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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2020

Finde mich!

Der Fahrer
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Eine Frau wird entführt, ein Bild von ihr mit dem Hashtag „Findemich“ gepostet. In einem Video gibt der Entführer der Polizei einen Tag Zeit, die Frau zu finden, bevor er sie töten wird. Doch das erste ...

Eine Frau wird entführt, ein Bild von ihr mit dem Hashtag „Findemich“ gepostet. In einem Video gibt der Entführer der Polizei einen Tag Zeit, die Frau zu finden, bevor er sie töten wird. Doch das erste Opfer bleibt nicht das letzte, während der Täter mit der Polizei Katz und Maus spielt. Wird es Jens Kerner und seinen Mitstreitern gelingen, den Mörder zu stellen?

Auch der dritte Teil der Reihe um Jens Kerner und Rebecca Oswald ist spannend und gut unterhaltend. Wieder gelingt es Andreas Winkelmann, den Leser auf viele falsche Spuren zu führen, so dass die Identität des Täters erst ganz zum Schluss klar wird. Das gefällt mir richtig gut. Hier legt der Täter selbst so viele falsche Spuren, dass die Polizei lange in die falschen Richtungen ermittelt, bevor sie endlich die richtige Spur aufnehmen. Auch das mochte ich sehr.

Es wird persönlich für Jens Kerner, weshalb man viele Vermutungen anstellt, wer der Täter sein könnte. Und dieses Spekulieren hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Ich hoffe, es geht noch weiter mit dieser Reihe, denn Jens Kerner und seine Mitermittler gefallen mir von Band zu Band mehr. Ich möchte gerne noch mehr Fälle mit ihnen lösen, während wir gemeinsam durch Hamburg stromern.

Auch der 3. Band hat mir wieder viel Spaß gemacht. Ich freue mich auf den nächsten Fall!

Veröffentlicht am 07.07.2020

Spannend

Die Lieferung
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Nachdem ihre Freundin bei der Polizei gemeldet hat, dass Viola von einem Stalker belästigt wird, verschwindet die junge Frau spurlos. Kurz vorher tauchte in einem Waldstück eine junge Frau auf, die vier ...

Nachdem ihre Freundin bei der Polizei gemeldet hat, dass Viola von einem Stalker belästigt wird, verschwindet die junge Frau spurlos. Kurz vorher tauchte in einem Waldstück eine junge Frau auf, die vier Jahre vermisst war. Da sie kurz darauf stirbt, kann sie keine Angaben zu ihrem Martyrium geben. Jens Kerner und Rebecca Oswald machen sich auf die Suche nach Viola und stellen fest, dass sie nicht die einzige verschwundene Frau ist, die ins Muster passt. Können sie Viola retten?

Das war spannend! Schon der erste Teil um Jens Kerner und Rebecca Oswald (Haus der Mädchen) hatte mir gut gefallen. Aber ich muss sagen, dass mir dieses Buch noch eine Spur besser gefallen hat. Der Fall ist verzwickt und es ist spannend, Jens und Rebecca bei ihren Ermittlungen zu begleiten.

Lange war ich unsicher, was den Täter angeht – und hier liegt auch mein einziger Kritikpunkt, denn es wird nicht so richtig aufgeklärt, was alles passiert ist und auch die eigentliche Geschichte des Täters bleibt weitestgehend im Dunkeln.

In Zeiten von Corona haben Lieferdienste ja Hochkonjunktur, aber hier gilt: Vorsicht, wem man seine Adresse verrät. Mir hat das Buch auf jeden Fall richtig Spaß gemacht und ich bin jetzt noch gespannter, wie es weitergehen wird!

Veröffentlicht am 06.07.2020

Was geschah auf der Hallig?

Halligmord (Ein Minke-van-Hoorn-Krimi 1)
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Minke van Hoorn hat gerade ihre neue Stelle als Kommissarin angenommen, als nach einem Sturm auf der Hallig Nekpen ein Skelett freigelegt wird. Schnell wird klar, dass es sich um einen ehemaligen Bewohner ...

Minke van Hoorn hat gerade ihre neue Stelle als Kommissarin angenommen, als nach einem Sturm auf der Hallig Nekpen ein Skelett freigelegt wird. Schnell wird klar, dass es sich um einen ehemaligen Bewohner der Hallig handelt, der angeblich 1987 bei einem Bootsunglück ums Leben kam. Was ist in der Nacht damals wirklich passiert und was wissen die beiden Familien, die die Hallig bewohnen?

Eine Hallig in der Nordsee – das klingt ja erst mal idyllisch und wunderschön … und wird von der Autorin auch so beschrieben. Das raue Land, das der Nordsee trotzt – und die zwei Familien, die ihr Leben dort führen. Das hat mir schon mal sehr gefallen. Auch Minke, die das Kommissariat übernimmt, das auch für die beiden Halligen zuständig ist, war mir sofort sympathisch – wie eigentlich fast jeder in diesem ersten Fall für die junge Frau. Die handelnden Personen kamen alle friesisch herb rüber, was ich sehr schön fand.

Auch der Mordfall ist verzwickt. Der angesehene Arzt, der sich als der Tote entpuppt, war scheinbar beliebt. Doch nach und nach stellt sich heraus, dass es dunkle Geheimnisse gibt. Auch das mochte ich sehr. Die Auflösung des Falls war kein riesiges Geheimnis, aber ich fand es gut, wie Minke mit ihren Ermittlungen Stück für Stück vorankam und sich alles zusammenreimte.

Das Buch hat mir auf jeden Fall so gut gefallen, dass ich gerne bei Minkes nächstem Fall wieder mitermitteln würde!

Veröffentlicht am 05.07.2020

Geheimnisse

Der geheime Schwimmclub
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Die Anwältin Brooke Trappnell wird von der 99jährigen Josephine Warrick beauftragt, ihre alten Freundinnen wiederzufinden. Die alte Frau hat Krebs und wird sterben, doch vorher will sie ihre Dinge regeln. ...

Die Anwältin Brooke Trappnell wird von der 99jährigen Josephine Warrick beauftragt, ihre alten Freundinnen wiederzufinden. Die alte Frau hat Krebs und wird sterben, doch vorher will sie ihre Dinge regeln. Josephine lebt auf einer eigenen Insel, auf der sie in den 1940er Jahren mit ihren Freundinnen einen geheimen Schwimmclub gründete. Die jungen Frauen erzählten sich all ihre Geheimnisse, während sie nackt badeten. Doch ein schlimmes Ereignis in der Vergangenheit beendete die Freundschaft. Wird es Brooke gelingen, die Freundinnen zu finden?

Zuerst mal muss ich sagen, dass „Der geheime Schwimmclub“ anders ist als die bisherigen Bücher von Mary Kay Andrews. Die Geschichte ist nicht so leicht wie die Vorgänger, aber ich kann auch sagen, dass die Geschichte der vier Freundinnen fesselnd ist. Was ist damals passiert und führte zum Zerwürfnis zwischen den Frauen?

Es ist die Geschichte von vier Frauen in den Südstaaten, eine von ihnen schwarz, ohne Rechte oder Hoffnungen. Es ist auch die Geschichte von Unterdrückung und arrangierten Hochzeiten, einer geheimen Liebe und ungeklärten Erbschaftsverhältnissen. Das mochte ich sehr, denn lange war nicht klar, wer hier eigentlich mit wem verwandt ist. Dazu kam eine kleine Kriminalgeschichte – und auch Brookes private Verhältnisse sind nicht ganz geklärt.

Insgesamt fand ich das Buch berührend – und hatte die alte Dame, die nicht sehr liebenswert ist, bald ins Herz geschlossen. Schön!

Veröffentlicht am 04.07.2020

Jede Liebe hat ihren Preis

Ein Wort, um dich zu retten
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Der einst gefeierte Schrifsteller Nathan Fawles hat sich auf die Mittelmeerinsel Beaumont zurückgezogen und alle Kontakte zur Außenwelt abgebrochen. Gleichzeitig tauchen eine junge Journalistin und ein ...

Der einst gefeierte Schrifsteller Nathan Fawles hat sich auf die Mittelmeerinsel Beaumont zurückgezogen und alle Kontakte zur Außenwelt abgebrochen. Gleichzeitig tauchen eine junge Journalistin und ein den Kollegen bewundernder Schrifsteller auf der Insel auf und nehmen Kontakt zu Fawles auf. Zur gleichen Zeit wird eine Tote gefunden. Hängen diese Ereignisse miteinander zusammen – und was haben sie mit Fawles und seinem Rückzug aus der Öffentlichkeit zu tun?

Den Anfang des Buches und die verzweigte Geschichte fand ich zunächst richtig gut – und auch toll zu lesen. Alle Figuren scheinen ihre Geheimnisse zu haben, deren Auflösung den Leser fesselt. Ich wollte unbedingt wissen, warum Fawles sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat, und warum Mathilde, die Journalistin, bei ihm auftaucht.

Alles scheint mit der Ermordung einer Familie zusammenzuhängen, doch wie genau alle Ereignisse verbunden sind, erschließt sich lange nicht. Das fand ich spannend – und auch gut gemacht.

Tja, und dann kam das Ende des Romans – und ich muss sagen, dass ich total enttäuscht war. Irgendwie verlor das Buch für mich hier seinen kompletten Reiz, denn die Auflösung fand ich gelinde gesagt bescheuert. Schade, denn bis zu den letzten Seiten war ich richtig begeistert vom Schreibstil und auch vom Aufbau des Romans. Leider hat die Auflösung für mich alles verdorben. Schade!