelprostituierte Angelica von Hancock eine eigene Meerjungfrau, als Unterpfand seiner Liebe. Kann Jonah ihr diesen Wunsch erfüllen?

Die Geisteswissenschaftlerin Imogen Hermes Gowar, die auch in kreativem Schreiben ausgebildet ist, hat mit der „letzten Reise der Meerjungfrau“ ein beeindruckendes Debut vorgelegt. Sie entführt den Leser in das Georgianische Zeitalter. Mittels einer opulenten Sprache lässt sie die Bordelle, Salons und Kaffehäuser der Ära auferstehen und spart dabei nicht an plastischen und teils drastischen Beschreibungen von Land und Leuten. Das ruhige Erzähltempo erschien mir nur gegen Ende etwas gehetzt, die Handlung hielt mit ihren plot – twists aber so manche Überraschung für mich bereit! Der Roman besitzt literarische Qualität, er ist aber auch eine interessante Gesellschafts – und Milieustudie.
Die Autorin zeigt auf, wie wichtig die Kategorien Herkunft und Geschlecht für den sozialen Status im achtzehnten Jahrhundert waren. Konnten die gesellschaftlichen Schranken je durchbrochen werden und wenn ja, war es nur ein vordergründiges Überwinden von Konventionen? Der historische Roman mit einem Hauch von magischem Realismus hat mich gut unterhalten, auch wenn es keine Lektüre ist, die man en passant lesen kann.

Als Leserin habe ich leider oft das Gefühl, immer wieder das Gleiche zu lesen. „Die letzte Reise der Meerjungfrau“ hat mich jedoch auf angenehme Weise aus meinem Lesetrott gerissen. Die Autorin hat ganz sicher von ihrem Studium der Anthropologie, Kunstgeschichte und Archäologie profitiert und ihre Kenntnisse in ihren Debutroman eingeflochten. Ihre akademische Ausbildung war für die Recherchearbeit zu „Die letzte Reise der Meerjungfrau“ vermutlich von Vorteil, jedenfalls bilde ich mir ein, dass sich die Erkenntnisse aus dem Studium im Roman niederschlagen, da gute Prosa nicht selten das Produkt einer gewissen Vorbildung ist; die literarische Freiheit eröffnet einem Autor dabei Spielräume, die es für wissenschaftliche Arbeiten oder Dokumentationen nicht gibt.

„Die letzte Reise der Meerjungfrau“ hat mir Einblicke in eine längst vergangene Ära gewährt und mich dabei gut unterhalten, menschliche Schwächen und Sehnsüchte haben ihren Platz in der Erzählung und erklären teils die Motivation der fein gezeichneten Figuren. Der Roman weist kleine Schwächen im Aufbau auf, die in der Gesamtschau aber nicht arg ins Gewicht fallen.

Es überwiegt der positive Leseeindruck, da Gowar den Leser mit ihrem packenden Debut zu überraschen vermag.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2018

Aus der schönen Grundidee hätte die Autorin mehr machen können

Hummersommer
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Der Titel „Hummersommer“ und das wunderschöne Cover machen unheimlich Lust auf’s Lesen!
Mir gefiel auch das setting unglaublich gut.

Worum geht’s in „Hummersommer“?
- Eliza Barnes führt ein Upper – ...


Der Titel „Hummersommer“ und das wunderschöne Cover machen unheimlich Lust auf’s Lesen!
Mir gefiel auch das setting unglaublich gut.

Worum geht’s in „Hummersommer“?
- Eliza Barnes führt ein Upper – Class – Leben in der Ostküstenmetropole Boston. Als Mutter zweier Töchter ist sie eigentlich perfekt abgesichert, und ihr Mann ist recht attraktiv. Eigentlich ein Leben wie aus dem Bilderbuch.

- Aus familiären Gründen muss Eliza jedoch unversehens in ihre alte Heimat zurück, in den Bundesstaat Maine. Es wird enthüllt, dass die Protagonistin als Fischertochter aus kleinen bzw. einfachen Verhältnissen stammt und einst die Kleinstadt und ihre Jugendliebe mit dem Wunsch nach sozialem Aufstieg verliess, um Medizin zu studieren.

- Eliza wird länger daheim gebraucht, als sie vor ihrer Heimreise glaubte, ihre Rückkehr ist auch eine Reise in die Vergangenheit, mit der sie als soziale Aufsteigerin eigentlich abgeschlossen hatte – oder doch nicht? Den inneren Konflikt Ellas, die Diskrepanz zwischen Herkunft und Statur beschreibt die Autorin meines Erachtens recht gut und plausibel.

Ich finde aber, dass die Autorin aus dem Stoff viel mehr hätte machen können, denn das Grundgerüst der Erzählung gefiel mir gut, und so hatte ich hohe Erwartungen. Meg Mitchell Moore fiel es meines Erachtens schwer, einen richtigen Schwerpunkt zu setzen, denn sie präsentierte sehr viele Figuren, deren Entwicklung aber leider zu wünschen übrig liess; wünschenswert wäre eine stärkere Fokussierung auf die eigentliche Protagonistin gewesen. Es gab in der Erzählung durchaus anrührende Szenen und ein hoffnungsvolles happy ending, das die Geschichte schön abrundete, aber in der Gesamtschau gab es einfach zu wenig Spannung und Dynamik in der Geschichte. Stellenweise plätscherte der plot so vor sich hin, was ich schade fand, da das Potential der Grundidee nicht voll ausgeschöpft wurde.

Teils wirkte das ganze etwas seifenopernhaft, was nicht hätte sein müssen, ein stärkeres Herausarbeiten der Konflikte und Interaktionen hätte der story einen Tick mehr Tiefgang verleihen können. Ich fand den Ansatz nämlich interessant und vielversprechend, vielleicht hatte ich einfach zu hohe Erwartungen, so blieb es bei einem locker – leichten Unterhaltungsroman.

Fazit:

Ich mochte das setting unheimlich gerne. Der Anfang war vielversprechend, dann hat sich die Autorin schlicht verzettelt, finde ich. Im Verlauf fehlte es etwas an Spannung, das happy ending gefiel mir jedoch gut. Daher vergebe ich für „Hummersommer“ drei von insgesamt fünf möglichen Sternen!