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Veröffentlicht am 16.01.2025

Eine starke Frau geht ihren Weg- packend erzählt

Die Wächterin von Köln
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Ich habe mich gefreut, endlich mal wieder ein Buch von Petra Schier zu lesen, da ich schon lange keines mehr von ihr in der Hand hatte. In diesem Roman begleiten wir Elsbeth, eine junge Frau, auf ihrem ...

Ich habe mich gefreut, endlich mal wieder ein Buch von Petra Schier zu lesen, da ich schon lange keines mehr von ihr in der Hand hatte. In diesem Roman begleiten wir Elsbeth, eine junge Frau, auf ihrem Weg zu einer unabhängigen Persönlichkeit. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: einerseits in den Jahren 1396/97 und andererseits viele Jahre später, im Jahr 1423. Dabei erfahren wir, wie aus der naiven, jungen Frau eine mächtige Bordellbesitzerin wird.
Der Schreibstil ist leicht und verständlich, und das Buchcover passt gut zur Geschichte.

Besonders schön fand ich, dass Elsbeth mir bereits aus der Adelina -Reihe bekannt war. Auch viele andere vertraute Gesichter tauchen hier wieder auf, was für mich wie ein kleines Nach-Hause-Kommen war. Der Alltag im Bordell und das Leben im mittelalterlichen Köln werden dabei sehr bildhaft und anschaulich beschrieben, sodass man beim Lesen richtig in diese Zeit eintauchen kann. Der Krimi-Anteil im Buch sorgt dafür, dass die Spannung durchgehend erhalten bleibt. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es endet, und weil mich die Geschichte um die „Wächterin von Köln“ sehr neugierig gemacht hat. Vieles, was im Buch vorkommt – insbesondere die Mordfälle –, hat mit der Lombarden-Reihe zu tun. Das hat mein Interesse geweckt, und ich möchte diese Bücher nun auch unbedingt lesen. Ich glaube, es wäre hilfreich gewesen, die Lombarden-Reihe vorher zu lesen, doch dieser Roman ist dennoch völlig unabhängig lesbar.

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Dabei habe ich viel über das Leben des „unteren Volkes“ im mittelalterlichen Köln gelernt: darüber, wie sie lebten und um ihr Überleben kämpften.

Eine Leseempfehlung für alle, die gerne historische Romane mit Krimi-Anteilen lesen. Ich freue mich schon auf weitere Bücher von Petra Schier.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Eine Frau kämpft um ihr Volk - spannend und abenteuerlich

Die Tochter der Drachenkrone
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Ich habe mich sehr gefreut, ein neues Buch von Sabrina Qunaj zu lesen. Das Buchcover ist wunderschön gestaltet und sticht zwischen den vielen Neuerscheinungen sofort ins Auge. Wieder geht es nach Wales, ...

Ich habe mich sehr gefreut, ein neues Buch von Sabrina Qunaj zu lesen. Das Buchcover ist wunderschön gestaltet und sticht zwischen den vielen Neuerscheinungen sofort ins Auge. Wieder geht es nach Wales, wo wir die junge Fürstentochter Gwenllian begleiten, die für ihre Familie, ihr Volk und ihre Rechte kämpft.
Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht und gut verständlich. Am Anfang dauert es jedoch ein wenig, bis man die politischen und familiären Verhältnisse durchschaut. Das Personenverzeichnis sowie das Kartenverzeichnis am Anfang des Buches sind dabei sehr hilfreich. Es gibt einige Wendungen und Überraschungen, die die Geschichte spannend machen. Oft scheint es, als gäbe es keinen Ausweg mehr, doch dann nimmt die Handlung erneut eine überraschende Wendung.
Besonders gefällt mir, dass die Personen im Buch nicht einfach in ein Schema von Gut und Böse eingeordnet werden – Schwarz-Weiß-Denken bleibt aus. Der Kampf der Waliser gegen die Engländer bestimmt Gwenllians Leben und das ihrer Familie durchgehend.
Man bekommt viel von den Kämpfen mit, die in jener Zeit geführt werden, und erlebt, wie Gwenllian im Laufe der Geschichte zu einer reifen, erfahrenen Frau heranwächst. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und vielschichtig beschrieben, sodass man mit ihnen mitfiebert. Außerdem erhält man einen guten Einblick in die walisische Geschichte und taucht in die Zeit vom Ende des 12. bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts ein.
Am Ende des Buches, im Nachwort, wird vieles noch einmal erklärt. Die Autorin erwähnt, dass sie einiges kürzen musste, da die politischen Verhältnisse und Bündnisse noch komplexer und umfangreicher sind, als sie im Buch dargestellt werden konnten.
Das Buch kann ich allen empfehlen, die gerne historische Romane lesen und sich für die walisischen Kämpfe des 12. und 13. Jahrhunderts interessieren.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Geschichten von 21 Frauen

Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen
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In dem Buch werden die Geschichten von 21 Frauen erzählt, die alle auf unterschiedliche Weise mit Rom verbunden sind. Das Buch bietet eine weibliche Perspektive auf die Stadt und bildet damit einen spannenden ...

In dem Buch werden die Geschichten von 21 Frauen erzählt, die alle auf unterschiedliche Weise mit Rom verbunden sind. Das Buch bietet eine weibliche Perspektive auf die Stadt und bildet damit einen spannenden Kontrast zu den häufig männlich geprägten Erzählungen über Rom. Es geht um Frauen, die entweder in Rom gelebt haben, dort gewirkt haben oder auf andere Weise einen Bezug zur Stadt hatten, und zeigt Rom so aus einem neuen Blickwinkel. Der Schreibstil ist verständlich und gut zu lesen, und ich kam gut in das Buch hinein. Besonders spannend fand ich die Kapitel über bedeutende Frauen wie Zenobia, Boudicca oder Galla Placidia, die alle auf ihre eigene Art beeindruckende Persönlichkeiten waren. Viele der vorgestellten Frauen waren mir zuvor unbekannt, und es war interessant, mehr über sie und ihren Einfluss zu erfahren. Allerdings fand ich das Buch stellenweise langatmig und kann nicht genau benennen woran das lag - vieleicht da es oft stark auf politische Themen fokussiert ist. Persönliche Details oder Lebensläufe der Frauen kamen da etwas zu kurz fand ich.
Trotzdem war es ein interessanter Einblick, und ich kann es jedem empfehlen, der gern mehr über die Geschichte Roms erfahren und lesen möchte.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Eine Familiengeschichte zwischen Liebe und Krieg, spannend erzählt.

Woher wir kamen
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Ich habe bereits viele Bücher von Ulrike Schweikert gelesen, und bisher haben mir ihre Werke gut gefallen – insbesondere ihre Mittelalter-Romane. Auch dieses Mal war ich gespannt auf die neue Geschichte. ...

Ich habe bereits viele Bücher von Ulrike Schweikert gelesen, und bisher haben mir ihre Werke gut gefallen – insbesondere ihre Mittelalter-Romane. Auch dieses Mal war ich gespannt auf die neue Geschichte. Der Schreibstil ist wie gewohnt angenehm und flüssig, zudem gut verständlich. In diesem Roman begleiten wir mehrere Protagonisten, darunter Jane, die ihren Weg als Soldatin im Irak geht und sich später mit den Folgen dieses Einsatzes auseinandersetzen muss. Parallel dazu wird die Vergangenheit von Janes Großeltern in Deutschland erzählt. Die Gefühle und inneren Kämpfe der Protagonisten werden glaubhaft geschildert und Janes Einsatz im Irak mit den physischen und psychischen Anforderungen fand ich spannend. Die Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven sorgt für Abwechslung, und die relativ kurzen Kapitel machen das Lesen kurzweilig. Durch die wechselnden Erzählstränge bleibt die Spannung bis zum Ende erhalten. Besonders gelungen fand ich die Zeitsprünge, die zwischen verschiedenen Jahren hin- und herwechseln und nahtlos in die Handlung eingebaut werden, ohne den Lesefluss zu stören. Ein weiterer Aspekt ist die thematische Vielfalt des Romans. Die Autorin greift nicht nur den Irakkrieg auf, sondern widmet sich auch dem oft übersehenen Genozid an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs – ein Thema, das selten in Romanen behandelt wird und mich sehr berührt hat. Auch das Leben in Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts, insbesondere in Bezug auf die Kunst- und Kulturszene, war interessant.
Der Roman kann ich empfehlen, die gerne Familiengeschichten mit geheimnisvollen Elementen sowie Geschichten über die Folgen von Krieg lesen.

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Veröffentlicht am 10.10.2024

Abenteuer in der Ferne

La Louisiane
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Das Buch hat mich neugierig gemacht, da ich gerne Bücher lese, die ferne Länder behandeln. Das Buchcover hat mich sofort angesprochen: Es ist kunstvoll gestaltet. In La Louisiane begleiten wir die Schicksale ...

Das Buch hat mich neugierig gemacht, da ich gerne Bücher lese, die ferne Länder behandeln. Das Buchcover hat mich sofort angesprochen: Es ist kunstvoll gestaltet. In La Louisiane begleiten wir die Schicksale von drei Frauen: Charlotte, Pétronille und Geneviève. Jede von ihnen hat ihre eigene Vergangenheit zu bewältigen und möchten in der Neuen Welt einen Neuanfang wagen. Durch die wechselnden Perspektiven der Protagonistinnen erfahren wir, wie es mit ihnen weitergeht. Die Autorin hat die damalige Zeit in Frankreich und die Neue Welt schön und detailreich beschrieben – man hatte das Gefühl, hautnah dabei zu sein. Der Einstieg ins Buch fiel mir jedoch nicht ganz leicht. Manche Formulierungen wirkten umständlich oder zu verschachtelt, was den Lesefluss bremste. Manchmal war nicht sofort klar, was ein bestimmter Satz bedeutete. Zur Mitte hin wurde es jedoch besser, weil man sich an den Schreibstil gewöhnt hatte, und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit den Frauen weitergeht. In ihrer neuen Heimat, Louisiana, müssen sie einige Schicksalsschläge ertragen und Herausforderungen meistern. Das Buch handelt von Freundschaft, Liebe und der Verbundenheit zwischen den Frauen. Insgesamt hat La Louisiane mich mit seiner dichten, atmosphärischen Erzählweise überzeugt, auch wenn es zu Beginn eine gewisse Geduld erforderte.

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