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Veröffentlicht am 16.10.2017

Die Geschichte eines Kampfes

Fremdkörper
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Miriam Pielhau ist 32 Jahre alt, als bei ihr Brustkrebs festgestellt wird. Sie beschreibt in ihrem Buch „Fremdkörper“ genau, welche Gefühle und Gedanken ihr in dem Moment des Telefongesprächs mit ihrer ...

Miriam Pielhau ist 32 Jahre alt, als bei ihr Brustkrebs festgestellt wird. Sie beschreibt in ihrem Buch „Fremdkörper“ genau, welche Gefühle und Gedanken ihr in dem Moment des Telefongesprächs mit ihrer Ärztin durch den Kopf gingen, wie sie immer wieder gedacht hat: „Warum ich?“, wie sie mit ihrem Mann zusammen beschlossen hat, den Kampf gegen den Krebs aufzunehmen. Innerhalb kurzer Zeit durchlief sie das medizinische Programm mit Operation, Chemotherapie und Bestrahlung. In dem Buch hat sie ihre Erlebnisse, Gefühle und Gedanken in dieser schwierigen Zeit festgehalten.

Das Buch ist spannend und emotional, aber auch humorvoll, wenn sie über ihre Erlebnisse während der Therapie erzählt. Als Leser erlebt man hautnah mit, was sie fühlt, erfährt, welche Personen sie trifft und wie sich ihr Blick auf das Leben verändert. Und Miriam Pielhau vermittelt eine klare Botschaft: Gib nicht auf und kämpfe gegen den Krebs.

Das Buch gibt einen Blick auf all ihre Emotionen und Miriams positiven Blick auf das Leben an alle Leser weiter. Das Buch ist aber auch traurig zu lesen, da Miriam Pielhau, obwohl sie als geheilt galt, mit 41 Jahren den Kampf gegen einen neu diagnostizierten Leberkrebs verlor. Eine starke Frau mit einer mitreißenden Botschaft: Kämpfen!

Veröffentlicht am 15.10.2017

Fans werden ihren Spaß haben

Der Lukas Rieger Code
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Lukas Rieger ist ein YouTube-Star, der seine Fans begeistert. In dem Buch „Der Lukas Rieger Code“ erzählt er zusammen mit dem Autor Josip Radovic seine Geschichte. Hierbei gewährt er einen spannenden Blick ...

Lukas Rieger ist ein YouTube-Star, der seine Fans begeistert. In dem Buch „Der Lukas Rieger Code“ erzählt er zusammen mit dem Autor Josip Radovic seine Geschichte. Hierbei gewährt er einen spannenden Blick hinter die Kulissen von Castingshows, an denen er teilgenommen hat. Auch erfährt man vieles über sein Leben als YouTuber, der von Fans auf der Straße erkannt wird.

Das Buch ist gut verständlich geschrieben, da die Zielgruppe ja eher die jugendlichen Fans sind, die seinen Kanal abonniert haben. Für mich, die ich dem Phänomen YouTube immer noch skeptisch gegenüberstehe, bleibt vieles unvorstellbar und unerklärlich. Aber wie gesagt: Ich bin nicht die Zielgruppe. Meine 11jährige Nichte, der ich das Buch weitergeben werde, wird sich sehr freuen, da sie Lukas „sooooo süß findet“.

Ein netter Einblick in das Leben eines YouTubers.

Veröffentlicht am 15.10.2017

Wir sind so, wie uns das Leben prägt

Sonntags fehlst du am meisten
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Vor einem Jahr kam es zum Bruch zwischen Caro und ihren Eltern, weil Caro nach einer Alkoholfahrt in den Entzug kam. Jetzt steht die Goldhochzeit ihrer Eltern an, die Caro dazu bringt, ihr Leben und das ...

Vor einem Jahr kam es zum Bruch zwischen Caro und ihren Eltern, weil Caro nach einer Alkoholfahrt in den Entzug kam. Jetzt steht die Goldhochzeit ihrer Eltern an, die Caro dazu bringt, ihr Leben und das Verhältnis zu ihrer Familie zu überdenken.

Das Buch erzählt in unterschiedlichen Zeitebenen das Leben von Caro und ihren Eltern. Angefangen während des 2. Weltkriegs, als ihr Vater als Kind mit seiner Mutter und zwei Schwestern aus Dresden flüchtete, über Caros überbehütete Kindheit bis heute. Der Vater gründete ein Bauunternehmen, so dass die Familie sorgenfrei leben konnte. Das schlechte Gewissen des Vaters, wenn er wegen der Arbeit nicht da sein kann, wird mit Geschenken beruhigt. Über Probleme wird nicht gesprochen, weshalb auch Caros frühe Alkoholsucht kein Gesprächsthema ist.

Caro mochte ich, weil sie sich ihren Problemen stellt und stark ist. Ihr Leben mit ihrem Sohn und ihrem Lebensgefährten, aber auch ihre Aussetzer als Alkoholikerin waren gut beschrieben und authentisch.

Insgesamt eine faszinierende Vater-Tochter-Geschichte, die einen guten Einblick in das Leben der Kriegskinder gibt und wie sich ihre Erlebnisse auf die nächste Generation auswirken. Gut!

Veröffentlicht am 12.10.2017

Niemals aufgeben!

Emily, die kleine Springmaus
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Die kleine Maus Emily Dreikäsehoch mag es, immer herumzuspringen und herumzutollen, weshalb sie von allen nur „Springmaus“ genannt wird. Weil ihre Eltern berufstätig sind, passen oft ihre Tanten auf sie ...

Die kleine Maus Emily Dreikäsehoch mag es, immer herumzuspringen und herumzutollen, weshalb sie von allen nur „Springmaus“ genannt wird. Weil ihre Eltern berufstätig sind, passen oft ihre Tanten auf sie auf. Am liebsten mag Emily es aber, wenn ihre Oma auf sie aufpasst, denn die liest ihr immer schöne Geschichten vor. So auch diesmal. Die Geschichte handelt von einem kleinen Mäuserich, der nicht so schnell wie seine Freunde ist, doch kämpft und an sich arbeitet, um sie in einem Rennen schlagen zu können. Die Botschaft der Geschichte ist es, dass man niemals aufgeben darf!

Das Kinderbuch ist wunderschön illustriert und leicht vor- und auch den Erstlesern selbst zu lesen. Das Besondere an dem Buch ist, dass die Geschichte sowohl in deutscher als auch englischer Sprache abgedruckt ist, so dass man die Kinder spielerisch an die Zweitsprache heranführen kann. Im Anschluss an die wirklich sehr schöne Geschichte befindet sich noch eine Vokabelliste, so dass man einzelne Wörter gezielt üben und vermitteln kann.

„Emily die kleine Springmaus“ ist ein schön anzuschauendes Buch, farbenfroh illustriert, mit sehr niedlichen Charakteren und einer lehrreichen Geschichte.

Veröffentlicht am 10.10.2017

Intrigen in Kessel

Talvars Schuld
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Kadevis wird von seiner Familie in die Hauptstadt Kessel geschickt, um dort von einem Mentor darauf vorbereitet zu werden, in die Politik zu gehen. Hier geschieht es, dass er Sotan Talvar begegnet, dem ...

Kadevis wird von seiner Familie in die Hauptstadt Kessel geschickt, um dort von einem Mentor darauf vorbereitet zu werden, in die Politik zu gehen. Hier geschieht es, dass er Sotan Talvar begegnet, dem Mann, der vor 15 Jahren angeklagt war, weil er Kadevis‘ Eltern ermordet und von ihnen gemachte Kriegsbeute unterschlagen haben soll. Er wurde freigesprochen, doch Kadevis‘ Familie ist immer noch von seiner Schuld überzeugt. Nun will Kadevis selbst nach der Wahrheit suchen, angestiftet von seinem Mentor, der jedoch noch einen anderen Plan zu verfolgen scheint.

Die Welt, in der Kadevis und Talvar leben, ist sehr schön beschrieben und erinnert ein wenig an das Römische Reich. Die Charaktere sind gut gezeichnet und es macht Spaß, Kadevis bei seinen ersten Schritten in der Stadt zu begleiten. Auch die Geschichte, die ihn mit Talvar verbindet, ist spannend, weil man sich immer fragt, ob der Mann schuldig war und trotzdem freigesprochen wurde. Trotz dieser Umstände dümpelte die Geschichte ab etwa der Hälfte etwas vor sich hin und die Beschreibungen der Umgebung und der Treffen verschiedener Leute wurde zu ausführlich geschildert, während man als Leser nur daran interessiert ist, wie die Geschichte von Kadevis und Talvar ausgeht.

Die Geschichte ist schön zu lesen und die erschaffene Welt sehr schlüssig und interessant beschrieben. Trotzdem hat mich das Buch nicht ganz überzeugen können.