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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2017

Was wäre wenn?

Der Brief
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Marie lebt mit ihrer Lebensgefährtin Johanna in Hamburg. Als sie eines Tages einen Brief ihrer Schulfreundin Christine erhält, in dessen Schilderungen nichts mit Maries tatsächlichem Leben übereinstimmt, ...

Marie lebt mit ihrer Lebensgefährtin Johanna in Hamburg. Als sie eines Tages einen Brief ihrer Schulfreundin Christine erhält, in dessen Schilderungen nichts mit Maries tatsächlichem Leben übereinstimmt, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Wieso erzählt Christine von Maries Leben in Paris mit ihrem Mann Victor? Marie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Das Buch fesselt, weil man wissen will, was da in Maries Leben passiert. Ist sie verrückt, alles nur ein Traum? Die Geschichte zieht den Leser in den Bann, lässt einen am Ende mit vielen Fragezeichen zurück, ist aber auch faszinierend. Was wäre, wenn man im Leben einen anderen Weg eingeschlagen hätte? Was wäre, wenn man den anderen Weg gegangen wäre, andere Menschen getroffen, eine andere Liebe gefunden hätte? Maries Suche nach der Wahrheit zeigt einem ein paar dieser anderen Wege auf, doch dann bleibt die Frage, ob dieses Leben das Bessere wäre.

Die Geschichte bleibt offen, scheinbar beginnt alles wieder von vorn. Sie hinterlässt einen mit diesem „Was wäre wenn“, auf das es keine Antwort gibt.

Gut geschrieben, gut zu lesen, faszinierend anders.

Veröffentlicht am 27.05.2017

Das Böse in uns

Die Bestimmung des Bösen
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Als die übel zugerichteten Leichen zweier Frauen gefunden werden, übernimmt die Kommissarin Alexis Hall die Ermittlungen. Nachdem weitere Tote auftauchen und es in Alexis Umfeld zu mysteriösen Ereignissen ...

Als die übel zugerichteten Leichen zweier Frauen gefunden werden, übernimmt die Kommissarin Alexis Hall die Ermittlungen. Nachdem weitere Tote auftauchen und es in Alexis Umfeld zu mysteriösen Ereignissen kommt, scheint klar zu sein, dass sie persönlich mit dem Mörder zu tun hat. Holt ihre Vergangenheit sie ein?

Alexis ist eine sympathische Figur, die zusammen mit ihrem Team dem Mörder auf der Spur ist. Faszinierend an diesem Roman ist die „Käferfrau“ Karen, die anhand von Insektenbefall den Zeitpunkt des Todes bestimmen kann. In den Kapiteln mit Karen geht es zwar sehr wissenschaftlich zu, aber die gelieferten Erklärungen machen die Untersuchungen interessant und verständlich. Ein bisschen ärgerte es mich, dass Alexis keine Hilfe bei ihrem Partner Oliver oder ihrer Freundin Karen suchte, als die seltsamen Ereignisse in ihrem Leben zunahmen, aber ihre Vergangenheit erklärte auch das. Das Finale war eine echte Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte.

Spannende Mordermittlung mit einer starken Ermittlerin und einem tollen Team, von dem ich gerne mehr lesen würde!

Veröffentlicht am 25.05.2017

Der Herr der Puppen

Blutsommer
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Martin Abel, Fallanalytiker beim LKA in Stuttgart, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln gerufen. Ein Serienmörder scheint hier sein Unwesen zu treiben. Zusammen mit der jungen Polizistin Hannah ...

Martin Abel, Fallanalytiker beim LKA in Stuttgart, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln gerufen. Ein Serienmörder scheint hier sein Unwesen zu treiben. Zusammen mit der jungen Polizistin Hannah Christ tut Abel alles, um den Mörder zu fassen, bevor er erneut zuschlägt.

Martin Abel ist auf den ersten Blick nicht sehr sympathisch. Er hat seine ganz eigenen – und seltsam anmutenden – Methoden, dem Gesuchten näher zu kommen. Seine junge Kollegin muss so manches Mal die Zähne zusammenbeißen, um ihre Zusammenarbeit nicht zu gefährden. Bald wird auch klar, dass Abel so unnahbar ist, damit er mit dem Grauen der von ihm bearbeiteten Fälle zurechtkommt. Hannah scheint verbissen, es wird klar, dass sie immer und überall die Beste sein will, um ihrem Vater zu imponieren. Auch wird sehr deutlich, dass die bisher in dem Fall ermittelnden Polizisten nicht sehr erfreut über das Auftauchen der Fallanalytiker sind. Abel und Christ müssen mit so manchem Vorurteil umgehen.

Der Fall ist spannend und das Ermittlerteam Abel/Christ macht Lust auf mehr. Die Schilderung der Morde ist ziemlich blutrünstig, passt aber zu dem Roman. Die Auflösung des Falls war überraschend, aber nachvollziehbar. Der Schluss des Romans war sehr spannend und ließ mich mitfiebern. Ich bin sehr gespannt, wie es mit Abel weitergeht und freue mich auf den zweiten Teil der Serie.

Veröffentlicht am 24.05.2017

Wenn die Panik das Kommando übernimmt

Leonardo Di Caprio trifft keine Schuld
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Die Autorin Silvia Aeschbach leidet an einer Angststörung. In den unpassendsten Situationen wird sie von Panikattacken heimgesucht, gegen die sie dann machtlos ist. In ihrem Buch „Leonardo DiCaprio trifft ...

Die Autorin Silvia Aeschbach leidet an einer Angststörung. In den unpassendsten Situationen wird sie von Panikattacken heimgesucht, gegen die sie dann machtlos ist. In ihrem Buch „Leonardo DiCaprio trifft keine Schuld“ beschreibt sie offen und ehrlich, in welchen Situationen sie von einer Attacke niedergedrückt wurde, was zu mehr oder weniger peinlichen Momenten führte.

Weil es ihr peinlich war, hat die Autorin in ihrem privaten Umfeld wenige Menschen in ihre Krankheit eingeweiht. So litt sie still, erklärte ihr Verhalten mit Unwohlsein oder versteckte sich, bis sie sich wieder im Griff hatte. Das Buch zeigt auf, wie fremd sie sich gefühlt hat, weil die meisten Leute mit einer derartigen Krankheit nicht umgehen können. Sie selbst sagt, dass sie sich in jungen Jahren gewünscht hätte, an einer „sichtbaren“ Krankheit zu leiden, damit die Leute erkennen, was ihr fehlt.

Umso interessanter ist dieses Buch für mich, die ich nie unter Angstzuständen oder Panikattacken gelitten habe und das auch nicht nachvollziehen konnte. Und wir lernen, dass das Verdrängen und Verschweigen die Attacken eher verstärkt, weshalb es wichtig ist, sich der Angst zu stellen und gegen sie zu arbeiten.

Trotz der ernsten Thematik fühlte ich mich gut unterhalten, wozu vor allem der lockere Schreibstil der Autorin und (meine Favoriten) die Top 10-Listen im Buch geführt haben. Das Buch ist jedem zu empfehlen, der selbst unter Panikattacken leidet, aber auch jedem, den es interessiert, wie ein Mensch mit diesen Angstzuständen umgeht.

Veröffentlicht am 23.05.2017

100 Tage, die dein Leben verändern

For 100 Days - Täuschung
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Die Künstlerin Avery lebt mehr schlecht als recht von ihrem Job als Kellnerin. Als sie auch noch ihre Wohnung verliert, kommt ihr das Angebot einer völlig Fremden gerade recht. Sie soll während der dreimonatigen ...

Die Künstlerin Avery lebt mehr schlecht als recht von ihrem Job als Kellnerin. Als sie auch noch ihre Wohnung verliert, kommt ihr das Angebot einer völlig Fremden gerade recht. Sie soll während der dreimonatigen Abwesenheit der Frau deren Wohnung hüten. Und so betritt Avery eine völlig neue Welt: die Welt der Reichen und Schönen. Als sie den Milliardär Dominic Baine kennenlernt, verfällt sie ihm sofort und lässt sich auf eine Beziehung mit ihm ein. Doch es gibt so viele Geheimnisse, die sie ihm nicht anvertrauen kann. Als am Ende alles herauskommt, scheint die wundervolle Zeit, die sie zusammen verbracht haben, nicht mehr zu zählen.

Der Roman hat wirklich Potenzial, denn beide Charaktere bieten eine trostlose Hintergrundstory, auf die man hätte eingehen können. Da die Geschichte von Avery und Nick allerdings auf drei Teile ausgelegt ist, bekommt man in diesem ersten Teil nur Häppchen zugeworfen, die die Charaktere leider nicht so nahbar erscheinen lassen. Die wenigen Gespräche, die Avery und Nick führen, ohne dass es um die körperliche Vereinigung geht, sind auch witzig und charmant, doch leider bietet der Roman dann außer Bettszenen wenig Geschichte. Trotzdem hat mich das Buch gefesselt, denn ich hoffte immer, dass es noch zur großen Aussprache kommen wird, wo dann entweder alles gut wird oder vor die Hunde geht. Erst im letzten Abschnitt kamen dann ein paar Wahrheiten ans Licht, doch dann endet das Buch mit einem miesen Cliffhanger.

Vermutlich werde ich den zweiten Teil der Trilogie noch lesen, da es mich schon interessiert, welche Geheimnisse noch ans Licht kommen. Insgesamt ist das Buch nicht schlecht, aber es hätte deutlich besser und interessanter sein können.