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Veröffentlicht am 19.08.2022

Wo ist Poppy?

Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu. (Die Emer-Murphy-Serie 1)
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Das in diesem Buch behandelt Thema ist so hoch brisant und aktuell, dass ich es großartig finde, dass die Autorin sich hier ran gewagt hat, so viel erst einmal vorweg. Ein kleines, genauer gesagt zweijähriges ...

Das in diesem Buch behandelt Thema ist so hoch brisant und aktuell, dass ich es großartig finde, dass die Autorin sich hier ran gewagt hat, so viel erst einmal vorweg. Ein kleines, genauer gesagt zweijähriges Mädchen, namens Poppy verschwindet, wird entführt, und Scharen von Menschen nehmen über die sozialen Netzwerke an der dramatischen Geschichte teil, weil Poppys Eltern ihr gesamtes Leben zum eigenen finanziellen Profit in Bildern und Kommentaren inszeniert haben. Als Leser wird einem klar und vor Augen geführt, wie gefährlich es ist, alles und jeden Moment im Leben eines Kindes und einer Familie vor Tausenden von Nutzern auszubreiten, da man so auch diejenigen auf den Plan ruft, die man überhaupt nicht will und braucht, nämlich beispielsweise pädophile Netzwerke. Poppys Familie, nicht alleine ihre Eltern, haben im Hintergrund noch ihre eigenen Leichen im Keller, mehr will ich dazu wegen Spoiler Gefahr nicht verraten. Eine weitere zentrale Figur, ist die Ermittlerin Emer Murphy, die selbst krank unter dem Einfluss von Psychopharmaka agiert, sich an dem Fall fest beißt, weil sie eine eigene schwierige Vita hat, die sie heilen möchte. Dieses Buch von Kerstin Geetz war für mich nicht durchgängig immer einfach zu lesen. Zwar ist der Schreibstil flüssig, das muss ich zugeben, aber irgendwie kam ich den Protagonisten nicht auf eine Art und Weise nahe, die mich nahtlos mitfiebern ließ. Erst im letzten Teil nimmt das Ganze so an Fahrt auf, dass ich in einem Rutsch zu Ende lesen musste. Meine Schwierigkeit bestand vielleicht auch in der Vielzahl der handelnden Charaktere, so genau kann ich es gar nicht festmachen. Ein sehr wichtiges wenn auch nicht einfaches Buch, das von mir zwar nicht die volle Punktzahl erhält, aber trotzdem eine absolute Leseempfehlung, da man sich mit diesem Thema auseinander MUSS, und die Autorin dazu in meinen Augen einen wichtigen Beitrag geleistet hat! Sowohl den gewählten Titel als auch die Gestaltung des Covers finde ich übrigens außerordentlich gelungen!

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Mehr als gelungene Fortsetzung

Die Freundinnen vom Strandbad (Die Müggelsee-Saga 2)
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Nachdem ich bereits Band 1 der Geschichte von Julie Heiland rund um die drei Freundinnen Betty, Clara und Martha, die sich als Kinder im heute noch existierenden Strandbad Müggelsee kennenlernten, verschlungen ...

Nachdem ich bereits Band 1 der Geschichte von Julie Heiland rund um die drei Freundinnen Betty, Clara und Martha, die sich als Kinder im heute noch existierenden Strandbad Müggelsee kennenlernten, verschlungen hatte, war ich selbstverständlich sehr sehr gespannt auf die Fortsetzung, und siehe da: ich wurde nicht enttäuscht. Bereits die Leseprobe hatte mir gezeigt, dass es nathlos weitergeht, und ich keinerlei Schwierigkeiten haben würde, wieder einzusteigen. Endete der Vorgängerband quasi zum Mauerbau, geht es nun hier an dieser Stelle weiter, und wir dürfen als Leser den Lebensweg der drei Protagonistinnen mitverfolgen. Vieles passiert, wieder geht es um Herzensangelegenheiten ,der Alltag von Martha, Clara und Betty wird geschildert, viel Lokalkolorit, die Autorin hat das Lebensgefühl, die Bespitzelung, alles um DDR und geteiltes Deutschland super eingefangen, ich bin restlos begeistert, nur ein bisschen traurig, dass es keinen weiteren Teil geben wird. Auch das Cover hat mich wieder sehr angesprochen und mich das Buch jedes Mal sehr gerne zur Hand nehmen lassen. Auf jeden Fall war es für mich nicht das letzte Buch der Autorin, ihr Schreibstil hat mich wieder vollends überzeugt, die Skizzierung der Charaktere ist perfekt, von mir gibt es die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.08.2022

Wow - ein Highlight - mir fehlen fast die Worte

Lost-Moments-Reihe, Band 1 - The Moment I Lost You
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Zugegebenermaßen hatte ich etwas Anderes erwartet, eine romantische, etwas kitschige Liebesgeschichte für jüngere Leute, aber da mir bereits die Leseprobe extrem gut gefallen hatte, habe ich mich darauf ...

Zugegebenermaßen hatte ich etwas Anderes erwartet, eine romantische, etwas kitschige Liebesgeschichte für jüngere Leute, aber da mir bereits die Leseprobe extrem gut gefallen hatte, habe ich mich darauf eingelassen, und das war auch gut so! Denn bekommen habe ich die Lektüre eines Buches, das noch lange nachklingen wird, ein Highlight in meinem turbulenten Lesealltag! Aber ich greife vorweg! Rebekka Weiler, die aber das nur am Rande mit unglaublich viel Empathie und Emotionen eine Leserunde begleitet hat, an der ich teilnehmen durfte, hat hier eine grandiose Geschichte vorgelegt, die in meinen Augen ihres gleichen sucht. Im Mittelpunkt steht Protagonistin Mia, eine junge Frau, die ihren besten Freund viel zu früh verloren hat. Der zweite Protagonist ist Nathan, der vermeintliche Mörder dieses besten Freundes. Als dieser aus dem Gefängnis entlassen wird, und Mia ihm eines Tages unvorbereitet gegenüber steht, nimmt die Geschichte ihren Lauf. Alles andere müsst Ihr selbst lesen (und das solltet Ihr tatsächlich tun!!!!), denn sonst würde ich hier an dieser Stelle zu viel verraten. Die Autorin hat eine so emotionale Story entworfen, die mich nicht nur von der ersten Zeile an mitgenommen hat, sondern die alles zu bieten hat, was in meinen Augen ein Highlight braucht. Romantik, Tiefgang, toller sehr flüssiger Schreibstil, extrem authentisch gezeichnete Charaktere, aber in dem Fall eben auch noch so viel mehr, und das findet man, wie ich finde, eher selten, nämlich sogar ein Stück Lebenshilfe. Man merkt, mit viel Herzblut Rebekka Weiler bei der Sache ist und war, das beeinflusst u.a. auch ihr Engagement in der besagten Leserunde. Danke, liebe Rebekka, für ein Lesehighlight, für perfekte Unterhaltung, für Lachen und die Taschentuch-Momente, all das gab es während der Lektüre. Fünf hier zu vergebende Punkte sind eigentlich viel zu wenig, eine absolute Leseempfehlung versteht sich hier von selbst. Natürlich fiebere ich bereits jetzt dem nächsten Buch der Autorin entgegen. Ein bisschen muss ich mich noch gedulden, aber solche heiß ersehnten Neuerscheinungen erhellen, dann den bevorstehenden Winter.

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Veröffentlicht am 11.08.2022

Mal etwas ganz Anderes

Die Ewigkeit ist ein guter Ort
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Mit "Die Ewigkeit ist ein guter Ort" hat Tamaar Noort ein kleines, aber feines Buch vorgelegt, eine Geschichte, die mich tatsächlich sehr berührt hat. Theologen Elke stellt eines Tages fest, dass sie unter, ...

Mit "Die Ewigkeit ist ein guter Ort" hat Tamaar Noort ein kleines, aber feines Buch vorgelegt, eine Geschichte, die mich tatsächlich sehr berührt hat. Theologen Elke stellt eines Tages fest, dass sie unter, wie sie es selbst nennt, sogenannter "Gottesdemenz" leidet, sie vergisst vieles, was mit dem Glauben und der Kirche zu tun hat, ja sogar das Vater unser will ihr nicht mehr einfallen. Daraufhin macht sich Elke auf, fährt nach Hause, an den Ort ihrer Kindheit, um der Sache auf den Grund zu gehen. Doch hier wird alles überschattet vom Tod ihres Bruders, der viel zu früh ums Leben kam. Vieles in diesem Buch dreht sich um Glauben und Kirche, Religion im weitesten Sinne, doch ich finde, auch für denjenigen Leser, der hiermit nichts am Hut hat, ist die Geschichte durchaus lesenswert, denn Elkes Suche ist auch eine Suche nach sich selbst, nach dem eigentlichen Sinn des Lebens. Ein Roman, der viel Tiefgang bietet, einmal erwas ganz Anderes, hat mich stellenweise sehr berührt, deshalb von mir die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung. Das Cover ist sehr gelungen und hat mich ebenfalls angesprochen, ich hoffe sehr, bald noch mehr von dieser Autorin zu lesen.

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Veröffentlicht am 04.08.2022

Zweiter Teil der Familiensaga - perfekt gelungen

Schicksalsstunden
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Nach Schicksalszeit liegt nun hier der zweite Teil der Familiensaga mit dem Titel Schicksalsstunden vor, und wieder hat Katja Maybach in meinen Augen großartige Leseunterhaltung geboten! Von Beginn an ...

Nach Schicksalszeit liegt nun hier der zweite Teil der Familiensaga mit dem Titel Schicksalsstunden vor, und wieder hat Katja Maybach in meinen Augen großartige Leseunterhaltung geboten! Von Beginn an war ich sofort in der Handlung drin, heißt in allen Handlungssträngen, denn es läuft vieles parallel, aber das ist ja auch im realen Leben nicht anders. Durch die vielen Charaktere, die im spannenden Strom der Geschichte unseres Vaterlandes Positives und Negatives erleben, entsteht eine Atemlosigkeit, die einen das Buch nur schwer zur Seite legen lässt! Ich fühlte mich allen Personen sehr sehr nah, die Autorin hat hier extrem authentisch die Charaktere skizziert, ich fühlte mich von dem mehr als flüssigen Schreibstil komplett mitgenommen. Waren mir noch im ersten Band die Frauenfiguren näher, ist mir nun auch der Cousin der Laverne Sprösslinge, Felix, sehr ans Herz gewachsen. Seine Heimatliebe zu Ostpreußen, dem Leben auf dem Land hat mich sehr berührt, und ich konnte sie so gut nachvollziehen. Die Geschichte spielt Anfang bis Mitte der 30iger Jahre des letzten Jahrhunderts, jüdische Bürger haben es zunehmend schwer, so auch Clara, mit ihrem unehelichen Sohn Maxim, das Kind von Franz Laverne, der im Krieg gefallen war. So vieles passiert, lauter Verwicklungen, persönliche Konflikte, doch im Mittelpunkt steht der Familienbesitz des Luxushotels, das von Tochter Luise hauptverantwortlich nach einem schweren Brand wieder aufgebaut wurde. Ich fühlte mich großartig unterhalten, fieberte mit allen Protagonisten mit und freue mich bereits jetzt auf einen hoffentlich nächsten, dritten Teil der Saga! Von mir gibt es auf jeden Fall die volle Punktzahl für großartige Leseunterhaltung und eine absolute Empfehlung für alle, die bereits wie ich Teil 1 geliebt haben!

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