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Veröffentlicht am 28.05.2026

Mord im Moorland

Düsterholz 1976
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Wenn Polizeihauptmeister Anton Hellmann eins nicht mag, dann ist es gehetzt zu werden. Aber im Drainagegraben neben der Straße, gleich hinter der Bushaltestelle, wurde eine tote Frau gefunden. Zunächst ...

Wenn Polizeihauptmeister Anton Hellmann eins nicht mag, dann ist es gehetzt zu werden. Aber im Drainagegraben neben der Straße, gleich hinter der Bushaltestelle, wurde eine tote Frau gefunden. Zunächst sieht alles nach einem Unfall mit Fahrerflucht aus, doch es gibt auch Ungereimtheiten. Aber Anton ist ja nicht zuständig, sondern die Hauptdienststelle in Vennewick und somit der Erste Kriminalhauptkommissar Bernd Lohmeyer. Demnach wäre es also nicht Antons Fall. Doch die Tote hat falsche Papiere bei sich und wollte seine Nichte Christa sprechen. Dann stellt sich heraus, dass es kein Unfalltod war, und Christa verheimlicht Anton etwas. Er muss sie beschützen und versucht herauszufinden, was hinter allem steckt.

Dieses Buch ist der Auftaktband einer Trilogie. Mir hat das Lesen genauso viel Spaß gemacht, wie seinerzeit die Münsterland-Reihe um den westfälische Sturkopf Heinrich Tenbrink und seinem Kollegen Maik Bertram.

Anton Hellmann schiebt im beschaulichen Düsterholz einen ruhigen Job. Er kommt gemächlich daher, doch sollte man sich nicht in ihm täuschen. Niemand kennt die Bewohner von Düsterholz so gut wie er. Er weiß auch ganz genau, wie er mit den Bewohnern umgehen muss, denn im Dorf gibt es eine Menge eigenwilliger Typen. Sein ranghöherer Kollege Lohmeyer hält sich für etwas Besseres, doch Anton hat eindeutig das bessere Gespür und zieht seine Schlüsse. Da kommen ihm auch seine Kontakte nach Holland ganz gelegen.

Antons Nichte Christa hatte während ihres Studiums in Berlin andere Interessen als das Studium und sie erinnert sich nicht gerne an diese Zeit. Nun arbeitet sie im Fahrradladen in Düsterholz und ist damit zufrieden. Sie fragt sich aber, was Heike nach all der Zeit von ihr wollte. Doch sie hat noch ein weiteres Problem, denn sie möchte herausfinden, wer ihr Vater ist.

Während ein Unwetter das Düsterholzer Schützenfest gefährdet, geht Anton seinen Ermittlungen nach und ist glücklicherweise rechtzeitig zur Stelle, als es gefährlich wird. Die Auflösung ist schlüssig, doch es klärt sich (noch) nicht alles.

„Düsterholz 1976“ ist ein spannender Münsterland-Krimi mit eigenwilligen Charakteren. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2026

Ein schönes Buch mit viel französischem Flair

Au revoir und tschüss
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Caro hat die Nase voll. Ihr Mann Holger hat wieder einmal seinen Vorgesetzten mit Frau zum Essen eingeladen, ohne vorher mit ihr zu reden. In ihrer Familie hat sie dafür gesorgt, dass alles lief, während ...

Caro hat die Nase voll. Ihr Mann Holger hat wieder einmal seinen Vorgesetzten mit Frau zum Essen eingeladen, ohne vorher mit ihr zu reden. In ihrer Familie hat sie dafür gesorgt, dass alles lief, während Holger sich um seine Karriere kümmerte. Sie hat es hingenommen, aber sie ist nicht glücklich mit der Situation. Also bucht sie einen Sprachkurz in Frankreich und erfüllt sich damit einen langersehnten Traum. In Frankreichs Süden lernt sie neue Menschen kennen, findet ein neues Lebensgefühlt und letztendlich auch sich selbst.

Eigentlich ist mir das Äußere bei einem Buch nicht so wichtig, aber dieser Roman ist einfach wundervoll gestaltet. Mir gefällt auch der warmherzige Schreibstil der Autorin Gudrun Lochte sehr gut.

Caro ist über zwanzig Jahre verheiratet und sorgt für Mann, Kinder, Hund, Haus und Garten, außerdem arbeitet sie auch noch. Holger kümmert sich um seine Karriere und merkt nicht, was Caro alles leistet. Für ihn und die Jungs läuft doch alles wunderbar und daher merkt auch keiner, wie unzufrieden Caro ist. Sie hat aber bisher ohne zu Murren alles mitgemacht und muss sich daher nicht wundern, dass die Familie die bequeme Situation gerne hinnimmt. Ihre Freundin Holly redet ihr zu, doch auch einmal an sich zu denken.

Ich kann mir vorstellen, wie sich Caro in Frankreich fühlt. Da sind eine ganz neue Freiheit und neue Eindrücke, erst einmal aber auch ein schlechtes Gewissen ihrer Familie gegenüber, aber sie spürt sich endlich wieder selbst.

Die Geschichte bietet wenige Überraschungen, liest sich aber sehr angenehm. Ich habe Caro auf ihrer Reise zu sich selbst gerne begleitet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.05.2026

Die letzte Predigt

Akte Nordsee - Die letzte Predigt
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In Estherwiek steht die Feier zur Silbernen Konfirmation an. Dazu reist auch Lena Beyer an, die schon lange nicht mehr hier im Ort war. Aber sie hat noch andere Gründe für ihr Kommen, denn sie möchte etwas ...

In Estherwiek steht die Feier zur Silbernen Konfirmation an. Dazu reist auch Lena Beyer an, die schon lange nicht mehr hier im Ort war. Aber sie hat noch andere Gründe für ihr Kommen, denn sie möchte etwas mit ihrem Ex klären. Dann bittet sie den Pastor Tammo Gerdes um ein Gespräch. Beim Festgottesdienst ändert der Pastor spontan seine Predigt und ist dabei voller Entrüstung. Einen Tag später liegt er tot im Watt. Dann wird auch noch Lena vermisst und später ebenfalls tot aufgefunden. Niklas John gerät unter Verdacht und bittet Fentje Jacobsen um Hilfe. Bei ihren Nachforschungen bringt sie Fentje dabei in Gefahr.

Obwohl dies bereits der vierte Band aus der Reihe „Akte Nordsee“ ist, war es für mich der erste Fall, in dem die Anwältin Fentje Jacobsen und den Journalisten Niklas John ermitteln. Der Schreibstil der Autorin liest sich auch hier, genau wie bei der Reihe um Pia Korittki, schön flüssig. Allerdings zieht sich die Geschichte anfangs etwas, da doch viele Personen im Spiel sind, die eingeführt werden. Außerdem ist damals im Konfirmanden-Camp etwas geschehen, das im Dorf nicht vergessen wurde. Was also hat der Prolog, bei dem jemand in Norwegen abstürzte, mit dem Tod des Pastors zu tun?

Die Charaktere sind alle gut dargestellt. Jede Person hat ihre Eigenheiten und Probleme. Fentje weiß nicht so genau, wo sie in der Beziehung zu Niklas steht, zumal der Vater von Niklas sich eine andere Frau an der Seite seines Sohnes wünscht und dies bei seiner Geburtstagsfeier auch sehr deutlich macht. Niklas lässt sich Zeit statt das mit Fentje zu klären. Doch als Niklas unter Verdacht gerät, müssen sie wieder zusammenarbeiten.

Etwas ab der Mitte des Buches nimmt die Geschichte dann ein wenig mehr Fahrt auf. Es gibt immer wieder Wendungen, so dass man sich nicht sicher sein kann, wer die Morde begangen hat. Doch am Ende löst sich alles schlüssig auf, auch wenn ich manche Handlungsweisen nicht wirklich nachvollziehen konnte.

Insgesamt hat mich dieser ruhige, aber dennoch spannende Küsten-Krimi gut unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 22.05.2026

Eine komplizierte Familiengeschichte

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Die Journalistin Anna kehrt nach Sylt zurück, um nach Fenjas Schwester Martje zu suchen, die seit einer Sturmnacht im Jahr 1958 verschwunden ist. Fenja scheint mehr zu wissen, aber sie schweigt. Doch Anna ...

Die Journalistin Anna kehrt nach Sylt zurück, um nach Fenjas Schwester Martje zu suchen, die seit einer Sturmnacht im Jahr 1958 verschwunden ist. Fenja scheint mehr zu wissen, aber sie schweigt. Doch Anna findet beim Nachforschen heraus, dass das Verhältnis der Schwestern, die sich als Kind sehr geliebt hatten, nicht einfach war.

Dieses Buch ist der zweite Teil der Dilogie. Der einfühlsame Schreibstil der Autorin lässt sich gut und flüssig lesen. Die Atmosphäre der Insel ist wieder sehr schön beschrieben. Auch dieser Roman spielt wieder auf unterschiedlichen Zeitebenen.

Einerseits haben die Nachforschungen Anna wieder auf die Insel gebracht, aber andererseits sind da auch immer noch ihre Gefühle für Eric. Sie findet heraus, dass es Martje auf die Insel Amrum verschlagen hat, wo sie unter einem neuen Namen lebt. Obwohl Martje 1958 ahnte, dass ihr Hark Hoyer nicht guttun wird, verliebte sie sich ihn und will ihm nach Amerika folgen. Doch dann geschieht ein Unglück. Während sie sich retten kann, bleibt Hark verschwunden. Aber Schuldgefühle lassen sie nicht los. Es ist interessant, Martjes Schicksal zu verfolgen, auch wenn ich ihr Verhalten oft nicht nachvollziehen konnte.

Anna bleibt beharrlich bei ihrer Suche und es gelingt ihr tatsächlich, hinter die Familiengeheimnisse zu kommen und Martje zu finden. So können sich Fenja und Martje nach so vielen Jahren aussprechen.

Mir hat diese emotionale Familiengeschichte gut gefallen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.05.2026

Spurensuche in der Vergangenheit

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Die 55-jährige Journalistin und Podcasterin Anna will nach ihrer erfolgreichen Podcast-Reihe nun eine Biografie über die 85-jährige Bücherfrau Fenja Lorenzen schreiben. Dafür verabredet sie sie mit der ...

Die 55-jährige Journalistin und Podcasterin Anna will nach ihrer erfolgreichen Podcast-Reihe nun eine Biografie über die 85-jährige Bücherfrau Fenja Lorenzen schreiben. Dafür verabredet sie sie mit der alten Dame in deren Haus auf Sylt. Doch als sie eintrifft, ist Fenja verschwunden. Nur ihre Tochter Elisa ist dort. Als ein Gewitter die Buchschätze auf dem Dachboden bedroht, hilft Anna dabei, diese zu retten. Dabei fällt ihr ein Gedichtband in die Hände, der als Versteck dient und so erfährt sie von einer erstaunlichen Familiengeschichte.

Dieses Buch ist der erste Teil einer Dilogie. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Neben diesem Handlungsstrang in der Gegenwart, erfahren wir auch noch die Geschichte von Lene aus den Jahren 1937 bis 1945. Der einfühlsame Schreibstil der Autorin lässt sich gut und flüssig lesen. Besonders gefallen haben mir die Naturbeschreibungen der Insel.

Die Charaktere haben mir auch gut gefallen. Sie sind sympathisch und alle mögen sie Bücher. Elisa ist nach einer Trennung auf der Suche nach einem Neubeginn. Sie und ihr Bruder Eric wissen nicht wo ihre Mutter steckt und sind auf der Suche, an der sich Anna beteiligt. Eric löst unerwartete Gefühle in ihr aus.

Lene wächst behütet auf der Insel auf. Sie liebt Bücher. Aber dann verliebt sie sich in einen Feriengast, aber die Geschichte endet tragisch.

Als Fenja dann wieder auftaucht, kann sie einiges zur Familiengeschichte beitragen und man versteht, wie die Vergangenheit nachwirkt. Manches muss einfach ausgesprochen werden, um heilende Wirkung zu haben.

Mir hat diese emotionale Familiengeschichte gut gefallen und ich bin auf den zweiten Teil gespannt.

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