Faszinierender Mix aus Krimi, Fantasy und warmherzigen Humor
Manche Schuld vergeht nieOffiziell beschäftigen sich die Londoner Kriminalbeamtin Alisoun „Ali“ Dawson und ihr Team mit Cold Cases, in Wahrheit jedoch klären sie alte Fälle auf, indem einer von ihnen eine Zeitreise in die Vergangenheit ...
Offiziell beschäftigen sich die Londoner Kriminalbeamtin Alisoun „Ali“ Dawson und ihr Team mit Cold Cases, in Wahrheit jedoch klären sie alte Fälle auf, indem einer von ihnen eine Zeitreise in die Vergangenheit unternimmt, um den wahren Tathergang bezeugen zu können. Diesmal gelangt Ali in das Jahr 1850. Sie soll im Auftrag eines höheren Regierungsbeamten herausfinden, ob dessen Ururgroßvater tatsächlich drei Frauen ermordete. Aber dann geht etwas schief, Ali kann nicht in das Jahr 2023 zurückkehren, sondern sitzt mutterseelenallein im viktorianischen London fest. Zur gleichen Zeit wird der Auftraggeber dieser Reise getötet, und Alis Sohn Finn gilt als mutmaßlicher Täter.
Schon allein wegen der bunten Schilderungen des viktorianischen London ist dieser Krimi lesenswert. Die Autorin verwöhnt uns mit Details, die mir gänzlich unbekannt waren und ein authentisches Bild der damaligen Zeit widerspiegeln. Die Protagonistin Ali ist eine taffe, vielschichtige Persönlichkeit und mir von der ersten Seite an sympathisch. Die Beziehung zwischen ihr, ihrem Sohn Finn und Kater Terry ist sehr liebevoll gezeichnet.
Doch auch die Verbrechen, um die es hier geht, sind überaus aufregend beschrieben. Zum Ende hin nimmt die Spannung von Kapitel zu Kapitel zu. Die Auflösung ist gänzlich anders, als ich sie erwartet hätte, alle Fäden laufen zusammen, und es bleiben für mich keine Fragen offen. Die Danksagung der Autorin lässt hoffen, dass zumindest ein weiterer Band folgen wird, in dem die packende und mit Sprachwitz gespickte Geschichte fortgeführt wird. Und genau das wünsche ich mir: Eine neue spannende Zeitreise mit Ali.
Ich vergebe fünf Sterne für diesen ungewöhnlichen und liebenswerten Krimi.