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Veröffentlicht am 09.03.2021

Liebe über den Tod hinaus

Der Liebesbrief
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Die Künstlerin Chloe Pencarrow will nach dem Tod ihres Mannes neu anfangen. Sie zieht nach Cornwall in ein Cottage auf den Klippen, um sich ein Atelier einzurichten und wieder mit ihrer Kunst anzufangen. ...

Die Künstlerin Chloe Pencarrow will nach dem Tod ihres Mannes neu anfangen. Sie zieht nach Cornwall in ein Cottage auf den Klippen, um sich ein Atelier einzurichten und wieder mit ihrer Kunst anzufangen. Zusammen mit dem Historiker Matt, der in einem benachbarten Herrenhaus die Geschichte des Dichters Kit Rivers wiederaufleben lassen will. Als Chloe auf dem Dachboden ihres Hauses die Hinterlassenschaften der jungen Daisy Hills findet, kommen sie und Matt der Geschichte des Liebespaares näher. Doch was wurde wirklich aus Kit und Daisy?

Eine wunderschöne Geschichte vor atemberaubender Kulisse, das ist dieses Buch. Chloes traurige Geschichte, wie sie mit dem frühen Tod ihres Mannes nicht fertig wird, doch in der Suche nach der Wahrheit über Kit und Daisy wieder ins Leben zurückfindet, ist sehr schön erzählt. Auch die Suche nach Spuren nach der jungen Liebe, die vor über 100 Jahren tragisch endete, ist spannend.

Der Mittelteil, in dem es um Daisy und Kit geht, fand ich ein bisschen zu ausführlich, auch weil er auf den ersten Blick nicht zum Ziel führte. Natürlich war es wichtig, um die Geschichte des jungen Paars komplett zu verstehen, doch viel lieber hätte ich mehr über Chloe und Matt gelesen.

Am Ende fand ich das Buch aber wieder sehr schön – und ich fand es schön, dass alle Geheimnisse geklärt wurden. Die Liebe von Kit und Daisy über den Tod der beiden hinaus, fand ich sehr romantisch, aber in erster Linie habe ich mich über die neue Lebensfreude Chloes – all das an der wild-romantischen Küste Cornwalls. Wunderschöne Bilder hatte ich während des Lesens vor Augen. Toll!

Eine schöne Liebesgeschichte, die gleichzeitig vor den Schrecken des Krieges warnt. Schön erzählt und mitreißend!

Veröffentlicht am 07.03.2021

Die fünf Phasen der Trauer

Pension Herzschmerz
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Als ihre Freundin Kim ein SOS von Norderney sendet, weil sie sich den Fuß gebrochen hat, machen sich ihre Freundinnen Louise und Anna sofort auf den Weg zu ihr. Anna hat gerade herausgefunden, dass ihr ...

Als ihre Freundin Kim ein SOS von Norderney sendet, weil sie sich den Fuß gebrochen hat, machen sich ihre Freundinnen Louise und Anna sofort auf den Weg zu ihr. Anna hat gerade herausgefunden, dass ihr Freund sie betrügt und Lous Freund reagiert wenig verständnisvoll, weil sie ihrer Freundin zur Hilfe eilen will. Auf der Insel angekommen beschließen die drei Freundinnen, eine Pension für Menschen mit gebrochenen Herzen zu eröffnen. Ein Plan, für dessen Erfüllung sie einige Fürsprecher auf der Insel gewinnen müssen. Also machen sie sich auf Stimmenfang.

Ein Wohlfühlroman – das kann man wirklich über dieses Buch sagen. Der Inselflair, die drei sehr sympathischen Freundinnen, ihre ausgefallene Idee für die „Pension Herzschmerz“ und diverse gutaussehende Inselbewohner lassen einen das Buch mit einem Dauerlächeln lesen.

Jede der Figuren – außer den Fremdgehern natürlich – ist sympathisch und liebenswert, die Insel zeigt sich von ihrer besten Seite, der Plan ist einzigartig, da bleibt man gerne dabei, wenn die Freundinnen mit der Rikscha über die Insel düsen.

Natürlich sind einige Sachen ein bisschen übereilt. Lou und ihre neue Liebe – das ging mir alles ein bisschen schnell, die Idee mit der Pension, für die einfach so das vorherige Leben verlassen wird – auch das war mir etwas überstürzt. Aber es hat mich nicht so doll gestört, dass ich den Kopf geschüttelt hätte.

Ein wirklich amüsanter und liebenswerter Roman über Freundschaft, Liebeskummer und Neuanfänge. Hat mir gut gefallen und mich gut unterhalten!

Veröffentlicht am 07.03.2021

Du bist nicht allein

Dublin Street - Gefährliche Sehnsucht (Deutsche Ausgabe) (Edinburgh Love Stories 1)
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Als sie 14 war verlor Jocelyn Butler durch einen Unfall ihre Familie. Sie wächst in Pflegefamilien auf, bevor sie nach Schottland geht, um dort zu studieren. Nach ihrem Studium sucht sie eine neue Wohnung, ...

Als sie 14 war verlor Jocelyn Butler durch einen Unfall ihre Familie. Sie wächst in Pflegefamilien auf, bevor sie nach Schottland geht, um dort zu studieren. Nach ihrem Studium sucht sie eine neue Wohnung, da ihre Mitbewohnerin nach London geht. Joss zieht bei der chaotischen Ellie ein und lernt bald auch deren Bruder Braden kennen. Obwohl sie sich sofort zu ihm hingezogen fühlt, will sie sich nicht auf ihn einlassen, denn ihre Angst vor Verlust ist zu groß. Kann es eine Zukunft für die beiden geben?

Meine bisherigen Versuche, Bücher von Samantha Young zu lesen, waren nicht von Erfolg gekrönt. Irgendwie wollte mir ihre Schreibweise nicht so recht gefallen – und auch die Geschichten sprachen mich nicht zu 100 % an. Deshalb ging ich mit einigen Vorbehalten an dieses Buch heran, wurde aber schnell überzeugt.

Joss’ Geschichte ging mir nahe und auch Ellie und ihr dominanter Bruder Braden hatten es mir schnell angetan. Einzig Bradens extremes Höhlenmenschgetue hat mich ein bisschen genervt. „Du gehörst mir“, „Niemand sieht dich an außer mir“ usw. usw. - das nervte mich schnell etwas. Aber dann war er wieder so niedlich und liebenswert, dass ich es hinnehmen konnte.

Das Buch hat einige sehr schöne Momente und auch mit weniger Bettakrobatik hätte es mir gut gefallen. Jetzt bin ich gespannt auf die weiteren Bücher der Reihe, die mir dann ja vielleicht auch gut gefallen werden. Wir werden sehen!

Veröffentlicht am 06.03.2021

Von Wasserpopelbären und Superkurzhaargangs

Asphalthelden
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„Der ihr beigebracht hatte, dass das Leben die meiste Zeit über zum Lachen war und dass es in den Zeiten, die nicht zum Lachen waren, sogar noch mehr zu lachen gab. Und dass man das niemals vergessen durfte.“

„Asphalthelden“ ...

„Der ihr beigebracht hatte, dass das Leben die meiste Zeit über zum Lachen war und dass es in den Zeiten, die nicht zum Lachen waren, sogar noch mehr zu lachen gab. Und dass man das niemals vergessen durfte.“

„Asphalthelden“ erzählt in 10 Geschichten vom Heimweg nach Schulende. Was erleben die Kinder, wenn sie die Schule zum Schulschluss verlassen? Pia verlässt die Schule auf ihrem Skateboard, die Superkurzhaargang hat jeden Penny Kleingeld mitgehen lassen, der irgendwo zu finden war, weil sie eine Mission haben, Bry wurde verprügelt, weil er einen Freund beschützen wollte. Das sind nur drei der Geschichten, die nicht etwa einzelne Geschichten sind, sondern alle irgendwie zusammenhängen. In jeder Geschichte finden sich Verweise auf eine oder mehrere der anderen Heimweg-Geschichten.

Das Buch ist sehr schön erzählt und bringt neben sehr viel Humor auch sehr viele ernste Themen zur Sprache. Hier wird ganz nebenbei auch von Demenz, Tod, Verbrechen, Krankheit erzählt, alles Themen, mit denen die Kinder konfrontiert sind. Das mochte ich sehr. Dabei sind die Geschichten oft sehr amüsant, aber auch anrührend. Alle Geschichten erzählen, was auf dem Heimweg so passieren kann – und das sehr unterhaltend.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es vielschichtig und unterhaltend ist – aber auch weil es ernste Themen zur Sprache bringt, ohne das Buch in eine zu traurige Ecke zu drängen. Ich fand jede einzelne Heimweg-Geschichte gut, aber meine Lieblingsgeschichte ist „Call of duty“, die sich sofort in mein Herz geschlichen hat.

Veröffentlicht am 05.03.2021

Was verloren war, wurde gefunden

Good as Gone
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Julie wurde mit dreizehn aus ihrem Elternhaus entführt. Acht Jahre später taucht sie vor dem Haus ihrer Eltern wieder auf. Doch es bleiben Fragen. Die Geschichte, die sie erzählt, scheint wenig glaubwürdig, ...

Julie wurde mit dreizehn aus ihrem Elternhaus entführt. Acht Jahre später taucht sie vor dem Haus ihrer Eltern wieder auf. Doch es bleiben Fragen. Die Geschichte, die sie erzählt, scheint wenig glaubwürdig, doch ihre Familie ist froh, dass sie das verlorene Kind zurückhaben. Doch ihre Mutter zweifelt – und nach und nach wird Julies Geschichte erzählt.

Das Buch ist in wechselnden Kapiteln zwischen den aktuellen Ereignissen nach Julies Wiederauftauchen und Kapiteln aus Sicht des verschwundenen Mädchens mit den vielen Namen. Das fand ich spannend, auch weil man nie so recht weiß, ob die wiederaufgetauchte Julie wirklich die verschwundene Julie ist. Auf jeden Fall hat das Mädchen Schlimmes erlebt. Doch sie bleibt geheimnisvoll.

Den Schreibstil mochte ich – und auch die Fragen, die ich ständig beim Lesen hatte. Und ich konnte die Zweifel von Julies Mutter gut nachvollziehen. Am Ende klärt sich alles und das ganze Ausmaß der Tragödie kommt zutage.

Mir hat das Buch gut gefallen – ich mochte die Geschichte, ich mochte die Zweifel und die Fragen. Spannend!