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Veröffentlicht am 27.09.2021

The Great Depression

Die vier Winde
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Auf das neue Buch von Bestseller Autorin Kristin Hannah war ich sehr gespannt, denn bereits "Die Nachtigall" aus ihrer Feder hatte mich sehr gefesselt. Und meine hohe Erwartung würde Gott sei dank nicht ...

Auf das neue Buch von Bestseller Autorin Kristin Hannah war ich sehr gespannt, denn bereits "Die Nachtigall" aus ihrer Feder hatte mich sehr gefesselt. Und meine hohe Erwartung würde Gott sei dank nicht enttäuscht. Zwar fand ich das Cover eher unspektakulär und hätte das Buch aufgrund dessen vermutlich nicht unbedingt zur Hand genommen, aber der Name der Autorin birgt halt für spannende Leseunterhaltung und das nicht zu Unrecht! Wir lernen Protagonistin Elsinore, genannt Elsa, kennen, eine junge Frau, Mitte 20, leider nicht besonders hübsch und noch dazu 1,80m groß, was in der Zeit, in der wir uns befinden kurz nach dem Ersten Weltkrieg und nach der Weltwirtschaftskrise in den 20iger Jahren beides keine positiven Indizien für eine begehrenswerte Ehefrau darstellten. So nehmen Elsas Eltern ihr jede Hoffnung auf einen potentiellen Mann und auch sie selbst vermitteln ihrer Tochter keine liebevollen Gefühle. Als Elsa dann dennoch jemanden ihr Herz schenkt und von ihm auch noch überraschend schwanger wird, verstößt sie ihre eigene Familie. Anfangs widerwillig nehmen ihre nruen Schwiegereltern die junge Frau auf, und Elsa wächst erstaunlich schnell in das entbehrungsreiche Leben einer Farmersfrau mit harter Arbeit hinein. Doch eine schwere Dürre kommt über Texas, wo die Familie unserer Protagonistin lebt, und damit verbunden Hunger und Armut. Elsa muss erneut fliehen und sich schrecklichen Schicksalsschlägen stellen. Kristin Hannah beschreibt all diese traurigen Umstände in flüssigem und sehr spannendem Schreibstil, die Charaktere sind alle ausnahmslos authentisch geschildert, so dass man sich das harte Leben, dass sie führen mussten, extrem gut vorstellen kann. Ich wusste zugegebenermaßen über diesen Abschnitt der amerikanischen Geschichte bisher so gut wie nichts und war zutiefst betroffen und erschüttert über die Schicksalsschlägen, mit denen sich die Menschen damals konfrontiert sahen. Danke für dieses gut recherchierte Buch, danke für wirklich spannende Leseunterhaltung mit Tiefgang! Volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.09.2021

Frau Maier macht Wellness

Frau Maier macht Dampf
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Im bereits 5. Band der Cozy Crime Reihe kommen alle Fans der kauzigen Ermittlerin Frau Maier wieder voll auf ihre Kosten. Die Protagonistin muss in einen Wellnessurlaub starten, den ihre Nachbarin gewonnen ...

Im bereits 5. Band der Cozy Crime Reihe kommen alle Fans der kauzigen Ermittlerin Frau Maier wieder voll auf ihre Kosten. Die Protagonistin muss in einen Wellnessurlaub starten, den ihre Nachbarin gewonnen hatte, aber kurzfristig leider verhindert ist. Frau Maier ist anfangs gar nicht wirklich angetan, doch die Tatsache, dass sich am Urlaubsort in der Vergangenheit schon mal das eine oder andere Sonderbare ereignet hatte, versöhnt sie mit der Situation. Und wirklich - dort wo Frau Maier sich aufhält, ist auch eine Leiche nicht weit! Und so wird der Buchhalter des Hauses tot im Whirlpool aufgefunden. Unsere Hauptfigur bekommt Unterstützung von Privatdetektiv Woitschek, und so wird ermittelt, was das Zeug hält. Jessica Kremser hat in ihrem gewohnt flüssigen und angenehmen Schreibstil eine weitere Geschichte rund um die etwas schräge und doch komplett liebenswerte Hobby Ermittlerin entworfen. Ich fühlte mich wie immer spannend und vor allem äußerst humorvoll unterhalten.

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Veröffentlicht am 24.09.2021

Großartige unblutige Krimiunterhaltung mit viel Berliner Lokalkolorit

Eigenbedarf
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Gleich beim ersten Betrachten dieses Buches dachte ich, dass es sich um etwas Besonderes, Anderes, Schräges handeln würde, u. ich wurde nicht enttäuscht! Das Cover von "Eigenbedarf" von Michael Opoczynski ...

Gleich beim ersten Betrachten dieses Buches dachte ich, dass es sich um etwas Besonderes, Anderes, Schräges handeln würde, u. ich wurde nicht enttäuscht! Das Cover von "Eigenbedarf" von Michael Opoczynski hat mich sofort angesprochen, der in krakeliger Schreibschrift geschriebene Titel fällt einfach direkt ins Auge, u. die Berliner Mietskaserne mit Einblick in deren Hinterhof wirkt auf eine Urberlinerin wie mich gleich vertraut. Wir befinden uns in Berlin Moabit, hier zocken sogenannte Miethaie, Investoren, die Altberliner Mietshäuser günstig aufkaufen, sanieren u. extrem teuer neu vermieten u. so langjährige Mieter mit geringen Einkommen verdrängen, ein weit verbreitetes Phänomen. Diesem Missstand widmet sich die sogenannte "Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen", eine zusammengwürfelte Truppe von unterschiedllichen skurrilen Charakteren, die Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft aufdecken. Der Autor hat hiermit bereits den dritten Fall in der Reihe veröffentlicht, für mich war es das erste Buch, u. trotzdem hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, in die Geschichte rein zu kommen. Gleichzeitig mit den Laienermittlern recherchiert eine Sonderkommission der Berliner Polizei zu dem Thema. Die Protagonisten sind durchweg ein bisschen schräge Figuren, alle sehr authentisch von Opoczynski geschildert, so dass ich oftmals schmunzeln musste, auch wenn der Autor ansonsten einen recht nüchternen und doch gleichzeitig sehr flüssigen und angenehm zu lesenden Schreibstil an den Tag legt. Insgesamt handelt es sich um einen unblutigen Krimi genau nach meinem Geschmack, nicht reißerisch und doch sehr spannend, vor allem mit viel Berliner Lokalkolorit, das besonders mir als geborene Einwohnerin dieser Stadt, sehr sehr gut gefallen hat. Es wurde hier im Vorfeld sehr gründliche Recherche betrieben, auch das hat mich beeindruckt! Von mir die volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 23.09.2021

Verstörende Familiengeschichte

Die Überlebenden
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In seinem Debutroman präsentiert uns der schwedische Autor Alex Schulman eine nüchtern erzählte und doch hoch dramatische Familiengeschichte. Schon das Cover hatte mich auf den ersten Blick angesprochen, ...

In seinem Debutroman präsentiert uns der schwedische Autor Alex Schulman eine nüchtern erzählte und doch hoch dramatische Familiengeschichte. Schon das Cover hatte mich auf den ersten Blick angesprochen, in schönen warmen Brauntönen gestaltet, passt es wunderbar zu den bodenständigen in geradezu poetischer Sprache verfassten Naturschilderungen, die im krassen Gegensatz zu den zwischenmenschlichen Misstönen innerhalb der Familie stehen, deren Story wir hier l,esen. Die drei Brüder Nils, Benjamin und Pierre treffen sich Jahren wieder ,um nach dem Tod der Mutter deren Asche zu verstreuen. Die Geschichte wird in zwei abwechselnden Erdzählsträngen, die zwischen der Kindheit der Jungen und der jetzigen Gegenwart hin und her pendeln und aufeinander zu bewegen.Als die Jungen klein waren, verbrachte die Familie ihre Sommer regelmäßig in einem Haus am See, wo man sich mit üblichen Freizeitbeschäftigungen den Tag vertrieb wie Schwimmen, Spaziergänge im Wald und kleine Wettstreits zwischen den Brüdern. Doch die von Anfang an vorhandene Rivalität zwischen den drei Jungs wird vom Vater fortwährend angeheizt, die Mutter scheint den Hund der Familie mehr zu lieben als die Jungs, eine unterschwellige Anspannung liegt zwischen den Zeilen, was steckt dahinter? In einem einfachen und doch gleichzeitig anspruchsvollen Erzählstil rollt der Autor die Geschichte bis zum für mich nicht annähernd vorhersehbaren Ende auf, man hat als Leser das Gefühl, bis zum Schluss regelrecht die Luft anzuhalten! Ein großartiges Buch, das mich tief berührt hat, eine unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.09.2021

Die (Lebens)Unfähigkeit des Herrn Schmidt

Barbara stirbt nicht
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m Buch "Barbara stirbt nicht" von Alina Bronsky lernen wir das Ehepaar Schmidt kennen, das seit über 50 Jahren verheiratet ist. Die beiden Ehepartner Walter und Barbara haben in den vielen Jahrzehnten ...

m Buch "Barbara stirbt nicht" von Alina Bronsky lernen wir das Ehepaar Schmidt kennen, das seit über 50 Jahren verheiratet ist. Die beiden Ehepartner Walter und Barbara haben in den vielen Jahrzehnten ihrer Ehe die jeweils traditionelle Rolle übernommen und sich offenbar damit gut arrangiert, und dies bis zur absoluten Perfektion. So kommt es, dass Walter Schmidt, der bisher der wirtschaftliche Versorger und Ernährer der Familie war, aber in Sachen Haushaltsführung komplett unfähig, in dem Augenblick, als seine Frau Barbara eines Morgens krankheitsbedingt das Bett nicht mehr verlässt, vor nahezu unüberwindbare Hindernisse. So grotesk es dem Leser auch vorkommen mag, aber Walter Schmidt ist tatsächlich nicht einmal in der Lage, sich alleine einen Kaffee zu kochen. Zwar versucht er sich, um seine kranke Frau zu kümmern, aber alle Bemühungen wirken in ihrer Hilflosigkeit geradezu albern, der alte Mann kommt dem Leser quasi vor wie ein kleines Kind. Diese Unfähigkeit hat Alina Bronsky derart offen und brutal geschildert, vielleicht auch etwas überzogen, so dass man schmunzeln muss, doch bleibt einem das Lachen oft im Halse stecken. Diese Lebensunfähigkeit wirkt komisch und ist doch gleichzeitig bitterernst. Durch die Einfachheit der Sprache, die die Autorin verwendet, wird die ernste Situation noch deutlicher, geradezu glasklar. Der Roman liest sich durch den flüssigen Schreibstil einfach weg, alle Figuren, die beiden Ehepartner, sowie deren erwachsene Kinder und auch Nebenrollen, wie Bäckereiverkäuferin und Hausarzt sind treffend und gut geschildert, so dass man sich alles bildhaft vorstellen kann. Ein auf den ersten Blick humorvoll wirkendes Buch, das einen extrem ernsten Hintergrund hat. Man wird sich zum einen der Endlichkeit des Lebens bewusst, aber auch die Festgefahrenheit der Protagonisten regt zum Nachdenken an. Von mir die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung!

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