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Veröffentlicht am 06.09.2024

Und wieder lernte ich eine mir unbekannte Persönlichkeit aus der Vergangenheit kennen

Die Modeschöpferin von Manhattan
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Im August 1939 gab es für viele Menschen noch Hoffnung. Hoffnung darauf, dass ein Krieg nicht ganz Europa treffen wird. In Amerika machte sich allenthalben der Aufschwung bemerkbar. Die Menschen wollten ...

Im August 1939 gab es für viele Menschen noch Hoffnung. Hoffnung darauf, dass ein Krieg nicht ganz Europa treffen wird. In Amerika machte sich allenthalben der Aufschwung bemerkbar. Die Menschen wollten tanzen, lieben und schlicht nur vergessen. Die Hoffnung auf bessere Zeiten blühte nicht nur. Sie zeigte Früchte. Frau wollte glänzen. Mit teuren Roben und Extravaganzen. Eine Designerin zählte zu den exquisitesten, Valentina Schlee.

Valentina Schlee gehörte zur Highsociety Manhattans. Ihre Modelle waren en Vogue, aber es gab nur wenige Frauen, die sich ein Stück von ihr leisten konnten. Nein, sie wurde nicht mit dem sogenannten „goldenen Löffel“ im Mund geboren. Es war harte Arbeit, bis zum verdienten Erfolg.

Historische Romane lese ich gerne. Sie bringen mir die Vergangenheit näher und ich lerne immer wieder dazu. Wenn es dann auch noch um Menschen geht, deren Namen ich vorher nie las oder hörte, bin ich beeindruckt. "Die Modeschöpferin von Manhattan" namens Schlee sagte mir gar nichts. Gut, dass es Autoren gibt, die genau recherchieren und mir auch unbekannte Persönlichkeiten näher bringen.

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Veröffentlicht am 06.09.2024

Ein beeindruckendes Buch, das nachhallt

Ich komme nicht zurück
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Hanna denkt zurück. An die unbeschwerte Zeit. Als ihre Großeltern noch lebten und sie mit ihren Freunden eng verbunden war. Etliche Jahre lebte sie in der Ferne und kam erst zurück, als auch ihre Oma starb. ...

Hanna denkt zurück. An die unbeschwerte Zeit. Als ihre Großeltern noch lebten und sie mit ihren Freunden eng verbunden war. Etliche Jahre lebte sie in der Ferne und kam erst zurück, als auch ihre Oma starb. Von dem Trio ihrer Kindheit ist nur noch Cem da. Ihre Freundin Zeyna lässt keinen Kontakt mehr zu. Welches Ereignis konnte so gravierend sein, dass diese Freundschaft zerbrach und jeden zaghaften Kontakt im Keim erstickt?

Rasha Khayat hat mich beeindruckt. Ihr Sinn für Sprache ist einzigartig und nahm mich gefangen. Auch wenn die Handlung nicht wirklich mitreißend ist. Die Auflösung nicht überraschend. Das Buch lebt durch den Stil der Autorin. Sie legt die Finger in Wunden, die seit vielen Jahren nicht verheilten.

Nach den Ereignissen rund um den 11. September 2001 gab es Anfeindungen gegen Menschen, die nichts mit diesem Terror zu tun hatten. Einzig die Tatsache, dass ihre Vorfahren nicht in Deutschland geboren wurden, machte sie plötzlich zu Geächteten. Dabei waren es vornehmlich die Menschen im Ruhrgebiet, die frei von Vorurteilen waren.

Gute Literatur berührt und lässt den Leser beeindruckt zurück. So erging es mir beim Beenden des Buches von Rasha Khayat. Es hat nicht nur viele begeisterte Leser verdient, sondern auch einen Sternenregen.

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Veröffentlicht am 05.09.2024

Atemlose Spannung auch beim 13. Fall

Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13)
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Ein Mann wird von einem SUV überfahren und tödlich verletzt. Ein tragischer Unfall. Im Prinzip. Aber nein, so war es dann doch nicht. Das Opfer war bereits vor dem Überfahren tot und hatte zudem noch etliche ...

Ein Mann wird von einem SUV überfahren und tödlich verletzt. Ein tragischer Unfall. Im Prinzip. Aber nein, so war es dann doch nicht. Das Opfer war bereits vor dem Überfahren tot und hatte zudem noch etliche Verletzungen, die auf tagelange Folter hinwiesen. Hunter und Garcia übernehmen den Fall und sie haben es mit einem raffinierten Mörder zu tun. Es wird nicht sein letztes Opfer bleiben.

Auch in diesem 13. Band der Reihe um Hunter und Garcia ließ Carter mich mit den Zähnen knirschen. So spannend und absolut nicht eintönig ist "Der Totenarzt". Die beiden Ermittler punkten durch ihr Gespür für das Erkennen diabolischer Täter. Und auch die Chefin raubt ihnen wieder gekonnt den letzten Nerv. Diese Suche nach einem Motiv und die Gedanken des Ermittlerteams dazu, beeindruckend.

Und das beste zum Schluss. Niemand kann ein Hörbuch so gut sprechen, wie Uve Teschner. Immer wieder dachte ich, dass mehrere Sprecher reden. Aber nein, es ist nur einer. Sagenhaft. Aus dem Grund kann es nur ganz viele Sterne für diese absolut gekonnte Unterhaltung geben.

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Veröffentlicht am 04.09.2024

Wie lebt es sich als "Rauschkind"?

Brennende Felder
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Aha, Luisa war also ein „Rauschkind“ und Bernd nicht ihr „richtiger“ Vater. Das warf die Mutter ihr im Zorn an den Kopf. An ihrem 15. Geburtstag. Aber das störte Luisa kaum, da sie endlich ihren Gefühlen ...

Aha, Luisa war also ein „Rauschkind“ und Bernd nicht ihr „richtiger“ Vater. Das warf die Mutter ihr im Zorn an den Kopf. An ihrem 15. Geburtstag. Aber das störte Luisa kaum, da sie endlich ihren Gefühlen für Bernd freien Lauf lassen konnte. Kurz darauf gestand sie ihm, dass sie ihn liebe und gerne mit ihm zusammenleben würde. Ja, sie träumte davon, dass sie gemeinsam das Haus verlassen und sich woanders eine Zukunft aufbauen würden.

Luisas Leben war von Verlust und Trennung geprägt. Was sie zunächst als die große Liebe empfand, wurde schon bald zur Gewohnheit. Spätestens dann fielen ihr die vermeintlichen Fehler ihrer Partner auf und sie verließ das gemeinsame Heim. Die Kinder konnte oder wollte sie nicht mitnehmen. Sie blieben beim jeweiligen Vater. "Brennende Felder" ist die Geschichte einer Frau, die ruhelos war und häufig mit ihrem Schicksal haderte.

Mir kam Luisa völlig zerrissen vor. Dass sie ihre Erlebnisse in Romanform veröffentlichen will, kann ich nachvollziehen. Nur so hat sie wohl die Chance, ihr Verhalten zu reflektieren. Es ist das dritte Buch einer Reihe, kann aber durchaus auch eigenständig gelesen werden. Ich hatte keine Mühe, mich in die Geschichte einzulesen und dem Geschehen zu folgen. Der Autor versteht es, Sprache als abwechslungsreiches Instrument der Darstellung zu nutzen. Diese besondere Gabe machte das Lesen für mich zu einem besonderen Erlebnis. Auch wenn die Story selbst mich weniger mitnehmen konnte.

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Veröffentlicht am 03.09.2024

Ein gutes Buch gegen das Vergessen

Die Stauffenbergs
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Als Claus die junge Nina zum ersten Mal sah war ihm klar, dass sie, und nur sie, die Mutter seiner Kinder sein soll. Es dauerte noch einige Jahre, bis die beiden alt genug waren und sich vor Gott und dem ...

Als Claus die junge Nina zum ersten Mal sah war ihm klar, dass sie, und nur sie, die Mutter seiner Kinder sein soll. Es dauerte noch einige Jahre, bis die beiden alt genug waren und sich vor Gott und dem Gesetz ihr Jawort geben durften. Sie waren sehr geduldig und ihre Geduld zahlte sich aus. Aus den Verliebten Claus und Nina wurde ein Ehepaar.

Charlotte Roth beschreibt die Liebe eines Paares, das wohl (fast) jeder Deutsche kennt. Claus von Stauffenberg war ein glühender Anhänger Hitlers. Ja, er bewunderte seinen Dienstherrn sogar. Seine Liebe zu Nina war zwar ehrlich aber die Bewunderung für den Führer wohl doch größer. Warum sonst ließ er Frau und Kinder alleine, um Deutschland zu retten?

Es macht einen großen Unterschied, ob man ein trockenes Sachbuch oder einen mit Emotionen ausgestatteten und auf Fakten beruhenden Roman liest. Zumal die Autorin wieder akribisch recherchierte. Die Männer, welche zum „Unternehmen Walküre“ gehörten, waren mutig. Ihre Beweggründe kommen in dem Buch "Die Stauffenbergs" deutlich zum Ausdruck. Obwohl ich wusste, wie sich die Ereignisse rund um das Attentat entwickelten, für mich gab es spannende Stunden.

Wie gut, dass es immer wieder gute Autoren gibt, die das Thema „Drittes Reich“ auf unterschiedliche Weise verarbeiten. Jeder sollte dazu beitragen, dass niemals vergessen wird, was damals geschah.

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