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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2026

Schöne Mischung aus historischen Fakten und Fiktion

Die geheime Mission
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"Die geheime Mission" ist erneut ein historischer Roman aus der Feder von TItus Müller, der sich um das Thema Spionage dreht. Handlungsort ist Berlin; zeitlich eingebettet ist der Roman in die Nachkriegszeit; ...

"Die geheime Mission" ist erneut ein historischer Roman aus der Feder von TItus Müller, der sich um das Thema Spionage dreht. Handlungsort ist Berlin; zeitlich eingebettet ist der Roman in die Nachkriegszeit; im Speziellen die Berlin-Blockade.

Titus Müller ist spannender, historischer Roman gelungen, der durchweg interessant ist und mit vielen mir unbekannten historischen Fakten aufwartet. Mir persönlich gefiel dies sehr gut, da ich schon einiges Vorwissen zum geschichtlichen Hintergrund hatte. Wer weniger Vorkenntnisse hat, könnte sich aber durch die Fülle an Fakten eventuell etwas überfordert fühlen.

Der Autor hat einen flüssigen Schreibstil, sodass sich der Roman zügig lesen lässt. Die Figuren im Roman sind alle glaubhaft beschrieben und ihre Gefühle und Beweggründe konnte ich sehr gut nachvollziehen. Insgesamt ein sehr guter historischer Roman für Fans des Autors und/oder des Genres.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Spannender Krimi mit ein wenig zu viel Ecken und Kanten

Strandopfer
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"Strandopfer" von Frank Goldammer ist der erste Band einer neuen Reihe des Autors, die mit einem deutsch-polnischen Ermittlerduo aufwartet.

Der Kriminalfall an sich gefiel mir recht gut, wobei zum Schluss ...

"Strandopfer" von Frank Goldammer ist der erste Band einer neuen Reihe des Autors, die mit einem deutsch-polnischen Ermittlerduo aufwartet.

Der Kriminalfall an sich gefiel mir recht gut, wobei zum Schluss hin für meinen Geschmack ein wenig die Logik verloren ging. Der Fall ist spannend und bis zur Auflösung wusste ich selbst nicht, wie das Ganze ausgeht. Dabei wurde ich selbst beim Lesen mit meinen eigenen Vorverurteilungen konfrontiert, was dann auch zu den beiden ermittelnden Hauptfiguren passte. Lena Schuldt und Adam Krawczyk versuchen, einen Kriminalfall zu lösen, und schaffen es dabei nicht, ihre eigenen Gedanken, Vorurteile und Vorverurteilungen außer Acht zu lassen. Das liest sich trotz des flüssigen Schreibstils dann stellenweise ein wenig zu behäbig (etwa, wenn Lena zum gefühlt x-ten Mal nachts um ihre Übernachtungsmöglichkeit schleicht, weil sie sich bedroht fühlt).
An sich finde ich es nicht schlecht, dass Frank Goldammer Figuren mit Ecken und Kanten in seinen Romanen porträtiert (man denke hierbei nur an die Bruch-Romane). In "Strandopfer" wurde es mir aber stellenweise zu viel, weil das Fortkommen der Geschichte für mich darunter litt. Keine der im Roman vorkommenden Figuren war mir außerdem ansatzweise sympathisch. Mich stört dies beim Lesen nur bedingt, aber ich kann mir vorstellen, dass dies den einen oder anderen Leser verschreckt.

Insgesamt ein solider und spannender Krimi, der aber nur bedingt für alle Krimifans empfehlenswert ist, da nicht jeder und jede ein Ermittlerduo mag, das sich nicht wirklich versteht.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Belastende Lektüre

Schwebende Lasten
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"Schwebende Lasten" von Annett Gröschner ist ein bedrückender Roman über das Leben einer Frau im Laufe des 20. Jahrhunderts in Berlin und vor allem in Magdeburg.
Der Roman fing gut an und ich lernte Hanna ...

"Schwebende Lasten" von Annett Gröschner ist ein bedrückender Roman über das Leben einer Frau im Laufe des 20. Jahrhunderts in Berlin und vor allem in Magdeburg.
Der Roman fing gut an und ich lernte Hanna und ihre spezielle Art kennen. Ihre Leidenschaft sind Blumen, weshalb auch zu Beginn jedes Kapitels eine Blumenart mit einem kurzen Steckbrief vorgestellt wird. Mit den darauffolgenden Kapiteln haben diese Steckbriefe aber meiner Meinung nach nichts zu tun.

Die Autorin nutzt in diesem Roman die Berichtsform, was bei mir leider nur bedingt eine Nähe zur Hauptfigur aufkommen ließ. Dennoch haben mich manche Schicksalsschläge im Roman beim Lesen deprimiert. Dies vor allem, weil ich das Gefühl hatte, dass Hannas Leben nur aus einer Aneinanderreihung solcher Schläge besteht. Das war für mich persönlich zu viel. Ich musste das Buch daher einige Male weglegen und das Gelesene sacken lassen. Trotz dieser Dichte an Ereignissen konnte ich mich nicht richtig in die Gefühlswelt der Hauptfigur einfinden. Dies ist vor allem deshalb schade, weil ich das Ansinnen der Autorin, mit diesem Roman den ungesehenen Frauen eine Geschichte zu geben, gut finde. Allerdings hätte ich mir zum Schluss noch eine ausführliche Darstellung der Recherchearbeit der Autorin gewünscht, um die Handlung jenseits der historisch verbrieften Geschehnisse besser einordnen zu können.

Insgesamt ein solider Roman, der mich deprimiert zurückließ und in meinen Augen mehr Potenzial gehabt hätte.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Von Pflanzen, Wurzeln und Menschen

Ein Ort, der bleibt
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"Ein Ort, der bleibt" von Sandra Lüpkes hat ein sehr schön gestaltetes Cover, das mich von Beginn an in den Bann des Romans zog.

Die Autorin versteht es sehr gut, drei Zeitebenen in diesem Roman zu beschreiben ...

"Ein Ort, der bleibt" von Sandra Lüpkes hat ein sehr schön gestaltetes Cover, das mich von Beginn an in den Bann des Romans zog.

Die Autorin versteht es sehr gut, drei Zeitebenen in diesem Roman zu beschreiben und diese mit vielen Details zu versehen. Sie nutzt hierfür eine berichtartige Sprache, die ein schnelles Lesen ermöglicht. Insgesamt habe ich durch diesen Roman viel über die türkische und die deutsche Geschichte gelernt. Auch die Beschreibungen von Pflanzen, deren Mutationen und Standortbedingungen gefielen mir recht gut und wurden gut mit den jeweiligen Schicksalen der einzelnen Hauptpersonen verknüpft. Entwurzelung, Neuansiedlung und Veränderungen betreffen in diesem Roman Pflanzen und Menschen gleichermaßen. Dies hat die Autorin meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt. Dennoch blieben die einzelnen Protagonistinnen und Protagonisten für mich ein wenig blass. Ein wenig mehr Gefühlstiefe und dafür etwas weniger Details und Umfang hätten dem Roman meiner Meinung nach gutgetan.

Insgesamt ist "Ein Ort, der bleibt" ein solider Roman, der viele interessante Informationen zwischen knapp 500 Buchseiten packt, inklusive Porträts der im Roman vorkommenden realen Figuren am Ende des Buchs. Empfehlenswert für Fans historischer Romane, die gerne viele Details beim Lesen mitnehmen möchten.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Spannend und rätselhaft

Nordlicht - Das fremde Gesicht
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"Nordlicht – Das fremde Gesicht" ist bereits der siebte Band aus Anette Hinrichs Reihe, in dem im deutsch-dänischen Grenzgebiet ermittelt wird. Dabei ermitteln auf deutscher Seite Vibeke Boisen und auf ...

"Nordlicht – Das fremde Gesicht" ist bereits der siebte Band aus Anette Hinrichs Reihe, in dem im deutsch-dänischen Grenzgebiet ermittelt wird. Dabei ermitteln auf deutscher Seite Vibeke Boisen und auf dänischer Rasmus Nyborg. Obwohl es sich um eine Krimireihe handelt, lässt sich dieser Band auch ohne Kenntnisse der vorhergehenden Bücher gut lesen, da auf wichtige Punkte der vorherigen Bände eingegangen wird. Die Printausgabe wartet außerdem in der Klappe mit Kurzporträts der beiden Hauptfiguren auf. Ich selbst habe die Reihe bisher lose gelesen, je nachdem, ob mich der jeweilige Fall gereizt hat, und konnte dem Verlauf von "Das fremde Gesicht" sehr gut folgen.

Anette Hinrichs hat mit dem siebten Band der Reihe einen sehr spannenden Krimi vorgelegt, der an realen Schauplätzen spielt und dadurch sehr authentisch wirkt. Hinzu kommt das Ermittlerpaar, das Ecken und Kanten aufweist und somit für mich auch nicht so "glatt" oder "perfekt" wirkt, sondern nahbar. Zudem hat die Autorin einen flüssigen Schreibstil, der ein schnelles Lesen und einen guten Einstieg in die Handlung ermöglicht. Anette Hinrichs schaffte es überdies mühelos, Orts- und Zeitwechsel zu vollziehen, ohne dass ich den roten Faden beim Lesen verloren habe.

Der Fall im Krimi wirkt zudem nicht konstruiert, sondern die Geschehnisse sind für mich schlüssig, sodass ich auch hier mit gespannter Freude weitergelesen habe. Ein insgesamt sehr gelungener Kriminalroman, der nicht nur Fans der Reihe, sondern auch Neulinge für "Nordlicht" begeistern dürfte.

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