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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.06.2017

Das war kein Tor...

Sie werden dich finden
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Mich hat der Autor nicht wirklich „gefunden“...
Seit Edward Snowdon ist der Begriff „Whistleblower“ ja in aller Munde – jeder weiß an sich, was gemeint ist. James Rayburn greift dieses Thema nun mit seinem ...

Mich hat der Autor nicht wirklich „gefunden“...
Seit Edward Snowdon ist der Begriff „Whistleblower“ ja in aller Munde – jeder weiß an sich, was gemeint ist. James Rayburn greift dieses Thema nun mit seinem Thriller „Sie werden Dich finden“ ebenfalls auf. Übrigens ist James Rayburn nur ein Pseudonym – dahinter steckt der bekannte Autor Roger Smith, der mir schon bekannt war und den ich eigentlich auch recht gerne mag...

Eigentlich...
Denn mit diesem Buch hat er sich keinen Gefallen getan leider... Oder vielmehr mir...
Leider habe ich es dann schlussendlich doch abgebrochen, weil für mich die Geschichte einfach nicht wirklich vorankam und längst nicht so spannend war, wie es mir gewünscht und auch erwartet hatte...

Die Geschichte hatte einfach alles, um einen super Roman herzugeben, doch hier haperte es für ich leider arg an der Umsetzung...

Die Figuren blieben mir „fremd“, ich konnte einfach keine Verbindung zu ihnen aufbauen, blieb immer ein wenig „außen vor“ dadurch leider...

Die „Einschätzung“ „Religiös motivierter Terrorismus, übermächtige Geheimdienste und globale Überwachung – Hochspannung garantiert!“ kann ich also leider nicht teilen und vergebe zwei Sterne. Sorry...

Veröffentlicht am 16.05.2017

Die verschwundene Schwester

Die unbekannte Schwester
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Bevor ich mit diesem Buch begann, habe ich mir noch rasch „Wiener Totenlieder“ ausgeliehen, den ersten Band um die gescheiterte Opernsängerin und ehemalige Kaufhausdetektivin Lotta Fiore. Man kann die ...

Bevor ich mit diesem Buch begann, habe ich mir noch rasch „Wiener Totenlieder“ ausgeliehen, den ersten Band um die gescheiterte Opernsängerin und ehemalige Kaufhausdetektivin Lotta Fiore. Man kann die Bücher allerdings getrost auch unabhängig voneinander lesen; es sind keine Vorkenntnisse nötig. Natürlich wird die Geschichte der Protagonistin weitererzählt, aber man versteht die Hintergründe so auch sehr gut.
Lotta hat Einiges hinter sich: ihre Mutter ist ein berühmter Opernstar – sie selbst hat jedoch wenig Erfolg in dieser Sparte. Sie verdingt sich daher als Kaufhausdetektivin eine Weile. Doch nun hat sie einen neuen Job, der ein neues Leben verspricht: sie fängt bei der Polizei an. Doch die Kollegen machen ihr das Leben recht schwer... Sie passt so gar nicht zu den altgedienten Kollegen, die den Job „von der Pieke auf“ gelernt haben...
Dann verschwindet ihre Halbschwester Henriette und Lotta findet einen Zettel, auf dem ihr Name steht. Ist sie die Nächste ? Und ist Henriette tot ?
Vom Spannungsbogen her ein typischer Kriminalroman, gut ausgedachte Geschichte, die auch prima präsentiert wurde und die Charaktere überzeugen ebenfalls.

Veröffentlicht am 16.05.2017

Nicht alle Katzenbach-Thriller fand ich gut

Die Grausamen
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John Katzenbach ist ja im Grunde ein wahrer Garant für spannende Thriller mit unterhaltenden Wendungen, die den Leser gerne mal auf die komplett falsche Fährte tappen lassen und ich habe schon mehrere ...

John Katzenbach ist ja im Grunde ein wahrer Garant für spannende Thriller mit unterhaltenden Wendungen, die den Leser gerne mal auf die komplett falsche Fährte tappen lassen und ich habe schon mehrere Bücher von ihm gelesen. Zugegebenermaßen hinterließen die mich aber recht „zwiegespalten“, denn während mir einige wirklich gut gefielen, fand ich andere wiederum zu vorhersehbar oder teilweise leider sogar langweilig bzw. langatmig... Das hatte ich so bei keinem anderen Autor zuvor – fast schon bekam man das Gefühl, dass er nicht alle Bücher selbst geschrieben hat, weil es so weit auseinander klaffte vom Stil/Inhalt her.

„Die Grausamen“ fand ich wieder wirklich gut.
Ein nobler Vorort an der US-Ostküste: Unzählige Male schon ist die dreizehnjährige Tessa diesen Weg gelaufen. Von ihrer besten Freundin nach Hause. Doch in dieser Herbstnacht kommt sie dort nicht an, verschwindet spurlos. Die Stadt ist schockiert, Angst breitet sich aus, Tessas Familie zerbricht – der Fall wird nie aufgeklärt.
20 Jahre später werden zwei abgehalfterte Ermittler darauf angesetzt. Gabriel ist Alkoholiker, eine Familientragödie verfolgt ihn. Marta, eine ehemalige Drogenfahnderin, hat versehentlich ihren Partner erschossen. Als die beiden auf eine bislang unentdeckte Spur stoßen, merken sie schnell: Wer nachforscht, spielt mit seinem Leben.
Der Spannungsbogen hält sich konstant und Katzenbach führt den Leser langsam an die Lösung heran. Ich mag es, wenn das Buch/die Story nicht vorhersehbar ist und der Autor noch mit Überraschungen aufwartet.
Alles in allem gute vier Sterne für den neuen Katzenbach.

Veröffentlicht am 16.05.2017

Da hatte er sich ja ganz schön was vorgenommen

Björn Freitag – Smart Cooking
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Da hatte er sich ja ganz schön was vorgenommen, der gute Björn:
„Nicht viel mehr Aufwand als belegte Brote“, das war die Zielsetzung von Björn Freitag für sein Smart Cooking.
Mir als Mann kommt das sehr ...

Da hatte er sich ja ganz schön was vorgenommen, der gute Björn:
„Nicht viel mehr Aufwand als belegte Brote“, das war die Zielsetzung von Björn Freitag für sein Smart Cooking.
Mir als Mann kommt das sehr entgegen, denn ich habe auch oft wenig Zeit abends bzw auch meistens keine Lust mehr, großartig den Kochlöffel zu schwingen... Da klang es gut, einfache Rezepte, die auch schnell gehen – das machte mich neugierig und ich habe mir dieses Kochbuch zugelegt.
€ 28,-- für gerade mal 168 Seiten ist nun wirklich mal „eine Hausnummer“, aber ich habe mir (in Ermangelung wirklicher Erfahrungswerte...) sagen lassen, dass Kochbücher meistens nicht wirklich kostengünstig sind, egal wie dünn sie sind. Man zahlt vielleicht auch den bebilderten Teil mit sozusagen, denn Fotos kosten ja nun auch nochmal Geld und fehlen in anderen Büchern zumeist...
Aber das Geld war hier recht gut angelegt, das muss ich sagen.
Vielleicht hatte Björn Freitag ja hier auch besonders die Herren der Schöpfung im Visier beim Erstellen seines Buches, denn er erklärt es wirklich einfach, so dass auch „der größte Kochdussel“ bzw. „Küchen-Chaot“ hier mithalten kann ~ sehr fein, vielen Dank dafür.

Veröffentlicht am 06.05.2017

Beißender Humor - I liked it !

Der Freund der Toten
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Ich mag diesen beißenden Humor, mit dem Jess Kidd ihr erstes Buch „Der Freund der Toten“ erzählt. Man möchte fast schon bemerken, dass man ihren Worten durchaus anmerkt, dass sie Literatur studiert hat, ...

Ich mag diesen beißenden Humor, mit dem Jess Kidd ihr erstes Buch „Der Freund der Toten“ erzählt. Man möchte fast schon bemerken, dass man ihren Worten durchaus anmerkt, dass sie Literatur studiert hat, denn jedes Wort „sitzt“ und sie vermag es, so mit Worten/Buchstaben zu spielen, dass eine helle Freude war, ihrem Debütroman zu folgen und dass ich diesen schon fast als „literarisches Kleinod“ bezeichnen möchte. Im Ernst, sie hat mich begeistert. Und das mich, der sonst eigentlich die Sparte „Literatur“ eher meidet.
Aber die Geschichte hat mich einfach interessiert und ich bin wirklich froh, dass ich mich für dieses Buch entschieden habe, das mir ehrlicherweise im Buchladen wohl eher nicht aufgefallen wäre (falsche Abteilung, wie gesagt – da hätte ich eher nicht geschaut...) und dann wäre mir definitiv etwas entgangen.
Hippie Mahony (allein schon der Name, genial !) macht sich auf den Weg, seine Vergangenheit zu erkunden. Er ist ein Gelegenheitsdieb und ein auf den ersten Blick wirklich angenehmer, sympathischer Zeitgenosse, er hat Charme und weiß zu überzeugen ~ nicht nur sein Umfeld, sondern auch den Leser.
Hippie glaubte anfangs, seine Mutter habe ihn ausgesetzt, weil sie sich nichts aus ihm gemacht hat, doch dieser Verdacht wird durch einen Brief entkräftet, der ein ganz anderes Licht auf seine Vergangenheit und seine Mutter wirft, woraufhin er in ihren Geburtsort fährt, um zu recherchieren. Dort hilft ihm nicht nur eine ehemalige, ältere Schauspielerin, nein sogar der eine oder andere Tote ist ihm behilflich...
So macht der Titel auch gleich Sinn, denn in diesem kleinen irischen Dorf, in dem er mehr als misstrauisch beäugt wird, sind nicht nur die Lebenden zuhause...
Das ist einfach mal eine wirklich innovative Idee, die mir so noch nicht untergekommen ist und wirklich begeistert hat.
Dieses Buch hat einfach alles:
„beißenden, englischen“ Humor, den ich einfach wahnsinnig gerne mag,
eine spannende Geschichte,
einen Protagonisten, dem man so auch nicht alle Tage „begegnet“, der u. U. Vielleicht polarisieren wird, mich aber gleich von sich eingenommen hat und
einen Schreibstil, der so herrlich eindringlich und individuell ist, dass dieses Buch zurecht in das Genre „Literatur“ gehört.

Und somit verbleibt natürlich auch nur ein Fazit: volle Punktzahl und auf das nächste Buch dieser talentierten, tollen Autorin warten !