Wahrheit oder Fake - Wenn KI undurchschaubar wird!
DeepfakeDie Entwicklung von KI schreitet in den letzten Jahren unaufhaltsam und zügig voran, doch was ist, wenn man mit dieser Technologie an einen Punkt gelangt, an dem man Fake von Realität nicht mehr unterscheiden ...
Die Entwicklung von KI schreitet in den letzten Jahren unaufhaltsam und zügig voran, doch was ist, wenn man mit dieser Technologie an einen Punkt gelangt, an dem man Fake von Realität nicht mehr unterscheiden kann?
Mit dieser interessanten Fragestellung beschäftigt sich der Thriller „Deepfake – Das Ende der Wahrheit“ von Darius Quinn.
Videos gehen im Internet viral, in dem ein selbsternannter Börsen-Guru verschiedene Unternehmensgrößen in den Fokus und auch an den Pranger stellt. Dies führt nicht nur zu einem Selbstmord, sondern auch zu zahlreichen Firmenpleiten.
Der FBI-Agent Tom Anson übernimmt den Fall, der sich schnell zu einem Fall von nationaler Sicherheitseinstufung entwickelt. Gemeinsam mit seiner Taskforce versuchen sie den Fall zu lösen. Wer steckt hinter den Videos? Sind diese echt oder tatsächlich ein Fake?
Jeder Ermittlungsschritt führt sie näher an den Täter, doch auch das Leben der Agenten schwebt in großer Gefahr.
Das Cover des Thrillers ist sehr passend gestaltet und gibt direkt einen Hinweis, worum es in dem vorliegenden Buch geht.
Der Schreibstil des Autors hat mir zu Beginn einige Schwierigkeiten bereitet. Nur langsam bin ich in die Geschichte hineingekommen. Das lag einerseits an der Thematik, aber auch an recht abrupten Sprüngen und sehr langer Kapitel.
Die Spannung und mein Interesse an der Geschichte steigerte sich jedoch im Laufe des Lesens, da die technischen Hintergründe wirklich sehr gut erklärt sind und mich ins Staunen darüber versetzten, was heute schon alles möglich ist. Hier ist auch das Nachwort des Autors lobend zu erwähnen, in dem er nochmal darauf eingeht, welche Details in seiner Geschichte auf Fakten beruhen und welche er sich nur ausgedacht hat.
Grundsätzlich fand ich den Thriller sehr lesenswert. An manchen Stellen waren mir die Verfolgungsjagden etwas zu detailliert, sodass die aufkommende Spannung aufgrund von langatmigen Schilderungen wieder etwas verlorenging.
Zum Schluss hin nahm die Handlung nochmal Fahrt auf, was man auch an schnelleren Perspektivwechseln und kürzerer Kapitel merkte.
Mit dem Schluss bin ich nicht ganz zufrieden, da einige Fragen noch offenblieben und eine Hintergrundgeschichte, die sich durch das gesamte Buch zog, zu schnell und oberflächlich abgehandelt wurde.
Fazit:
Ein hochinteressanter Thriller zu einem sehr aktuellen Thema, welcher in erschreckender Weise zeigt, worauf wir Menschen zusteuern.
Aufgrund einiger kleiner Schwachstellen gibt es einen Stern Abzug und somit 4 von 5 Sternen.