Staubtrockener und langatmiger Anfang, aber dann ...
Der KuratorEin unbekannter Täter hinterlässt im vorweihnachtlichen Cumbria makabre Geschenke: abgetrennte Finger und die kryptische Nachricht #BSC6. Ein neuer Fall für Detective Sergeant Washington Poe und seine ...
Ein unbekannter Täter hinterlässt im vorweihnachtlichen Cumbria makabre Geschenke: abgetrennte Finger und die kryptische Nachricht #BSC6. Ein neuer Fall für Detective Sergeant Washington Poe und seine Freundin und Kollegin, die Analystin Tilly Bradshaw. Nach und nach werden die Opfer ermittelt, aber es gibt keine Verbindung zwischen ihnen. Durch akribische Kleinarbeit finden die beiden Ermittler schließlich doch einen Hinweis, und ein dringend tatverdächtiges Geschwisterpaar wird festgenommen. Beide leugnen, und noch immer ergeben die grausamen Taten keinen Sinn. Bis sich eine FBI-Agentin bei Poe meldet und dem Fall eine völlig neue Richtung gibt.
Dies war mein erster Band dieser Reihe, und ich habe für das erste und zweite Drittel des Buches sehr lange gebraucht, denn außer staubtrockener Ermittlungsarbeit vom Schreibtisch aus und durchaus witzigen Dialogen hatten die beiden Protagonisten nicht viel zu bieten. Der Erzählstil war für meinen Geschmack zu nüchtern und trocken, und manche der technischen Details waren echt zu komplex für mein kleines Hirn. Ich wollte das Buch schon zuklappen, zum Glück habe ich es nicht getan. Im letzten Drittel dann ging die Post ab, und ich kam, was Spannung, Action und Humor betraf, voll auf meine Kosten. Ich bin schwer beeindruckt von den Detailkenntnissen des Autors. Erschienen mir die beiden Hauptfiguren anfangs emotional unterkühlt, so hat sich das zum Ende hin erfreulich entwickelt. Okay, manche der Szenen sind nicht unbedingt glaubwürdig, zum Beispiel die Art und Weise, wie Poe und Bradshaw es geschafft haben, am Ende die abgelegene Insel in der Irischen See zu erreichen, aber ich hatte meinen Thrill.
Mr Craven hat eine neue Stammleserin gewonnen. Mich.