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Veröffentlicht am 23.02.2026

Mord mit Genuss auf Italienisch

Mira Belgusto und die tote Winzerin
4

Es wird Frühling am Comer See. Die deutsche Reisejournalistin Mira Belgusto besucht weniger bekannte Restaurants, um ihre Erfahrungen in einer saarländischen Reise-TV-Sendung zu teilen. Auf einer dieser ...

Es wird Frühling am Comer See. Die deutsche Reisejournalistin Mira Belgusto besucht weniger bekannte Restaurants, um ihre Erfahrungen in einer saarländischen Reise-TV-Sendung zu teilen. Auf einer dieser Dienstreisen verursacht sie einen kleinen Verkehrsunfall, als sie am Straßenrand eine scheinbar herrenlose schneeweiße Havaneserhündin sitzen sieht. In dem Fahrer, der ihr aufgefahren ist, erkennt sie den alternden TV-Star Claudio Bertani, nicht gerade der Traum ihrer schlaflosen Nächte. Die beiden arrangieren sich und beschließen, die Hündin zu ihrer Besitzerin Lucrezia Bianchi zurückbringen. Doch diese liegt erschlagen in ihrem Haus. Gemeinsam stoßen sie auf Hinweise zum Mordgeschehen und beginnen auf eigene Faust zu ermitteln.

Dieser Genuss-Krimi hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Ich war mit Mira und Claudio im Haus von Lucrezia Biancho, als die beiden deren Leiche gefunden haben und habe sie auf all ihren kulinarischen Entdeckungsreisen begleitet. Bei den Schilderungen der landestypischen Speisen ist mir jedes Mal das Wasser im Mund zusammengelaufen. Und ich habe um Mira gebangt, wenn sie sich allzu forsch und ohne vorher groß nachzudenken in ihre privaten Ermittlungen gestürzt hat. Die Landschaftsbeschreibungen sind bezaubernd, man möchte am liebsten sofort alles stehen und liegen lassen und selbst dorthin reisen. Der Comer See muss wundervoll sein und die Küche dort sowieso. Ich denke, ich würde von so einer Urlaubsreise kugelrund zurückkehren, weil ich keine der Köstlichkeiten auslassen könnte. Die Auflösung des Kriminalfalls kommt dann zwar für mich nicht überraschend, aber das ganze Drumherum ist so nett erzählt und die Charaktere sind so liebevoll gezeichnet, dass ich jede einzelne Zeile verschlungen habe. Den Schluss hätte ich mir ein klein wenig anders gewünscht, aber nothing is perfect.

Alles in allem trifft dieser mit viel Humor gewürzte Wohlfühlkrimi voll meinen Geschmack, und ich hoffe, es gibt wenigstens noch eine Fortsetzung. Ein Wiedersehen mit Mira, Claudio und Hündin Dulcinetta wäre wunderbar.

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  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 14.02.2026

Rabenschwarzes Finale

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Die junge und attraktive Cecilia ist dauerhaft in Geldnöten und kann sich daher keine eigene Wohnung leisten. Für sie kein Problem, denn sie lebt fast das ganze Jahr über als Housesitterin in den Villen ...

Die junge und attraktive Cecilia ist dauerhaft in Geldnöten und kann sich daher keine eigene Wohnung leisten. Für sie kein Problem, denn sie lebt fast das ganze Jahr über als Housesitterin in den Villen wohlhabender Leute. Diese erfreuliche Regelung funktioniert für sie so lange, bis sie das Wochenendhaus der reichen Familie Waldner auf einer winzigen privaten Ostsee-Insel hüten soll. Sie glaubt dort alleine zu sein. Was sich als Irrtum erweist.

Über weite Strecken hat mich dieses Buch unsäglich gelangweilt. Ich bin mit keiner der Figuren warm geworden. Dabei startet die Geschichte durchaus vielversprechend mit einigen Gruselelementen, die es in sich haben, nur um dann zu versanden. In Endlosschleife wiederholen sich die gleichen Überlegungen und Betrachtungen der drei Erzähler, die langatmigen Rückblenden ab der zweiten Hälfte des Buches wirken als Spannungskiller, und der Twist zu Beginn des letzten Drittels ist vorhersehbar. Ich schleppte mich von Seite zu Seite in der Hoffnung, da könnte vielleicht doch noch ein Highlight hinter einer Ecke lauern.
Die Wende kommt erst in Teil 5. Plötzlich werden die mörderischen Zusammenhänge glasklar, das Ende hinterlässt mich sprachlos.

Fazit: Ein subtil ausgearbeiteter Psychothriller mit einem rabenschwarzen Finale. Man sollte auf die feinen Details achten. Und durchhalten. Aber im Gedächtnis wird einem diese Geschichte nicht sehr lange bleiben, dazu sind die Charaktere zu fad.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2026

Staubtrockener und langatmiger Anfang, aber dann ...

Der Kurator
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Ein unbekannter Täter hinterlässt im vorweihnachtlichen Cumbria makabre Geschenke: abgetrennte Finger und die kryptische Nachricht #BSC6. Ein neuer Fall für Detective Sergeant Washington Poe und seine ...

Ein unbekannter Täter hinterlässt im vorweihnachtlichen Cumbria makabre Geschenke: abgetrennte Finger und die kryptische Nachricht #BSC6. Ein neuer Fall für Detective Sergeant Washington Poe und seine Freundin und Kollegin, die Analystin Tilly Bradshaw. Nach und nach werden die Opfer ermittelt, aber es gibt keine Verbindung zwischen ihnen. Durch akribische Kleinarbeit finden die beiden Ermittler schließlich doch einen Hinweis, und ein dringend tatverdächtiges Geschwisterpaar wird festgenommen. Beide leugnen, und noch immer ergeben die grausamen Taten keinen Sinn. Bis sich eine FBI-Agentin bei Poe meldet und dem Fall eine völlig neue Richtung gibt.

Dies war mein erster Band dieser Reihe, und ich habe für das erste und zweite Drittel des Buches sehr lange gebraucht, denn außer staubtrockener Ermittlungsarbeit vom Schreibtisch aus und durchaus witzigen Dialogen hatten die beiden Protagonisten nicht viel zu bieten. Der Erzählstil war für meinen Geschmack zu nüchtern und trocken, und manche der technischen Details waren echt zu komplex für mein kleines Hirn. Ich wollte das Buch schon zuklappen, zum Glück habe ich es nicht getan. Im letzten Drittel dann ging die Post ab, und ich kam, was Spannung, Action und Humor betraf, voll auf meine Kosten. Ich bin schwer beeindruckt von den Detailkenntnissen des Autors. Erschienen mir die beiden Hauptfiguren anfangs emotional unterkühlt, so hat sich das zum Ende hin erfreulich entwickelt. Okay, manche der Szenen sind nicht unbedingt glaubwürdig, zum Beispiel die Art und Weise, wie Poe und Bradshaw es geschafft haben, am Ende die abgelegene Insel in der Irischen See zu erreichen, aber ich hatte meinen Thrill.

Mr Craven hat eine neue Stammleserin gewonnen. Mich.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Nicht mein Ding

Der Tote im Kamin
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Winter 1952. Inspector Frank Grasby wird wegen einer dumm gelaufenen Sache in die North York Moors strafversetzt. Und dort fallen ihm die Toten buchstäblich vor die Füße. Unterstützung bekommt er von der ...

Winter 1952. Inspector Frank Grasby wird wegen einer dumm gelaufenen Sache in die North York Moors strafversetzt. Und dort fallen ihm die Toten buchstäblich vor die Füße. Unterstützung bekommt er von der Praktikantin Deedee. Wird es ihm gelingen, seine Pechsträhne zu überwinden und die Mordfälle zu lösen?

Dieser Krimi lebt von seiner lebhaften Atmosphäre und dem trockenen britischen Humor. Man kann sich die verschneite Landschaft im entlegenen Norden Englands sehr bildhaft vorstellen. Allerdings geht die Handlung eher schleppend voran, und echte Sympathien konnte ich weder für die Hauptfigur, noch für die gewitzte Deedee entwickeln.

Dennoch ist dieser Cosy Crime mit schnoddrigem Sprachwitz gespickt und durchaus unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Dramaturgisch schwächer als der vorherige Band

Kohle, Stahl und Mord: Das Totenhaus
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Eine junge Frau, die sich Eva nennt, wird verwirrt und mit blutüberströmtem Shirt aufgefunden, sie kann sich an nichts erinnern. Ein neuer Fall für die Kommissarin Elin Akay und ihre Freundin, die forensische ...

Eine junge Frau, die sich Eva nennt, wird verwirrt und mit blutüberströmtem Shirt aufgefunden, sie kann sich an nichts erinnern. Ein neuer Fall für die Kommissarin Elin Akay und ihre Freundin, die forensische Psychiaterin Jana Fäller. Es gelingt Jana, der jungen Frau unter Hypnose eine vage Erinnerung zu entlocken, die zu einem verlassenen Haus führt, in dem es in der Vergangenheit bereits zwei Mordfälle gegeben hat. Und dort liegt die grausam hingerichtete Leiche eines jungen Clan-Mitglieds. Sein Blut ist mit dem auf Evas Shirt identisch, aber ist sie auch die Mörderin?

Dieser zweite Band der Ruhrpott-Krimireihe ist langatmiger, er baut erst zum Schluss hin echte Spannung auf. Bei den Nebenfiguren kam ich einige Male durcheinander, ich musste zurückblättern, um die vom Mörder ausgedachten Spitznamen den reellen Figuren zuzuordnen. Auch irritierte mich das allzu sehr auf Harmonie ausgerichtete Verhältnis zwischen den beiden Protagonistinnen. Immer ist eine wohlwollende Vertrauensperson zur Stelle, die ihnen bei ihren Ermittlungen weiterhilft. Auf Dauer wirkt das unglaubwürdig, auch wenn es die Seele wärmt. Sehr schön finde ich allerdings wieder die hervorragend recherchierten Schilderungen der Arbeit und des Alltags unter Tage. So detailliert und verständlich habe ich das bisher noch nirgendwo gelesen.

Alles in allem ist dieser Krimi absolut lesenswert.

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