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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2021

Interessante und emotionale Familengeschichte

Mauersegler
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INHALT:
Juliane steckt im Moment in einer Lebenskrise und flüchtet zu ihren Großcousin Johann nach Greifswald. Johann lebt dort an der Ostseeküste nahezu autark in einem Sommerhaus, welches er von seiner ...


INHALT:
Juliane steckt im Moment in einer Lebenskrise und flüchtet zu ihren Großcousin Johann nach Greifswald. Johann lebt dort an der Ostseeküste nahezu autark in einem Sommerhaus, welches er von seiner Mutter Marianne bekommen hat. Juliane erfährt, dass Marianne eine sehr interessante Lebensgeschichte hat. Sie ist als erste deutsche Pilotin bis nach Afrika geflogen. Juliane entscheidet sich, in Greifwald zu bleiben und den Spuren von Marianne bis nach Senegal zu folgen. Dort macht die eine unglaubliche Entdeckung. Sie erfährt, wie hoch der Preis für Freiheit und Liebe sein kann.
MEINE MEINUNG:
Der Klappentext deutet eine sehr interessante Geschichte an und so musste ich das Buch einfach entdecken. Die Autorin hat hier, inspiriert von den ersten deutschen Pilotinnen einen Roman geschafften, der die reale Historie mit einer fiktiven Geschichte verbindet. Wir haben zwei Zeitstränge, die ich beidermassen sehr interessant fand. Wir fangen in der Gegenwart an und lernen das Leben von Juliane kennen. Dann verbindet sich die Geschichte mit Johann und auch mit der Vergangenheit seiner Mutter. Ich konnte dem Buch sehr gut folgen, auch, weil der Schreibstil sehr flüssig zu lesen war und alles sehr authentisch gewirkt hat. Die Charaktere waren unglaublich echt gezeichnet. Langsam entwickelte sich eine Geschichte, die immer schicksalhafter, grausamer und dramatischer wurde und mich immer mehr gefangengenommen hat. Wir haben hier nicht nur Erlebnisse und Schicksale aus den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg. Der Bogen wird bis hin in die DDR gespannt und wir erleben als Leser ein Schicksal einer Familie, die mich sprachlos gemacht hat. Der Leser erlebt so eine von Deutschland nach Afrika, in die DDR bis hin an die Ostseeküste und verfolgt eine Familiengeschichte, die dramatisch, emotional und auch hochinteressant ist.
Es gab Wendungen, die mich schockiert haben und Entscheidungen, die mich emotional sehr berührt haben.
FAZIT:
Eine spannende und interessante Entdeckung einer Familiengeschichte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.02.2021

Spannende Ermittlungsarbeit

Cold Case – Das gezeichnete Opfer
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INHALT:
Ein Fischer findet die Leiche einer der provkantesten Künstlerinnen des Landes. Bei der Obduktion findet man merkwürdige Spuren. Es handelt sich um einen einzigartigen Lehmklumpen, der das Cold ...


INHALT:
Ein Fischer findet die Leiche einer der provkantesten Künstlerinnen des Landes. Bei der Obduktion findet man merkwürdige Spuren. Es handelt sich um einen einzigartigen Lehmklumpen, der das Cold Case Team wieder in den Fokus rückt. Genau diese seltene Art von Lehm wurde auch bei der Leiche des jungen Pianisten Max gefunden. Max wurde vor 15 Jahren auf brutale Weise ermordet und der Täter wurde in den ganzen Jahren nie gefunden. Nun ermittelt Tess aus dem Cold Case Team unter Hochdruck und sucht eine Verbindung zwischen den Opfern, um neue Morde zu verhindern.
MEINE MEINUNG:
Dies ist der zweite Teil der Cold Case Reihe von Tina Frennstedt. Man kann das Buch auch sehr gut unabhängig vom ersten Teil lesen. Schon der erste Teil hatte mir gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin lässt sich wunderbar lesen, alles wirkt authentisch und gut recherchiert und man hat beim Lesen ein enges Verhältnis zu den Ermittlern. Mir fiel der Einstieg sehr leicht, da von Beginn an Spannung aufgebaut wurde und sowohl der Fall der Gegenwart, als auch der der Vergangenheit sehr interessant waren. Sehr schnell wurde eine Verbindung erkennbar und somit konnten die Ermittlungen aufgenommen werden. Als Leser begleitet man das Team und ist nah bei ihnen. Besonders interessant fand ich die Aufwicklung des alten Falles. Stück für Stück wurde er rekonstruiert, alte Zeugen und auch Verdächtige wurden vernommen und Puzzlestücke ergänzt. Es gibt einige Wendungen, die mich überrascht haben und vieles war für mich unvorhersehbar. Auch erfahren wir wieder viel vom Privatleben der Ermittler, was sie immer nahbar macht. Besonders das Schicksal von Tess fand ich emotional. Aber all das blieb völlig im Rahmen und die Polizeiarbeit war im Vordergrund.
FAZIT:
Eine sehr spannende und interessante Fortsetzung mit symphatischen Charakteren und viel Ermittlungsarbeit.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2021

Düstere und gruselige Atmosphäre, toll

Zimmer 103
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INHALT:
New York 1982: Viv Delaney möchte von zu Hause weg und macht sich auf den Weg nach New York. Auf ihrer Fahrt kommt sie durch den kleinen Ort Fell und bleibt dort hängen. Sie nimmt einen Jo als ...


INHALT:
New York 1982: Viv Delaney möchte von zu Hause weg und macht sich auf den Weg nach New York. Auf ihrer Fahrt kommt sie durch den kleinen Ort Fell und bleibt dort hängen. Sie nimmt einen Jo als Nachtwächterin im Sun Down Motel an. Der Job ist einsam, die Nächte sind lang und eine ungreifbare Bedrohung kommt näher.
New York 2017: Carly Kirk kommt dreissig Jahre, nachdem ihre Tante Viv verschwunden ist, im Sun Down Motel an und will endlich die Wahrheit erfahren. Doch das alte Motel hütet sein Geheimnis und die Ergebnisse ihrer Suche übertreffen Carlys schlimmste Befürchtungen.
MEINE MEINUNG:
Die Geschichte spielt in einem alten und düsteres Motel, was schon ein unheimlich tolles Setting zum Gruseln schafft. Wir haben hier zwei Zeitebenen die beide gleichermassen spannend und unheimlich sind und mich zum Fürchten gebracht haben. Ich bin sehr gut in die Storie gestartet, auch weil die Spannung gleich von Anfang an sehr präsent war. Kaum angefangen zu Lesen war ich auch schon im Strudel der Ungerimtheiten, des Düsteren und Unheimlichen gefangen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Die Autorin schafft hier eine beängstigende Atmosphäre, die sich dueprch das ganze Buch zieht. Auch hervorgerufen dadurch, dass sie Protagonisten immer in der Nachtschicht und allein arbeiten und so ein sehr altes Motel doch viele Ängste schafft. Da entsteht Kopfkino bei mir und sie hat genau das erreicht, was sie mit diesen unheimlichen Buch schaffen wollte. Ich habe mich gegruselt, ich habe mich geänstigt, ich wollte in der Nacht nicht aufwachen. Wir begleiten Carly in der Gegenwart und puzzeln mit ihr Stück für Stück die Vergangenheit ihrer Tante und versuchen herauszufinden,was damals passiert ist. Diese Suche war sehr interessant und spannend und wurde begleitet von unheimlichen Wesen im Motel.
FAZIT:
Unheimlich, gruselig und düster. Tolle Atmosphäre.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2021

Wundervoller und starker Auftakt

Die Frauen vom Jungfernstieg. Gerdas Entscheidung
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INHALT:
Hamburg 1889: Gerda kennt Oscar schon lange und immer mehr fasziniert er sie. Oscar in ein erfolgreicher Apotheker und beide wollen sich eine Zukunft aufbauen. Um mehr Platz für die Entwicklung ...

INHALT:
Hamburg 1889: Gerda kennt Oscar schon lange und immer mehr fasziniert er sie. Oscar in ein erfolgreicher Apotheker und beide wollen sich eine Zukunft aufbauen. Um mehr Platz für die Entwicklung von Produkten zu haben, kauft er das Labor von Paul Carl Beiersdorf. Aber je erfolgreicher Oscar damit wird, umso mehr meiden ihn die Hanseaten. Einerseits weil er so modern ist und andererseits, weil er Jude ist. Um Oscar zu helfen, veranstaltet Gerda in ihrer Villa Salonabende und lädt einflussreiche und wohlhabende Gäste ein. Wird es ihr damit gelingen, die Hamburger zu gewinnen und Oscars Kreationen zu retten?
MEINE MEINUNG:
Dies ist der erste Teil der Jungfernstieg Saga von Lena Johannson. Ich kenne schon einige Bücher von ihr und ich fand sie immer grossartig. Auch dieser erste Teil hier lässt sich wieder fantastisch lesen. Die Autorin schreibt immer so, dass man dich als Leser dazugehörig fühlt, man ist ganz nah mit den Charakteren und erlebt ihr Schicksal mit. Auch findet man immer wieder den Hamburger Dialekt wieder, wodurch alles aufgelockert wirkt. Im Vordergrund steht hier Gerda, die ihren Platz im Leben gefunden hat, aber sich immer wieder durchsetzten muss. Besonders positiv fand ich, dass ihr Ehrmann sie als gleichberechtig gesehen hat und die nicht unterdrückt und an den Herd stellen wollte. Das war mal eine ganz andere Sichtweise aus dieser Zeit und hat mir grossartig gefallen. Sie steht ihren Mann bei und unterstützt ihn mit aller Macht. Die Autorin hat hier auch Reales und Fiktives miteinander verflochten, was dem Roman viel Tempo und Authenzität verliegen hat. Man findet am Ende des Buches ein Verzeichnis der realen Ereignisse und auch ein Personenregister, was ich veides sehr interessant fand. Mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich dem zweiten Teil schon entgegenfiebere.
FAZIT:
Wundervolle und starke Charaktere eine interessante Geschichte vermischt mit der realen Historie.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2021

Ein guter Krimi mit einer noch besseren Protagonistin

Ein niederträchtiger Mord. Mutter Oberin Aquinas ermittelt
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INHALT:
Irland 1923: Der Fluss Lee in Cork führt, wie so oft, Hochwasser. Das Wasser spült der Nonne Mutter Aquinas eine offensichtlich tote junge Frau vor die Füsse. Sie handelt sofort und ruft ihren ...


INHALT:
Irland 1923: Der Fluss Lee in Cork führt, wie so oft, Hochwasser. Das Wasser spült der Nonne Mutter Aquinas eine offensichtlich tote junge Frau vor die Füsse. Sie handelt sofort und ruft ihren ehemaligen Klosterschüler Sergent Patrick Cashman. Zusammen mit dem jüdischen Arzt Dr. Sher findet Mutter Aquinas heraus, dass die Tote die Tochter eines Teehändlers ist und kurz vor einer grossen Erbschaft stand. Im Futter ihres Kleides steckte die Fahrkarte für die Mitternachtsfähre nach Liverpool und nun wird klar, dass hinter diesem Mord mehr steckt. Cashman, Dr. Sher und Mutter Aquinas gehen auf Spurensuche und plötzlich wird es gefährlich.
MEINE MEINUNG:
Dies ist der erste Teil der Reihe um die Mutter Oberin Aquinas und spielt in Irland im Jahr 1923. Der Schreibstil ist der Zeit wunderbar angepasst. Ich hatte zu Anfang etwas Probleme, um in einen guten Lesefluss zu kommen. Doch nach einiger Zeit habe ich mich daran gewöhnt und mochte ihn immer mehr. Man braucht nicht lange auf die Spannung zu warten. Von Anfang ist man in erster Reihe dabei und lernt auch Mutter Aquinas gut kennen. Mich konnte sie gleich von sich überzeugen. Sie ist ein so symphatischer und warmherziger Charakter, tut manchmal etwas naiv, aber weiss genau, was die will und wie sie es bekommt. Es war so herzerwärmend sie zu begleiten, auch wenn es sich hier um Mordermittlungen handelt. Sie hat der Geschichte soviel Frische und Originalität gegeben, es war herrlich, sie zu begleiten. Wir erfahren viel vom Leven der Menschen in der damaligen Zeit und blicken auch mit Mutter Aquinas zurück. Dies hat dem Buch viel Authenzität verliehen. Gerade die Unterschiede zwischen arm und reich traten in den Vordergrund.
FAZIT:
Ein guter Krimi mit einer noch besseren Protagonistin. Mich konnte sie mit ihrer Art von Anfang an überzeugen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere