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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2026

Emotionales Highlight

The Night We Met
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Mit „The Night We Met“ hat Abby Jiménez wieder abgeliefert. Ich wollte eigentlich nur kurz reinlesen und plötzlich war es mitten in der Nacht und ich konnte einfach nicht aufhören. Dieses Buch zieht einen ...

Mit „The Night We Met“ hat Abby Jiménez wieder abgeliefert. Ich wollte eigentlich nur kurz reinlesen und plötzlich war es mitten in der Nacht und ich konnte einfach nicht aufhören. Dieses Buch zieht einen unglaublich schnell in die Geschichte hinein und schafft es, gleichzeitig emotional, romantisch und irgendwie immer sehr realitätsnah zu sein.

Besonders der Schreibstil hat mir wieder richtig gut gefallen. Alles fühlt sich sehr leicht an, aber trotzdem steckt so viel Gefühl zwischen den Zeilen. Die Dialoge wirken natürlich, die emotionalen Szenen treffen genau den richtigen Punkt und selbst die ruhigeren Momente waren für mich nie langweilig. Genau diese Mischung aus Humor, Herzschmerz und emotionaler Tiefe macht das Buch so besonders.
Auch die Charaktere habe ich total ins Herz geschlossen. Chris ist eine wandelnde Green Flag und selbst seine überfürsorglichen Aktionen waren irgendwie süß und nie too much. Vor allem die Entwicklung der Beziehung zwischen Chris und Larissa war für mich das Highlight, weil sie nicht übertrieben wirkt, sondern langsam durch deren Freundschaft heran wächst. Gerade die kleinen Momente haben die Geschichte für mich so einzigartig gemacht, wie der etwas angriffslustige inkontinente Terrier oder die „kurze Wanderung“.
Natürlich gab es ein paar Kleinigkeiten, die mich gestört haben. Wie in allen Abby Jiménez Büchern sind hier die Charaktere auch immer mit klischeehaften Traumata versehen. Da die Verarbeitung aber sehr realistisch beschrieben wird und kein unnötiges Drama daraus generiert wird, war auch das nie ein großer Störfaktor.

Das Ende war vielleicht ein bisschen zu perfekt, aber ehrlich gesagt hat es genau zu der Geschichte gepasst und mir trotzdem ein richtig schönes Gefühl gegeben.
Insgesamt ist „The Night We Met“ für mich eine emotionale Wohlfühlgeschichte mit viel Herz, tollen Charakteren und einer schönen Message über wahre Freundschaften.

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Atmosphärisch

Summer Heat
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„Summer Heat“ hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn ich nach dem Lesen etwas gemischte Gefühle hatte. Besonders stark fand ich das Setting: das Luxusresort in Portugal, die drückende Sommerhitze ...

„Summer Heat“ hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn ich nach dem Lesen etwas gemischte Gefühle hatte. Besonders stark fand ich das Setting: das Luxusresort in Portugal, die drückende Sommerhitze und diese unterschwellige Bedrohung haben sofort eine spannende Atmosphäre geschaffen.
Das Buch lässt sich durch den knapp gehaltenen Schreibstil außerdem sehr leicht lesen und macht neugierig darauf, welche Geheimnisse die Figuren verbergen.

Allerdings hatte die Geschichte zwischendurch einige Längen. Gerade am Anfang passiert über weite Strecken nicht besonders viel, außer dass sich die Beziehung zwischen Mia und Yanis entwickelt. Die Spannung ist zwar immer im Hintergrund vorhanden, kommt aber erst relativ spät richtig in Fahrt. Manche Wendungen wirkten dadurch etwas vorhersehbar bzw. war die finale Auflösung dadurch auch etwas platt.

Gut fand ich, dass auch ernstere Themen wie toxische Beziehungen, Stalking, Manipulation und Machtmissbrauch angesprochen werden. Teilweise hatte ich aber das Gefühl, dass zu viele schwierige Themen gleichzeitig eingebaut wurden, wodurch einiges eher oberflächlich blieb.

Das Ende konnte mich leider auch nicht komplett überzeugen. Denn nach den finalen Showdown war eigentlich direkt alles vorbei und auch die Folgen wurden eher wenig beleuchtet.
Trotzdem war das Buch atmosphärisch und spannend genug, dass ich es nicht bereut habe zu lesen. Wer sommerliche Spannungsromane mit Romance-Anteil mag, könnte hier trotzdem auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Kann nicht ganz überzeugen

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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Mit „West of Wicked“ greift Nikki St. Crowe eine wirklich spannende Idee auf und verwandelt die bekannte Geschichte rund um den Zauberer von Oz in ein düsteres Fantasy-Retelling für Erwachsene. Allein ...

Mit „West of Wicked“ greift Nikki St. Crowe eine wirklich spannende Idee auf und verwandelt die bekannte Geschichte rund um den Zauberer von Oz in ein düsteres Fantasy-Retelling für Erwachsene. Allein die Prämisse hat mich sofort neugierig gemacht, denn Oz einmal von einer deutlich dunkleren Seite zu erleben, klang genau nach meinem Geschmack. Erst recht durch die Wicked Verfilmung des letzten Jahres, war die ganze Geschichte noch sehr präsent in Erinnerung.


Recht gut gefallen hat mir das Setting. Die Welt wirkt geheimnisvoll, stellenweise bedrohlich und bietet einige interessante Neuinterpretationen bekannter Figuren und Elemente. Man merkt, dass hier viel Potenzial vorhanden ist. Auch die Gestaltung des Buches ist ein absoluter Hingucker. Cover, Farbschnitt und die gesamte Aufmachung sind wirklich gelungen und machen das Buch zu einem Schmuckstück im Regal.

Leider konnte die Handlung für mich nicht durchgehend mithalten. Vor allem im Mittelteil hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte auf der Stelle tritt. Viele Szenen wirkten unnötig in die Länge gezogen und manche Ereignisse wiederholten sich gefühlt, ohne die Handlung wirklich voranzubringen. Auch die Charaktere waren sehr eindimensional und unscheinbar. Dadurch verlor das Buch für mich zwischenzeitlich deutlich an Spannung. Erst im letzten Drittel nimmt die Geschichte wieder etwas Fahrt auf, auch wenn viele Entwicklungen sehr vorhersehbar waren.

Etwas enttäuscht war ich außerdem vom Dark-Fantasy-Aspekt. Ich hatte deutlich mehr düstere Atmosphäre, Gefahr und moralische Grauzonen erwartet. Einzig die gut geschilderten Kampfszenen gingen schön blutig über die Bühne.

Auch die Liebesgeschichte hat mich leider nicht wirklich abgeholt. Die Gefühle zwischen den Figuren entwickelten sich für meinen Geschmack zu schnell, sodass die emotionale Tiefe komplett auf der Strecke blieb. Die Spice-Szene wirkten auf mich teilweise eher wie ein zusätzliches Element, das dem aktuellen Trend angepasst wurde, als ein natürlicher Bestandteil der Geschichte. In dem Teil der Handlung war es nämlich mehr als unpassend, nämlich bei der Flucht ein Schäferstündchen einzulegen, ist mehr als dumm.

Der Schreibstil ist dagegen angenehm unkompliziert. Nikki St. Crowe schreibt leicht und flüssig, wodurch sich das Buch trotz seiner Längen schnell lesen lässt.

Insgesamt hatte „West of Wicked“ für mich eine interessante Grundidee und ein atmosphärisches Setting, konnte sein Potenzial aber nicht vollständig ausschöpfen. Wer düstere Retellings und romantische Fantasy mag, die nicht allzu komplex ist, könnte hier trotzdem Gefallen daran finden. Für mich blieb es jedoch ein eher durchschnittlicher Auftakt, der zwar einige interessante Ansätze bietet, mich insgesamt aber nicht vollständig überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Toller Auftakt!

Vesselless – Mein verräterisches Herz
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Fantasy ganz nach meinem Geschmack.
Nizzara gibt sich ganz viel Mühe, nach außen hin die perfekte kaltherzige Prinzessin ihres tyrannischen Vaters dazugeben. Im Laufe der Handlung merkt man als Leser, ...

Fantasy ganz nach meinem Geschmack.
Nizzara gibt sich ganz viel Mühe, nach außen hin die perfekte kaltherzige Prinzessin ihres tyrannischen Vaters dazugeben. Im Laufe der Handlung merkt man als Leser, dass dies jedoch nur Fassade ist und sie so viel mehr zu bieten hat. Kein Wunder dass Dagen ihre reine Seele stehlen soll, um seinem Fluch zu entkommen. Dass die beiden jedoch sich annähern und zu schätzen lernen, war dabei nicht so geplant.
Ich habe die Geschichte echt genossen!
Slow Burn vom feinsten, sodass man Nizzara als auch Dagen als Charaktere richtig gut kennenlernen durfte. Auch das Prinzip der Vesseln, also der gebundenen Seelen, fand ich sehr originell. Insgesamt war die Handlung mehr Charakter driven und von der Grundspannung her etwas ruhiger, was der Geschichte aber keinen Abbruch tat. Kämpferische Trainingskämpfe sowie das Königsduell brachte die nötige Portion Action und ein wirklich fieses Ende, lassen mich auf Band 2 nur so hin fiebern.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Romantasy Highlight

Dire Bound
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Romantasy vom feinsten. Hier wird einfach alles geboten.
Hier passt die angepriesene Mischung aus Fourth Wing und magischen Wölfen.
Eine starke Protagonistin, die sich selbst manchmal etwas im Weg steht. ...

Romantasy vom feinsten. Hier wird einfach alles geboten.
Hier passt die angepriesene Mischung aus Fourth Wing und magischen Wölfen.
Eine starke Protagonistin, die sich selbst manchmal etwas im Weg steht. Und manchmal zu wenig nachdenkt und etwas blauäugig durch die Welt geht. Dennoch mochte ich Meryn total gerne.
Ein ausgeklügeltes Klassensystem mit dem normalen Volk und den gebundenen Kriegern der Schattenwölfe. Ein Bürgerkrieg, eine stetig wachende Zahl von vermissten Kindern und Backflashs in die Vergangenheit.
Meryn und Anassa mochte ich sehr von ihrer Dynamik her.
Die gegenseitige Sturköpfigkeit, das Trainingsprogramm der angehenden Kämpfer sowie das Bindungsprogramm mit den Schattenwölfen war durchgehend spannend. Selten bin ich so flüssig mittels des wirklich bildhaften Schreibstils der Autorin nur so durch die Handlung geflogen.
Die Liebesgeschichte hält sich im ersten Band noch sehr im Hintergrund, bietet aber bereits viel Potenzial für den weiteren Verlauf der Geschichte.
Trotz kleiner Schwächen in der Charakterzeichnung, war das Buch ein absolutes Highlight für mich und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung!

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