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Veröffentlicht am 13.02.2024

KI = Präzise Angaben, dann läuft es in die richtige Richtung

Die Burg
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Zum Inhalt:
Milliardär Nevio hat die alte Burg Greiffenau aufgekauft und zu einer einzigartigen Escape-Welt ausgebaut, in der er die unterirdischen Geheimgänge, Gruften und Verliese mit modernster Technik ...

Zum Inhalt:
Milliardär Nevio hat die alte Burg Greiffenau aufgekauft und zu einer einzigartigen Escape-Welt ausgebaut, in der er die unterirdischen Geheimgänge, Gruften und Verliese mit modernster Technik nutzt. Für die fantasievollen Wünsche der Spieler erstellt die KI eine einzigartige realistische Themenwelt, die genau auf die Spieler zugeschnitten ist. Für den ersten Testlauf, vor der Eröffnung, lädt Nevio fünf Personen zu einem Wochenende auf die Burg ein, die seine Escape Welt beurteilen und für die Öffentlichkeit bewerten. Zusammen mit seinen Gästen und seinem Game-Master Jannek macht sich Nevio auf in die wunderbare Welt des Rätselratens, nicht ahnend, dass die KI, alias KIsmet, ihre eigenen Regeln hat und diese können tödlich sein.

Meine Meinung:
Das Cover vermittelt ein beklemmendes Gefühl und zusammen mit dem Klapptext hatte ich eine gespannte Erwartung an die Story. Welches Spiel spielt die KI mit den Protagonisten und kann man als Leser ebenfalls die kniffligen Rätsel zusammen mit den Spielern lösen? Diese Fragen wollte ich unbedingt beantwortet haben.
Die Autorin Ursula Poznanski schreibt in einem lockeren, einfachen Schreibstil, der einen angenehmen Lesefluss garantiert.
Das Geschehen und die Protagonisten in der Escape-Welt begleitet man aus der Sicht von Maxim Ascher, der ebenfalls eine Escape-Welt besitzt, während man außerhalb mit der Game Masterin Alissa die Probleme in Angriff nimmt.
Der Einstieg fiel leicht, allerdings fand ich am Anfang die Story eher langweilig; erst nach einiger Zeit konnte mich die Neugier packen, die jedoch nicht konstant gehalten wird. Die Frage: „Warum agiert die KI mit den Spielern so, wie sie es tut?“ hat mich bei der Stange gehalten. Die Protagonisten wirken, bis auf Maxim, eher farblos, da die Autorin mit überzeugenden Emotionen sparte. Das Augenmerk liegt sehr stark auf der entwickelten Kulisse der KI und auf KIsmet. Die einzelnen Räume wurden, bis hin zum Geruch, detailliert geschildert; zusammen mit den KI erzeugten Figuren sorgte das für eine unheimliche Atmosphäre. Der Showdown brachte nochmal einen Schub Spannung, die Auflösung selbst konnte mich allerdings nicht zufriedenstellen.

Fazit:
Interessante Begegnung mit der KI, leider fehlte das gewisse Etwas bei den Protagonisten, der Spannung und der Auflösung

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Veröffentlicht am 07.02.2024

Wohlfühlroman für booklover

Wer länger liest, ist später tot (Ein Pippa-Bolle-Krimi 9)
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Zum Inhalt:
Die Leiterin vom „Readmore House“, Nora Wakefield, ist tödlich verunglückt; mit ihr im Wagen saß die Liebesromanautorin Julia Timmings, die verletzt überlebt hat. Man fragt Pippa an, ob sie ...

Zum Inhalt:
Die Leiterin vom „Readmore House“, Nora Wakefield, ist tödlich verunglückt; mit ihr im Wagen saß die Liebesromanautorin Julia Timmings, die verletzt überlebt hat. Man fragt Pippa an, ob sie als Ansprechpartnerin der Gäste, die eine Leseauszeit in Readmore House gebucht haben, fungieren könnte. Auf Wunsch ihrer Freundin Anita, die ebenfalls die Leseauszeit gebucht hat, nimmt Pippa den Job an. Zur Eingewöhnung trifft Pippa eine Woche früher ein, nicht ahnend, dass sich der Unfall an Nora als Mord herausstellt. Damit die Lesewoche rechtzeitig starten kann, bleibt ihr nichts Anderes übrig, als den sympathischen Inspector Trevor Gage bei seinen Ermittlungen zu unterstützen.

Meine Meinung:
Das Cover passt zu der Pippa Bolle - Reihe, die hier in ihrem 9. Fall ermittelt. Frau Auerbachs Schreibstil gibt einem das Gefühl, als erhält man einen kuscheligen Mantel aus Wörtern um die Schultern gelegt.

Was gibt es Besseres für Buchliebhaber und Leseratten als ein Haus, in welches man für eine Woche abtauchen kann, nur um zu lesen und Autor*innen kennenzulernen? Überall stehen Bücher zur persönlichen Verfügung bereit und man wird richtig verwöhnt. Diese geniale Umgebung, noch dazu in Südengland, nähe Lyme Regis, ist der neue Schauplatz in diesem Buch. Sofort bin ich abgetaucht und konnte mir alles bildlich vorstellen. Am liebsten wäre ich selbst dorthin gereist, nicht nur um mit Pippa zu ermitteln, sondern auch die Bekanntschaft der anderen Nebendarsteller, vor allem den Angestellten und Freunden des Readmore House zu machen.
Diese habe ich schnell ins Herz geschlossen, obwohl sie so ihre Eigenheiten und auch Geheimnisse haben. Selbstverständlich dürfen auch die unsympathischen Protagonisten nicht fehlen, wie im richtigen Leben. Und so habe ich mich rundum wohlgefühlt in diesem Roman, in dem ich mit Pippa diverse Geheimnisse erfahren, kombinieren durfte und am Ende den Mörder entlarvt habe.
Mich hat dieses Buch wirklich sehr gut unterhalten, und ich freue mich bereits auf einen weiteren Roman mit Pippa Bolle.

Fazit:
Wer einen guten Wohlfühlroman mit einem Touch Krimi sucht, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 05.02.2024

Durch Ermittlungen zum Erbe

Das Mörderarchiv
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Zum Inhalt:
Annie wird von dem Anwalt ihrer Großtante Francis nach Castle Knoll zitiert. Francis will das Erbe neu regeln. Gemeinsam mit den erwartungsvollen Erben und dem Anwalt erscheint Annie auf dem ...

Zum Inhalt:
Annie wird von dem Anwalt ihrer Großtante Francis nach Castle Knoll zitiert. Francis will das Erbe neu regeln. Gemeinsam mit den erwartungsvollen Erben und dem Anwalt erscheint Annie auf dem Anwesen von Francis und finden sie Tod auf. Hat sich die Weissagung, die Francis 1965 erhalten hat, bewahrheitet und sie wurde ermordet? Dies herauszufinden liegt nun an Annie und anderen Verwandten, die lt. Testament in einen Wettstreit zum Auffinden des Mörders und somit um das Erbe treten. Da Annie ihre Großtante nie kennengelernt hat, ist sie im Nachteil, doch zum Glück hat Francis‘ bereits zu ihrem eigenen Tod ermittelt und ein Tagebuch hinterlassen. Lt. Francis Aufzeichnungen haben alle in Castle Knoll etwas zu verbergen, aber reicht das für einen Mord?

Meine Meinung:
Das Cover finde ich einfach nur entzückend und der Titel verspricht einen aufregenden, englischen Kriminalroman.
Der Schreibstil von Kristen Perrin passt einfach genial zu der Geschichte. Der Roman wurde von Susann Rehlein wunderbar übersetzt, nur ab und zu schlich sich ein etwas verwirrender Satzbau ein.

Durch die Beschreibungen der Autorin hatte ich alles bildhaft vor Augen und manchmal spürte ich das beklemmende Gefühl, welches Francis in ihrem Freundeskreis erlebte.
Annie ist einfach eine liebenswerte Person, die Mitgefühl zeigt und auch an ihre Mitmenschen denkt, kein Wunder, dass man sie rasch ins Herz schließt. Die anderen Protagonisten wurden in ihrer Wesensart ebenfalls realistisch und facettenreich dargestellt. Durch die Rückblenden aus Francis‘ Tagebuch entwickelt sich eine gewisse Spannung, die bis in die Gegenwart des Romans strahlt. Denn bereits nach der, für Francis, verheerenden Weissagung, geschieht etwas Merkwürdiges in Francis‘ Freundeskreis. Schon damals begann Francis ihre Aufzeichnungen, da sie das mysteriöse Verschwinden ihrer Freundin Emily aufklären wollte. Stück für Stück kommt man langsam dahinter, wie alles zusammenhängt und man nähert sich gemeinsam mit Annie der Aufklärung um die vielen Geheimnisse der Bewohner von Castle Knoll, Emilys Verschwinden und dem Mord an Francis.
Gerne hätte ich auch noch etwas zu Francis Leben nach ihrer Hochzeit erfahren, vor allem wie ihr Mann mit Francis Ermittlungen umgegangen ist. Denn die Weissagung hat Francis ein Leben lang nicht losgelassen und ihr Leben bestimmt.

Fazit:
Ein englischer Kriminalroman, der nicht nur an einem regnerischen Tag und einer Tasse Tee für schöne Wohlfühl-Lesestunden sorgt.

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Veröffentlicht am 05.02.2024

Ein cold Case für Rain Christiansen

Spuken für Anfänger
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Zum Inhalt:
Special Agent Rain Christiansen galt als FBI-Vorzeigeagent. Doch dann wird ihm ein Zwischenfall mit einem Geist zum Verhängnis, nun halten ihn plötzlich alle für komplett durchgeknallt. Um ...

Zum Inhalt:
Special Agent Rain Christiansen galt als FBI-Vorzeigeagent. Doch dann wird ihm ein Zwischenfall mit einem Geist zum Verhängnis, nun halten ihn plötzlich alle für komplett durchgeknallt. Um seinen Ruf wiederherzustellen, wird er von seinem Boss ausgerechnet zurück in seinen Geburtsort Brickell Bay geschickt, um dort der örtlichen Polizei bei einem Cold Case zu helfen und soll bloß kein Wort über Geister verlieren. Ausgerechnet sein Ex Danny McKenna wird zu seinem neuen Partner. Auf der Suche nach der verschwundenen Amy Greene haben die beiden mit ihrer wieder aufkeimenden Liebe zu kämpfen. Doch Rain muss sich auch seinem Dilemma mit den Geistern stellen.

Meine Meinung:
Das Cover hat das gewisse Etwas und mich sofort angesprochen, dazu noch der Titel, der etwas Übersinnliches verspricht.
Der Schreibstil ist in einem lockeren und einfachen Stil gehalten, bringt Humor, aber auch Ernstes zum Vorschein. Die Protagonisten Rain Christiansen und Danny McKenna sind gut beschrieben und passen zusammen.

Rains Gabe, oder Dilemma, macht ihm schwer zu schaffen, denn er kann niemandem davon erzählen und zweifelt an sich selbst. Immer wieder erscheint ihm Ethans Geist, der ihn anfleht, ihm und anderen Geistern zu helfen. Dass man dabei den Verstand fast verlieren kann, ist nachvollziehbar.
Die Ermittlungsarbeiten im Cold Case sind logisch aufgebaut, obwohl ich gerne manchmal Rain mit der Nase auf bestimmte Sachen hingewiesen hätte. Doch leider waren Rain und Danny zu sehr mit ihrer Beziehung beschäftigt, was mir leider nach einiger Zeit auf die Nerven ging. Ich hätte mir tatsächlich mehr Geister gewünscht, die Danny solide bei seinen Ermittlungen helfen, und weniger Beziehungsdrama. Hier gibt es eindeutig noch Luft nach oben. Enttäuschenderweise
wurden meine Erwartungen nicht erfüllt, dennoch glaube ich, dass der Roman seine Fans findet.
Fazit:
Heiße Gay-Lovestory, gewürzt mit Übersinnlichen und Kriminalistik. Ein Roman mit Luft nach Oben. Leider zu viel Beziehungsdrama.

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Veröffentlicht am 10.01.2024

Erschreckendes Szenario

Höllenfeuer
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Zum Inhalt:
München, 12. September in der Münchner U-Bahn, völlig unerwartet erfolgt ein terroristischer Anschlag. Was zunächst aufgrund einer Schießerei einigermaßen glimpflich aussieht, entpuppt sich ...

Zum Inhalt:
München, 12. September in der Münchner U-Bahn, völlig unerwartet erfolgt ein terroristischer Anschlag. Was zunächst aufgrund einer Schießerei einigermaßen glimpflich aussieht, entpuppt sich als ein Anschlag mit ungeahnten Folgen. Sofort werden alle Institutionen und Behörden in Alarmbereitschaft versetzt und der Ausnahmezustand ausgerufen. Während die Ärzte noch eruieren, mit welcher Substanz die Leute in Kontakt gekommen sind, wird als leitender Ermittler der Generalbundesanwaltschaft der Kriminalhauptkommissar Torge Prager vom BKA eingesetzt. Zusammen mit dem Kriminalhauptkommissar vom BLKA, Walter Erdmann, gilt es nun so schnell wie möglich die Hintermänner zu finden und einen weiteren Anschlag zu verhindern. Ein Hauptverdächtiger wurde in dem Zahnarzt Laid Abaaoud schnell gefunden. Doch die Leiterin der AG BIRGiT, Antonia Borchardt, ehemalige Freundin von Prager, ist von Laids Unschuld überzeugt.

Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch von Peter Grandl, der bereits mit seiner Turm-Reihe gehypt wird. Der Autor beschreibt ein grauenvolles Szenario, mitten in Deutschland. Die Beschreibungen sind so realitätsnah, dass das Kopfkino sofort anspringt, dazu der Gedanke, wie schnell so etwas tatsächlich passieren kann.
Welche Ämterstrukturen in Gang gesetzt werden und wer wofür zuständig ist, zeigt der Autor gut auf. Ich bin wirklich überrascht, wieviel im Hintergrund abläuft, und deshalb wunderte es mich nicht, dass viele Personen, die lebensnah dargestellt wurden, in der Geschichte vorkommen. Durch die verschiedenen Sichtweisen erhält der Leser einen tieferen Einblick in die Strukturen, aber auch in die unterschiedlichen Motive.
Peter Grandl veranschaulicht aber auch, was im Namen von Religion, Fanatismus und Hass getan oder verlangt wird, und das nicht nur bei dem Attentäter, sondern auch im Hause des Innenministers Himmel.
Hauptkommissar Torge Prager war mir zunächst nicht sehr sympathisch, da es mich ärgerte, wie sehr er sich gleich auf den Zahnarzt Laid Abaaoud eingeschossen hat. Meine Favoriten in der Story sind jedoch Sanitäter Hamid und seine Verlobte, die Ärztin Inidra, die sich stark engagieren.
Die gemeinsame Vergangenheit von Prager und Antonia Borchardt fand ich jedoch zeitweise etwas überflüssig und dämpfte ein wenig die Spannung.

Fazit:
Ein gut durchdachter, realitätsnaher Politthriller mit einem erschreckenden Szenario

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