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Veröffentlicht am 18.05.2019

Alles ist uns nur geliehen

Niemalswelt
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Ein Jahr nach dem Tod ihres Freundes Jim folgt Bee der Einladung ihrer Freundin Whitley in deren Elternhaus, um dort die alte Clique wiederzutreffen. Nach einem wilden Abend in einem Club haben die jungen ...

Ein Jahr nach dem Tod ihres Freundes Jim folgt Bee der Einladung ihrer Freundin Whitley in deren Elternhaus, um dort die alte Clique wiederzutreffen. Nach einem wilden Abend in einem Club haben die jungen Leute einen Unfall. Als sie am nächsten Morgen aufwachen, trauen sie ihren Augen nicht. Der letzte Tag hat von vorne angefangen. Ein Mann taucht auf, der sich „Wächter“ nennt und ihnen erklärt, dass sie seit dem Unfall in der „Niemalswelt“ festhängen und abstimmen müssen, weil nur einer von ihnen überleben kann, die anderen werden sterben. Die Abstimmung muss einstimmig sein, doch das ist gar nicht so einfach.

Ich mag die Grundidee des Romans. Fünf junge Leute, die in einer Art „Murmeltiertag“ festhängen und versuchen, die Wahrheit herauszufinden. Während die fünf in dieser Zwischenwelt stecken und bei den Abstimmungen zu keinem Ergebnis kommen, versucht Bee die Wahrheit über Jims Tod herauszufinden, denn sie glaubt nicht an den Selbstmord. Nach und nach stellt sich heraus, dass jeder der Freunde ein Geheimnis zu haben scheint. Je länger ihr Aufenthalt in der Niemalswelt dauert, umso mehr dieser Geheimnisse kommen ans Tageslicht.

Die Idee der Niemalswelt gefällt mir, auch wenn ich die Erlebnisse zwischendurch das ein oder andere Mal etwas langatmig fand. Durch das Erleben des gleichen Tages können sich die jungen Leute austoben und nutzen das am Anfang aus. Das langweilte mich hier und da, bis Bee damit beginnt, eine Art Zeitreise für Recherchen zu Jims Tod zu nutzen. Die Momente, die sie dadurch noch einmal mit Jim erleben kann, fand ich sehr romantisch und schön, auch wenn sie zeigen, dass Jim nicht der war, für den sie ihn hielt.

Den Schluss des Buches mochte ich sehr, auch weil er so ein „Was-ist-wahr-Moment“ war. Insgesamt hat mich Bees Geschichte sehr gut unterhalten.

Veröffentlicht am 16.05.2019

Tod in Uppsala

Mitternachtsmädchen (Ein Nathalie-Svensson-Krimi 3)
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Im Anatomiesaal der Universität in Uppsala wird eine tote Frau gefunden. Ihr linker Schuh fehlt. Vorher wurden schon andere Frauen überfallen, vergewaltigt und gewürgt, bevor der Täter ihnen ebenfalls ...

Im Anatomiesaal der Universität in Uppsala wird eine tote Frau gefunden. Ihr linker Schuh fehlt. Vorher wurden schon andere Frauen überfallen, vergewaltigt und gewürgt, bevor der Täter ihnen ebenfalls den linken Schuh nahm und floh. Die Psychiaterin Nathalie Svensson wird zur Hilfe gerufen und zusammen mit dem Polizisten Johan Axberg in ein Sonderermittlungsteam gesteckt. Können sie den Täter überführen, bevor er sich das nächste Opfer aussucht?

Dies ist der dritte Fall rund um die Psychiaterin Nathalie Svensson. Der Fall ist spannend und für Nathalie sehr persönlich, denn das getötete Opfer war die Tochter ihrer Freundin. Von vornherein werden mehrere Verdächtige präsentiert, die alle ins Profil passen, da keins der überlebenden Opfer den Täter genau beschreiben kann. Obwohl mir die präsentierten Verdächtigen nicht verdächtig genug waren, konnte ich mir nie sicher sein, ob nicht doch einer von ihnen für die Taten verantwortlich sein könnte. Der von mir verdächtigte Mann stellte sich als unschuldig heraus und mit dem wahren Täter hatte ich gar nicht gerechnet.

Das Buch ist spannend geschrieben und bringt auch wieder viele Dinge aus dem Leben der Ermittler zutage. So hat Nathalie mit ihrem Exmann zu kämpfen, der das alleinige Sorgerecht für ihre Kinder will, während Johanns Lebensgefährtin unbedingt ein zweites Kind und ein Haus möchte, wovon Johan nicht sehr begeistert ist. Da ich das sehr gerne bei Krimiserien mag, wenn man in jedem Buch noch ein bisschen mehr aus dem Leben der Beteiligten erfährt, hat mir das auch wieder gut gefallen.

Wieder ein guter Teil der Reihe. Ich wäre gerne wieder dabei, wenn Johann und Nathalie den nächsten Täter jagen müssen. Gut!

Veröffentlicht am 16.05.2019

Das ultimative Endzeit-Buch

The Stand - Das letzte Gefecht
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USA 1980. In einer Forschungseinrichtung wird durch eine Unachtsamkeit ein mutierter Grippevirus freigesetzt, der 99,4 % der Menschheit tötet. Die wenigen Überlebenden finden sich in zwei Gruppen zusammen. ...

USA 1980. In einer Forschungseinrichtung wird durch eine Unachtsamkeit ein mutierter Grippevirus freigesetzt, der 99,4 % der Menschheit tötet. Die wenigen Überlebenden finden sich in zwei Gruppen zusammen. Die Guten folgen Träumen von Mutter Abigail nach Boulder in Colorado, während die Bösen dem Ruf von Randall Flagg nach Las Vegas folgen. Der ultimative Endkampf ist unvermeidbar und wird über das Schicksal der Menschheit entscheiden.

Nach Jahren habe ich dieses Werk von Stephen King noch mal gelesen, um zu sehen, ob der Schrecken mich auch heute noch abholen kann. Beim ersten Lesen in den 1990er Jahren hatte mich die Geschichte total erschreckt und auch heute noch ist die Vorstellung die einzige Überlebende in meinem Heimatort zu sein genauso schrecklich wie damals. Für mich beherbergt dieses Buch zum einen die beste Geschichte vom King of Horror, zum anderen bringt es einen meiner liebsten Charaktere ever hervor: Stuart Redman, den ich seit dem ersten Lesen tief in meinem Herzen verborgen habe.

Obwohl die Geschichte natürlich durch moderne Einflüsse von heute nicht mehr so tief wirkt wie vor 30 Jahren, bietet sie für mich immer noch den ultimativen Kampf des Guten gegen das Böse und bleibt spannend und interessant. Heute kann man darüber streiten, ob die Veröffentlichung der Langfassung wirklich Sinn machte, denn viele Kapitel sind schon etwas lang geraten, aber ich mochte es immer, dass man noch mehr über die Charaktere erfährt als in der gekürzten Version.

Nach erneutem Lesen des Buches bleiben zwei Erkenntnisse für mich bestehen:
1. Ich bin immer noch ein bisschen verliebt in Stuart Redman.
2. Die Angst, die dieses Buch schon damals in mir auslöste, ist immer noch vorhanden.

Ein Meisterwerk!

Veröffentlicht am 15.05.2019

Mara Billinskys zweiter Fall

Lautlose Schreie
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In der Nähe von Frankfurt werden mehrere tote Kinder vergraben auf einem Feld gefunden. Mara Billinsky will diesen Fall unbedingt aufklären. Während ihr Kollege Rosen und sie in dem Fall ermitteln, ereignet ...

In der Nähe von Frankfurt werden mehrere tote Kinder vergraben auf einem Feld gefunden. Mara Billinsky will diesen Fall unbedingt aufklären. Während ihr Kollege Rosen und sie in dem Fall ermitteln, ereignet sich ein weiterer Mord und Mara soll nun in diesem Fall ermitteln. Doch irgendwie scheinen die Fälle miteinander verbunden zu sein. Eine grausame Organisation scheint ihr Unwesen zu treiben, deren kaltblütiges Vorgehen alle fassungslos macht.

Der Fall geht wirklich an die Nieren. Tote Kinder und der Verdacht von Organhandel treiben Mara und Rosen an, wobei sie sich in große Gefahr begeben, denn ihre Gegner kennen kein Erbarmen. In diesem zweiten Fall steht Mara aber nicht mehr so allein da wie noch im ersten Teil, denn endlich scheint auch ihr Chef zu merken, was er an der Ermittlerin hat. Die Entwicklung, die sowohl Mara als auch alle anderen in diesem Buch durchmachen, ist sehr schön zu verfolgen, denn so kommt die eigenwillige Mara nicht mehr in die Verlegenheit, ständig Alleingänge hinzulegen, sondern bittet auch mal um Hilfe. Das hat mir gut gefallen. Auch der Umgang, den ihr Chef in diesem Teil mit ihr pflegt, kam bei mir gut an … und Rosen brauche ich gar nicht erwähnen, denn der Gute ließ sich schon im ersten Teil nicht von Maras oft schroffer Art abschrecken.

Der Fall ist gut geschrieben und spannend, die Auflösung schlüssig und nah an der Realität, so dass ich sehr gespannt auf einen weiteren Fall mit Mara und Rosen bin, denn auch im Fall der Ermordung von Maras Mutter gibt es Neuigkeiten, die dann wohl im nächsten Buch neues Licht auf den damaligen Mord werfen. Das lässt mich gespannt auf den dritten Fall warten, wobei ich auch auf die weitere Entwicklung der Figuren Mara und Rosen bin.

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Veröffentlicht am 13.05.2019

Freiwillig in die Psychiatrie

Der Insasse
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Vor einem Jahr verschwand sein Sohn Max spurlos. Der mutmaßliche Täter sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie, weshalb Till Berkhoff nur eine Chance sieht, herauszufinden, was mit Max geschah. Er ...

Vor einem Jahr verschwand sein Sohn Max spurlos. Der mutmaßliche Täter sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie, weshalb Till Berkhoff nur eine Chance sieht, herauszufinden, was mit Max geschah. Er muss sich selbst in die Psychiatrie einweisen lassen, um dort die Wahrheit über Max‘ Verschwinden zu erfahren.

Sebastian Fitzek und ich sind nicht auf einer Wellenlänge, das muss ich leider immer wieder feststellen, wenn ich mich doch dazu bringen lasse, eins seiner Bücher zu lesen. Und auch hier war es wieder so, dass ich nicht so richtig glücklich mit der Geschichte war. Die Grundidee ist erstmal toll und auch der Twist am Ende kam überraschend, aber der Weg dahin war für mich wieder ein steiniger. Mein Problem mit den Geschichten von Sebastian Fitzek ist zum einen, dass ich das Geschriebene oft sehr unglaubwürdig finde. So leider auch in diesem Buch. Klar, es ist eine Geschichte und da darf sich ein Autor auch mal die eine oder andere Freiheit herausnehmen. Hier störten mich dann aber die vielen Freiheiten. Es reicht nicht, dass eine der Insassinnen der Klinik das altbekannte Klischee bediente, sich als Ärztin und Leiterin der Klinik auszugeben, als sie Till zum ersten Mal begegnet. Nein, es muss auch noch der trinkende Chirurg dazu, als nächstes der durch seinen Vater geschützte Arzt, der nebenberuflich einen kleinen Prostituierten- und Drogenring in der Psychiatrie am Laufen hat, dazu dann Till, der trotz zahlreicher schlimmer Verletzungen immer noch quietschfidel durch die Klinik spaziert, als wäre nichts gewesen. Das stört mich dann irgendwann.

Trotzdem fand ich das Buch irgendwie lesenswert, weil man als Leser halt unbedingt wissen will, was hinter den Andeutungen und Vermutungen steckt. Was passierte mit Max und kann Till ihn vielleicht doch noch finden? Den Schluss fand ich irgendwie wieder ein bisschen zu viel (z. B. wenn der geflohene Patient aus dem Hochsicherheitstrakt gar nicht frei sein will, weil er doch so viele Annehmlichkeiten in der Klinik hat … jo, ist klar), auch wenn die Wahrheit dann überraschend war.