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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2023

Leider viel zu früh aufgelöst

Dämmerung für Beck
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Es handelt sich hier um das 3. Buch der Serie um Nick Beck. Den ersten Teil fand ich damals total super und von dem zweiten Teil war ich eher enttäuscht als begeistert. Also bin ich dieses Mal ohne große ...

Es handelt sich hier um das 3. Buch der Serie um Nick Beck. Den ersten Teil fand ich damals total super und von dem zweiten Teil war ich eher enttäuscht als begeistert. Also bin ich dieses Mal ohne große Erwartungen mit dem Buch gestartet.

Das Buch ist flüssig geschrieben und die Hauptpersonen werden kurz, aber ausreichend, beschrieben inkl. ihrer Vorgeschichte und ihrer persönlichen Dämonen, so dass sich auch Quereinsteiger ein gutes Bild machen können.

Die Geschichte fängt sehr interessant an: Was ist mit den Männern passiert? Worum handelt es sich? Um eine geheime Forschung? Aber von wem? Von der Regierung? Was mischt das BKA mit? Wer ist Faust? Und was hat Beck’s eigentlich Fall, der ermordete Undercover-Polizist, mit allem zu tun? Schon nach nicht mal 50 Seiten Fragen über Fragen. Ich war begeistert und habe mich auf eine intensive Knobelei gefreut.

Und dann ……. wird auf den nächsten Seiten durch Rückblenden fast alles aufgeklärt und quasi aufgelöst inkl. Beck‘s aktuellem Fall. Damit war die Freude am Raten und Überlegen und Kombinieren dahin. Der Rest war dann nur noch stupides lesen, was mich wirklich traurig gemacht hat.

Warum hat der Autor das gemacht? Warum muss man dem Leser die Lust auf‘s Mitraten nehmen? Warum muss man alles so früh verraten?

Aus diesem Grunde von mir, obwohl die Geschichte eigentlich interessant und gut erzählt wurde, nur magere 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.12.2022

Ein Must Have für jeden Griller

Weber's Wintergrillen
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Die Wintergrill-Bibel ist, wie schon die Gasgrill-Bibel, einfach ein Must Have für jeden Grillfan.

Das Buch ist wieder qualitativ hochwertig und gut verarbeitet. Inhaltlich ist es ein Mix verschiedener ...

Die Wintergrill-Bibel ist, wie schon die Gasgrill-Bibel, einfach ein Must Have für jeden Grillfan.

Das Buch ist wieder qualitativ hochwertig und gut verarbeitet. Inhaltlich ist es ein Mix verschiedener Gerichte, die man gerade auch im Winter zubereiten kann und durch die Vielfalt der Gerichte ist sicherlich auch für Jeden etwas dabei.

Natürlich gibt es für den echten Griller keine Saison und kein schlechtes Wetter, aber gerade im Winter reizt es natürlich, auch etwas „schwerere“ Gerichte zu kreieren und dafür ist dieses Buch ideal. Man kann die Gerichte einfach Nachgrillen oder sich durch die Gerichte Anregungen holen und selbst eigene Gerichte ausprobieren. Der Fantasie ist durch die ausführlichen Beschreibungen keine Grenzen gesetzt.

Ein weiterer großer Pluspunkt: Wieder wird hier auf jegliche Fertigprodukte verzichtet. Natürlich heißt das, dass man mehr Zeit aufwenden muss, aber das Ergebnis ist es auf jeden Fall wert.

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Veröffentlicht am 24.10.2022

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung

Kalt und still
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Viveca Sten ist für mich eine neue Autorin, da ich die früheren Bücher nicht gelesen habe. Ein Fehler, wie ich jetzt festgestellt habe.

Das Buch ist leicht und flüssig zu lesen. Die Orte/die Umgebung ...

Viveca Sten ist für mich eine neue Autorin, da ich die früheren Bücher nicht gelesen habe. Ein Fehler, wie ich jetzt festgestellt habe.

Das Buch ist leicht und flüssig zu lesen. Die Orte/die Umgebung sind anschaulich beschrieben (man kann den Schnee richtig riechen) ohne übertrieben zu wirken. Die kurzen Kapitel, die zwischen Hanna, Daniel und Amandas Familie wechseln, überfordern nicht, sondern sorgen für einen angenehmen Lesespaß. Diejenigen Kapitel, die sich nicht auf die Gegenwart beziehen, sind kursiv gedruckt, so dass erst gar keine Irritationen aufkommen.

Die Charaktere sind aus meiner Sicht sehr gut gezeichnet.
Zum einen Hanna, 34 Jahre alt, vom Freund verlassen und faktisch ohne Job, weil sie die Wahrheit gesagt hat. Ohne jegliches Selbstwertgefühl, aber mit starkem Dickkopf. Hannas psychischer Zustand ist verständlich erklärt/beschrieben, ihr Gefühl, nie genug zu sein, und der Zwiespalt zwischen dem, was sie meint, was von ihr erwartet wird und dem, was sie tun will und für richtig hält, zieht sich durch das gesamte Buch.

Auf der anderen Seite Daniel, 36 Jahre alt, nicht verheiratet, aber Vater eine 3 Monate alten Tochter, der sich aus Gründen, die in seiner Vergangenheit liegen, in eine ruhige Gegend hat versetzen lassen und nun trotzdem zwischen Job und Familie hin- und hergerissen ist. Er opfert sich für den Fall auf und hat immer ein schlechtes Gewissen in Bezug auf seine Familie.

Zum dritten ist dem Opfer und insbesondere der Familie ein großer Teil des Buches gewidmet, was ich so nicht kenne. Eigentlich geht es immer nur um den Täter und die Ermittlungen. Hier ist es anders. Hier wird nicht nur durch die Rückblicke fast gar nichts verraten, was das Lesevergnügen schmälern würde (es werden lediglich Andeutungen gemacht, was die Spannung hochtreibt), sondern es werden auch die Folgen der Tat und das daraus resultierende Leid für die Familie thematisiert, und dass in einer so anschaulichen und einfühlsamen Weise, dass es einem die Kehle zuschnürt, auch wenn man noch nie in so einer Situation war. Für mich ganz, ganz großes Kino.

Aber ……. man lässt keine Tiere sterben!!!! Menschen ja, die können von mir aus in den Büchern gequält und getötet werden, aber keine Tiere. Und schon gar nicht schildert man deren Tod. Das ist ein komplettes No-No-No-No-No-Go für mich.

Trotzdem volle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.10.2022

Genialer geht es nicht

Herzschuss
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Andreas Föhr schreibt mit dieser Serie keine Thriller, die vor Blut triefen. Er schreibt Krimis, die einem auch ans Herz gehen (Wallners Opa) und die einen zum Lachen bringen (Leos und Manfreds Eskapaden). ...

Andreas Föhr schreibt mit dieser Serie keine Thriller, die vor Blut triefen. Er schreibt Krimis, die einem auch ans Herz gehen (Wallners Opa) und die einen zum Lachen bringen (Leos und Manfreds Eskapaden). Er schreibt liebenswerte Krimis, ohne dabei vollständig in die „Cosy-Schiene“ zu rutschen, so dass man herrlich dem realen Leben für ein paar Stunden entfliehen kann. Eine richtig gut gelungene Mischung aus Verbrechen und Lokalkolorit.

Die Bücher leben von den 3 Charakteren Wallner, Leo und Manfred, Wallners Opa. Es ist immer wieder das bewährte Schema: Leo stellt irgendeinen Blödsinn an und findet dabei in der Regel eine Leiche. Der Blödsinn fliegt normalerweise im Laufe des Falles auf, egal, wie sehr Leo sich bemüht, genau das zu verhindern. Wallner ist dabei der „Moralapostel“ und versucht, sowohl den Fall zu lösen als auch Leo (und teilweise auch Manfred) aus der Schusslinie zu nehmen, soweit es ihm bei seiner pingeligen Einstellung zur Wahrheit möglich ist.

Bei dieser Serie gibt es daher im Grunde genommen auch nur zwei Optionen: Man mag diese Art Krimi oder man mag sie nicht. Das muss jeder für sich selbst entscheiden; ich persönlich liebe Leo und Wallner und dabei ist es mir auch vollkommen egal, das bei den Dialogen bayerisch geschrieben wird. Man kann es sich zu 90% zusammenreimen, was die Leute sagen grins

Dieses Mal ist das Buch gespickt mit Rückblicken, die allerdings nicht die Sicht des Täters beschreiben (was mich bei anderen Büchern unheimlich stört), sondern die aktuellen Geschehnisse lediglich ansatzweise erklären. Aber sie erklären nicht zu viel und hören an einer bestimmten, für den Spannungsaufbau strategisch günstigen Stelle auf, so dass dem Leser nicht zu viel verraten wird. Man ist im Endeffekt immer auf dem gleichen Wissenstand wie Wallner und kann so fleißig mitraten, wer denn jetzt was wann verbrochen hat.

Natürlich weiß man als Serienfan eigentlich von Anfang an, von wem der Zettel ist, der Wallner übergeben wird und warum Leo so gehandelt hat wie er gehandelt hat. Auch was das Ende angeht, hatte ich mich schnell festgelegt und Recht behalten. Aber das ist mir bei dieser Serie so was von egal. Die Bücher sind keine Thriller, sondern es ist Unterhaltung und Spaß pur. Dafür volle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.10.2022

Interessante neue Serie, aber mit Luft nach oben

Hinter der Dunkelheit
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Ich kenne die Autorin aus ihren anderen Serien um Lena (aktuelle Fälle) und Enna (Cold Cases) und habe die Bücher jeweils verschlungen. Jetzt war ich natürlich auf ihre dritte Serie gespannt und als ich ...

Ich kenne die Autorin aus ihren anderen Serien um Lena (aktuelle Fälle) und Enna (Cold Cases) und habe die Bücher jeweils verschlungen. Jetzt war ich natürlich auf ihre dritte Serie gespannt und als ich dazu noch gelesen habe, dass nun auch ein Kriminalpsychologe mitspielt, hatte das Buch bei mir schon Vorschusslorbeeren ohne Ende. Ich liebe dieses „Eintauchen in den Kopf des Täters“ und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Protagonisten:
Zum einen Jan, Kriminalpsychologe, Ende 30, hat 10 Jahre in London gelegt und einen 9jähriger Sohn und zum anderen Hanna, KHK, Mitte 30, vorher bei der Bundeswehr (Militär-Polizei), erinnert Jan auch in ihrer Art an eine Berufssoldatin, die in Afghanistan gekämpft hat, was ja eher wenig schmeichelhaft ist.
Beide Charaktere sind gut gezeichnet und regen zu ausgiebigem Kopfkino an. Natürlich haben beide wieder ihr persönliches Päckchen zu tragen. Erfrischend war allerdings dabei, dass diese Päckchen immer nur kurz angerissen und nicht seitenweise erörtert wurden.

Der Schreibstil hat es mir wieder angetan. Sehr flüssig zu lesen, ohne dabei „platt“ zu wirken.
Die Story ist ebenfalls top und gut durchdacht; es bleiben am Ende keine Fragen offen.

Das einzige Manko ist, dass es dieses Mal irgendwie „flacher“ wirkt. Ich kam auch gar nicht so in die Geschichte rein wie sonst. Mich hat irritiert, dass sich Hanna so früh auf einen angeblichen Täter festgelegt hat. Geht es tatsächlich ausschließlich um das Überführen des Täters? Ich konnte es nicht glauben und deshalb war lange ein unsicheres Gefühl da, wobei dadurch bedingt bei mir auch keine richtige Spannung aufkam. Durch die reine, wenn auch unkonventionelle Ermittlungsarbeit ohne das, was mich eigentlich fasziniert, nämlich zu erraten, wer der Täter ist und warum, hat mich auch das Ende nicht wirklich gepackt. Daher ein Punktabzug für Spannung.

Irritierend fand ich ebenfalls, dass Hanna immer mit vollem Namen genannt wurde: Hanna Will. Warum? Jan ist auch nur Jan. Für mich war das sehr störend, obwohl ich den Hintergrund (dass, was Hanna will, wird auch gemacht) natürlich verstanden habe.

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