Zu wenig Spannung
Die YachtHannah ist wie jedes Jahr zur Silvesterparty ihrer Freundin aus Kindheitstagen eingeladen. Dieses Jahr findet sie auf einer Luxusyacht im Hafen von Ventimiglia statt. Die Gästeliste ist ganz intim gehalten: ...
Hannah ist wie jedes Jahr zur Silvesterparty ihrer Freundin aus Kindheitstagen eingeladen. Dieses Jahr findet sie auf einer Luxusyacht im Hafen von Ventimiglia statt. Die Gästeliste ist ganz intim gehalten: Es sind nur Hannah, Harry, Libby, ihr Ehemann Olly, Maggie, ihr Verlobter Leon an Bord.
Die Party läuft etwas aus dem Ruder: Hannah muss erfahren wie wenig sie von ihren wohlhabenden Freundinnen Libby und Maggie und ihren Männern geschätzt wird. Nur Harry scheint ein echter Freund zu sein. Am nächsten Morgen möchte sie so schnell wie möglich von der Yacht und nach Hause, doch sie muss feststellen, dass sie sich nicht mehr im Hafen befinden, sondern auf offener See treiben.
Noch dazu kann keiner die Yacht steuern, der Tank ist leer, kein Vorräte sind an Bord, keine Rettungsboote und ein Notruf ist nicht möglich...
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen und auch die Idee der Handlung fand ich super. Jedoch konnte mich das Buch trotzdem nicht ganz überzeugen.
Am Anfang ist es sehr langatmig und es dauert etwas bis es wirklich spannend wird. Als sie dann am Morgen entdecken, dass sie abgetrieben sind und keine Möglichkeit haben wieder zurück an Land zu kommen, habe ich mir gedacht, dass es jetzt endlich richtig spannend wird. Aber leider Fehlanzeige. Die Gespräche und die Handlung wiederholen sich ständig. Es kommt immer wieder zu den gleichen Streitereien. Es wird immer wieder betont, wie wenig sie Hannah leiden können und, dass sie hier nur geduldet wird. Das hat mich dann schon etwas genervt. Da hätte man sie so viel sparen können und dafür mehr spannende Elemente einbauen können. Die Handlung hatte zu wenig Tiefe und es drehte sich immer wieder um das Selbe.
Am Anfang habe ich mir noch gedacht, dass die Charaktere ganz gut beschrieben wurden und man sich die Szene auf der Yacht bei der Party ganz gut vorstellen kann. Aber irgendwie gab es keine wirkliche Charakterentwicklung und für mich waren Libby, Olly, Maggie und Leon bis zum Ende nicht unterscheidbar. Sie hatten keine Tiefe.
Das Ende hat mich auch nicht ganz überzeugt. Die Motive waren eher dämlich und die Auflösung (bzw. die Schlussfolgerungen die zur Auflösung geführt haben), war für mich etwas bei den Haaren herbeigezogen.
Ich hab mir mehr Spannung erwartet und so konnte mich der Thriller nicht ganz überzeugen.