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Veröffentlicht am 03.03.2020

Tolle Familiengeschichte voller Liebe!

Der Sunday Lunch Club
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Der Sunday Lunch Club ist eine feste Einrichtung bei der Familie Piper. Alle paar Sonntage trifft sich die Familie bei einem anderen Mitglied Zuhause. Dann wird gekocht, gegessen, zu viel Alkohol getrunken, ...

Der Sunday Lunch Club ist eine feste Einrichtung bei der Familie Piper. Alle paar Sonntage trifft sich die Familie bei einem anderen Mitglied Zuhause. Dann wird gekocht, gegessen, zu viel Alkohol getrunken, gelästert und gestritten - aber dennoch haben sich alle lieb! Die 40-jährige Anna ist die große Schwester, die sich für alle verantwortlich fühlt. Sie ist nach einem One-Night-Stand mit einem wesentlich jüngeren Mann schwanger und natürlich verkündet sie diese Neuigkeit an einem Club-Sonntag. Und es ist auch ein solcher Sonntag, an dem sie mit Luca, dem Therapeuten ihres jüngsten Bruders Josh, die große Liebe ihres Lebens trifft. Weitere regelmäßige Teilnehmer sind ihr schwuler Bruder Neil mit Ehemann Santiago und der kleinen Paloma, die sie beide adoptiert haben. Dazu kommen noch ihre jüngere Hippie-Schwester Maeve und deren pubertierender Sohn Storm. Ab und zu nimmt auch die Großmutter Dinkie teil, die nun in einer Seniorenresidenz wohnt und den Verkauf ihres Hauses mittlerweile schon bereut hat, da es ihr im Heim so gar nicht gefällt. Sam ist der Exmann von Anna und ihr Geschäftspartner, mit dem sie sich immer noch gut versteht und dem sie alles erzählen kann, was sich etwas ändert, als er zum ersten Mal seine Freundin mit zum Lunch bringt.

Jedes Kapitel beginnt mit der Überschrift "Lunch bei ....", danach folgt die Aufzählung des Menüs, was manchmal genauso geboten wird, manchmal aber auch etwas reduziert ausfällt, wenn z. B. Maeve vergessen hat, die Zutaten einzukaufen oder Neil ins Schleudern gerät, weil sein Ehemann nicht hier ist und er sich selbst um Baby Paloma kümmern muss. Aber letzendlich gibt es wieder genug zum Essen und vor allem zum Trinken und keiner hat Lust, nach Hause zu gehen.

Diese tolle Familiengeschichte ist sehr mitreißend geschrieben - es gibt viel zum Lachen, aber auch zum Weinen. Nach und nach erfährt man immer mehr über die einzelnen Teilnehmer und man wird stückchenweise in deren Vergangenheit und den damit verbundenen Problemen eingeführt. Fast jeder hat hier sozusagen eine Leiche im Keller und schlägt sich mit irgendwelchen Altlasten herum. Das ist teils schon recht heftig, aber auch sehr interessant. Ich habe es sehr genossen, diese sympathischen und teils chaotischen Club-Mitglieder kennenlernen zu dürfen und habe mich mit ihnen mitgefreut und mitgelitten.

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Veröffentlicht am 02.03.2020

Happy ever after - und sie lebten glücklich ...

Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist
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Die Bibliothekarin Nina weiß nicht mehr weiter: ihre Bücherei schließt, sie steht somit ohne Job da und ihre Mitbewohnerin will, dass endlich ihre Bücherberge aus ihrem Haus verschwinden, bevor das ganze ...

Die Bibliothekarin Nina weiß nicht mehr weiter: ihre Bücherei schließt, sie steht somit ohne Job da und ihre Mitbewohnerin will, dass endlich ihre Bücherberge aus ihrem Haus verschwinden, bevor das ganze Haus zusammen kracht. Sie kauft einen alten Bus, richtet ihn her und zieht damit durch die schottischen Highlands, um die Bewohner dort mit dringend benötigten Lesestoff zu versorgen. So ganz nebenbei hat sie zudem mit den Wirrungen der Liebe zu kämpfen und findet doch am Ende ihren richtigen Platz.

Dieser schön geschriebene Wohlfühlroman widmet sich einem wichtigen Thema - der Büchersucht, der ich auch verfallen bin. Ich würde es ebenfalls nicht über mich bringen, Bücher weg zu werfen. Außerdem ist er ein wunderbarer Liebesroman, der die Suche nach der wahren Liebe sehr anschaulich und mal mehr oder weniger romantisch beschreibt. So heißt die Devise: Happy Ever After!

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Veröffentlicht am 27.02.2020

Spannend und witzig erzählte Zeitgeschichte!

Der Sommer, in dem Einstein verschwand
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Der Physiker Albert Einstein war offenbar eine sympathische und charismatische Erscheinung. Dennoch hatte er nicht nur Freunde - er hatte auch mit gefährlichen Gegnern zu kämpfen, die ihn angriffen bezüglich ...

Der Physiker Albert Einstein war offenbar eine sympathische und charismatische Erscheinung. Dennoch hatte er nicht nur Freunde - er hatte auch mit gefährlichen Gegnern zu kämpfen, die ihn angriffen bezüglich seiner Relativitätstheorie (die sowieso kaum einer verstand) oder weil er Jude war. So kam es, dass er auf seinem Weg nach Göteborg, wo er einen Vortrag zu seiner Nobelpreisverleihung halten sollte, im Sommer 1923 spurlos verschwand. In Göteborg fand zu dieser Zeit die große Jubiläumsausstellung statt, die alles dagewesene in den Schatten stellte.

Die junge Ellen, die gerne Journalistin werden möchte, bekommt einen Job bei der Ausstellungszeitung, wo sie täglich begeistert über die Ereignisse dort berichtet. Sie bemüht sich sehr, zu einer sogenannten "Neuen Frau" zu werden, findet das aber recht anstrengend. Bei dem Versuch zu einem Interview mit Streikenden und Streikbrechern am Hafen rettet sie der junge Polizist Nils aus einer gefährlichen Situation. Bald kreuzen ihre Wege sich immer öfter und ihre gegenseitige Zuneigung wächst.

In abwechselnden Kapiteln erfahren wir mehr über diese drei Personen - Albert, Ellen und Nils. Als vierter kommt der 13-jährige Waisenjunge Otto ins Spiel, der mit seinem Esel Bella als Hauptattraktion auf der Ausstellung gilt. Die Kinder sind ganz verrückt danach, auf Bella durch die Straßen der Ausstellung getragen zu werden. Otto erinnert sich trotz beginnender Demenz mit über 90 Jahren im Altersheim an diese schönen Zeiten.

Es passiert viel in diesem phantasiereich und spannend erzählten Buch, das teilweise ein Krimi sein könnte. Witzig beschreibt die Autorin die damalige Zeit der goldenen 20er Jahre und führt den Leser gekonnt durch diese einmalige Zeit. Die vier Hauptpersonen sind liebevoll und sympathisch gezeichnet und man kann mit ihnen allen sehr gut mitfühlen. Am Ende verknüpfen sich ihre Wege auf positive Weise miteinander. Ich habe diese schöne Erzählung sehr genossen, habe einiges Neues über Einstein erfahren und kann das Buch weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Spannende Ermittlungen an einem Lost Place!

Die ewigen Toten
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Der forensische Anthropologe David Hunter wird in das seit Jahren leer stehende Krankenhaus St. Jude in London gerufen. Das Gebäude soll abgerissen werden, doch auf dem Dachboden dieses "Lost Place" wurde ...

Der forensische Anthropologe David Hunter wird in das seit Jahren leer stehende Krankenhaus St. Jude in London gerufen. Das Gebäude soll abgerissen werden, doch auf dem Dachboden dieses "Lost Place" wurde die mumifizierte Leiche einer jungen Frau gefunden. Als der Boden nachgibt, entdecken die Ermittler einen Stock tiefer noch zwei Leichen, angeschnallt in Klinikbetten und eingemauert. Wer hat diese grausame Tat begangen?

Neben den Nachforschungen zu diesen Todesfällen erfährt man auch viel aus dem Leben des smpathischen David und seinen Albträumen, denn er hat schon einiges an dramatischen Ereignissen erlebt. Auch in diesem Fall kommt er nicht ganz unbehelligt weg. Ich bin ein großer Fan von David Hunter und auch dieser Thriller hat mich wieder gefesselt.

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Veröffentlicht am 20.02.2020

Grausame Methoden beim Organhandel!

In München wartet der Tod
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Der Kieler Kommissar Sven Fricke und seine Freundin, die Staatsanwältin Elena, werden als Soko nach München geschickt, wo mehrere tote Jugendliche gefunden wurden. Sie stammten aus Albanien und Ihnen wurden ...

Der Kieler Kommissar Sven Fricke und seine Freundin, die Staatsanwältin Elena, werden als Soko nach München geschickt, wo mehrere tote Jugendliche gefunden wurden. Sie stammten aus Albanien und Ihnen wurden Organe entnommen. Die Ermittlungen gestalten sich äußerst schwierig, angeblich weiß keiner was, es gibt keine Zeugen. Zeitgleich ist ein junger Mann aus Albanien auf der Suche nach seiner jüngeren, spurlos verschwundenen Schwester. Eine Spur führt in die Nähe von München und so kreuzt sein Weg auch den des offiziellen Ermittlerteams.

In diesem spannenden Krimi werden die grausamen Methoden der Banden, die sich mit Organhandel beschäftigen, offen gelegt. Es ist schockierend, zu lesen, wie menschenverachtend hier vorgegangen wird - und das nur aus reiner Geldgier. Die beiden Ermittler Sven und Elena führen eine eher konfliktreiche Beziehung, was mir manchmal etwas zu viel war. Gut für die Spannung ist, dass die Kapitel abwechselnd von den Ermittlern und aus der Sicht von Adnan aus Albanien erzählt wurden - so wurde es nie langweilig.

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