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Veröffentlicht am 08.06.2022

Solider Thriller im Mafia Milieu

City on Fire
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Da ich bisher noch kein Buch des vielgepriesenen Autors Don Winslow kannte, war ich neugierig auf diesen Triologie Autakt. Wir befinden uns an der Ostküste der USA in den 80iger Jahren, im Mittelpunkt ...

Da ich bisher noch kein Buch des vielgepriesenen Autors Don Winslow kannte, war ich neugierig auf diesen Triologie Autakt. Wir befinden uns an der Ostküste der USA in den 80iger Jahren, im Mittelpunkt stehen rivalisierende Clans der italienischen und irischen Mafia, allen voran Danny, der mit der Tochter des Bosses der italienischen Mafia, Terry verheiratet ist. Danny wird der Aufstieg in der Hierarchie erschwert, da sein Schwiegervater keinen Rivalen zulassen will. Es geht um Schutzgelderpressung, Raub, Überfälle und ähnliche Delikte, bisher hat Danny selbst noch keinen Mord begangen. Als Liam, ebenfalls Clanmitglied, sich mit der falschen Frau einlässt, droht die Lage zu eskalieren. Danny hatte bereits beim ersten Auftauchen von Pam, die wir schon direkt am Anfang der Geschichte kennenlernen, als sie im allzu knappen Bikini beim alljährlichen Sommerurlaub einiger Clanmitglieder aus dem Wasser steigt, die Blicke aller, nicht nur der Männer auf sich zieht, Ärger gewittert. Er soll recht behalten! Don Winslow hat um diese Ausgangslage einen spannenden Plot entwickelt. In flüssigem Schreibstil, immer wechselnd zwischen ruhigen und atemloseren Passagen entspinnt sich das Handlungsgeflecht dieses Thrillers. Anfangs hatte ich ein bisschen Probleme, die Vielzahl der Personen auseinander zu halten, aber das hat sich nach und nach gegeben, hier heißt es dran bleiben. Auf jeden Fall freue ich mich schon jetzt auf den zweiten Teil der Triologie, der wohl leider erst in 2023 erscheint. An dieser Stelle erstmal eine Leseempfehlung für den gelungenen Auftakt!

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Veröffentlicht am 07.06.2022

Ein Sommer wie er sein sollte

Ein unendlich kurzer Sommer
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Auf einem Campingplatz an einem See irgendwo in Deutschland trifft eine Handvoll Menschen aufeinander, scheinbar zufällig, und doch vielleicht vom Schicksal genau hierhin bestellt, wie man nach und nach ...

Auf einem Campingplatz an einem See irgendwo in Deutschland trifft eine Handvoll Menschen aufeinander, scheinbar zufällig, und doch vielleicht vom Schicksal genau hierhin bestellt, wie man nach und nach den Eindruck bekommt. Da ist zum einen Lale, eine junge Frau, die ihres oberflächlich betrachteten perfekten Ehealltags überdrüssig ist und sich spontan eine Auszeit nimmt und auf eben jenem Campingplatz strandet. Dort trifft sie auf den Eigentümer der Anlage, den alten kranken Gustav, der anfangs griesgrämig und unnahbar scheint und doch nach und nach sein gutes Herz offenbart. Hinzu kommt Christophe, der auf der fernen Insel Réunion gerade seine Mutter verloren hat, bei ihrem Nachlass einen geheimnisvollen Brief findet, der ihn auf Spurensuche nach Deutschland führt. Und dann ist da noch Flo, ein pubertierender, ein wenig einsamer Junge, der sich der Schicksalsgemeinschaft immer öfter anschließt. Die besagten Protagonisten verleben in der idyllischen Landschaft einen einzigartigen Sommer, jeder hat sein Geheimnis, seine Sorgen und Ängste, und doch genießen sie die gemeinsame Zeit, entwickeln sich weiter, und keiner ist am Ende der selbe wie zuvor. Kristina Pfister hat hier in einem für mich sogartigen Schreibstil eine großartige Geschichte komponiert, die mich komplett in ihren Bann gezogen hat. Wie sie die sommerliche Stimmung eingefangen hat, dass man geradezu die in der Sonne flirrende Luft, die im Abendlicht spielenden Mücken und die Trägheit eines Sommertages beim Lesen zu spüren scheint, ist meisterhaft. Dieses Buch hat mich fasziniert und stellt für mich die perfekte Sommer- oder Urlaubslektüre der, ganz davon abgesehen, dass das ansprechend gestaltete Cover per se schon mal Lust auf die aktuelle Jahreszeit macht! Von mir eine absolute und unbedingte Leseempfehlung für eins meiner aktuellen Highlights!

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Veröffentlicht am 05.06.2022

Gelungener Auftakt einer neuen Krimireihe

Gezeitenmord
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Mit "Gezeitenmord" ist Dennis Jürgensen ein sehr spannender Auftakt einer neuen Krimireihe gelungen. Der Autor nimmt uns mit ins Grenzgebiet von Dänemark und Deutschland, wo im Wattenmeer eine Leiche ...

Mit "Gezeitenmord" ist Dennis Jürgensen ein sehr spannender Auftakt einer neuen Krimireihe gelungen. Der Autor nimmt uns mit ins Grenzgebiet von Dänemark und Deutschland, wo im Wattenmeer eine Leiche gefunden wird. Ein junger Lehrer und sein Schüler stoßen bei einer vogelkundlichen Wanderung offenbar rein zufällig auf den Toten. Die dänische Kriminalassistenten Lykke Teits und der deutsche Kommissar Rudolph, genannt Rudi Lehmann ermitteln gemeinsam in dem Fall und verstehen sich auf Anhieb trotz eines erheblichen Altersunterschiedes. Wir erfahren nach und nach einiges über die beiden Protagonisten, deren Zusammenarbeit perfekt harmoniert, und die sich auch Privates anvertraue. Auf diese Art und Weise erfährt auch der Leser interessante Details aus dem Leben und der Vergangenheit der Ermittler. Beides sind sehr sympathische und authentische Charaktere, vom Autor gekonnt skizziert. Doch es bleibt nicht bei einem Toten, und die dörflichen Strukturen, wo Klatsch und Tratsch gedeiht, und doch andererseits die Bewohner eine verschworene Gemeinschaft bilden, erschweren der Polizei ihre Arbeit. Dennis Jürgensen gelingt es gut, den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Das Buch bot für mich abwechslungsreiche Leseunterhaltung, ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil! Von mir gibt es eine unbedingte Leseunterhaltung für alle Fans von skandinavischen relativ unblutigen Krimireihen.

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Veröffentlicht am 31.05.2022

Spannender Pageturner

Die Stimme
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Für mich war es das erste Buch von S.K. Tremayne, und ich bin wirklich begeistert! Ich konnte das Buch tatsächlich nur schwer aus der Hand legen! Im Mittelpunkt der Geschichte steht Josephine Turner, genannt ...

Für mich war es das erste Buch von S.K. Tremayne, und ich bin wirklich begeistert! Ich konnte das Buch tatsächlich nur schwer aus der Hand legen! Im Mittelpunkt der Geschichte steht Josephine Turner, genannt Jo, eine junge Frau, geschieden, als freiberufliche Journalistin mit nur geringem Einkommen, ist in einem noblen Wohnviertel bei einer Freundin, Tabitha untergekommen. Die Wohnung, der Freundin, die Jo diese zur Verfügung gestellt hat, ist mit allem technischen Schnickschnack ausgestattet, alles lässt sich elektronisch, mit einer Fernbedienung steuern, Heizung, Licht, Jalousien etc. mittels einer App, die sich Electra nennt, ein Pendant zur uns allen bekannten Alexa. Doch diese Technik scheint aus dem Ruder zu laufen, als Electra plötzlich aus heiterem Himmel angeht und Drohungen gegen Jo los lässt. Die junge Frau fühlt sich verfolgt, steht immer mehr Ängste aus, ja fängt an, sich in Selbstmordphantasien hinein zu steigern, was besonders prekär zu sein scheint, da ihr eigener Vater schwer depressiv war und Suizid begangen hat. Plötzlich scheinen sich alle gegen Jo verschworen zu haben, alte Freunde wenden sich von ihr ab, sie scheint Opfer einer Verschwörung geworden zu sein. Der Autor hat einen sehr sehr flüssigen, ja geradezu sogartigen Schreibstil und hier einen spannenden Plot entwickelt, dem ich mich nicht entziehen konnte und deshalb das Buch in einem Rutsch durchlesen musste. Dafür von mir auf jeden Fall die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.05.2022

Kann man lesen, muss man aber nicht

Die letzte Bibliothek der Welt
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Unsere Protagonistin June, eine junge Frau, die oft beschriebene sogenannte graue Maus steht im Mittelpunkt dieser Geschichte. Sie arbeitet als Bibliothekarin, Bücher sind ihr Leben, da sie extrem schüchtern ...

Unsere Protagonistin June, eine junge Frau, die oft beschriebene sogenannte graue Maus steht im Mittelpunkt dieser Geschichte. Sie arbeitet als Bibliothekarin, Bücher sind ihr Leben, da sie extrem schüchtern ist, kann sie mit Menschen nicht wirklich viel anfangen. Sie lebt allein mit ihrer Mutter, als diese stirbt, scheint sich June noch mehr in ihr Schneckenhaus zurück zu ziehen. Doch dann soll ihr Lebensinhalt, die Bibliothek geschlossen werden aus Kostengründen, ein Thema, das in der heutigen Zeit, wo überall gespart werden muss, an der Tagesordnung ist. Doch June möchte dies natürlich keinesfalls hinnehmen und tut sich mit Gleichgesinnten zusammen, um das Ende der Bibliothek zu verhindern. Eine bunte Truppe aus Rentnern, Schülern und teils schrulligen Zeitgenossen wird durch das gemeinsame Ziel zu einer Schicksalsgemeinschaft. Und auch Junes ehemaliger Schulfreund Alex, für den sie plötzlich mehr als nur Freundschaft zu empfinden scheint, mischt kräftig in der Geschichte mit. Eine wirklich unterhaltsame und nette Wohlfühlgeschichte, bei der mir aber insgesamt ein bisschen das Besondere gefehlt hat, auch wenn Schreibstil und Skizzierung der Charaktere durchaus gelungen waren.

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