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Veröffentlicht am 29.11.2023

fremde Welt mit magischen Elementen

Falaysia / Falaysia - Fremde Welt - Band 1
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Eben noch bei ihrer Tante, findet sich Jenna kurze Zeit später in einer fremden Welt wieder. Glaubt sie Anfangs noch, dass sie träumt oder sich in einer Filmkulisse befindet, muss sie aber bald eingestehen, ...

Eben noch bei ihrer Tante, findet sich Jenna kurze Zeit später in einer fremden Welt wieder. Glaubt sie Anfangs noch, dass sie träumt oder sich in einer Filmkulisse befindet, muss sie aber bald eingestehen, dass die Welt echt ist. Als sie Bekanntschaft mit Leon macht, der ebenfalls aus ihrer Welt kommt ist beiden klar, dass sie nur zusammen eventuell die Möglichkeit haben zurückzukehren.

Das Hörbuch hat wirklich Spaß beim hören gemacht und war durchgängig spannend. Die verschiedenen Perspektiven von Jenna und Leon werden von verschiedenen Sprechern gesprochen, was es einfacher macht den Überblick zu behalten wessen Sicht gerade erzählt wird. Wenn der männliche Sprecher Frauenstimmen spricht ist das mitunter etwas gewöhnungsbedürftig, hilft aber auch in den verschiedenen Personen und ungewöhnlichen Namen nicht verloren zu gehen.

Die verschiedenen Charaktere fand ich gut gezeichnet. Nicht immer ist es schwarz und weiß und die Personen entwickeln sich nicht immer wie man es erwartet hat. Der erste Teil endet mit einem wirklich spannenden Cliffhanger und ich möchte unbedingt wissen wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 25.11.2023

Grintel Gemeinschaft

Der Prinz von Allagad
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Als seine Liebe Tanana von einem Riesen entführt wird, ist für Wattsche klar, dass er sie befreien wird. Mit ein paar anderen Grinteln macht er sich auf den Weg. Dabei haben sie viele Gefahren zu bestehen ...

Als seine Liebe Tanana von einem Riesen entführt wird, ist für Wattsche klar, dass er sie befreien wird. Mit ein paar anderen Grinteln macht er sich auf den Weg. Dabei haben sie viele Gefahren zu bestehen und müssen auch den Riesen besiegen.

Uns hat das Buch sehr gut gefallen. Der junge Grintel Wattsche mach eine erstaunliche Entwicklung durch. Zu Anfang ist er ein junger Grintel, der sich eine Ungerechtigkeit von den älteren gefallen lassen muss. Aber auf der Reise kann er mehr und mehr zeigen was in ihm steckt.

Die Grintel und ihre Gemeinschaft ist erstaunlich und liebenswert. Männer und Frauen sind gleichberechtigt, alle Raufen gerne, heiraten geht innerhalb von Sekunden und sie haben eine große Vorliebe für Silber. Joko Schwarzenstein schafft es, dass man die kleinen Wesen sofort ins Herz schließen muss.

Die Geschichte ist spannend, aber nicht zu kompliziert und damit auch für junge Leser gut zu lesen. Das Schriftbild, Absätze und Kapitellänge sind sehr angenehm.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 20.11.2023

absolute Trostlosigkeit

K.O.
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Biagio wächst, nur mit seinem Vater als Familie, in den 80er Jahren in einem süditalienischen Dort auf. Er ist ein klassischer Außenseiter, auch mit seinem Vater spricht er kaum. Das einzige was er macht ...

Biagio wächst, nur mit seinem Vater als Familie, in den 80er Jahren in einem süditalienischen Dort auf. Er ist ein klassischer Außenseiter, auch mit seinem Vater spricht er kaum. Das einzige was er macht und halbwegs kann ist boxen. Aber auch das ist keine Leidenschaft sondern einfach nur das einzige was er macht.

Das Buch ist sehr fokussiert aus Biagios Perspektive geschrieben. Damit weiß der Leser nur was und wie es Biagio erlebt. Das Dorf und seine Bewohner sind für ihn, wie auch der Vater, absolut trostlos und bieten keinerlei Halt im Leben. Seine Andersartigkeit fußt auf einer kognitiven Einschränkung und seiner nicht akzeptierten sexuellen Ausrichtung. Wobei im Buch eher auf seine Beziehung zu Sara eingegangen wird, die er heiratet, und auf die Unfähigkeit zu ihr wirklich eine Beziehung aufzubauen. Man hat das Gefühl er steht immer nur neben seinem Leben.

Das Buch ist sehr gut und fesselnd geschrieben. Es ist mir in seines absoluten Trostlosigkeit und Tristesse sehr unter die Haut gegangen.

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Veröffentlicht am 13.11.2023

Da ist was faul

Faule Äpfel
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Ein Paketbote verschwindet und in dem aufgerissenen Paket von Francesca findet Carl Sopran ein Päckchen Kokain. Er kann es nicht lassen. Das Päckchen behält er und fängt an der Sache nachzuspüren. Es dauert ...

Ein Paketbote verschwindet und in dem aufgerissenen Paket von Francesca findet Carl Sopran ein Päckchen Kokain. Er kann es nicht lassen. Das Päckchen behält er und fängt an der Sache nachzuspüren. Es dauert nicht lange und ein Obstlieferant verschwindet ebenfalls, dafür wird ein Obsthändler tot aufgefunden. Carls Sopran hat derweil keinen richtigen Plan uns lässt sich von seinem Instinkt treiben. Dieder (der das Glück) lassen ihn immer an der richtigen Stelle auftauchen.

Carl Sopran als einsamer, instinktgetriebener Wolf hat mir gut gefallen. Er lässt sich einfach treiben, hat dabei aber immer einen guten Riecher. Dazu der Lokalcharme, der immer in Beschreibungen der Gegend, der Berge und der Sicht auf das Alpenpanorama präsent ist. Da wir schon mehrmals in der Gegend Urlaub gemacht haben, hatte ich immer latente Urlaubsgefühle.

Die beiden Frauen an seiner Seite bleiben leider gegen Carl Sopran etwas farblos. Auch hatte ich irgendwann Probleme die ganzen verschiedenen Stränge übereinander zu bekommen. Alles in allem aber ein abwechslungsreicher, spannender Krimi.

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Veröffentlicht am 13.11.2023

Clara und Rilke - eine besondere Beziehung

Clara und Rilke
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Eigentlich passt es ganz gut, dass hier Clara mit Vornamen und Rilke mit Nachnamen tituliert werden. Die Geschichte dieser besonderen Beziehung wird doch eher aus Claras Sicht erzählt, auch wenn der mittlere ...

Eigentlich passt es ganz gut, dass hier Clara mit Vornamen und Rilke mit Nachnamen tituliert werden. Die Geschichte dieser besonderen Beziehung wird doch eher aus Claras Sicht erzählt, auch wenn der mittlere und größte Part in den Kapiteln abwechselnd ihre und seine Perspektive beschreibt. Die Zeit zu Anfang und zu Ende sind jedoch ihrer Sicht vorbehalten.

Es wird sehr schön beschrieben wie die beiden sich kennen lernen, einander näher kommen und ihre Beziehung gestalten. Über den Einblick in diese besondere Beziehung hinaus, bekommt man auch Einblick in das Künstlerleben im Dorf Worpswede, in dem die Künstler eine große Familie zu bilden scheinen.

Mit der Sprecherin habe ich anfangs etwas gehadert, da ihr Klang etwas hochnäsig erschient. Je mehr ich gehört habe desto besser passte es. Es ist vielleicht nicht richtig Hochnäsigkeit, die dort hindurchkommt, sondern eher das Zuwenden zu einer eigenen Welt, die so ganz anders aussieht als die Welt der Nichtkünstler. Jeden Kapitel ist zudem ein Gedicht von Rilke vorangestellt. Diese werden von der Sprecherin einfach wunderschön gelesen und interpretiert.

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