Hier dreht sich einiges im Kreis ohne mich zu überzeugen
Hard to Resist - MasonHARD TO RESIST ist ein Liebesroman mit einer Grundidee, die nicht neu ist, die ich aber immer wieder gerne lese. Wenn aus einem One-Nights-Stand mehr wird. Ein „Mehr“ mit zwei Armen, zwei Beinen, zwei ...
HARD TO RESIST ist ein Liebesroman mit einer Grundidee, die nicht neu ist, die ich aber immer wieder gerne lese. Wenn aus einem One-Nights-Stand mehr wird. Ein „Mehr“ mit zwei Armen, zwei Beinen, zwei runden Bäckchen ... Ihr wisst, worauf ich hinauswill.
Bren, die Protagonistin, ist von der Aussicht, womöglich von ihrem verboten heißen One-Night-Stand schwanger zu sein, geradezu entsetzt. Mason hingegen möchte Bren unbedingt weiter kennenlernen.
Masons und Brens Sichtweisen auf Beziehungen und die Liebe sind wie Feuer und Eis. Daraus entsteht schon bald ein Hin und Her. Einen Schritt nach vorne und zwei wieder zurück. Ja, ich muss zugeben, HARD TO RESIST konnte mich nicht ganz überzeugen.
Die Geschichte wird mit wechselnder Perspektive und jeweils aus der Ich-Perspektive erzählt. Das ist meine liebste Erzählweise, um sich möglichst gut in die Figuren hineinzuversetzen und sie kennenzulernen. Allerdings gelang mir das bei Mason und Bren nicht wirklich.
Die Figuren sind an sich gut und interessant angelegt. Sie haben spannende Berufe, die mir in keinem anderen Buch begegnet sind und beide haben eine gewisse Tiefe im Charakter. Sie wirken als Figuren gut durchdacht. Auch ihre jeweiligen besten Freunde sind eine tolle Ergänzung und bringen Humor und einen frischen Wind in die Geschichte.
Die Umsetzung all der tollen Anlagen empfand ich dagegen als holprig, was vor allem am Erzählstil lag. Beim Lesen fühlte ich ständig eine Art Barriere, ich konnte nicht wirklich zu den Charakteren durchdringen. Da sind zum einen die verwirrenden Zeitsprünge ins Präsens, wenn die Figuren etwas denken oder kommentieren. Es hat mich beim Lesen immer wieder stolpern lassen.
Außerdem steht der ernsthafte Schreibstil der oft sehr übertriebenen Handlung in einem unpassenden Kontrast gegenüber.
An sich würde die „he falls first and harder“-Handlung super funktionieren und wäre zwar übertrieben, aber wer mag seine Liebesgeschichten denn nicht süß und mit dem perfekten Bookboyfriend?!
Aber das Zusammenspiel aus dem steifen Schreibstil, Brens Mauern und Masons Hang zu übertriebenen Gesten wirkt nicht glaubhaft. Den Spice und die Emotionen konnte ich daher nicht nachempfinden, zumindest für eine lange Zeit.
Okayyy, nachdem ich jetzt einiges kritisiert habe, muss ich aber auch erwähnen, dass diese Geschichte für zwischendurch schön war. Ich hatte mir mehr erhofft und bin mir auch sicher, dass man mehr hätte rausholen können. Aber die Storyline war abwechslungsreich und hielt einige Überraschungen bereit.
Für „Mason“ (und Bren) gibt es von mir 3 Sterne.