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Veröffentlicht am 16.07.2018

Suzy und Franny

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren
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"Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren" ist ein Jugendbuch von Ali Benjamin, in dem die Geschichte von Suzy erzählt wird, die den frühen Tod ihrer Freundin Franny nur schwer akzeptieren kann.

Das ...

"Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren" ist ein Jugendbuch von Ali Benjamin, in dem die Geschichte von Suzy erzählt wird, die den frühen Tod ihrer Freundin Franny nur schwer akzeptieren kann.

Das Cover ist einfach ein Traum, ein junges Mädchen, dass die Tentakeln einer Qualle, wie eine Drachenschnur hält. Es sieht aus, als wäre sie gleichzeitig unter Wasser und an Land, sehr phantasievoll. Auch die Farbkombination zwischen dem blauen Bild und der gelben Schrift hat mir sehr gut gefallen.

Suzy ist ein besonderes Kind, sie denkt viel nach und interessiert sich für ausgefallene Themen, die nicht unbedingt alterstypisch sind. Nach dem Badeunglück ihrer Freundin Franny kann sie nicht akzeptieren, dass diese "einfach so" ertrunken ist, sondern versucht für sich selbst eine Erklärung zu finden.

Das Buch ist in sieben Teile gegliedert, wobei jeder Teil aus mehreren Kapiteln besteht, die jeweils mit einer Überschrift versehen sind. Dabei wird die Geschichte aus Suzys Sicht in der Ich-Perspektive erzählt. Durch Rückblenden in kursiver Schrift, erfährt der Leser wie die Freundschaft von Suzy und Franny begann und wie ihre Beziehung zueinander vor dem Unfall war. Gut gefallen haben mir auch die Anweisungen der Biologie-Lehrerin vor den einzelnen Teilen und die Illustrationen im Buch. Einfach sehr liebevoll gestaltet.

Suzys Geschichte hat mich sehr berührt. Man spürt ihre Verzweiflung und bemerkt, dass dahinter mehr steckt, als "nur" der Unfalltod ihrer Freundin, wie man dann ja auch nach und nach erfährt. Die Autorin hat Suzys Gedanken und Gefühle sehr gut beschrieben und transportiert. Auch dieses "Festbeissen" in ein Thema, einer Sache auf den Grund zu gehen ist so typisch für Suzys Charakter und mir hat sehr gut gefallen, wie das Thema mit den Quallen beleuchtet wurde. Hier könnte ich mir allerdings vorstellen, dass dies jüngeren Lesern eventuell zu detailliert behandelt wurde.
Nicht nur Suzy wurde sehr gut beschrieben, auch die anderen Personen hatte ich richtig gut vor meinem inneren Auge. Allen voran Mrs Turton, die mir sehr sympathisch war und auch Justin Maloney, der eine positive rolle in der geschichte erhält. Und trotz all der traurigen Momente im Buch, endet es positiv und ich kann das Buch mit einem Lächeln auf den Lippen und mit Zuversicht für Suzys Zukunft schließen.

Ein sehr gefühlvolles Buch über das Erwachsen werden, die Entwicklung von Freunschaften und das Abschied nehmen mit einer außergewöhnlichen Protagonistin. Ganz klare Leseempfehlung, nicht nur für Jugendliche.

Veröffentlicht am 08.07.2018

Sommerfeeling mit kleinen Schwächen

Wild Games - In einer heißen Nacht
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"Wild Games - In einer heißen Nacht" von Jessica Clare ist ein junger, frecher Liebesroman der an einem außergewöhnlichen Setting spielt!

Das Cover besticht durch sein florales Muster, wobei die Blüten ...

"Wild Games - In einer heißen Nacht" von Jessica Clare ist ein junger, frecher Liebesroman der an einem außergewöhnlichen Setting spielt!

Das Cover besticht durch sein florales Muster, wobei die Blüten nicht wirklich erahnen lassen, worum es in dem Buch geht. Aber ich mag solche Blumenmuster und hätte das Buch in der Buchhandlung sicher zur Hand genommen.

Abby arbeitet seit vier Jahren als Journalistin" bei der "Media Weeck", als ihre Chefin mit einem ungewöhnlichen Auftrag an Sie herantritt. Sie soll undercover an der Gameshow "Endurance Island" teilnehmen, da einer Kandidatin kurzfristig abgesprungen ist. Der Veranstaltungsort - die Cook Inseln - und die Chance auf 2 Millionen Dollar Preisgeld, sowie ein Buchvertrag lassen Abby dem Deal zustimmen.
So trifft sie auf den arroganten, aber gutausseheneden Dean, der Abbys Herz wider Willen schneller schlagen lässt.

Die Kapitelaufteilung ist von der Länge her sehr angenehm. Ebenso gefallen mir die kurzen Kommentare von Dean, die zu Beginn jedes Kapitels stehen, so hat man immer ein kurzes Statement aus seiner Sicht. Ansonsten ist das Buch aus Abbys Perspektive geschrieben, so dass man einen guten Einblick in ihre Gedankenwelt erhält.
Der Schreibstil ist locker, frech und gut zu lesen. Ich bin durch die Handlung geflogen. Die Autorin hält sich auch nicht mit ausschweifenden Beschreibungen auf, im Gegenteil, manchmal ist mir die Schilderung der Umgebung oder Handlungen sogar etwas zu knapp.

Abby ist eine tolle Frau, schlagfertig, selbstironisch und realistisch. Kein Püpchen, sonder bodenständig. Dean hingegen ist der gut aussehende, arrogante Mr. Perfect, dem scheinbar alles mühelos gelingt. Ich mochte die Szenen, in denen Abby und Dean sich Wortgefechte lieferten und noch so gar nicht miteinander klar kamen. Diese Kabbeleien hätten gerne noch etwas länger dauern können. Mir ging die Wandlung der kratzbürstigen Abby zur verliebten Abby etwas zu schnell. Insgesamt hätte die Autorin die Handlung noch etwas ausbauen können. Es hat mich etwas gestört, dass von Abbys ursprünglichen, journalistischen Auftrag überhaupt nichts mehr zu lesen ist, dazu hätte ich mir doch etwas mehr gewünscht.

Insgesamt ist "Wild Games" ein unterhaltsamer Liebesroman, der mich oft zum Schmunzeln gebracht hat und mein Herz schneller schlagen ließ. Trotz ein paar Schwächen, hat mich das Buch gut unterhalten. Eine schöne Sommerlektüre!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erotik
  • Charaktere
  • Lebendigkeit
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 13.06.2018

Erik Donner - bereitss gebrochen und nun vernichtet?

Tod und tiefer Fall
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Im Thriller "Tod und tiefer Fall" von Elias Haller wird Hauptkommissar Erik Donner, dem im Leben bereits fast alles genommen wurde, von Ereignissen aus der Vergangenheit eingeholt. Wird ihn das endgültig ...

Im Thriller "Tod und tiefer Fall" von Elias Haller wird Hauptkommissar Erik Donner, dem im Leben bereits fast alles genommen wurde, von Ereignissen aus der Vergangenheit eingeholt. Wird ihn das endgültig vernichten?

Vor drei Jahren hat Kriminalhauptkommissar Erik Donner an einem einzigen Tag, durch die Hand seines ehemaligen Partners Jeff Balthasar nahezu alles verloren - seine Frau, seine Tochter und sein Leben. Letzteres konnte gerettet werde. Seitdem ist er allerdings körperlich entstellt, seelisch gebrochen und in eine Abteilung versetzt, in der ihn seine Arbeit absolut nicht befriedigt.
Da erhält Donner eine SMS vom vermeintlich Toten Balthasar und am nächsten Tag taucht Journalist "Snuff" auf und eröffnet ihm, dass er in 48 Stunden einen Artikel mit dem Titel "Donner läuft Amok. Wieder wird ein Polizist zum Mörder" veröffentlichen wird. Donner beginnt zu ermitteln und findet sich in einem Netz aus Intrigen wieder...

Das Cover ist eigentlich recht schlicht und gerade dadurch sehr wirkungsvoll. Ein blutiger Strick, kurz vorm Zerreissen. Mich hat es direkt angesprochen. Ein witziges Detail, die Fliege auf dem Cover, man meint sie verscheuchen zu müssen , so echt sieht sie aus! Fliegen werden auch im Roman immer wieder erwähnt.

Die Einteilung in relativ kurze Kapitel hat mir sehr gut gefallen. Der Wechsel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit vor drei und sieben Jahren ist geschickt gewählt, dadurch wird die Spannung erhöht und man erfährt nach und nach, was in Donners Vergangenheit passiert ist und wie es zum Zerwürfnis mit seinem Partner kam.

Die Charaktere sind sorgfältig beschrieben, nicht nur Protagonist Erik Donner, sondern auch die Nebenfiguren, wie beispielsweise der Polizist Martin Kroll, sein kollege Lichtenberg oder auch Annegret Kolka. Im Verlauf des Buches erfährt man viel über die Personen und ich hoffe, dass sie auch in folgenden Bänden ihren Anteil an der Geschichte haben.
Erik Donner ist kein sympathischer Mensch, ruppig zu seinen Mitmenschen, derb im Umgangston und ein ziemlicher Eigenbrötler. Ich mochte ihn trotzdem! Gerade sein Zynismus und Sarkasmus haben mir gut gefallen. Und er gibt die Menschen, die ihm wichtig sind nicht auf, was ein toller Charakterzug ist.

Neben dem perfekt gezogenen Spannungsbogen, der mich immer zum Weiterlesen animierte, lässt der Autor den Leser ziemlich lange im Dunkeln tappen, was die Frage des Täters und des Motivs betrifft. Ich war wirklich lange ahnungslos und am Ende sehr begeistert von der lückenlosen und schlüssigen Aufklärung des Falls.

Auch die Frage, ob manche Taten eine Selbstjustiz rechtfertigen, hat mich im Laufe des Buches immer wieder beschäftigt.

Ein perfekter Thriller zum Mitfiebern, hochspannend, mit vielen Opfern und einem eigenwilligen Kommissar.