Platzhalter für Profilbild

knetbert

Lesejury Star
offline

knetbert ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit knetbert über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2019

Obama

Good Morning, Mr. President!
0

Seit „wir“ den Trump als Präsidenten haben, wünschen sich sicher sehr viele Menschen den Obama zurück..! Er war als Mensch einfach viel authentischer und man glaubte ihm, dass er diese Weltmacht leiten ...

Seit „wir“ den Trump als Präsidenten haben, wünschen sich sicher sehr viele Menschen den Obama zurück..! Er war als Mensch einfach viel authentischer und man glaubte ihm, dass er diese Weltmacht leiten kann und das hat er meiner Meinung nach auch hervorragend getan. Trump hingegen nicht, vorsichtig ausgedrückt.
Hier durch diese Autorin einen so „intimen“ Einblick zu bekommen ins Weiße Haus, ins Oval Office und auch ein Stück weit in das Leben von Barack Obama war sehr, sehr interessant.
„Sachbücher“ sind eigentlich nicht so meins, aber dieses war auch weit unterhaltsamer als die meisten, die ich vorher in der Hand hatte (und wieder weggelegt habe, entweder gleich nach der Ansicht im Buchladen oder aber nach kurzer Lektüre), aber dieses hier konnte ich ebenso wenig aus der Hand legen wie das gerade erschienene Buch von Michelle Obama.
Die beiden sind so herrlich „down to earth“ geblieben, obwohl sie allen Grund zum „Abheben“ gehabt hätten.
Solche Einblicke, wie dieses Buch sie gewährt, finden sich nicht oft und daher zählt es mit zu meinen Highlights bisher.

Veröffentlicht am 23.09.2018

Geheimnisvolle, schwarzhaarige Frau

Rachewinter
0

Der dritte Fall um/mit Walter Pulaski und Evelyn Meyer hat mich vollends von sich überzeugt. Nach „Rachesommer“ und „Racheherbst“ nun also „Rachewinter“.

Reiche Männer finden den Tod.
Immer involviert ...

Der dritte Fall um/mit Walter Pulaski und Evelyn Meyer hat mich vollends von sich überzeugt. Nach „Rachesommer“ und „Racheherbst“ nun also „Rachewinter“.

Reiche Männer finden den Tod.
Immer involviert anscheinend: eine schwarzhaarige Frau...
Doch diese scheint unsichtbar, ein Phantom...
Pulaski und Meyer merken schnell, dass sie nur gemeinsam Erfolg haben können und legen los.

Das Zusammenspiel von Kommissar (Pulaski) und Anwältin (Meyer) ist zwar nicht neu, aber hier meiner Meinung nach besonders gelungen. Und das liegt einfach an den authentischen Figuren. Andreas Gruber überzeichnet seine Figuren nicht; sie sind sehr lebensnah und nach zwei Büchern „kennt“ man sie ja auch schon ein wenig und sie muten an wie gute, alte Bekannte, die man nach längerer Zeit mal wieder trifft, was einen freut.

Von der Spannung her gibt es hier gar nichts zu meckern: die ist von Beginn an hoch und bleibt bis zum Ende auch bestehen. Das Ende ist übrigens auch überzeugend und gut gelöst.

Veröffentlicht am 23.09.2018

Steht "Roman" drauf, ist aber Thriller drin, grins

Vier.Zwei.Eins.
0

Steht „Roman“ drauf, ist aber Thriller drin, grins


4 Menschen
2 Wahrheiten
1 Lüge
Am Anfang stand der Betrug. Ist das nicht immer so..?
Es folgte die Lüge. Die logische Konsequenz...
Im Sommer 1999 erleben ...

Steht „Roman“ drauf, ist aber Thriller drin, grins


4 Menschen
2 Wahrheiten
1 Lüge
Am Anfang stand der Betrug. Ist das nicht immer so..?
Es folgte die Lüge. Die logische Konsequenz...
Im Sommer 1999 erleben Kit und Laura eine totale Sonnenfinsternis in Cornwall. Beide sind jung und verliebt, sie sind fest davon überzeugt, dass sie noch viele solche Naturereignisse gemeinsam beobachten werden.
Im fahlen Dämmerlicht danach, als sich der Schatten auflöst, glaubt Laura etwas gesehen zu haben. Eine brutale Vergewaltigung. Doch der Mann bestreitet alles. Die Frau schweigt. Seine Aussage gegen die von Laura.
Monate nach der Gerichtsverhandlung steht die Frau plötzlich vor Lauras und Kits Tür. Schleicht sich auf merkwürdige Weise in ihr Leben. Nur Kit scheint zu sehen, was Beth Taylor wirklich ist: eine Bedrohung.
15 Jahre später leben Laura und Kit unter falschem Namen an einem geheimen Ort. Keine Kontakte in die sozialen Medien, kein Eintrag im Telefonbuch, nur gelegentliche Telefonate. Etwas liegt noch immer im Dunklen, Laura fürchtet es, und sie ahnt, dass sie nur einen Teil des Bildes sieht. Doch dann steht Beth Taylor plötzlich vor Lauras Tür. Und jetzt drängt die Wahrheit mit aller Macht ans Licht…
Zwei Freundinnen, die sich nicht einig sind, was sie von Beth halten sollen: ist sie ein armes Opfer oder eine intrigante Lügnerin ? Gar eine Bedrohung ?

Phantastisch, wie Erin Kelly erst „das Netz spinnt“, um dann ganz langsam und allmählich die Fäden wieder „aufzudröseln“ und den Leser daran teilhaben zu lassen, wie es denn nun wirklich war.
„Broadchurch“ ist eine meiner Lieblingsserien und ich bilde mir ein, hier viel vom den Stil zu erkennen, der auch dieser Serie bzw. dem Buch vorherrscht. Vielleicht Wunschdenken, aber das Buch gefiel mir ausnehmend gut und das ist längst nicht bei jedem der Fall.

Der Spannungsfaktor ist wirklich hoch und das von Beginn an. Man wird als Leser nicht geschont – aber das will man ja auch gar nicht wirklich. Auch wenn „Roman“ draufsteht, Thriller ist drin, grins.

Die Geschichte nimmt sehr schnell Fahrt auf und dann geht es auch immer weiter „bergauf“. Diese Frau versteht etwas von Psychospannung, gar keine Frage !

Die Figuren sind allesamt sehr glaubwürdig und realistisch dargestellt, man kann sich in sie hineinversetzen und fühlt geradezu schon fast mit, so lebensecht erscheint einem das ganze Szenario.

Dafür kann es nur fünf Sterne geben und die sind auch voll verdient !

Veröffentlicht am 23.09.2018

Vier Sterne für einen Thriller, der etwas ruhiger daherkommt

Das andere Haus
0

Vier Sterne für einen Thriller, der etwas ruhiger daherkommt
Rebecca Fleet´s Debüt „Das andere Haus“ hatte 352 Seiten „Zeit“, mich von sich zu überzeugen und hat es auch geschafft – wenn auch nicht auf ...

Vier Sterne für einen Thriller, der etwas ruhiger daherkommt
Rebecca Fleet´s Debüt „Das andere Haus“ hatte 352 Seiten „Zeit“, mich von sich zu überzeugen und hat es auch geschafft – wenn auch nicht auf Anhieb...

Bei einem Psychothriller erwarte ich an sich – wie bei jedem anderen Thriller auch – nervenzerfetzende Spannung und überraschende Wendungen. Das war hier nicht in dem Rahmen der Fall, wie mich das vielleicht anfangs gewünscht hätte – doch diese „leisere“ Art hat mir dann doch immer mehr gefallen und mich schlussendlich einfach doch noch von sich überzeugt und das passiert eigentlich eher selten.

Caroline und Francis nutzen das praktische Angebot des Haustausches: du gibst mir Dein Haus, ich gebe Dir meins – natürlich nur für eine bedingte Zeitspanne...
Doch dort stößt Caroline auf Details, die sie zutiefst verstören: ein ganz spezieller Blumenstrauß, die eingelegte CD, ein vergessenes Rasierwasser; scheinbar harmlose Gegenstände, die in Wahrheit aber mit dem dunkelsten Kapitel ihres Lebens verbunden sind – und mit einem Menschen, den sie für immer vergessen wollte. Ist es möglich, dass er sie in eine Falle gelockt hat? Und wer ist nun in ihrer eigenen Wohnung? Es beginnt ein psychologisches Verwirrspiel, das sie und alle, die sie liebt, ins Verderben zu reißen droht ...

Klingt subtil gruselig und das ist es auch – in einem sehr positiven Sinne.

Die Figuren und ihre Ängste sind absolut glaubwürdig dargestellt und man kann sich gut in sie hineinversetzen, leidet geradezu mit ihnen mit.

Und wie schon gesagt: gerade dass es hier nicht so „Hau-Ruck“ geht, fand ich sehr gut, denn zu dieser Geschichte passt auch gar nichts Anderes.

Sehr guter Psychothriller der „leiseren Tonart“, aber nicht minder spannend als andere und in Gänze überzeugend.
V

Veröffentlicht am 31.07.2018

Fesselnd

Sommernachtstod
0

Fesselnd
Wenn ein Kind verschwindet, ist das immer schwierig für alle Beteiligten – die Ungewissheit vor allem...
Und genau das passiert in diesem Krimi.
Ein Schatten scheint über einem Dorf in Südschweden ...

Fesselnd
Wenn ein Kind verschwindet, ist das immer schwierig für alle Beteiligten – die Ungewissheit vor allem...
Und genau das passiert in diesem Krimi.
Ein Schatten scheint über einem Dorf in Südschweden zu liegen, seit dort vor 20 Jahren der kleine Billy Lindh spurlos verschwand. Die Mutter des Jungen nahm sich daraufhin das Leben, ein Verdächtiger, dem aber nichts nachgewiesen werden konnte, tauchte unter und ließ Frau und Kinder im Stich.
Nun kehrt Billys Schwester, die Therapeutin Vera Lindh, in ihren Heimatort zurück: Ihr neuer Patient Isak hat ihr eine alarmierende Geschichte über einen verschwundenen Jungen erzählt, und Vera will endlich wissen, was damals wirklich geschehen ist. Längst nicht jedem im Dorf gefallen ihre hartnäckigen Fragen. Und wie vertrauenswürdig ist eigentlich Isak?
Dieser Krimi ist wirklich meisterhaft, da kann ich mich nur anschließen, denn besser kann man es nicht ausdrücken. Man kann ihn einfach nicht mehr aus der Hand legen, weil einen die Handlung und auch die Menschen darin so fesseln, das ist schon toll.