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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2021

Gigantische Fortsetzung

Die Erben von Seydell - Die Schicksalsjahre
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​1914: Nach einem riesen Streit mit seinem Bruder, aufgrund dessen Alexander die Lüneburger Heide verlassen hat, konnte er sich in Spanien eine neue Existenz aufbauen.
Der erste Weltkrieg bricht aus, doch ...

​1914: Nach einem riesen Streit mit seinem Bruder, aufgrund dessen Alexander die Lüneburger Heide verlassen hat, konnte er sich in Spanien eine neue Existenz aufbauen.
Der erste Weltkrieg bricht aus, doch wegen einer Verwechslung muss er sich der französichen Armee anschließen. Auch sein Sohn Robert muss an die Front und bald stehen sie sich als Feinde auf dem Schlachtfeld gegenüber.
Auch Luise hat alle Hände voll zu tun, ihre Tochter ist schwerkrank und zudem versucht sie weiterhin das Gut Seydell zu retten, dem der Ruin droht ...

Nachdem ich vom ersten Teil schon mehr als begeistert war, hatte ich natürlich sehr hohe Erwartungen an die Fortsetzung. Ich wurde auch nicht enttäuscht, der zweite Band steht dem ersten in nichts nach. Ich konnte sofort wieder in der Geschichte versinken und mich an alle Begebenheiten aus dem ersten Teil erinnern.
Den Leser erwartet wieder atemberaubende Spannung. Sei es Luise, die zwar teilweise sehr berechnend und kalt wirkt, aber ohne ihr unermüdliches kämpfen gäbe es Gut Seydell wahrscheinlich schon lange nicht mehr. Auch Alexander, der eigentlich gar nicht in den Krieg müsste, oder Robert, der plötzlich als Feind seinem leiblichen Vater gegenübersteht konnten mich sehr berühren.
Wir erfahren endlich Marthas Geheimnis und ich fand es einfach toll, wie ihr Mann Georg hier reagiert hat.
Auch Alexanders Tochter Cristina war mir sehr sympathisch. Sie ist eine tolle und selbstbewusste junge Frau, die ganz zielstrebig ihren Weg geht.
Alle Protagonisten sind unheimlich lebendig, ich war emotional sehr mit ihnen verbunden und habe mitgefiebert und mitgebangt.
Der Schreibstil von Sophie Martaler ist so spannend und mitreißend, man merkt gar nicht, wie die Seiten dahinfliegen, ich konnte das Buch einfach nicht zur Seite legen und habe es am Wochenende verschlungen.

Fazit: Auch für diese Meisterwerk vergebe ich sehr gerne 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.
Da auch dieser Teil mit einem Cliffhänger endet, fiebere ich schon sehr Teil 3 entgegen, der glücklicherweise nicht mehr lange auf sich warten lässt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2021

Habe leider etwas anderes erwartet

Dein erster Blick für immer
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Maya ist ein sehr romantischer Typ, sie mag sehr gerne nostalgische Kleider und backt für ihr Leben gern Macarons.
Sie glaubt auch an die Liebe auf den ersten Blick und so verliebt sie sich auch sofort ...

Maya ist ein sehr romantischer Typ, sie mag sehr gerne nostalgische Kleider und backt für ihr Leben gern Macarons.
Sie glaubt auch an die Liebe auf den ersten Blick und so verliebt sie sich auch sofort in den jungen Mann, der ihr eines Morgens vertieft in einen Roman gegenüber sitzt. Doch leider beachtet er Maya überhaupt nicht.
Aber von nun an hofft sie jeden Tag, dass sie ihn wiedersieht und überlegt, wie sie ihn auf sich aufmerksam machen kann ...
Laut dem Klappentext und dem verspielten Cover habe ich auf eine sehr romantische Geschichte gehofft, wurde aber leider enttäuscht.
Die Geschichte beginnt da, wo Maya James den Zettel zusteckt und auf eine Antwort hofft und sie auch bekommt. Hier machen wir dann einen Zeitsprung ein Jahr zurück und erleben wie es dazu kommt, dass sich die beiden begegnet sind. Da man aber bereits weiß, was in dem Brief stand, wurde etwas die Spannung rausgenommen und meine Lesefreude getrübt.
Noch dazu hat das Buch über 50 sehr kurz gehaltene Kapitel und wir wechseln ständig den Schauplatz. So konnte ich leider überhaupt keine Beziehung zu den Figuren aufbauen. Die Autorin hat zuviel Nebenhandlungen in die Geschichte eingebaut, welche zum Teil sehr ausschweifend erzählt werden. Somit tritt die eigentliche Geschichte von Maya in der Hintergrund, was ich sehr schade fand.
Fazit: Ich vergebe trotzdem sehr gerne 3 liebgemeinte Sterne, weil ich das Cover sehr schön finde und ich Maya sehr gerne mochte. Sie ist so eine liebe und ist stets für alle da. Vor allem ihre Freundschaft zu Velma hat mir richtig gut gefallen. Auch James wurde mir im Verlauf der Geschichte immer sympathischer.
Da Geschmäcker verschieden sind, rate ich niemanden von der Geschichte ab sondern jeder sollte sich sein Urteil selber bilden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2021

Unglaublich berührend

Neuschnee des Lebens
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Ausgerechnet an Weihnachten wird die Schriftstellerin Minnie von ihrem Ehemann verlassen, da er ihr die Schuld für ihre Kinderlosigkeit gibt und sie sich weigert, künstlich nachzuhelfen. Seitdem kann sie ...

Ausgerechnet an Weihnachten wird die Schriftstellerin Minnie von ihrem Ehemann verlassen, da er ihr die Schuld für ihre Kinderlosigkeit gibt und sie sich weigert, künstlich nachzuhelfen. Seitdem kann sie mit Weihnachten nichts mehr anfangen und leidet seit nunmehr zwei Jahren an einer Schreibblockade.

Minnies Leser warten schon voller Ungeduld auf einen neuen Liebesroman, da schickt sie ihr Verleger mit der Hoffnung auf neue Inspirationen ins verschneite Lappland.

Mit ihrem Vermieter Per erlebt sie dann auch wunderschöne Momente, doch umgibt ihn stets eine Traurigkeit ...


Ich weiß gar nicht, wo ich mit dem Schwärmen beginnen soll.

Ich konnte von Anfang an in der Geschichte versinken. Die Autorin beschreibt alles so wunderschön, man merkt wieviel Herzblut sie in die Geschichte gesteckt hat. Alles ist sehr bildhaft und mit viel Liebe zum Detail beschrieben.

Ich durfte mit Minnie und Per auf dem Schneemobil fahren, habe mit ihnen eine wundervolle Schlittenfahrt erlebt, konnte die Sternschnuppen und das Glitzern des Schnees in der unberührten Natur bewundern und fühlte mich in der kleinen Holzhütte mit Kamin pudelwohl.

Minnie und Per mochte ich sehr, wurden doch beide vom Schicksal arg gebeutelt. Es war sehr schön zu lesen, wie sie sich langsam immer näher kommen.

Doch die Geschichte ist nicht nur romantisch, es gibt etliche traurige Momente, wo ich den Tränen nahe war. Auch ein Bösewicht ist am Werk und sorgt für Spannung.

Esther Destratis bietet dem Leser soviel und ihre Geschichten gehen einem richtig ans Herz.

Fazit: Dies war die dritte Geschichte der Autorin, die es auf meine Jahresbestenliste geschafft hat und sie ist für mich eine Neuentdeckung im Jahr 2021. Ich möchte ihre Geschichten sehr gerne weiterempfehlen, sie haben Tiefe und machen richtig süchtig. Ich fühle mich in ihren Büchern einfach so wohl und fiebere jetzt schon einer neuen Geschichte entgegen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2021

Chaotische Liebesgeschichte, aber leider ohne Romantik

Mein Glück in deinen Händen
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Heute stelle ich euch ein Buch vor, das zwar durch sein wunderschönes Cover und dem tollen Buchschnitt besticht, die Geschichte dazu konnte mich aber leider nicht so ganz begeistern.
Sara und ihre Schwester ...

Heute stelle ich euch ein Buch vor, das zwar durch sein wunderschönes Cover und dem tollen Buchschnitt besticht, die Geschichte dazu konnte mich aber leider nicht so ganz begeistern.
Sara und ihre Schwester Mariel haben seit 18 Monaten kein Wort mehr miteinander gesprochen. Mariel hat ihrer Schwester ihre große Liebe Carter ausgespannt und die beiden wollen heiraten.
Mit einer List hofft ihre Mutter, dass sie die beiden Schwestern wieder vereinen kann. Doch Sara bleibt stur, läßt sich aber erweichen, da sie Eventmanagerin ist, Mariel bei den Hochzeitsvorbereitungen zu helfen. Doch sie tut dies nur aus einem Grund, nämlich die Hochzeit zu sabotieren ...

Sara mochte ich am Anfang eigentlich ziemlich gerne, sie ist selbstbewußt und etwas chaotisch. Ich konnte auch mit ihr fühlen, es ist alles andere als schön, wenn die Schwester einem den Freund ausspannt.
Doch dann kamen eben ihre Sabotagepläne und die hatten für mich leider Kindergartenniveau. Sie hat dafür gesorgt, dass das Brautkleid zu eng genäht wird, hat die Sitzordnung umgestellt, hat statt der gehobenen Speisen Fastfood geordert, hat die Liederliste umgeändert und Blumen bestellt, auf die Mariel allergisch ist.
Man muß wissen, Sara ist 38 Jahre und da verhält man sich einfach nicht so kindisch.
Sie bekommt zwar auch eine eigene Liebesgeschichte, doch das drumherum mit der Hand und dem Kuchen hat mir auch nicht wirklich gefallen.
Man kann das Buch zwar mit Humor betrachten, aber bei einem Liebesroman mit dazu passendem Cover erhoffte ich mir schöne romantische Lesestunden. Doch die konnte ich leider nicht finden.
Fazit: Mich konnte die Geschichte zwar leider nicht überzeugen, aber wer vielleicht von vorne herein weiß, dass die Geschichte wenig romantisch ist sondern eher chaotisch, dem kann ich das Buch jedoch gerne empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.02.2021

Geht unter die Haut

Die verstummte Liebe
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Heute stelle ich euch eine Geschichte vor, die mich im wahrsten Sinne des Wortes umgehauen hat. Ich finde wahrscheinlich gar nicht die richtigen Worte, um meiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen.

England ...

Heute stelle ich euch eine Geschichte vor, die mich im wahrsten Sinne des Wortes umgehauen hat. Ich finde wahrscheinlich gar nicht die richtigen Worte, um meiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen.

England 1896:
Die Familie von Helen Mandeville erwartet von ihr eine standesgemäße Heirat, daher verlobt sie sich mit dem Anwalt James Mitchell obwohl sie ihn nicht liebt.
Doch dann lernt sie auf einer Bildungsreise den deutschen Arzt Ludwig Ellerweg kennen und verliebt sich in ihn.
Sie löst die Verlobung und heiratet Ludwig, was zum Bruch mit ihren Eltern führt.
Die beiden führen allerdings die perfekte Ehe und lieben ihren Sohn Fritz über Alles.
Doch dann bekommt Helen eine Nachricht, dass ihre Mutter im Sterben liegt und reist zurück nach England. Doch dann beginnt der Erste Weltkrieg und sie kann nicht mehr nach Deutschland zurück ...

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Helen ist so eine wunderbare und sympathische Person, die in ihrer Familie aufgeht. Sie führt gemeinsam mit ihrem Mann die Praxis, die Patienten lieben sie und ich konnte so mit ihr mitfühlen, als sie mehrere Fehlgeburten erleidet . Doch dann bekommt sie die besagte Nachricht und trifft eine Entscheidung, die das Leben aller auf dramatische Weise verändert.
Ich war so schockiert von der Wendung und habe Helen nicht wiedererkannt.
Aber gerade das macht die Geschichte aus, die Autorin hat einen unwahrscheinlich eindrucksvollen und emotionalen Schreibstil, der mich beim Lesen oft die Luft anhalten ließ. Ich konnte das Buch kaum mehr zur Seite legen, weil man es einfach nicht fassen kann, wie sich das Leben aufgrund einer einzigen Entscheidung ändern kann. Ich kann auch noch gar nicht sagen, ob ich Helen verzeihen kann. Sie macht sich zwar selbst auch die größten Vorwürfe, aber leider eben zu spät.
Die Geschichte wird auf alle Fälle noch lange in mir nachwirken und ich werde sie bestimmt nicht so schnell vergessen. Ich habe eine neue Autorin für mich entdeckt und muß ihre anderen Bücher zu dieser Reihe unbedingt auch noch lesen.
Fazit: Eine Geschichte, die mich tief berührt und sehr nachdenklich gemacht hat. Ich vergebe 10/5 Sternen für dieses Meisterwerk und das Buch steht auf meiner Jahresbestenliste auf Platz 1.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere