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Veröffentlicht am 25.02.2022

Eine Liebesgeschichte zum Vernaschen

Catch the Millionaire - Daniel Rochester
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Im zweiten Band der „Catch the Millionaire“-Reihe geht es um Daniel Rochester, der (nicht nur) aufgrund seiner millionenschweren Süßigkeiten-Firma überall als „Sweet Danny“ bekannt ist. Doch Danny hat ...

Im zweiten Band der „Catch the Millionaire“-Reihe geht es um Daniel Rochester, der (nicht nur) aufgrund seiner millionenschweren Süßigkeiten-Firma überall als „Sweet Danny“ bekannt ist. Doch Danny hat sowohl privat, als auch beruflich viel um die Ohren. Daher sucht er nun über „Catch the Millionaire“ die richtige Frau.
Gillian und Jayson ziehen, wie auch schon im Vorgängerband, im Hintergrund die Strippen und suchen drei Kandidatinnen aus, die scheinbar perfekt zu Danny passen könnten.
Auch Myrtle möchte eine der dreien sein, denn sie schwärmt für Danny schon seit Jahren. Dass Danny noch dazu ihr Chef ist, könnte das Ganze jedoch verkomplizieren, oder?

Dieser zweite Band der Reihe kann zwar allein für sich gelesen werden, aber ich empfehle trotzdem Band 1 vorher gelesen zu haben. Neben der Geschichte rund um Danny gibt es nämlich noch eine Art roter Faden, der sich durch die gesamte Reihe zieht. Dieser wird zwar nochmals erklärt, aber ohne die tatsächlichen Szenen aus dem ersten Band zu kennen, ist das deutlich weniger spannend.
Obwohl Band eins und zwei in gewisser Hinsicht miteinander verbunden sind, sieht der Aufbau der beiden komplett anders aus. Dies gestaltet jede Geschichte sehr interessant und einzigartig.
Darüber hinaus mochte ich, dass in diesem Band die Themen nicht nur angekratzt, sondern ein wenig detaillierter berichtet wurden. Das hat mir im Vergleich zum ersten Band deutlich besser gefallen, weil einfach mehr Tiefgang vorhanden war.
Dennoch bleibt auch „Daniel Rochester“ ein typischer, eher kitschiger Liebesroman für zwischendurch. Die Lovestory ist zugleich erfrischend und süß und unterhält, beziehungsweise amüsiert den Leser köstlich. Wortwörtlich. Denn das Setting und die Thematik rund um Schokolade, Kakao, Pralinen und Co. ist wirklich zum Dahinschmelzen.

Neben den „altbekannten“ Figuren, die wir hier nochmals genauer kennenlernen, kommen einige neue dazu. Diese sind ganz anders gestaltet, als die Charaktere in Band 1, was die Vielfältigkeit der Reihe beweist. Besonders Danny möchte ich sehr, weil er seinem Spitznamen überaus gerecht wird und einfach herzallerliebst ist.
Auch dieses Buch liest sich sehr kurzweilig und zügig und wer mit dem Schreibstil in Band eins klargekommen ist, wird hier ebenfalls keine Probleme haben.

Fazit:
Die Liebesgeschichte rund um „Daniel Rochester“ hat mir gut gefallen und ist perfekt, wenn man nach einer kurzweiligen Unterhaltung sucht. Wer Band 1 der Reihe mochte, wird auch Gefallen an diesem Buch finden. Ich persönlich fand den zweiten Band tatsächlich noch ein Stückchen besser als den ersten, weil die Figuren und ihr Leben nicht nur oberflächlich angeschnitten wurden. Das ein oder andere Thema ist trotzdem noch ein wenig zu kurz gekommen, weshalb ich mir einen längeren Schluss gewünscht hätte.
Bewertung: 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 24.02.2022

Passabler Reihenauftakt mit Luft nach oben

Catch the Millionaire - Kyle MacLeary
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Kyle MacLeary ist der erste Kandidat in dem Verkupplungs-Format „Catch The Millionaire“, und damit bildet seine Suche nach der Traumfrau auch Band eins der vierteilen Buchreihe. Aufgrund des Klappentextes ...

Kyle MacLeary ist der erste Kandidat in dem Verkupplungs-Format „Catch The Millionaire“, und damit bildet seine Suche nach der Traumfrau auch Band eins der vierteilen Buchreihe. Aufgrund des Klappentextes lässt sich schwer erahnen, welche Richtung die Story einschlagen wird, aber ich habe diese vielen Wendungen sehr genossen. Damit ihr euch gleichermaßen überraschen lassen könnt, hier eine spoilerfreie Inhaltsbeschreibung:
Kyle MacLeary ist Schotte mit Leib und Seele und wirkt auf den ersten Blick nichts als arrogant. Daher ist es kaum überraschend, dass er ausgerechnet nach einer Frau mit Modelmaßen, Perfektion und Intelligenz sucht.
Gillian, die das Projekt „Catche The Millionaire“ der Zeitung „London Chronicle“ betreut, ist von Kyle sofort genervt. Sie gehört nämlich selbst zu der Sorte Frau, für die Kyle und die meisten anderen Männer keine Blicke übrig haben. Dürfen kleiner, pummelige Frauen denn nicht auf ihr Happy End hoffen?
Wenn sie Jayson, der ihr Stiefbruder, Nachbarn und neuer Chef ist, fragt, dann bekommt sie keine Antwort. Denn Jayson verhält sich völlig widersprüchlich, wirkt im einen Moment wie ein großer Bruder, im nächsten, wie der distanzierte Chef und plötzlich knistert die Luft zwischen ihnen wieder vor lauter Anziehung. Das ist alles sehr kompliziert, weshalb Gillian sich in die Arbeit stürzt…
…und drei Kandidatinnen für Kyle aussucht, die 8nterschiedlicher nicht sein könnten: Dottie, die zwar wunderschön, aber mindestens ebenso einfältig ist. Tatjana, die Kyles Anforderungen vollkommen entspricht. Rosalin, die so kurvig wie quirlig ist und damit alles verkörpert, das Kyle NICHT in einer Frau sucht.
Was als Unterhaltung für die Zuschauer gedacht war, könnte das komplette Projekt plötzlich gefährden und Gillian noch mehr Problemen bescheren, als sie ohnehin schon hat.

An der Handlung des Buches gibt es wenig auszusetzen. Sie ist temporeich, enthält sowohl überraschende Wendungen, als auch vorhersehbare Verläufe. Sie ist sehr themenreich, wobei man anmerken muss, dass alles recht oberflächlich gehalten ist.
Was man dem Buch in keiner Weise vorwerfen kann, ist, dass die Liebe zu kurz kommt. Vielmehr illustriert die Geschichte jegliche Art von Liebe: mal süß, mal romantisch, mal leidenschaftlich und mal sexy. Alles ist dabei und kommt auch gut beim Leser an.
Was nicht ganz so eindeutig beim Leser ankommt, sind die Figuren. Man bekommt zwar ein Gefühl für sie, aber lernt sie dennoch nicht wirklich kennen.
Probleme hatte ich – besonders zu Beginn – mit dem Schreibstil, dem man nicht immer gut folgen kann und der einen öfters verwirrt zurücklässt. Der Start ins Buch fiel dementsprechend holprig aus.

Fazit:
„Catch the Millionaire – Kyle MacLeare“ ist ein Auftaktband, der neugierig auf mehr macht und den Leser gut unterhält. Das Buch liest sich sehr zügig, man kann es gut an einem Abend durchlesen und alle RomantikerInnen kommen auf ihre Kosten. Dennoch hat das Buch so seine Schwachstellen, die das Leseerlebnis mal mehr, mal weniger beeinflussen. Trotzdem: Wer nach einer leichten, romantischen Unterhaltungslektüre sucht, ist hier an der richtigen Adresse.
Bewertung: 3 Sterne

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Veröffentlicht am 22.02.2022

Eine Liebesgeschichte, welche Kraft, Ruhe und Wärme schenkt

Golden Hill Touches
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Vor 11 Jahren hat Parker Boulder Creek fluchtartig verlassen. Vor 11 Jahren ging damit ein emotionaler Sommer für ihn und Clay zu Ende. Vor 11 Jahren brach Parker ihr das Herz.
Doch jetzt ist er zurück ...

Vor 11 Jahren hat Parker Boulder Creek fluchtartig verlassen. Vor 11 Jahren ging damit ein emotionaler Sommer für ihn und Clay zu Ende. Vor 11 Jahren brach Parker ihr das Herz.
Doch jetzt ist er zurück und möchte alte Fehler wiedergutmachen. Während Parker sich in den vergangenen elf Jahren verändert hat, erwachsen und kontrollierter geworden ist, ist die Zeit auch an Clay nicht spurlos vorbeigegangen und sie musste lernen, ihr Herz zu schützen. Deshalb scheint es ihr nun unmöglich, Parker nochmals eine Chance zu geben.
Boulder Creek hingegen hat sich kein Stückchen verändert und der alte Groll gegen Parker nimmt erneut seinen Lauf. Die ganze Stadt, selbst seine eigene Ranch, die er wieder herrichte möchte, scheint sich gegen ihn verschworen zu haben. Muss er sich geschlagen geben, oder kann er allen, besonders aber Clay, beweisen, dass es ihm ernst ist? Parker möchte doch einfach auf Golden Hill glücklich werden und ebenfalls für andere einen Ort schaffen, an dem man wieder zu Kräften kommen kann...

Zu Kräften kommen, das nehme ich direkt als Überleitung zu meiner Bewertung und damit auch zu meinem Gefühl beim Lesen. Denn Band 1 der „Golden Hill“ -Trilogie ist für mich der Inbegriff von „Kraft tanken“. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man sich einfach mal aus der Welt zurückziehen möchte und deshalb ein Buch zur Hand nimmt, um völlig abschalten zu können? Genau dieses Gefühl stellte sich bei mir nämlich direkt ein, als ich die ersten Sätze von „Touches“ gelesen hatte. Und das Gefühl blieb. Bis zum Schluss. Ich bin voll und ganz in der Geschichte versunken und habe das Buch so schnell durchgelesen, wie schon lange keines mehr.
Jedes einzelne Wort trifft beim Lesen direkt ins Herz, mit jedem weiteren Wort entspannt man sich ein Bisschen mehr. Wort für Wort verlässt man seinen Alltag und lässt ihn ganz, ganz weit hinter sich. Golden Hill wird nicht nur wundervoll dargestellt, sodass man es sich bildhaft vorstellen kann. Man fühlt Golden Hill geradezu. Und es ist ein wundervolles Gefühl. Daher war ich schon ein wenig traurig, als die Geschichte dann zu Ende ging. Aber zum Glück gibt es noch weitere Bände, und einige Figuren darin dürfen wir bereits im Auftaktband kennenlernen. Deshalb kann ich es erst recht kaum erwarten, nach Golden Hill zurückzukehren.

Nicole Böhm hat um ein weiteres Mal bewiesen, was für wundervolle Figuren sie zum Leben erwecken kann. „Touches“ war nun nach „One Last Song“ und „One Last Dance“ das dritte Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe und bei jedem weiteren, das ich von ihr beende, denke ich mir: Das geht nicht mehr zu toppen - sie kann nicht mit noch großartigeren Figuren um die Ecke kommen. Und dann lernt man so jemanden wie Parker und Clay, oder all die liebenswerten Nebenfiguren kennen, und ist absolut hin und weg.

Auch die Handlung konnte ich voll und ganz genießen. Es gab tatsächlich keinen Kniff, keine Wendung, nichts, was mich nicht absolut überzeugen konnte. Und das soll was heißen, denn selbst wirklich tolle Bücher haben immer die ein oder andere Szene, wo ich mir denke, muss das jetzt wirklich sein? Aber bei „Touches“ wirkte einfach alles rund und „harmonisch“. Es gab Herzschmerz, es gab Konflikte, ein wenig Drama. Aber alles war vollkommen authentisch und wurde genau in der richtigen Länge abgehandelt. So langweilig das auch klingen mag, ich habe nichts auszusetzen.

Fazit:
„Golden Hill -Touches“ ist nicht einfach nur ein überaus gelungener Reihenauftakt. Dieses Buch hat sich - von der ersten Seite an - einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen verdient und bis zum Schluss bewiesen, dass es wirklich zu einem neuen Lieblingsbuch und absoluten Highlight (mit großem Potenzial zu einem Jahreshighlight) von mir werden muss. Der Liebesroman überzeugt durch ein wunderschönes Setting, eine Atmosphäre die unter die Haut geht. Er überzeugt durch Charaktere, die einem ans Herz wachsen - und das im Handumdrehen. Vor allem aber ist der Liebesroman (ohne jeglichen Kitsch) vollkommen rührend und herzerwärmend. Eine ganz gewaltig große Leseempfehlung drückt noch lange nicht genug aus, wie sehr ich dieses Buch weiterempfehlen kann. Denn eins ist klar: Lest dieses Buch, ich wüsste nicht, für wen meine Leseempfehlung nicht gelten sollte. Und meine Bewertung? Darf ich wirklich nur 5 Sterne vergeben?

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Überaus empfehlenswert für begeisterte Hobbybäcker und alle, die es noch werden wollen

Selber backen statt kaufen
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Wusstes ihr, dass viele Bäcker ihren Sauerteigansatz jahrzehntelang nutzen? Womöglich habt ihr keine Ahnung, wovon hier überhaupt die Rede ist. Aber spätestens nach dem ein oder anderen Blick in „Selber ...

Wusstes ihr, dass viele Bäcker ihren Sauerteigansatz jahrzehntelang nutzen? Womöglich habt ihr keine Ahnung, wovon hier überhaupt die Rede ist. Aber spätestens nach dem ein oder anderen Blick in „Selber backen statt kaufen“ kennt ihr alle Fakten und Kniffe, die ein gelungenes Backwerk ausmachen.

Schon beim ersten Durchblättern fällt auf, dass das Backbuch sehr übersichtlich und gut strukturiert aufgebaut und gestaltet wurde. Die Rezepte sind praktisch in Kategorien unterteilt, auch ein Rezeptverzeichnis am Ende fehlt nicht. Generell ist die Gestaltung sehr ansprechend, auch die Fotos wecken direkt das Bedürfnis, selbst den Holzlöffel zu schwingen. Darüber hinaus gefällt mir bei diesem Buch besonders, dass die Fotos zwar wirklich appetitlich aussehen, aber zugleich auch realistisch. Oft werden in Küchenbüchern nur Fotos verwendet, die dem Motto „das Auge isst mit“ entsprechen. Doch wenn man das Rezept dann selbst ausprobiert mag es geschmacklich gelungen sein, doch optisch bekommt man es einfach nicht so perfekt hin und die Backsession endet in Enttäuschung. Bei „Selber backen statt kaufen“ dagegen sind die Bilder wirklichkeitsnah, sodass man das Backen nach dem ersten Versuch nicht direkt wieder aufgeben möchte, sondern stolz auf sein Ergebnis sein kann.

Doch nicht nur für all diejenigen, die mit dem Backen anfangen wollen ist dieses Buch geeignet. Auch jeder andere, der sich selbst schon als Kenner bezeichnen würde, wird noch einiges lernen können. Ich persönlich backe nun schon jahrelang und kenne durchaus einige Tipps und Tricks. Dennoch habe ich im Einleitungsteil noch unglaublich viel Neues dazugelernt. Denn hier wird nicht an Hinweisen zu grundsätzlichen Techniken oder Möglichkeiten, ein Rezept zu variieren oder den eigenen Bedürfnissen (Geschmack, Unverträglichkeiten, vegane oder vegetarische Ernährung) anzupassen, gespart. Und obwohl man soviel erfährt, ist alles sehr knapp und leicht verständlich gehalten.
So verhält es sich dann auch mit den Rezepten. Die Anleitungen zum Nachbacken sind einfach und schnell durchgelesen. Und dennoch wird alles, was es braucht um loszulegen, gesagt. Besonders gefallen hat mir hier, dass die Rezepte nicht mit „und ab in den Ofen“ enden, sondern dass man auch noch erfährt, wie es sich mit Haltbarkeit, Kombinationsmöglichkeiten und dem Auskühlen verhält. Denn besonders als Anfänger kann man vieles falsch mache, wenn es dazu kommt, einen Kuchen oder ähnliches aus der Form zu lösen. Eigentlich wird in dem Buch jeder möglichen Panne entgegengewirkt, oder zumindest wird auch im Notfall Hilfestellung gegeben. Falls dann doch noch Fragen auftauchen, helfen Verweise und Links zur zugehören Website, wo man sich jederzeit weiter informieren kann.

Insgesamt sind die Rezepte wirklich gut ausgewählt, denn sie halten, was der Untertitel „77 einfache Rezepte für Brot, Brötchen, Kuchen und mehr“ verspricht: Die Rezepte sind simpel, bodenständig, es ist für jeden was dabei und sowohl die herzhafte, als auch die süße Fraktion ist vertreten. Ganz besonders begeistert haben mich die wenigen Zutaten, die man benötigt. Darüber hinaus sind es keine ausgefallenen Zutaten, sondern solche, die man oft schon zu Hause hat oder zumindest schnell im Supermarkt besorge kann. Bisher habe ich mich zum Beispiel kaum an Brot oder Brötchen herangewagt, denn alle mir bekannten Rezepte benötigen viel zu viel Schnick-Schnack, für den ich keine andere Verwendung habe. Doch mit den Rezepten aus diesem Backbuch verhält es sich komplett anders und ich freue mich, all die verschiedenen Brot- und Brötchenvarianten auszuprobieren und für Croissant und Brezeln nicht mehr zum Bäcker/Einkaufen zu müssen. Übrigens ist auch bei der Rezeptauswahl anzumerken, dass das Buch wirklich für jeden, Anfänger und Fortgeschrittener, geeignet ist, weil man nicht das zehntausendste Apfelkuchen- und das millionste Marmorkuchenrezept vorfindet, sondern wirklich etwas Neues.

Fazit:
Ich habe schon zig verschiedene Backbücher zu Hause und doch ist „Selber backen statt kaufen“ wohl eines der besten, die mir je untergekommen sind. Das Buch ist für jeden geeignet, es macht aus dem Anfänger einen Kenner und aus dem Hobbybäcker einen Profi. Die Rezeptauswahl kann überzeugen, das Backbuch ist rundum ansprechen.
Bewertung: 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 12.02.2022

Ein Roman, der meinen Erwartungen nicht gerecht wurde

Jeder Tag für dich
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Vor 13 Jahren haben sich Mary und Jim kennengelernt. Von Anfang war es etwas besonderes zwischen ihnen, weshalb Mary bald schon zu ihm nach London zog. Sechs Jahre lebten sie dort zusammen, beide waren ...

Vor 13 Jahren haben sich Mary und Jim kennengelernt. Von Anfang war es etwas besonderes zwischen ihnen, weshalb Mary bald schon zu ihm nach London zog. Sechs Jahre lebten sie dort zusammen, beide waren sich einig, dass ihre Liebe alles war, was sie im Leben brauchten - bis zu dem Tag, an dem Jim ohne ein Wort spurlos verschwand. Sieben Jahre sind seitdem vergangen und Mary ist noch immer fest entschlossen, auf Jim zu warten. Dafür steht sie seit damals Abend für Abend stundenlang an dem Bahnhof, wo sie Jim früher immer abgeholt hat. Doch dann landet ein Video von ihr im Internet und viele Menschen fragen sich: Wo ist Jim?
Die junge Journalistin Alice wittert eine großartige (Liebes-)Geschichte, die sogar ihr eigenes Leben wieder ordnen könnte. Also begibt sich Alice auf eine Suche nach Jim und findet weit mehr als ihn: Sich selbst und womöglich auch eine eigene Liebesgeschichte.

Meine Beschreibung des Inhalts mag dem Klappentext recht ähnlich sein, weil er eigentlich völlig zutreffend ist. Und dennoch hatte ich eine andere Geschichte erwartet. Es kommt hin und wieder vor, dass sich ein Buch ganz anders liest, als man es vermutet hätte, doch meistens bringt einen das am Ende zu einer noch viel überzeugenderen Geschichte. Nun, bei „Jeder Tag für dich“ war das in meinem Fall leider nicht so. Ich kann weder sagen, dass das Buch schlecht ist, noch dass es wirklich gut ist. Ich war einfach irgendwie enttäuscht. Gerade deshalb möchte ich in meiner Bewertung Schritt für Schritt vorgehen, damit mein persönliches Gefühl nicht alles andere beeinflusst.

Beginnen wir mit dem Schreibstil. Er hat mir am Anfang ziemlich zu schaffen gemacht, muss ich gestehen. Ich hatte irgendwann schon gar nicht mehr damit gerechnet, dass ich überhaupt noch mit ihm warmwerden kann und habe gut die Hälfte der Seiten gebraucht, um wenigstens ansatzweise in einen Flow zu kommen. Der Schreibstil las sich für mich einfach recht langatmig und vor allem extrem verwirrend. Immer wieder hatte ich das Gefühl, einen Teil eines Gesprächs oder eines Gedankengangs nicht mitbekommen zu haben, weil das Ganze irgendwie sprunghaft erzählt wurde und einfach nicht wirklich flüssig wirkte. Dennoch gab es auch Stellen, wo ich die kunstvolle Erzählweise bewundert habe.

Kommen wir nun zu der Handlung an sich. In vielerlei Hinsicht hat mich das Buch stark an „Eine Handvoll Worte“ von Jojo Moyes erinnert. Es macht dann zwar noch einige andere Wendungen, aber im Grunde ist das alles nichts allzu Neues, wie ich zunächst irgendwie angenommen hatte. Die Handlung besteht aus zwei Strängen: Das Hier und jetzt im Jahr 2018 und ein Handlungsstrang, der vom Kennenlernen von Jim und Mary ausgehend ihre gemeinsamen Jahre erzählt. Beide Stränge werden geschickt miteinander verknüpft und dadurch abgerundet. Da kann man wirklich viel Fein- und Fingerspitzengefühl der Autorin erkennen. Ein wenig verwirrend fand ich jedoch die Unterteilung der 2018-Strangs in Kapiteln über Mary und solche über Alice. Irgendwann hatte ich das Gefühl, in erster Linie Alice‘ Geschichte zu lesen und dass Marys Geschichte nur als Sprungbrett diente. Ein Vorteil davon: die Geschichte hat durch Alice‘ Temperament mehr Tempo und Handlung zugenommen. Aber dann kam das Ende und irgendwie hat es wieder gar nicht gepasst. Zuvor war Alice so zentral geworden und plötzlich wurden ihre Probleme nur am Rande noch schnell abgehandelt und angehakt. Schade irgendwie.

Die Thematik war wohl die Sache, welche ich am meisten an dem Roman geschätzt habe und die mich zugleich total verunsichert hat, wie ich zu „Jeder Tag für dich“ stehe. Der Roman ist sehr erschütternd und die Thematik ist eigentlich gar nichts krass Besonderes, sondern theoretisch alltäglich und traurige Realität. Ich finde es super wichtig, dass die angesprochenen Themen in Büchern behandelt werden, auch wenn es die Bücher sehr ernst wirken lässt. „Jeder Tag für dich“ ist alles andere als ein „Wohlfühlroman“ und genau hier liegt wohl der Knackpunkt, welcher dazu führte, dass ich eher unzufrieden mit dem Leseerlebnis bin.
Auf dem Umschlag prangt ein auffälliger, roter Aufkleber, der das Buch als unvergesslichsten Liebesroman betitelt. Was erwarte ich von einem Liebesroman? Liebe. Ganz einfach. Und Liebe beinhaltet sowohl Leidenschaft, als auch Dramatik, das ist mir natürlich klar. Aber ich ließ mich von dem Begriff „Liebesroman“ total in die Irre führen, denn „Jeder Tag für dich“ ist einfach kein „typischer“ Liebesroman, sondern ein Roman, der sich mit Liebe auseinandersetzt. Und wenn man das Buch liest wird einem klar, dass dazwischen Welten liegen. Ich erwarte von keinem Liebesroman, dass er dem Schema A folgt, das wäre viel zu langweilig. Aber ein Liebesroman sollte für mich bestimmte Erwartungen einfach erfüllen: Figuren, die man kennen- und verstehen lernt, Szenen, die einem das Herz erwärmen, große Gefühle, die zum Greifen nah scheinen, und ja, auch eine gewisse Portion Ernsthaftigkeit und Tiefe. Aus all dem sollte es die richtige Mischung sein, und diese mag für jede Geschichte anders aussehen. Bei „Jeder Tag für dich“ hatte ich jedoch das Gefühl, dass dieses Verhältnis nicht stimmte.

Fazit:
Man muss dem Roman zugutehalten, dass er in vielerlei Hinsicht geschickt und durchdacht wirkt, aber mich konnte das eben nicht vollkommen überzeugen. Falsche Erwartungen mögen dabei eine Rolle spielen, aber auch die alles überlagernde Verwirrung und das unpassende Feeling. Die gelungen gewählte Thematik hat meine Bewertung noch einmal verbessert, aber über 3 Sterne kommt der Roman in meinen Augen einfach nicht hinaus.

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