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Veröffentlicht am 18.11.2019

Weniger wäre mehr

Der Untergang der Könige
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Der Untergang der Könige ist der Auftaktband einer Fantasyreihe der Autorin Jenn Lyons. Der Junge Kihrin gerät in eine Vielzahl von Konflikten zwischen Adelshäusern, Zauberern und Dämonen. Er endet in ...

Der Untergang der Könige ist der Auftaktband einer Fantasyreihe der Autorin Jenn Lyons. Der Junge Kihrin gerät in eine Vielzahl von Konflikten zwischen Adelshäusern, Zauberern und Dämonen. Er endet in einem Kerker, bewacht von einem Ungeheuer und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Die Erzählung wechselt zwischen Kihrin und dem Ungeheuer und endet im letzten Teil mit einem Erzähler. Dabei wird munter zwischen den Zeiten herumgehüpft und als Leser kann man dem Wechsel einigermaßen folgen, da die Erzähler vor jedem Kapitel genannt werden.

Leider versucht die Autorin in diese Geschichte alles herein zupacken was es im Genre Fantasy gibt. Die Charaktere sind sehr vielfältig und durch viele Ähnlichkeiten in den Namen ist man versucht immer wieder ins Glossar zu schauen, das es am Ende des Buches gibt. Das die Charaktere außerdem teilweise noch ihr Geschlecht wechseln können hilft beim Auseinanderhalten nicht wirklich weiter. Da wäre weniger mehr gewesen, zumal einige Protagonisten für mich nicht unbedingt viel zur Geschichte beitragen, sondern sie eher nur aufblähen.

Mein Lesefluss beim ebook wurde immer wieder gestört, da es 161 Fußnoten gibt. Ja es sind wirklich 161 ich habe mich nicht verschrieben. Bei einem ebook ist es nun deutlich umständlicher immer wieder zum Verzeichnis der Fußnoten und zurück zu springen. Das ist in der Printausgabe besser gelöst, da sind die Fußnoten jeweils am Ende der Seite. Zumal diese Fußnoten auch eher Anmerkungen eines Übererzählers sind, statt hilfreiche Anmerkungen zur Situation.

Die Charaktere sind sehr komplex angelegt und gerade die verzwickten und verschachtelten Verwandtschaftsverhältnisse sind eine Herausforderung. Am Ende des Buches gibt es noch einen Stammbaum, der auf meinem Reader allerdings nicht lesbar war. In der Printausgabe ist er auch etwas unübersichtlich, aber wenn man ihn sich genauer ansieht weiß man schnell wer die wahren Eltern von Kihrin sind und beraubt sich so einiger Überraschungsmomente. In meinen Augen nicht optimal gelöst.

Das Buch konnte mich nicht wirklich fesseln, es gab interessante Passagen die von Dialoglastigen abgelöst wurden. Die vielen Fußnoten stoppten immer wieder den Fluss und ließen kein richtiges Lesevergnügen aufkommen. Wer extrem komplexe Geschichten mag die in sich immer wieder verschachtelt sind wird das Buch sicherlich ganz gut finden. Mir persönlich war es einfach zu viel an Schachtelungen und Verwicklungen. Außerdem konnte ich mich in die Protagonisten nicht einfühlen, Kihrin konnte mich als Junge, der in abstruse Situationen kommt, nicht überzeugen und die restlichen Charaktere sprachen mich auch nicht wirklich an. Ein Buch das ich eher mühsam zu Ende gelesen habe.

Veröffentlicht am 02.11.2019

Die Hoffnungsträgerin

Eve of Man (I)
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Eve of Man Die letzte Frau ist der Auftaktband einer Trilogie des Autorenduos Giovanna und Tom Fletscher. Eve wird hineingeboren in eine Welt, in der seit 50 Jahren kein Mädchen mehr geboren wurde. Nun ...

Eve of Man Die letzte Frau ist der Auftaktband einer Trilogie des Autorenduos Giovanna und Tom Fletscher. Eve wird hineingeboren in eine Welt, in der seit 50 Jahren kein Mädchen mehr geboren wurde. Nun ist Eve die Hoffnung der Welt, auf einen Fortbestand der Rasse Mensch. Sie wächst auf in einer eigens für sie geschaffenen Welt, abgeschirmt von der Außenwelt. Einzige Begleiterinnen sind die Mütter, die sie aufziehen und Holly, eine Freundin die als Hologramm für Eve geschaffen wurde und die von drei Piloten gesteuert wird. Einer davon ist Bram der Eve schon seit ihrer Kindheit begleitet. Als Eve und Bram sich immer näher kommen beginnt für beide ein Prozess der Veränderungen. Beide hinterfragen immer mehr die Welt in der sie leben.

Die Geschichte beginnt eher verhalten und schildert das Leben von Bram und Eve, jeweils aus deren Perspektive erzählt. Was erst langatmig wirkt dient im Laufe der Geschichte zum besseren Verständnis der folgenden Ereignisse. Die Wandlung der beiden Hauptcharaktere erfolgt nach und nach und im verständlichen Kontext. Gerade Eve, die anfangs eher naiv wirkt bekommt eine Stärke die ihr keiner zugetraut hat. Gerade das Hinterfragen der Gegebenheiten führt sie immer weiter auf ihren Weg zu mehr Freiheit und Selbstständigkeit. Wie allmählich das Netz aus Trug und Illusion aufgedeckt wird, fand ich durchaus spannend, wobei diese nicht atemlos war. Ich fand die eher ruhigere Art des Buches angenehm lesbar und es jagte kein Ereignis das nächste so das ich mich auf Eve und Bram als Personen konzentrieren konnte. Insgesamt ein für mich guter Auftakt der Trilogie. Wer es lieber rasanter mag mit vielen Drehungen und Verwicklungen wird das Buch wahrscheinlich nicht so toll finden.

Veröffentlicht am 29.10.2019

Abschluss der Trilogie

Die Ärztin: Die Wege der Liebe
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Die Wege der Liebe ist der dritte Band der Die Ärztin Reihe des Autorenduos Helene Sommerfeld. Die Geschichte der Familie Thomasius mit Ricarda und ihren Kindern Georg, Henny und Antonia geht in die letzte ...

Die Wege der Liebe ist der dritte Band der Die Ärztin Reihe des Autorenduos Helene Sommerfeld. Die Geschichte der Familie Thomasius mit Ricarda und ihren Kindern Georg, Henny und Antonia geht in die letzte Runde. Ricarda versucht alles um Glück ihrer Kinder zu erreichen, muss dabei aber Niederlagen einstecken.

Die Geschichte beleuchtet die Jahre 1914 bis 1920 und gibt ein interessantes Bild der damaligen Zeit und der Unbilden die sich durch die Kriegszeit ergeben. Eingebettet darin das Leben der Familie Thomasius. Die Charaktere zeigen sich sehr unterschiedliche und ich kann mich nicht mit jedem anfreunden, gerade Ricarda ist für mich eher zwiespältig durch ihre Beherrschende Art, sie handelt auch oft so das ich mich mit ihren Handlungen nicht identifizieren kann. Die vielen Schicksalsschläge sind mir etwas zu Realitätsfremd, aber das ist auch der Reiz einer Geschichte das man seine Protagonisten lieben und leiden lassen kann wie man es als Autor/Autorin will.

Insgesamt ist die Geschichte flüssig geschrieben wobei sich Spannungsbögen nicht lange halten. Man kann das Buch ohne die Vorbände lesen, ich würde aber die Reihenfolge einhalten um die verschiedenen Wendungen besser im Blick zu haben. Für mich ist Band drei derjenige den ich am schwächsten finde, Band zwei hat mir am besten gefallen.

Veröffentlicht am 27.10.2019

Eine neue Welt

Die 12 Häuser der Magie
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Schicksalswächter ist der Auftaktband der neuen Reihe Die 12 Häuser der Magie geschrieben vom Autor Andreas Suchanek. Hauptcharakter ist Nicolas Asthon, der nach Ablauf seiner Schulzeit einem der 12 Häuser ...

Schicksalswächter ist der Auftaktband der neuen Reihe Die 12 Häuser der Magie geschrieben vom Autor Andreas Suchanek. Hauptcharakter ist Nicolas Asthon, der nach Ablauf seiner Schulzeit einem der 12 Häuser der Magie zugeteilt werden soll. Eigentlich weiß er genau was er will, dazu gehörrt garantiert nicht, als Schicksalswächter erkoren zu werden. Nun sieht er sich konfrontiert mit uralten Mächten und Geheimnissen, die er zusammen mit seinen Freunden Matt und Jane erkunden wird.

Der Auftakt der Trilogie ist spannend und stellt eine neue Welt vor, in der es um Magie und Talente geht die unterschiedlicher nicht sein könnten. Nicolas wird in eine Welt gestürzt die ihn überfordert und in der er sich vielen Gefahren ausgesetzt sieht. An seiner Seite seine guten Freunde aus Schulzeiten Matt und Jane. Die Charaktere werden nach und nach vorgestellt und bekommen im Laufe der Geschichte immer mehr Kontur. Erzählt wird aus der Perspektive von Nic und sein hineingleiten in eine für ihn unbekannte Welt wird spannend erzählt. Es ergeben sich immer wieder neue Situationen die schier ausweglos erscheinen. Gerade im dritten Abschnitt wird die Geschichte rasant erzählt und die Ereignisse überschlagen sich. An manchen Stelle hatte ich Mühe alles zu erfassen, so viele Wendungen und Informationen prasselten auf mich ein. Ein Verwirrspiel um Lüge und Wahrheit setzt ein. Der erste Band endet mich einen Cliffhanger der es in sich hat und lässt den zweiten Band mit Spannung erwarten. Im Anhang findet sich noch ein Verzeichnis der verschiedenen Häuser und eine Liste der unterschiedlichen Zauber die gewirkt werden können.

Veröffentlicht am 25.10.2019

Luna kämpft

Lotus House - Heiße Leidenschaft (Die Lotus House-Serie 7)
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Heiße Leidenschaft ist der Titel des siebten Bandes der Lotus House Reihe, geschrieben von der Autorin Audrey Carlan. Dieses mal geht es um Luna, die Eigentümerin des Lotus House. Ihre Welt bricht zusammen, ...

Heiße Leidenschaft ist der Titel des siebten Bandes der Lotus House Reihe, geschrieben von der Autorin Audrey Carlan. Dieses mal geht es um Luna, die Eigentümerin des Lotus House. Ihre Welt bricht zusammen, als sie vom Eigentümer des Hauses, die Kündigung bekommt. Dies will sie aber nicht kampflos hinnehmen und will persönlich mit Grant Winters reden. Sie kann den attraktiven Geschäftsmann von einem Deal überzeugen, sie wird mit ihm ausgehen, wenn er eine Zeit in ihrem Yogastudio verbringt.

Auch in diesem Band schafft es die Autorin heiße Leidenschaft mit Gefühl und Freundschaft zu verbinden. In Nebenrollen tauchen die schon bekannten Charaktere der Vorbände auf und als Leserin erfährt man so, was aus ihnen geworden ist. Luna und Grant sind sehr unterschiedliche Charaktere, die sich dennoch ergänzen. Leidenschaftliche Szenen sind vorhanden, aber nicht im Übermaß. Die Dialoge haben Witz und brachten mich immer wieder zum schmunzeln. Der Schreibstil ist insgesamt fließend und das Buch lässt sich daher gut lesen.

Jedem Abschnitt ist eine Sequenz aus dem Yoga vorangestellt und die meisten sind ganz interessant. Für die Autorin ist Yoga ein wichtiger Teil ihres Lebens und das merkt man bei den Lotus House Büchern auch. Ein roter Faden zieht sich durch die Reihe und man erkennt gut was die Autorin aussagen möchte. Liebe gibt es in allen Formen und sie ist unabhängig vom gesellschaftlichen Status.