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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2017

Das neue Leben

Nachtlichter
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Die Autorin hat eigene Geschichte geschrieben über ihre Sucht - sie war jahrelang Alkoholabhängig . Wegen Alkohol sie hat alles verloren- ihr Job , ihr Freund, ihr eigene "ja", doch sie hat eine Therapie ...

Die Autorin hat eigene Geschichte geschrieben über ihre Sucht - sie war jahrelang Alkoholabhängig . Wegen Alkohol sie hat alles verloren- ihr Job , ihr Freund, ihr eigene "ja", doch sie hat eine Therapie gemacht und ihr Leben neu sortiert.


Amy Liptrot wächst auf einer rauer, kalter Insel wo zusammen mit ihrer Eltern und ihr Bruder auf einem Bauernhof wohnt , ihre Mutter- strenge Christin, ihr Vater mit depresiven Störungen und der harte Arbeit, ob das waren die Auslöser zu den Alkoholismus ? Sie will nur weg , sie will nach London wo viele Leute sind und das Leben ist ganz anders gemessen, sie zieht um aber statt neue Leben anfangen sie versinkt in Alkoholismus. Amy säuft immer mehr, verliert ein Job nach den anderen und sie ist einsam....Mit dreißig sie beginnt eine Therapie, besonders harte Therapie - Nachmittag sie muss wieder nach Hause wo der Gefahr rückfällig zu sein, sehr groß ist. Immer wieder plagt sie Heimweh, sie vermisst der Wind, das Meer, die Felsen- sie entscheidet sich  nach Orkneyinseln zurück fahren....


Schonungslos und mit vielen Details beschreibt die Autorin ihr Weg nach unten, ihr Leben damals hat nur ein Ziel- betrunken sein, alles andere war nur "Nebensache", am Ende sie bleibt alleine in ihren Zimmer mit eine Flasche in der Hand. Am Anfang sie hat noch " Freunde " mit welchen Alkohol- und Drogenkonsum hat Spaß gemacht , doch die anderen haben aufgehört und zu normalen Leben zurückgekhert, Amy kann das nicht, sie hat schon lange die Grenze überschritten....
In meinen Augen, die Insel hat sie gerettet, sie fährt nach Hause nach der abgeschlossener Therapie und dort die Natur, die Landschaften, das Wetter und der harte Arbeit haben sie zurück zum Leben geholt.


Der Schreibstil ist gut aber manchmal nicht einfach zum lesen, die Autorin mischt die Zeiten - sie erzählt etwas aus Kindheit und im gleichen Kapitel sie schreibt über jetzigen Leben- ich finde immer  besser wenn der Vergangenheit von der Gegenwart abgegrentzt ist.
Sehr gut finde ich die Beschreibungen von Insel, die sind sehr plastisch und " lebendig " , Amy Liptrot ist gelungen das besondere Klima von dort auf der Leser übertragen.


Das Buch hat mir gut gefallen und ich bewundere der Mut von die Autorin, nicht jeder kann so offen über eigene Probleme reden
Autor: Amy Liptrot

Veröffentlicht am 01.10.2017

Die Suche nach Glück

Durch alle Zeiten
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Elisabeths Leben war durch ständige Suche nach Glück geprägt, als junge Frau hat sich in Niklas verliebt , doch die liebe hat keine Chance  , Niklas war schon mit andere Frau verlobt. Elisabet geht nach ...


Elisabeths Leben war durch ständige Suche nach Glück geprägt, als junge Frau hat sich in Niklas verliebt , doch die liebe hat keine Chance  , Niklas war schon mit andere Frau verlobt. Elisabet geht nach England wo aus ihrer Faszination zu einem Mann ein Kind gezeugt ist, doch sie bleibt weiter allein. Sie kehrt in die österreichische Alpen zurück und findet Arbeit und Bleibe bei ihrer Tante, dort lernt Martin kennen und mit dem probiert Elisabeth verzweifelt nach den Glück zu greifen. Doch der Los stellt ihr der Richard in der Weg, ein Cousine, die beide haben das ganze Welt vergessen und lieben sich leidenschaftlich , doch Elisabeth weiß mit Richard wird sie keine Familie gründen und ihr zweites Kind ohne leibliche Vater wachsen muss, das Glück bleibt weit weg und vergisst sie für mehrere Jahren- sie lebt mit den Vater von ihre dritte Kind hoch in Bergen, einsam und verloren , jeden Tag ist voll mit Demütigungen und die Nächte gleichen ein Alptraum  , ihr Ehemann , Josef ist grob und gewalttätig, er sauft , schlägt und vergewaltigt sie , statt arbeiten er macht Touren in die berge und spielt Karten im Bar, Elisabeth muss der harte Alltag alleine bewältigen. Nach vielen Jahren das Glück hat sich über Elisabeth erinnert, es kommt mit kleinen und schüchternen  Schritten auf sie und lässt die Frau noch Paar glückliche Jahren erleben...


Die Geschichte trotz die Paar kleinen glücklichen Momenten bleibt sehr traurig und schwer, das Leben von Elisabeth war sehr hart und fast ohne Freude , ein Schicksal folgt den anderen. Elisabeth war unglaublich mutig und stark, doch bis zum Ende ich habe keine Sympathie zu ihr empfunden, sie war lieb und gutherzig nur für die Kinder, andere Menschen sie hat ausgenutzt. Elisabeth war kalt und in ihrer Suche nach Glück sie hat die menschliche verloren - Martin und Gerhild waren zwei Opfer.


Die Stimmung ist sehr beklemmend, die Grobheit und die Tierquälerei verdunkeln noch die Atmosphäre. Die Autorin beschreibt das Leben schonungslos und ohne irgendwelche Verschönerungen und vielleicht darum nach den lesen fühle ich mich so schwer und bedrückt.


Der Schreibstil ist einfach zum lesen und gleicht einem Bericht, die Kapiteln sind kurz ,  aber inhaltlich sehr reich, alles ist hier lebendig und mit viel Sehnsucht nach Glück geschrieben.

Veröffentlicht am 10.09.2017

Ukrainische Familie

Slawa und seine Frauen
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Felix Stephan stammt aus einer ostdeutschen Familie welche ein Geheimnis hütet, Felixs  Großmutter war in 1962 in Leningrad, dort hat sie ein ukrainische Jude kennen gelernt, Slawa Falbusch , sie haben ...


Felix Stephan stammt aus einer ostdeutschen Familie welche ein Geheimnis hütet, Felixs  Großmutter war in 1962 in Leningrad, dort hat sie ein ukrainische Jude kennen gelernt, Slawa Falbusch , sie haben eine kurze Affäre aus welcher Felixs Mutter stammt. Slawa Falbusch hat nie seine Tochter gesehen und hat keinen Kontakt über die vielen Jahre zu den beiden Frauen in Deutschland hergestellt . Ein halbes Jahrhundert macht sich Felix Stephan gemeinsam mit seiner Mutter auf die Suche nach den Wurzeln.....
Zusammen mit die beiden wir fahren durch Polen nach Ukraine und dort treffen wir die Verwandtschaft von denen und wir sind konfrontiert mit die großen Unterschieden zwischen Deutschland und Ukraine. Langsam entsteht ein Bild von den erfolgreichen, aber schon gestorbenem Psychiater Slawa Falbusch, von seiner Familie und von seinem Land. 
Der Autor beschreibt sehr detailliert das Leben in die Ukraine , die alltägliche Probleme und die Mentalität von die Leuten. Die sind mehr grob als wir und viel härter, das leben dort macht die Leute trauriger und unzufriedener . Die Szene im Restaurant wo Ljuda die arme Kellnerin beschimpft ist die beste Beweis für die niedrige Schätzung für die anderen , genauso dem Regierung ist egal was die Leute denken und wenn jemand kommt nach oben in die Politik dann die ganze Familie erhält auch die hohe Positionen....bei uns unvorstellbar.


Der Schreibstil ist einfach zu lesen, aber bisschen langatmig, alles ist wie ein Bericht geschrieben ohne Regungen, Emotionen und Gefühlen , genauso in die ferne bleiben die Personen, alle sind nur oberflächlich dargestellt, über keinen schreibt der Autor mit tiefer Blick in das innere leben . 
Das ganze liest sich schnell und  gut , aber das Lesevergnügen bleibt weg.

Veröffentlicht am 05.09.2017

Ein Lesegenuss

Bevor der Morgen dämmert
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Die dritte Teil "Sturmzeiten von Judith Pella  zeigt uns die brutale Kriegsrealität auf drei Kontinenten  und ist immer aus amerikanischer Perspektive dargestellt.

Cameron ist im Russland und dort mit ...

Die dritte Teil "Sturmzeiten von Judith Pella  zeigt uns die brutale Kriegsrealität auf drei Kontinenten  und ist immer aus amerikanischer Perspektive dargestellt.

Cameron ist im Russland und dort mit allen grausamen konfrontiert, am meisten belastet sie , dass ihre Liebe zum Alex nicht offensichtlich sein kann, sie müssen sich heimlich treffen und immer sehr vorsichtig sein, doch die Liebe ist stärker als Verstand und an einem Tag die beide machen ein Fehler...
Blair hat sich sehr verändert, sie war eine Prinzessin , jetzt ist sie eine hilfsbereite, mutige und starke junge Frau. Sie hungert, sie ist schmutzig, sie ist krank, sie lebt im Dschungel aber Blair klagt nie im Gegenteil sie macht noch Mut die anderen und mit ihren Arbeit im Untergrund sie hat viele Menschenleben gerettet.
Jackie und Sam leben im Integrationslager und träumen über besseren Leben nach den Krieg. Mit die kleine Emi ist auch der Hoffnung geboren, Hoffnung auf bessere Zeiten , im Frieden und ohne Vorurteile. Doch Sam geht auf der Front...

Das Schicksal der Hayes- Schwestern ist sehr berührend und emotional und die historische Hintergrund ist ,so wie in die ersten zwei  Teilen , sehr ausführlich und wahrheitstreu dargestellt. Die Autorin schreibt viel über die Integrationslager für Japaner, dortige Alltag und die psychische Konsequenzen  - diese Thema ist fast untergetaucht und sehr selten jemand spricht oder schreibt über dieser  Schadenfleck in die amerikanischer Geschichte.

Die Personen kenne ich schon aus den ersten zwei Bänden und die habe ich tief im Herz geschlossen, hier im Laufe der Geschichte muss ich leider von vielen der Abschied nehmen, der Krieg kennt keine Gnade....

Der Schreibstil ist flüssig, das ganze ist sehr spannend  geschrieben und mit vielen Gefühlen ausgestattet , die Autorin hinter der lockerer Schreibweise hat große Portion ernsthaften Themen platziert.

In diesen Teil  ist der Glaube und die Nähe zum Gott sehr stark geprägt und egal auf welchen Kontinent und egal in welchen Land, der wer glaubt hat Mut , Kraft und Hoffnung zum weiteren Leben.

Veröffentlicht am 28.08.2017

Drei Musketiere

Und es schmilzt
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Ein Buch, das alles gibt und alles verlangt  - diese Satz ist hinten auf das Cover geschrieben, einen wunderschönen Cover, wo die in die Titel Buchstaben kleine Blümchen abgebildet sind , ein fröhliches, ...


Ein Buch, das alles gibt und alles verlangt  - diese Satz ist hinten auf das Cover geschrieben, einen wunderschönen Cover, wo die in die Titel Buchstaben kleine Blümchen abgebildet sind , ein fröhliches, leichtes, helles und zartes Cover , ein Cover welche mit die Inhalt überhaupt nicht zu tun hat - das Buch gibt alles - ein detailliertes grausames Erzählung über Freundschaft, Familie und über zerbrochene Leben, das Buch verlangt alles - der Mut um weiter zu lesen, Ruhe und Geduld um nicht das Buch in die Ecke wehzuschmeißen , der Sieg in die innerlichen Kampf zwischen Neugier und Entsetzen  - ob ich mehr wissen will...


Eva erzählt uns über ihr Leben, ihr Heimatdorf, ihre kaputte Familie und über die Freundschaft zwischen sie und zwei Jungs . Im Fokus steht der Sommer 2002 , der Sommer welche alles geändert  und Eva zum eine lebende Hülle gemacht hat . " Drei Musketiere " haben sich genannt - alle für eine, eine für alle - das Motto hat hier ganz andere Bedeutung als im Original , hier geht nicht um gute und ehrliche Sachen hier ist das Motto zum abscheulichen genutzt....


Der Vater trinkt, die Mutter säuft der älter Bruder flucht in die Insektenwelt , die jüngere Schwester leidet unter Essen- und Zwangsstörungen und die zwei beste Freunden rauben Eva die letzte Hauch von Freude, die Glaube und die Hoffnung, die nehmen alles und lassen nichts . Entschuldigung gibt's keins....


Der Schreibstil ist einfach aber so brutal und knallhart , dass das lesen sehr schwer ist, ich war oft entsetzt und wollte das Buch zuklappen, aber das geht nicht , die Geschichte hat mich gesaugt und in eine Rotation versetzt wo der Gewalt und die Brutalität haben mir weh getan und der Scham hat meine Wangen rot gefärbt. Die vielen Details sind erbarmungslos die gehen nicht aus den Kopf, die bohren sich tief und schneiden das Herz, die lassen niemanden kalt und die sorgen für Alpträume . Die Autorin hat ein fesselndes Bericht geschrieben - spannend wie die beste Thriller, gnadenlos wie die kaltblütige Killer und schonungslos wie das Leben selbst, wo die Stimmung dunkel, beklemmend und schwarz ist, wo die Leute kalt, dumm und egoistisch sind, wo die Familie kein Halt bietet und die Freundschaft das schlimmste ist....TROTZDEM DAS BUCH IST JEDE MINUTE WERT !!!!!