Charmanter Cosy-Crime im Miniatur-Wunderland
Klein aber totDer erste Fall für den Kommissaren Jojo Wunder spielt im beschaulichen Knuffingen, wo die Zeit eigentlich stillsteht. Der Ort, bestimmt durch Routinen, vertraute Gesichter und die besonderen Eigenheiten ...
Der erste Fall für den Kommissaren Jojo Wunder spielt im beschaulichen Knuffingen, wo die Zeit eigentlich stillsteht. Der Ort, bestimmt durch Routinen, vertraute Gesichter und die besonderen Eigenheiten der Einwohner, wird plötzlich zu einem Schauplatz eines Feuerteufels UND eines Mörders. Opfer ist ein berüchtigter Schmähkritiker, der erst vor kurz von Frankfurt nach Knuffingen gezogen ist. Verdächtige gibt es zahlreich, denn der Journalist hat sich aufgrund seiner reißerischen Artikel viele Feinde gemacht. Ausgerechnet Jojos Mutti, aber auch seine Angebetete und der Bürgermeister Knuffingens stehen unter Verdacht. Zusammen mit dem Bernadiner Buddha versucht Jojo, den ersten Mordfall in Knuffingen zu lösen.
Alleine die Idee, im Miniatur-Wunderland in Hamburg einen Kriminalfall geschehen zu lassen, finde ich toll! Die Figuren im Buch sind sehr liebevoll gezeichnet. Alle haben ihre besonderen Eigenheiten und man würde sie sich am liebsten in die Hosentasche stecken. Das Buchcover wirkt sehr edel. Der Schreibstil ist sehr angenehm und durch die kurzen Kapitel kommt man schnell voran. Der Fall ist spannend, aber gleichzeitig auch sehr charmant und stellenweise richtig lustig. Die Aufklärung des Mordfalls kam für mich sehr überraschend, war für mich aber nicht in alle Einzelheiten nachvollziehbar. Schade fand ich außerdem, dass Jojo ganz alleine ermitteln musste und sein Chef nur über Post-Its in Erscheinung trat. Gerade bei einem Mord- und mehreren Vermisstenfällen würde man doch mehr Unterstützung erwarten. Insgesamt aber ein toller und empfehlenswerter Cosy Crime für zwischendurch.