Debütroman mit Ecken und Kanten
The Right Kind of WrongZusammenfassung:
Ihr einziger Wunsch ist es frei zu sein. Ihr großer Traum war es eine Europareise zu machen, welcher leider durch unvorhersehbare Entwicklungen in die Brüche ging. Zoe lebt mit ihrer besten ...
Zusammenfassung:
Ihr einziger Wunsch ist es frei zu sein. Ihr großer Traum war es eine Europareise zu machen, welcher leider durch unvorhersehbare Entwicklungen in die Brüche ging. Zoe lebt mit ihrer besten Freundin Kate in einer WG und leidet unter dem Druck ihrer Eltern. Eines Tages braucht Kates neuer Freund Noah eine Unterkunft, weshalb Zoe einwilligt, dass er einige Zeit bei ihnen wohnen kann. Womit sie allerdings nicht gerechnet hat, sind die Gefühle, die sie in der Nähe von Noah fühlt. Er gibt ihr das Gefühl frei zu sein und vermittelt ihr die Sicherheit, die sie vermisst. Jedoch weiß Zoe ganz genau, dass sie keinerlei Gefühle für Noah zulassen darf, da sie somit die Freundschaft zu Kate aufs Spiel setzen würde. Aber mit der Zeit fällt es ihr immer schwerer, sich von Noah fern zu halten.
Meine Meinung:
Mit „The right kind of wrong“ hat Jennifer Bright ein Wohlfühlbuch geschaffen, welches man nur so verschlingt. Ich kenne die Autorin von Bookstagram und als ich mitbekommen habe, dass die liebe „wort_getreu“ ihr eigenen Roman mit dem Forever Verlag veröffentlicht, war mir sofort klar: Ich muss dieses Buch lesen! Nachdem das eBook verfügbar war, habe ich es mir sofort geholt, bin allerdings erst paar Wochen später dazu gekommen es zu lesen. Ich bin so froh, dass es jetzt endlich gelesen habe.
Die Geschichte rund um Zoe und Noah hat mir gut gefallen. Beide Protagonisten wirken sehr authentisch. Zoe macht auf mich den Eindruck einer realen Person. Sie ist nicht übertrieben stark, sondern hat ihre Ängste, wie jeder normale Mensch sie hat. Bei Noah ist dies ähnlich, denn er hat eine berührende Hintergrundgeschichte. Sie zeigen somit, dass kein Mensch perfekt ist und jeder sein Päckchen zu tragen hat. Das ist mir bei Charakteren wichtig. Ich brauche keine Protagonisten, die ein perfektes Leben haben, sich verlieben und dann für immer glücklich sind. Ein Roman ist erst dann gut, wenn er mit echten Thematiken zu tun hat und Charaktere begleitet, die alles andere als perfekt sind. Und genau dies hat die Autorin in ihrem Roman sehr gut getroffen.
Im Allgemeinen hat mich Bright mit ihrer Geschichte überzeugt. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, sodass die Seiten nur so an einem vorbeifliegen. Die Geschichte entwickelt sich sanft und ruhig. Es wird kein unnötiges Drama erzeugt, sondern die Charaktere nähren sich ganz normal in Ruhe an. Es wird nichts überstürzt. Dadurch wirken die Geschehnisse real.
Allerdings sind Geschmäcker unterschiedlich und es gibt ein paar Details, die mich zum Ende hin doch gestört haben. Einerseits fand ich es gut, dass Zoe und Noah wirklich Zeit hatten, um sich kennenzulernen und gemeinsam Erfahrungen zu machen (kein Spoiler!). Trotz dessen hat sich das Ende ziemlich gezogen. Mit der Zeit wurde es ein bisschen öde und ich habe nur darauf gewartet, dass endlich mal etwas Spannendes passiert. (Leichte Spoiler!) Dann fand ich es doch etwas fies, dass Zoe es Kate so lange nicht erzählt hat. Als beste Freundin sollte man keine Angst haben der besten Freundin zu erzählen, dass man Gefühle für jemanden hegt. Außerdem war mir Kates Reaktion zu überdramatisch. Da musste ich echt mit dem Kopf schütteln. (Spoiler Ende!)
Ansonsten kann ich sagen, dass mich der Debütroman von Bright begeistert hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie in Zukunft weitere grandiose Bücher veröffentlichen wird.
Fazit:
„The right kind of wrong“ ist ein Wohlfühlroman, der zeigt, dass das Leben kein Ponyhof ist. Man braucht nur einen Menschen an seiner Seite, durch den das Leben leichter wird. Ein toller Debütroman, welchen ich Young Adult/New Adult-Liebhabern nur ans Herz legen kann.