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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2024

Geschichte interessant verpackt, jedoch nicht das volle Potenzial ausgeschöpft

Die Gräfin
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"Die Gräfin" von Irma Nelles hat ein sehr schönes Cover, welches Lust auf den historischen Roman, der sich dahinter verbirgt, macht.

Mir gefiel die Lektüre des Romans sehr gut, da er flüssig geschrieben ...

"Die Gräfin" von Irma Nelles hat ein sehr schönes Cover, welches Lust auf den historischen Roman, der sich dahinter verbirgt, macht.

Mir gefiel die Lektüre des Romans sehr gut, da er flüssig geschrieben ist und die damalige Stimmung für meinen Geschmack gut einfängt. Die Charaktere werden ausreichend beschrieben, um sich ein Bild von ihnen machen zu können. Weiterhin gefiel mir der mittels Dialekt eingebaute Lokalkolorit.

Der Roman hätte aber meiner Meinung nach ruhig noch ein paar Seiten mehr vertragen können. Auch das Ende ließ mich etwas unbefriedigt zurück, zumal es kein Nachwort gab, das möglicherweise noch ein bisschen Hintergrundwissen hätte beisteuern können. So bricht die Atmosphäre des Romans zum Ende hin leider abrupt ab, was mich ein wenig bekümmert zurückließ. Ich lese gerne wieder einen Roman von Irma Nelles, aber beim nächsten Mal bitte mit mehr Seiten!

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Veröffentlicht am 17.08.2024

Toller, berührender Debütroman

Und dahinter das Meer
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"Und dahinter das Meer" ist der Debütroman von Laura Spence-Ash und eine absolute Entdeckung!

Von Anbeginn der Lektüre nahm mich das Buch mit seinem flüssigen Schreibstil in seinen Bann. Der Roman ist ...

"Und dahinter das Meer" ist der Debütroman von Laura Spence-Ash und eine absolute Entdeckung!

Von Anbeginn der Lektüre nahm mich das Buch mit seinem flüssigen Schreibstil in seinen Bann. Der Roman ist unterteilt in die verschiedenen Blickwinkel der einzelnen Protagonistinnen und Protagonisten, was mir beim Lesen sehr viele Eindrücke und Gefühle vermittelte, ohne dass es dabei zu sentimental wurde.

Die schwierige Zeit, mit Krieg in Europa und einem jungen Mädchen, das fernab der Heimat ihren Weg geht, kommt im Roman sehr gut zur Geltung. Obendrein beleuchtet es einen Aspekt der Geschichte des Zweiten Weltkriegs, der mir bisher unbekannt war. Laura Spence-Ash schafft es dabei nicht nur, den Zeitgeist einzufangen, sondern auch widerstreitende Gefühle in Worte zu fassen. Zudem ist die Geschichte des Romans für mich nachvollziehbar und hat für meinen Geschmack keine unrealistischen Wendungen.

Die Fragen "Woher komme ich?", "Wo will ich hin?", "Wo ist meine Heimat?" werden in diesem Roman klug gestellt und – wie das Leben so spielt – auf die ein oder andere Weise beantwortet, ohne dass dabei zu viel Pathos ins Spiel kommt. Das gefiel mir hier ausgesprochen gut.

"Und dahinter das Meer" von Laura Spence-Ash kann ich allen empfehlen, die historische Romane mögen, die auch vor den größeren Fragen des Menschseins nicht Halt machen.

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Veröffentlicht am 09.08.2024

Tolles Thema, spannend bis zum Schluss

Das strömende Grab
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Die Cormoran Strike-Reihe ist ein Garant für tolle und spannende Leseunterhaltung. Während mir der letzte Band nicht ganz so gut gefiel, war "Das strömende Grab" wieder ein Highlight für mich.

Der Umfang ...

Die Cormoran Strike-Reihe ist ein Garant für tolle und spannende Leseunterhaltung. Während mir der letzte Band nicht ganz so gut gefiel, war "Das strömende Grab" wieder ein Highlight für mich.

Der Umfang des Romans ist beachtlich und auch das Thema ist nicht ohne: Sekten und ihre perfiden Methoden. J. K. Rowling hat es mal wieder geschafft, mich trotz vieler Details in ihren Bann zu ziehen. Wendungsreich und zeitweilig beklemmend, ließ mich die Lektüre nicht mehr los. Ein wirklich gelungenes Buch, nicht nur für Fans von Robin Ellacott und Cormoran Strike. Spannung bis zum Schluss ist garantiert!

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Veröffentlicht am 09.08.2024

Beeindruckendes Porträt, das negative Aspekte nicht ausspart

Die Pionierin im ewigen Eis
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"Die Pionierin im ewigen Eis" ist das erste Buch, das ich von Agnes Imhof gelesen habe.

Es ist ein beeindruckendes Porträt einer sehr mutigen Frau. Josephine Peary war ihrer Zeit weit voraus, einerseits. ...

"Die Pionierin im ewigen Eis" ist das erste Buch, das ich von Agnes Imhof gelesen habe.

Es ist ein beeindruckendes Porträt einer sehr mutigen Frau. Josephine Peary war ihrer Zeit weit voraus, einerseits. Andererseits konnte sie sich nicht so leicht von ihren eigenen Vorurteilen und den damaligen gesellschaftlichen Vorstellungen lösen. Agnes Imhof gelingt es im Roman sehr gut, Josephines Faszination für Grönland und die Region sowie seine Bewohner:innen aufzuzeigen. Sie lässt dabei aber auch nicht außen vor, wie sich Josephine dennoch abgegrenzt hat und sie zuweilen den Menschen dort überlegen fühlte. Auch das nicht immer spannungsfreie Verhältnis zu Robert Peary, ihrem Ehemann, wird gut dargestellt.

Insgesamt ist der Roman sehr flüssig geschrieben. Ich habe aber dennoch einige Tage für die Lektüre gebraucht, weil nicht wenige Fremdwörter darin vorkommen, die ich bisher nicht kannte. Dennoch kann ich den Roman allen ans Herz legen, die gerne zeitgeschichtliche Romane mit starken Frauenfiguren lesen.

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Veröffentlicht am 29.07.2024

Solider britischer Krimi

Mord stand nicht im Drehbuch
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"Mord stand nicht im Drehbuch" von Anthony Horowitz ist der zweite Roman des Autors, den ich gelesen habe. Der erste war "Der Tote aus Zimmer 12", den ich persönlich etwas besser fand.

"Mord stand nicht ...

"Mord stand nicht im Drehbuch" von Anthony Horowitz ist der zweite Roman des Autors, den ich gelesen habe. Der erste war "Der Tote aus Zimmer 12", den ich persönlich etwas besser fand.

"Mord stand nicht im Drehbuch" ist ein solider britischer Kriminalroman mit Anleihen bei Agatha Christie. Er lässt sich flüssig lesen, wobei mir an manchen Stellen ein paar Längen zu viel waren. Detektivromane leben davon, dass sich ständig wechselnde Finten eingestreut werden, was auch hier der Fall ist. Auch die Auflösung gefiel mir ganz gut. Nur die Charaktere waren mir teilweise nicht authentisch genug, sondern wirkten ein wenig abgehoben. Aber dies sollte vielleicht den speziellen Charakter von Schauspielerinnen und Schauspielern betonen. Mich hat es beim Lesen eher angestrengt.

Dennoch kann ich den Roman allen Fans britischer Detektivromane empfehlen, die hier mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen werden.

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