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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2020

Etwas Schwächer als die Vorgänger

Die Ärztin: Die Wege der Liebe
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Die Jahre sind ins Land gegangen und Ricarda hat ihren Weg mittlerweile gefunden. Nach dem sie längere Zeit mit ihrem Mann in China weilte ist sie jetzt wieder zurück in Deutschland. Hier arbeitet sie ...

Die Jahre sind ins Land gegangen und Ricarda hat ihren Weg mittlerweile gefunden. Nach dem sie längere Zeit mit ihrem Mann in China weilte ist sie jetzt wieder zurück in Deutschland. Hier arbeitet sie an der Charite. Doch der Krieg hat sie weiterhin fest im Griff, immer wieder muss Ricca junge Mädchen verarzten, die sich in der Munitionsfabrik schwerste Wunden geholt haben. Auch ihre Tochter Henny ist in ihre Fußstapfen getreten und hat sich der Medizin gewidmet. Allerdings zieht es Henny nach Amerika, wo sie sich mit ihrem etwas zwielichtigem Mann ein Leben aufgebaut hat. Ihr Sohn Georg muss in den Krieg einrücken und gilt schon bald als vermisst. Nur die jüngste, Antonia, macht ihr weiterhin Freude, auch wenn das Alter gewisse Zickigkeiten mit sich bringt.
Der 3. Band hat mich nicht ganz so begeistert wie die beiden Vorgänger. Auch wenn der Schreibstil wieder sehr flüssig und spannend war hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Trotz allem war es ein sehr unterhaltsames Buch. Allerdings würde ich empfehlen die Bände der Reihe nach zu lesen, da man die Entwicklung der Familie so besser nachvollziehen kann

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Veröffentlicht am 03.10.2020

Ungewöhnliche Todesfälle

Rache, auf ewig (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 3)
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Jan Grall und Rabea Wyler wurden nach einigen Vorfällen beim LKA suspendiert. Um weiterhin einigermaßen über die Runden zu kommen haben sie eine Agentur für Fallanalyse eröffnet. Allerdings ist es nicht ...

Jan Grall und Rabea Wyler wurden nach einigen Vorfällen beim LKA suspendiert. Um weiterhin einigermaßen über die Runden zu kommen haben sie eine Agentur für Fallanalyse eröffnet. Allerdings ist es nicht wirklich Jan`s Welt zu beurteilen ob ein Dackel an Narzissmus leidet. Da geht er doch lieber zu Anita Ichigawa, einer BKA- Beamtin. Doch das Techtelmechtel währt nur kurz, denn Anita muss zu einem Mordfall nach Sylt reisen. Hier fand ein außergewöhnlich brutaler Mordfall statt. Ein Mann wurde in einem Gewächshaus tot aufgefunden, unter ihm wuchs langsam aber stetig Bambus in seinen Körper. Bei Jan klingeln jedoch alle Alarmglocken, als die Meldung kam das Anita spurlos verschwunden ist. Kurzerhand reist er mit Rabea nach Sylt um sich selbst auf die Suche nach ihr zu machen. Die Suche gestaltet sich als äußerst schwierig, aufgefunden wurde nur eine Uhr des Opfers an der sich die Fingerabdrücke von Anita befanden. Doch damit nicht genug "der Erlöser" hat noch ganz andere brutale Todesarten im Gepäck. Die Jagd geht also weiter.



Der Autor Lars Schütz ist ein Garant für spannende Unterhaltung. Seine brutalen Todesarten kann man sich nicht im entferntesten vorstellen. In kürzester Zeit wird man in eine abartige Welt gestoßen, die blutiger kaum sein könnte. Die beiden sympathischen Hauptprotagonisten Grall und Wyler ermitteln mit Sinn und Verstand, was alles sehr logisch erscheinen lässt. Der Mörder ist zu keiner Zeit vorhersehbar, aber dennoch absolut schlüssig. Menschen mit sanftem Gemüt sollten allerdings die Finger von dem Werk lassen, da es Lars Schütz vorbildlich versteht ein Kopfkino in Gang zu setzen. Dies ist mittlerweile schon der 3. Band rund um das Ermittlerduo und hoffentlich nicht der letzte. Gerne spreche ich für alle Thrillerfans eine Leseempfehlung aus und vergebe 5 Sterne

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Veröffentlicht am 02.10.2020

Tolle Fortsetzung

Die Ärztin: Stürme des Lebens
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Ricarda's Traum ist endlich Wirklichkeit. Das Medizinstudium hat sie erfolgreich hinter sich gebracht und jetzt ist sie tatsächlich Ärztin. Doch ganz so einfach wie sie sich das vorgestellt hat ist es ...

Ricarda's Traum ist endlich Wirklichkeit. Das Medizinstudium hat sie erfolgreich hinter sich gebracht und jetzt ist sie tatsächlich Ärztin. Doch ganz so einfach wie sie sich das vorgestellt hat ist es nicht. Ihre Hochzeit mit dem Rechtsanwalt Georg, dessen Familie in München eine erfolgreiche Brauerei besitzt, ist zwar glücklich, aber Ricarda fühlt sich einfach nicht wohl. Ihre eigene Praxis läuft nicht so wie sie es sich vorgestellt hat, kaum jemand nimmt ihre Dienste in Anspruch. Als immer mehr Kinder von der Diphtherie heimgesucht werden versucht sie alles um die Kinder ihrer Schwägerin zu retten, doch selbst die glaubt nicht an Ricarda.
Auch der 2. Band der Ärztin konnte mich wieder von der ersten Seite an fesseln. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd zugleich. Man spürt, mit wieviel Liebe die Protagonisten erschaffen wurden. Man bekommt in etwa einen Einblick, wie schwer das Leben für berufstätige Frauen damals war. Ohne Einwilligung des Mannes ging gar nichts. Auch die damalige prekäre politische Lage bleibt nicht unerwähnt und ist nicht minder interessant. Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen und freue mich schon auf Band 3

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Veröffentlicht am 26.09.2020

Starke Frauen

Die Ärztin: Das Licht der Welt
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Die 13 jährige Ricarda lebt mit ihren Eltern und ihrer Schwester auf Gut Freystetten in der Mark Brandenburg. Ihr Vater ist der Gärtner des Gutes, die Mutter ist die Köchin. Für die Kinder ist es selbstverständlich ...

Die 13 jährige Ricarda lebt mit ihren Eltern und ihrer Schwester auf Gut Freystetten in der Mark Brandenburg. Ihr Vater ist der Gärtner des Gutes, die Mutter ist die Köchin. Für die Kinder ist es selbstverständlich mitanzupacken. Das Leben ist geprägt von der vielen Arbeit. Ein wenig neidisch schaut Ricarda auf ihre Schwester Antonia, diese ist mit Florentine, der Enkeltochter des Grafen, befreundet. Doch an Weihnachten 1876 sollte sich das Leben der Familie dramatisch verändern. Bei einem Unglück stirbt Antonia, Florentine überlebt nur mit Hilfe von Ricarda. Doch jetzt wird für Ricarda eine Entscheidung getroffen, die den Rest ihres Lebens verändern wird. Sie fährt mit Florentines Tante nach Berlin, die dort schon als Ärztin praktiziert. Ihr Lebenstraum sollte sich, nach einigen Anlaufschwierigkeiten erfüllen, sie darf Medizin studieren.
Durch eine Empfehlung wurde ich auf das Buch aufmerksam und ich wurde nicht enttäuscht. Ohne Probleme war ich sofort mitten im Geschehen der Geschichte. Die Autorin konnte mich mit ihrem einprägsamen, flüssigen Schreibstil sofort gefangen nehmen. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und man bekommt eine Ahnung, wie problematisch es in der damaligen Zeit für Frauen war in den Genuss eines Medizinstudiums zu kommen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf den 2. Teil dieser Reihe

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Veröffentlicht am 25.09.2020

Passiert leider täglich

Wenn das Meer leuchtet
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Marie hat es nicht gerade leicht in ihrem Leben. Seit sie denken kann werden sie und ihr Bruder an der Schule gemoppt. Warum? Keine Ahnung, sie ist eben so wie sie ist. Zurückhaltend, schüchtern und ihr ...

Marie hat es nicht gerade leicht in ihrem Leben. Seit sie denken kann werden sie und ihr Bruder an der Schule gemoppt. Warum? Keine Ahnung, sie ist eben so wie sie ist. Zurückhaltend, schüchtern und ihr Selbstbewusstsein ist gleich Null. Noch größere Sorgen macht sie sich aber um ihren Bruder Collin. Nur knapp kam er nach einer Hirnhautentzündung mit dem Leben davon. Zurückgeblieben sind körperliche Defizite, die seine Mitschüler gnadenlos ausnützen. Sein täglicher Schulgang ist für ihn ein einziger Alptraum. Die Hoffnung, dass es in der neuen Schule endlich für Marie besser wird, zerschlägt sich leider sehr schnell. Ein großes Missverständnis lässt dann alles noch mehr eskalieren und dann kommt ausgerechnet Hilfe von einer Seite, die sich Marie nie hätte vorstellen können.

Mir war die Autorin Jessica Koch bisher völlig unbekannt. Das werde ich aber ganz schnell ändern. Eindringlich schreibt sie über das Thema Mobbing, dass so leider jeden Tag an unseren Schulen passiert und sich durch alle Gesellschaftsschichten zieht. Es ist erschreckend, wie weit Menschen gehen nur um vermeintlich Spaß zu haben. Die Opfer müssen diesem Treiben hilflos zusehen, sich zu wehren ist fast unmöglich. Leider wird immer noch lieber weggeschaut statt zu helfen, die Zivilcourage ist fast immer nur in der Gruppe ausgeprägt, was es natürlich für die Mobbenden einfach macht. Die Autorin hat es mit ihrem flüssigen, einprägsamen Schreibstil auf den Punkt gebracht. Die Charaktere sind gut beschrieben und man muss einfach sein Mitgefühl weitergeben. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich vergebe gerne 5 Sterne

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