Cover-Bild Der Liebesbrief
Band 1 der Reihe "Die Pencallyn Geheimnisse"
(33)
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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 477
  • Ersterscheinung: 15.03.2021
  • ISBN: 9783746637921
Ruth Saberton

Der Liebesbrief

Roman | Limitierte Auflage mit farbig gestaltetem Buchschnitt – nur solange der Vorrat reicht
Uta Hege (Übersetzer)

Wahre Liebe dauert ein Leben lang an – und darüber hinaus.

Nach einem Schicksalsschlag zieht die Künstlerin Chloe nach Cornwall, um sich in einem Cottage an den Klippen ein Atelier einzurichten. Der malerische Küstenort ist geprägt von dem charismatischen Dichter Kit Rivers, dessen Geschichte die Bewohner noch immer in Bann hält. Auch Chloe ist fasziniert von seinem Werk. Zusammen mit dem Historiker Matt beginnt sie nachzuforschen, was mit dem jungen Dichter in den Wirren des Ersten Weltkriegs geschah. Dann entdeckt Chloe das alte Tagebuch einer jungen Frau namens Daisy und findet heraus, dass Daisy und Kit ein düsteres Geheimnis verband – das plötzlich auch Chloes Leben zu verändern droht.

Eine große Liebesgeschichte vor der atemberaubenden Kulisse Cornwalls – von einer neuen Meisterin des emotionalen Erzählens

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2022

Herzergreifende Liebesgeschichte im 1. Weltkrieg und der Gegenwart

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Die Künstlerin Chloe hat ihren Mann verloren und steckt tief in ihrer Trauer. Sie kann ihrem Beruf, dem Malen und Zeichnen nicht mehr nachgehen und sucht einen Neuanfang und Ablenkung in Cornwall. In ...

Die Künstlerin Chloe hat ihren Mann verloren und steckt tief in ihrer Trauer. Sie kann ihrem Beruf, dem Malen und Zeichnen nicht mehr nachgehen und sucht einen Neuanfang und Ablenkung in Cornwall. In dem kleinen Küstenort Rosecraddick zieht sie in ein altes Cottage, das einst das Pfarrhaus war. Sie richtet sich dort ein und lernt schon ein paar nette Menschen kennen.
Der Ort ist geprägt von dem Dichter Kit Rivers, dem Sohn des früheren Landadels. Das Herrenhaus wird durch eine Stiftung erhalten und soll ein Museum werden. Auch in der Kirche gibt es ein Fenster, das Kit Rivers gewidmet ist. In diesem Fenster entdeckt Chloes geschultes Auge ein Gänseblümchen, das dort nicht hinein zu gehören scheint.
Ihre Neugier ist geweckt und sie möchte mehr über Kit und seine Geschichte erfahren. Im Herrenhaus lernt sie den Historiker Matt kennen, der sich ebenfalls mit der Geschichte von Kit und seinen Gedichten beschäftigt.
Beide beginnen nachzuforschen und tauchen tief in die Zeit vor und während
des 1. Weltkriegs ein. Als Chloe auf dem Dachboden des ehemaligen Pfarrhauses ein Tagebuch findet, das von einer jungen Frau names Daisy geschrieben wurde, erhalten die beiden Antworten auf einige Fragen aber es ergeben sich auch neue Rätsel.

Das Buch gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil erzählt die Gegenwart. Wir lernen Chloe kennen, erfahren von ihrem Verlust und ihrer Trauer und erleben ihren Umzug nach Cornwall und ihren Start dort.
Im zweiten Teil lernen wir Kit und Daisy kennen, die sich vor langer Zeit zufällig kennenlernen und sich verlieben.
Der dritte Teil verbindet dann die Vergangenheit und die Gegenwart und gespannt habe ich verfolgt, wie Chloe und Matt versuchen, die Rätsel um Kit und Daisy zu lösen.

Ruth Saberton erzählt in diesem Roman eigentlich zwei Liebesgeschichten. Die bewegende Geschichte von Daisy und Kit, die sich vor dem 1. Weltkrieg kennenlernen, ineinander verlieben und die schon nach kurzer Zeit eine tiefe, innige Liebe verbindet. Der Krieg trennt die beiden auf tragische Weise.
In der Gegenwart erleben wir Chloe und Matt, die sich auch zufällig kennenlernen und deren gemeinsame Recherche über Kit und Daisy eine Verbindung zwischen ihnen herstellt.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam und zart und wirkte auf mich glaubhaft. Dabei verarbeiten beide ihre Vergangenheit und lernen, wieder hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen. Besonders Chloe findet langsam wieder zu sich selbst und auch ihre Malblockade scheint sich zu lösen. Das war wirklich schön zu erleben.

Auch wenn es in diesem Roman viel um die große Liebe geht, ist der Roman sehr viel mehr und zu keinem Zeitpunkt kitschig.
Die Autorin zeigt in bewegender und teilweise auch aufwühlender Weise die Zeit des 1. Weltkriegs und besonders das Schicksal vieler junger Paare in dieser Zeit. Die jungen Männer kämpften im Krieg und mussten grausame Dinge erleben während die jungen Frauen das Leben zu Hause am Laufen hielten oder gar Soldaten an der Front pflegten.
Ruth Saberton ist eine großartige Erzählerin und hat hier mit viel Empathie und sehr gefühlvoll die Geschichten von zwei starken Paaren geschaffen. Die vier Hauptcharaktere sind glaubwürdige und liebenswerte Figuren, die ich gerne begleitet habe und deren Schicksal mir zu Herzen ging.
Das schöne Setting an der Küste Cornwalls beschreibt die Autorin anschaulich, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart und macht sich die malerische Meeresküste auch für die Handlung zu nutze.
In ihrem Nachwort berichtet die Autorin, dass die tragische Liebesgeschichte ihrer Großtante die Inspiration zu diesem Roman war. Sie wollte damit an die vielen Paare erinnern, die durch den Krieg getrennt wurden, damit sie nicht vergessen werden. Und die Botschaft der Hoffnung, die damit verbunden ist, kam auch bei mir an.
Erst gegen Ende klärt sich der Titel des Romans auf und bringt noch einmal eine ganz besondere Entwicklung in die Handlung. Ich war sehr bewegt und gleichzeitig auch erschüttert.

Dieser tiefgründige, vielschichtige und sehr bewegende Roman ist ein absolutes Lesehighlight, das noch lange in mir nachklingen wird.
Ich kann die Geschichte uneingeschränkt empfehlen, insbesondere weil sie auf einem wahren Schicksal beruht und sehr berührend ist!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐



© fanti2412.blogspot.com

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Veröffentlicht am 25.05.2021

Großartig! Und mehr als "nur" eine Liebesgeschichte...

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Ruth Saberton war mir bislang unbekannt. Sie lebt mit ihrer Familie in Cornwall, wo auch ihr neuster Roman „Der Liebesbrief“ spielt. Sie wurde durch die rauhe Gegend, die warmherzigen Menschen und das ...

Ruth Saberton war mir bislang unbekannt. Sie lebt mit ihrer Familie in Cornwall, wo auch ihr neuster Roman „Der Liebesbrief“ spielt. Sie wurde durch die rauhe Gegend, die warmherzigen Menschen und das Meer zu ihrer emotionalen Liebesgeschichte zweier Generationen inspiriert. Aber die Geschichte ist viel mehr als „nur“ ein Liebesroman:

Chloe hat vor zwei Jahren ihren Mann Nick an den Krebs verloren. Lange kommt sie nicht darüber hinweg. Sie verkriecht sich und kann auch nicht mehr malen. Irgendwann flüchtet sie vor dem Druck ihrer Umgebung nach Cornwall, denn dort hatte ihr verstorbener Mann in seiner Kindheit seine glücklichsten Tage verbracht.

Sie mietet das alte Pfarrhaus und lernt den Historiker Matt kennen, der für die Stiftung des alten Herrenhauses Rosecraddick Manor arbeitet. Durch ihre Intuition und Matts Leidenschaft zu dem dort geborenen Dichter Kit Rivers begeben sich die beiden auf eine emotionale und tragische Zeitreise.

Diese beginnt hundert Jahre zuvor mit der jungen Daisy, welche von ihrem Vater zur Genesung nach Cornwall geschickt wird. Sie kommt bei dem mürrischen Pfarrer unter und lernt eines Tages den jungen Kit kennen. Die beiden trennen die gesellschaftlichen Konventionen und verbindet die Leidenschaft zu Bücher und Gedichten... doch dann kommt der Krieg.

Was sich nach einem profanen Liebesroman anhört, ist ein vielschichtiger Gesellschaftsroman, der Historie und Gegenwart geschickt miteinander verbindet. Die englische Autorin greift neben den Emotionen rund um die Liebe auch die Verzweiflung und Blockade auf, welche einen nach dem Tod geliebter Menschen gefangen halten können. Sie nimmt sich auch der Dramatik des Ungewissen an, wenn Menschen im Krieg als Verschollen galten und was diese Nachricht mit den Zurückgebliebenen macht. Dabei malt sie nicht „schwarz/weiß“, sondern zeigt die Vielschichtigkeit der Gefühle und des Tuns auf...

Ich muss sagen, mich hat der gesamte Roman wirklich gefesselt und ich habe ihn gerne in einem Rutsch am regnerischen Wochenende durchgelesen. Die bildhafte Sprache bringt die wunderschöne Kulisse Cornwalls zur Geltung. Ausdrucksstark spiegelt sie auch das Wesen der Menschen dort wider: mal schrullig, mal elitär, mal fröhlich, mal zerrissen... Beim Lesen fühlte ich mich quasi mittendrin und es fiel mir schwer, nach Schließen des Buches die Protagonisten und ihrer Begleiter loszulassen.

Abgerundet wird der Roman durch das wunderschön gestaltete Cover (eingerahmt durch den dunkelrot gefärbten Schnitt der Buchblätter), aufgrund dessen ich zu dem Buch gegriffen habe. Das urige Cottage, das saftige Grün und die Klippen hinunter zum Meer haben in mir die Lust auf die Geschichte rund um Chloe und Daisy geweckt. Überrascht hat mich dann aber der Verlauf... der lange nachhallt und meine Neugier auf weitere Romane der englischen Autorin geweckt hat.

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Veröffentlicht am 22.05.2021

Unbedingte Leseempfehlung

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Meine Meinung:
Dieses Buch ist mir durch das wunderschöne Cover und dem weinroten Buchschnitt sofort aufgefallen. Und genauso wie das tolle Cover, hat es auch die Geschichte geschafft, mich auf ganz besondere ...

Meine Meinung:
Dieses Buch ist mir durch das wunderschöne Cover und dem weinroten Buchschnitt sofort aufgefallen. Und genauso wie das tolle Cover, hat es auch die Geschichte geschafft, mich auf ganz besondere Weise zu berühren.
Das Buch besteht aus zwei Geschichten. Zum einen erleben wir den Neuanfang von Chloe in Cornwall, die zusammen mit dem Historiker Matt das Geheimnis um Kit und Daisy ergründet. Und wir erleben die tiefe und ehrliche Liebe von Kit und Daisy, die allen Widerständen trotzt und mir sehr zu Herzen ging. Im Nachwort erzählt die Autorin, was sie zu dieser Geschichte bewogen hat, was sie umso ergreifender macht. Vor allem wenn man bedenkt, wie manche Handlungen ein ganzes Leben beeinflussen können. Die Autorin hat einen sehr emotionalen und bildhaften Schreibstil, der mir auch die rauhe Küstenlandschaft und das tolle Klima nahe gebracht hat.
Auch die Protagonisten sind hervorragend und sehr lebendig ausgearbeitet und waren mir alle sehr sympathisch.
Fazit: Eine sehr gefühlvolle Geschichte, die mich zu Tränen gerührt hat und die von Verlust, Trauer, loslassen können und Hoffnung handelt.
Die Geschichte wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben, hat es auf meine Jahresbestenliste geschafft und hat daher 5/5 Sterne verdient.

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Veröffentlicht am 01.05.2021

Zwei berührende Liebesgeschichten- damals und heute

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Chloe und Neil sind seit Teenagertagen ein Paar, spöter heiraten sie. Sie schmieden viele gemeinsame Pläne doch nichts davon wird wahr, weil Neil an Krebs erkrankt und schon sehr jung stirbt. All die gemeinsamen ...

Chloe und Neil sind seit Teenagertagen ein Paar, spöter heiraten sie. Sie schmieden viele gemeinsame Pläne doch nichts davon wird wahr, weil Neil an Krebs erkrankt und schon sehr jung stirbt. All die gemeinsamen Träume werden mit ihm begraben. Es geht sogar so weit, dass Chloe in ihrer Trauer völlig gefangen ist und nicht mal mehr ihrer Leidenschaft, dem Malen nachgehen kann.

Um einigermaßen über Neil hinwegzukommen zieht sie nach Cornwall und mietet dort ein altes Pfarrhaus. Dort findet sie durch Zufall ein Tagebuch von Daisy. Und schon reist der Leser in die Vergangenheit.

Daisy war sehr krank und geht um sich vollständig zu erholen zu ihrem Patenonkel nach Cornwall. Er ist der Pfarrer in einem kleinen Ort. Dort lernt Daisy Kit kennen. Die beiden stammen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Sie sind so verliebt und möchten heiraten, der Vorgaben zum Trotz. Doch dann bricht der 1. Weltkrieg aus und auch Kit muss an die Front. Wird er zurückkehren? Und hat ihre Liebe dann trotz der gesellschaftlichen Unterschiede der beiden eine Chance?

Wird Chloe über den Tod von Neil hinwegkommen und irgendwann wieder die Schönheit des Lebens in der Liebe erkennen?

Ein spannender Roman mit einer schönen, aber tragischen Liebesgeschichte.

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Veröffentlicht am 24.04.2021

Die berührende Geschichte einer tragischen Liebe in Kriegszeiten

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Seit dem Tod ihres Mannes hat die Künstlerin Chloe keinen Pinsel mehr angerührt. Sie hat eine Malblockade. Kurz vor Weihnachten zieht sie nach Cornwall, um sich von ihrer Trauer abzulenken. In dem kleinen ...

Seit dem Tod ihres Mannes hat die Künstlerin Chloe keinen Pinsel mehr angerührt. Sie hat eine Malblockade. Kurz vor Weihnachten zieht sie nach Cornwall, um sich von ihrer Trauer abzulenken. In dem kleinen Küstenort Rosecraddick zieht sie in ein altes Cottage, das frühere Pfarrhaus. Bei einem Besuch in der Kirche des Ortes entdeckt sie ein Fensterbild, das dem Dichter Kit Rivers gewidmet ist, der hier aufwuchs und bis zum Beginn des 1. Weltkriegs lebte. Ein Gänseblümchen, das so gar nicht zum sonstigen Fensterbild passen will, erregt ihre Aufmerksamkeit. Als sie den Historiker Matt kennenlernt, findet sie in ihm einen Gleichgesinnten, denn auch Matt ist von Kit und seinen Gedichten fasziniert. Gemeinsam recherchieren die beiden und versuchen, die Fragen, die sich um Kits Schicksal ergeben, zu lösen. Als Chloe im Dachboden des Pfarrhauses auf ein uraltes Tagebuch stößt, das von einer jungen Frau namens Daisy stammt, werden einige ihrer Fragen beantwortet, aber es ergeben sich wiederum viele weitere Rätsel. Über der Faszination um Kit und Daisy vergisst Chloe ihren eigenen Schmerz und findet ins Leben und zu ihrer Kunst zurück.

Im Grunde genommen verbindet dieser Roman zwei großartige Liebesgeschichten, die von Ruth Saberton mit viel Empathie und Feingefühl erzählt werden. Da sind einmal Chloe und Matt in der Gegenwart. Beide haben eine schwere Zeit hinter sich. In ihrer gemeinsamen Arbeit und den Recherchen zu Kit Rivers finden sie Zufriedenheit und Ruhe und kommen sich näher. Allerdings bringt sie das, was sie über Kit und Daisy in Erfahrung bringen, auch an ihre Grenzen, denn die fröhliche Ausgelassenheit, die heiteren Stunden am Meer und die zarte, aufkeimende Liebe zwischen dem Dichter und Daisy werden abrupt durch den Beginn des 1. Weltkriegs und Kits Einberufung beendet.

Der Roman besteht aus drei großen Abschnitten. Im ersten Teil lernt man Chloe und Matt kennen und erfährt mehr über sie, ihre Kümmernisse und ihre Vergangenheit. Man begleitet sie bei ihren Recherchen und kann sich gut in die Charaktere einfühlen. Der zweite große Abschnitt erzählt Kits und Daisys Geschichte. Auch hier hat man zwei starke, liebenswerte Charaktere. Was anfangs erscheint wie eine jugendliche Schwärmerei und Verliebtheit, entwickelt sich schnell zu einer tiefgründigen, tragischen Liebesgeschichte.

Der dritte Hauptteil führt die beiden Geschichten zusammen. Matt und Chloe lernen, das was sie in der Gegenwart entdecken, im Licht der damaligen Zeit zu sehen und zu verstehen. Es kommen erstaunliche, verwirrende und auch erschütternde Dinge zutage. Obwohl es sich hier gleich um eine doppelte Liebesgeschichte handelt, ist der Roman zu keinem Moment kitschig oder verklärt. Ruth Saberton verleiht ihren Charakteren Leben und hat eine unnachahmliche Art, Situationen und Gefühle einzufangen. Ihre Landschaftsbeschreibungen der Küste Cornwalls sind wunderschön. Ihre Schilderungen zum damaligen Kriegsgeschehen und seinen Auswirkungen sind realistisch und aufwühlend, ohne dass sie dabei zu stark ins Detail geht. Auch mit dem Liebesbrief, der den Romantitel bestimmt, hat es eine besondere Bewandtnis, die nicht romantisch, sondern erschütternd ist. Beim Betrachten des malerischen Titelbilds könnte man einen reinen Liebesroman erwarten. Die Schicksale der Menschen aus zwei Generationen, um die es hier geht, sind zum Teil tragisch, und doch liegt am Ende ein Hoffnungsschimmer über allem. Mich hat der Roman mit seiner Vielschichtigkeit und durch seine starken Schilderungen sehr beeindruckt und berührt.

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