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Veröffentlicht am 14.11.2021

Abwechslungsreiche Familiengeschichte mit etwas wenig Tiefgang

Wir sind schließlich wer
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Mit großer Spannung hatte ich das neue Buch von Anne Gesthuysen erwartet, bin ich doch nach den Erfolgen von "Wir sind doch Schwestern" und "Mädelsabend" ein großer Fan von ihr! Wir lernen Protagonistin ...

Mit großer Spannung hatte ich das neue Buch von Anne Gesthuysen erwartet, bin ich doch nach den Erfolgen von "Wir sind doch Schwestern" und "Mädelsabend" ein großer Fan von ihr! Wir lernen Protagonistin Anna von Betteray kennen, die ihre erste Stelle als Pastorin, in Form der Vertretung des Pfarrers, der sich zur Kur an der Ostsee befindet, in einem kleinen Dorf am Niederrhein, antritt. Anna entspricht nicht unbedingt dem klassischen Klischee einer Pastor in, sie ist sehr jung, noch dazu geschieden, und wird deshalb von den Dorfbewohnern kritisch und abwartend beäugt. Annas stetiger Begleiter, ihr Hund Freddy, macht dabei die Sache auch nicht unbedingt besser. Doch ganz schnell wendet sich der Hauptfokus der Geschichte von Anna ab hin zu ihrer vier Jahre älteren Schwester Maria, Liebling der Mutter und standesgemäß mit einem Grafen verheiratet. Doch Marias Vorzeigeleben erhält erhebliche Kratzer, als Ihr Mann Gottfried wegen Steuerhinterziehung verhaftet wird, und dann auch noch der 11jährige Sohn Sascha verschwindet. Maria versucht offenbar noch dazu schon seit längerem , die familiären Probleme im Alkohol zu ertränken. Die Autorin erzählt diese durchaus abwechslungsreiche Familiengeschichte in sehr flüssigem angenehmem Schreibstil und entspannt lockeren Tonfall mit durchaus unterhaltsamem Humor. Leider fehlte es mir insgesamt etwas an Tiefgang, durchaus wichtige, ernste Themen, wie zum Beispiel Homosexualität und Missbrauch werden immer nur oberflächlich angerissen. Deshalb einen Punkt Abzug, aber zur leichten Unterhaltung für zwischendurch gut geeignet!

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Veröffentlicht am 12.11.2021

Der dritte Fall um Linville und Hale - mega spannend

Ohne Schuld
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Im Rahmen einer Leserunde auf einem anderen Portal habe ich dieses überaus spannende Buch von Charlotte Link gelesen. Wir befinden uns im dritten Fall der Reihe mit dem Ermittler-Team Kate Linville und ...

Im Rahmen einer Leserunde auf einem anderen Portal habe ich dieses überaus spannende Buch von Charlotte Link gelesen. Wir befinden uns im dritten Fall der Reihe mit dem Ermittler-Team Kate Linville und Caleb Hale, allerdings wird letzterer gleich am Anfang vom Dienst suspendiert, da er während eines laufenden Falles mit 0,7 Promille im Einsatz angetroffen wird. So muss Kate alleine ran, diesmal mit Seargant Robert Stewart, der leider ein nicht annähernd so angenehmer Kollege ist wie Caleb. Es gibt zwei parallel laufende Verbrechen, die irgendwie zusammen zu hängen scheinen. Doch wie bleibt sowohl den Ermittlern als auch dem Leser lange unklar. Eine Frau wird mit einer Waffe in einem fahrenden Zug bedroht, mit der gleichen Pistole wird auf eine schwer gestürzte Radfahrerin geschossen, als diese, über einen gespannten Draht gefahren bereits bewusstlos am Boden liegt. Handelt es sich um ein und den selben Täter? Aus vielen verschiedenen Perspektiven geschildert tasten wir uns ganz langsam und gleichzeitig mit einer unglaublichen atemlosen Spannung an die Lösung der Fälle heran. Die Polizei findet Schreckliches heraus, tragische Familiendramen, unfassbar und traurig! Der Schreibstil von Charlotte Link ist flüssig und angenehm, die Charaktere sehr authentisch geschildert, ich war sofort in der Geschichte drin. Die Handlung ist so abwechslungsreich, man rätselt als Leser fast bis zum Schluss, wer nun tatsächlich der Täter ist, ich habe lange keinen so spannenden Krimi mehr gelesen, konnte das Buch stellenweise einfach nicht aus der Hand legen! Hierfür gibt es mindestens fünf Sterne und eine absolute und unbedingte Leseempfehlung! Schon jetzt fiebere ich dem im nächsten Herbst erscheinen neuen Buch der Reihe entgegen!

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Veröffentlicht am 10.11.2021

Langatmiges Portrait des New Yorker Bezirks Harlem in den 60igern

Harlem Shuffle
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Ich hatte zugegebnermaßen hohe Erwartungen an den Roman "Harlem Shuffle" von Colson Whitehead und war dementsprechend sehr gespannt! Der Autor nimmt uns mit ins New York der 50iger und 60iger Jahre, im ...

Ich hatte zugegebnermaßen hohe Erwartungen an den Roman "Harlem Shuffle" von Colson Whitehead und war dementsprechend sehr gespannt! Der Autor nimmt uns mit ins New York der 50iger und 60iger Jahre, im Mittelpunkt der Geschichte steht Protagonist Ray Carney, ein junger Mann, der mit Einrichtungsgegenständen aller Art, aber auch mit Elektronik, Fernsehern, Radios etc handelt, also allem, was sich irgendwie zu Geld machen lässt. Dabei möchte er eigentlich ein ehrlicher Mensch bleiben, doch das gelingt ihm nicht immer, Cousin Freddie, der ihm so einiges an Waren anbietet, die aus Diebstählen unterschiedlicher Art stammen. Carney muss seine Familie ernähren, für seine Schwiegereltern ist er nie gut genug, er tut alles, was für ihn möglich ist, da verschwimmt so manches Mal auch die Grenze zur Illegalität ein wenig! Der Schreibstil des Autors ist flüssig u. flott zu lesen, Colson Whitehead hat die Atmosphäre des New Yorker Bezirks Harlem perfekt eingefangen, man sieht vieles bildlich vor sich, auch jemand wie ich, der noch nie in New York war. Trotzdem fand ich die Handlung stellenweise tatsächlich sehr langatmig, es fehlte mir permanent die Spannung, die einen das Buch gerne zur Hand nehmen und weiterlesen lässt. Aus diesem Grunde tue ich mich mit einer Empfehlung leider schwer!

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Veröffentlicht am 06.11.2021

Nicht so wirklich meins

Der Tod und das dunkle Meer
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Der Autor nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit, wir befinden uns im ersten Drittel des 17. Jahrhundert, als sich der Generalgoverneur Jan Haan auf die weite Heimkehr per Schiff aus der Niederländischen ...

Der Autor nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit, wir befinden uns im ersten Drittel des 17. Jahrhundert, als sich der Generalgoverneur Jan Haan auf die weite Heimkehr per Schiff aus der Niederländischen Ostindien-Kompanie in Asien, Batavia, dem heutigen Jakarta, macht. Mit ihm reisen u.a. seine Ehefrau Sahra und die gemeinsame Tochter, sowie der gefangene Detektiv Samuel Pipps und dessen Beschützer Arent Hayes und natürlich eine mehr als umfangreiche Crew mit unzähligen Mitgliedern. Das Schiff wird bereits vor der Abreise von einem Aussätzigen verflucht und steht deshalb unter keinem guten Stern. An Bord passieren dann auch eigenartige Dinge, letztendlich sogar ein Mord. Sarah und Arent ermitteln gemeinsam, was sich zunehmend als sehr gefährlich herausstellt. Was anfangs sehr sehr spannend beginnt, entwickelte sich leider für mich als zunehmend verwirrend. Der Erzählfaden wird nicht stringent durchgehalten, Stuart Turton verliert sich in meinen Augen sogar in Widersprüchlichkeiten, ich hatte mindestens ab der zweiten Hälfte tatsächlich einige Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen u. mich dauerhaft darauf zu konzentrieren. Die Idee ist zwar mit Sicherheit eine gute gewesen, eine Mischung aus Grusel-, Detektiv und historischer Geschichte zu komponieren, doch die Umsetzung ließ für mich leider zu wünschen übrig. Schade, ich denke, hier war mehr Potential vorhanden!

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Veröffentlicht am 06.11.2021

Cozy Crime vom Feinsten

Die unhöfliche Tote
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Nachdem ich bereits den ersten Band der Reihe von S. J. Bennett gelesen hatte, war ich natürlich besonders gespannt auf einen weiteren Fall, in dem die "Queen of Crime", die Königin Elisabeth von England ...

Nachdem ich bereits den ersten Band der Reihe von S. J. Bennett gelesen hatte, war ich natürlich besonders gespannt auf einen weiteren Fall, in dem die "Queen of Crime", die Königin Elisabeth von England persönlich ermittelt. Diesmal gibt es eine Tote im Swimming Pool, eine unliebsame Hausangestellte wird aufgefunden, und selbstverständlich kümmert sich wieder die Queen höchstpersönlich um den Fall, unterstützt von meiner eigentlichen Lieblingsprotagonistin Rozie Oshodi, ihrer Privatsekretärin. In einem weiteren Handlungsstrang vermisst Elisabeth ein wertvolles Gemälde, das für sie nebenbei auch einen immensen ideellen Wert besitzt, auch hier muss Rozie aktiv werden und recherchieren. Alles war cozy, natürlich unblutig, unaufgeregt, genau nach meinem Geschmack, ich wage zu sagen, dass mir dieser zweite Teil sogar noch etwas besser gefallen hat als der Vorgänger. Der flüssige, angenehme Schreibstil der Autorin macht dieses Buch zu einer entspannten leichten Leküre für ein paar abwechslungsreiche Lesestunden auf der Couch für alle Liebhaber des britischen Königshauses. Von mir dafür eine absolute Leseempfehlung und die volle Punktzahl!

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