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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2026

Spannend, modern und bildstark

Moorland. Die Zwillinge
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Was mich direkt gepackt hat, war das Setting. Das Moor. Irgendwie fühlt es sich anders an als viele typische Thriller-Schauplätze – und gleichzeitig passt es perfekt zu einem deutschen Thriller. Diese ...

Was mich direkt gepackt hat, war das Setting. Das Moor. Irgendwie fühlt es sich anders an als viele typische Thriller-Schauplätze – und gleichzeitig passt es perfekt zu einem deutschen Thriller. Diese Landschaft hat etwas Urzeitliches an sich: düster, zeitlos, trügerisch ruhig. Ein Ort, der Geheimnisse bewahrt wie in einer feuchten Gruft und Fehler nicht einfach verzeiht. Winkelmann beschreibt diese Umgebung so bildhaft, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, den feuchten Torf unter den Füßen zu spüren.

Auch die Figuren haben mich wirklich überzeugt. Besonders die Dynamik zwischen Malia und Ruth hat mich total abgeholt. Aber auch die anderen Figuren und ihre Verflechtungen sind sehr durchdacht konstruiert. Man merkt, wie sorgfältig Winkelmann hier an der Gesamtarchitektur der Geschichte gebaut hat.
Spannend fand ich außerdem, wie der Thriller durch das TikTok-Thema einen modernen Dreh bekommt. Es verbindet die uralte Moorlandschaft mit der schnellen, digitalen Gegenwart – als würden zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinandertreffen.

Besonders stark fand ich die Idee, dass in dieser Geschichte nicht nur Menschen eine Bedrohung darstellen, sondern auch die Landschaft selbst. Das Moor wirkt fast wie eine eigene Figur – unberechenbar, still beobachtend und jederzeit bereit, jemanden zu verschlucken.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Psychologisch raffiniert

The Exes
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Neben der Gegenwart, in der Natalie mit James zusammen ist, springen wir immer wieder in ihre Vergangenheit. In verschiedene Lebensphasen, zu unterschiedlichen Ex-Beziehungen, zu Momenten, die tiefe Spuren ...

Neben der Gegenwart, in der Natalie mit James zusammen ist, springen wir immer wieder in ihre Vergangenheit. In verschiedene Lebensphasen, zu unterschiedlichen Ex-Beziehungen, zu Momenten, die tiefe Spuren bei Natalie hinterlassen haben. Am Anfang wirkt das Ganze wie ein Puzzle, bei dem man noch nicht weiß, welches Teil wohin gehört. Aber die Autorin schafft es auf den nachfolgenden Seiten, jeden Faden wieder aufzunehmen. Was erst wirr erscheint, entpuppt sich rückblickend als sehr klug konstruiert.

Natalie ist so vielschichtig, dass die paar Zeilen hier gar nicht ausreichen, um sie zu beschreiben. Wir erleben vor allem tiefe Gedanken in einen Mensch, der viel durchgemacht hat - selber aber auch nicht unschuldig ist. Diese Spiel zwischen Engel und Teufel war einfach nur genial inszeniert. Zudem werden zwischen den Zeilen wichtige Themen angesprochen.

Hervorheben möchte ich auch den Schreibstil: melodisch, tiefgründig, voller Metaphern, aber trotzdem total flüssig zu lesen. Außerdem ist die Anzahl der kleinen Plot-Twists mit großer Wirkung hier schon fast absurd. Eine Theorie zu entwickeln ist hier sinnlos. Wirklich stark. Das Ende hab ich bis jetzt zwar nicht ganz verstanden, aber je länger ich drüber nachdenke - vielleicht war auch das genau der Plan haha.

Für mich war die psychologische Tiefe hier brutal genial in Zusammenspiel mit der Erzählweise, dem Schreibstil und dem Engel vs. Teufel Spiel. Ich bin ohne große Erwartungen reingegangen und hab unfassbar viel bekommen.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Psychologisch raffiniert, tiefgründig und überraschend bis zur letzten Seite

The Exes
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Neben der Gegenwart, in der Natalie mit James zusammen ist, springen wir immer wieder in ihre Vergangenheit. In verschiedene Lebensphasen, zu unterschiedlichen Ex-Beziehungen, zu Momenten, die tiefe Spuren ...

Neben der Gegenwart, in der Natalie mit James zusammen ist, springen wir immer wieder in ihre Vergangenheit. In verschiedene Lebensphasen, zu unterschiedlichen Ex-Beziehungen, zu Momenten, die tiefe Spuren bei Natalie hinterlassen haben. Am Anfang wirkt das Ganze wie ein Puzzle, bei dem man noch nicht weiß, welches Teil wohin gehört. Aber die Autorin schafft es auf den nachfolgenden Seiten, jeden Faden wieder aufzunehmen. Was erst wirr erscheint, entpuppt sich rückblickend als sehr klug konstruiert.

Natalie ist so vielschichtig, dass die paar Zeilen hier gar nicht ausreichen, um sie zu beschreiben. Wir erleben vor allem tiefe Gedanken in einen Mensch, der viel durchgemacht hat - selber aber auch nicht unschuldig ist. Diese Spiel zwischen Engel und Teufel war einfach nur genial inszeniert. Zudem werden zwischen den Zeilen wichtige Themen angesprochen.

Hervorheben möchte ich auch den Schreibstil: melodisch, tiefgründig, voller Metaphern, aber trotzdem total flüssig zu lesen. Außerdem ist die Anzahl der kleinen Plot-Twists mit großer Wirkung hier schon fast absurd. Eine Theorie zu entwickeln ist hier sinnlos. Das Ende hab ich bis jetzt zwar nicht ganz verstanden, aber je länger ich drüber nachdenke - vielleicht war auch das genau der Plan haha.

Fazit: Die Geschichte könnte wahrscheinlich auch ein Roman sein, weil es kein klassischer Thriller ist. Aber ob Roman oder Thriller…für mich war die psychologische Tiefe hier brutal genial in Zusammenspiel mit der Erzählweise, dem Schreibstil. Ich bin ohne große Erwartungen reingegangen und hab unfassbar viel bekommen.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Zwischen Gier, Kontrolle und Traumhaus

Tödliches Angebot
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Das zentrale Thema hat mich sofort gepackt: die verzweifelte Suche nach der perfekten Immobilie. Das kann ich nur zu gut nachvollziehen. Abgesehen von absurden Preisen und harter Konkurrenz ist allein ...

Das zentrale Thema hat mich sofort gepackt: die verzweifelte Suche nach der perfekten Immobilie. Das kann ich nur zu gut nachvollziehen. Abgesehen von absurden Preisen und harter Konkurrenz ist allein der gesamte Prozess extrem kräftezehrend – und genau das spiegelt sich in der Hauptfigur Margo wider. Beim Lesen merken wir deutlich, wie sie Schritt für Schritt moralische und persönliche Grenzen überschreitet, nur um ihr Traumhaus endlich zu bekommen.

Die Handlung entwickelt sich eher ruhig, es gibt ein paar Nebenfiguren, doch Margo und ihre Zukunftspläne steht permanent im Mittelpunkt. Sie wirkt eigenwillig, teilweise befremdlich und oft schwer greifbar. Sympathisch fand ich sie nicht unbedingt aber ich hab sie auch nicht gehasst, weil ich vieles auch nachvollziehen konnte – gerade das hat es interessant gemacht. Ständig schwebte die Frage im Raum: Was wird sie als Nächstes tun? Themen wie Kontrolle, Gier und Lügen werden dabei präzise und eindringlich verarbeitet.

Im letzten Drittel zieht das Tempo spürbar an und die Ereignisse überschlagen sich. Die Geschichte fühlt sich durch den grandios flüssigen Schreibstil irgendwie an wie eine Welle, die man ein paar Stunden surft. Auch wenn die Welle nicht die wildeste ist, hat sie einfach unglaublich Spaß gemacht.

Fazit: Für mein eigenes Traumhaus würde ich vermutlich auch einiges in Kauf nehmen – wenn auch längst nicht so viel wie Margo. Insgesamt hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten, starke Themen angesprochen und durch den gelungenen Schreibstil zusätzlich überzeugt. Klare Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Aufgewärmt statt aufregend

The Woman in Suite 11
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Das Luxushotel in der Schweiz ist wohl die Chance auf einen Neuanfang für Lo. Allerdings stecken dahinter nicht die Absichten, die sie vermutet. Das zeigt sich auch recht schnell bei ihrer Ankunft, da ...

Das Luxushotel in der Schweiz ist wohl die Chance auf einen Neuanfang für Lo. Allerdings stecken dahinter nicht die Absichten, die sie vermutet. Das zeigt sich auch recht schnell bei ihrer Ankunft, da sie viele Gesichter aus der Vergangenheit wiederkennt und darüber nicht gerade begeistert ist. Die Geschichte von Band 1 wird dementsprechend noch mal aufgewärmt. Und das für meinen Geschmack leider viel zu lange. Die Geschichte tröpfelt und tröpfelt…zwar landen wir irgendwann wieder in der Gegenwart, aber auch hier passiert gefühlt nichts oder halt einfach viel zu wenig.

Die Figuren bleiben leider sehr oberflächlich, viele Handlungen erscheinen unlogisch, Spannung ist für mich an einer Stelle mal kurz aufgekommen aber das wars leider schon. Das Gähnen muss man sich hier schon sehr stark verkneifen. Eigentlich schade, weil Ruth Ware hier trotzdem zeigt, dass sie Schreiben kann: total flüssig und bildstark. Inhaltlich hats mir aber nicht gefallen.

Das war viel zu wenig für einen spannenden rasanten Thriller und hat mich leider eher enttäuscht.

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