Profilbild von misspider

misspider

Lesejury Star
offline

misspider ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit misspider über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2025

Zwischen Prag und Asgard

If the Moon Triumphs
0

Mich hat die Aussicht auf Themen der nordischen Mythologie neugierig gemacht, und mit Hexen und Werwölfen kann man ja auch nicht viel falsch machen, oder? Zudem spielt die Geschichte vorwiegend in Prag ...

Mich hat die Aussicht auf Themen der nordischen Mythologie neugierig gemacht, und mit Hexen und Werwölfen kann man ja auch nicht viel falsch machen, oder? Zudem spielt die Geschichte vorwiegend in Prag und erhält damit auch äußerlich ein historisches und geheimnisvolles Flair. Die Handlung selbst war dann auch interessant ausgedacht und hat mir richtig gut gefallen. Was mich aber in meinem Enthusiasmus gedämpft hat war leider der Schreibstil. Erzählt aus der Ich-Perspektive der Hauptperson und Hexe Lilith war mir das Ganze ein wenig zu gefühlsduselig und selbstmitleidig. Dadurch wurde die Spannung immer wieder durch Liliths Gedankengänge gebremst, und irgendwann wiederholten sich ihre Selbstzweifel leider auch zu sehr.
Fazit: toller Plot, der durch die Umsetzung einiges an Spannung einbüßt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.07.2025

Aus der Zeit gefallen

Das Ministerium der Zeit
0

Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, allerdings konnte die Geschichte meine duch die Beschreibung geweckten Erwartungen nicht gänzlich erfüllen. Ich hatte mehr Abenteuer, mehr Spannung, mehr Romantik ...

Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, allerdings konnte die Geschichte meine duch die Beschreibung geweckten Erwartungen nicht gänzlich erfüllen. Ich hatte mehr Abenteuer, mehr Spannung, mehr Romantik und mehr Science Fiction erwartet. Den Großteil des Buches nahmen eher belanglose Dinge ein, die verdeutlichten wie schwierig es für die aus der Vergangenheit in die Gegenwart geholten Personen war, sich anzupassen. Gepaart mit den Gedankengängen der Erzählerin, die mich emotional leider nicht packen konnten, wurde das Buch so für mich zu einer teilweise langwierigen Angelegenheit. Zwar blitzte ab und zu mal ein interessantes Detail zum Thema Zeitreise und wie es in diesem Buch "funktioniert" durch, aber insgesamt fehlte mir einfach die Spannung, die ich mit diesem Thema assoziiere. Selbst die überraschende Wendung am Ende des Buches konnte da nicht mehr viel retten. Die alternierenden Kapitel, die vom letzten arktischen Einsatz von Graham Gore bis zu seiner "Entführung" erzählen, haben mich allerdings sehr fasziniert. Fazit: tolle Idee, aber der Umsetzung fehlte einfach das Feuer.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.07.2025

Nervenaufreibend

Die Villa am See (Psychothriller)
0

In letzter Zeit konnten mich Psychothriller nicht mehr so richtig mitreißen: zu vorhersehbar und eingefahren waren die Geschichten. Nicht so "Die Villa am See", die meine Vorbehalte restlos beiseite schieben ...

In letzter Zeit konnten mich Psychothriller nicht mehr so richtig mitreißen: zu vorhersehbar und eingefahren waren die Geschichten. Nicht so "Die Villa am See", die meine Vorbehalte restlos beiseite schieben konnte. Es gibt sie also doch noch, die Plots, die mit unerwarteten Wendungen und dauerhafter Hochspannung punkten können. Was habe ich mit Jessie mitgefiebert, auch wenn ich im Gegensatz zu ihr von Anfang an überzeugt war, dass nicht sie selbst das Problem ist, sondern dass David etwas zu verbergen hat. Und auch die Haushälterin und der Gärtner verbreiten unheimliche Vibes. Aber dann werden auch immer wieder Zweifel gesät, die nicht nur Jessies Wahrnehmung, sondern auch die der Leserschaft gekonnt in die Irre führen. Das grandiose Finale setzt dann sogar noch einen drauf, bietet aber auch endlich die heiß ersehnte Auflösung, die aus diesem gedanklichen Labyrinth der Möglichkeiten und Sackgassen herausführt.
Fazit: für mich endlich mal wieder ein Psychothriller, der den Namen verdient.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.07.2025

Von Untoten und Unmenschen

Ein Funken Menschlichkeit
0

Ab und zu kann ich mich für eine Zombie-Geschichte begeistern, und diese kleine, aber feine Novelle hat mich wirklich positiv überrascht. Mal davon abgesehen, dass man das Gefühl hat das Geschehen findet ...

Ab und zu kann ich mich für eine Zombie-Geschichte begeistern, und diese kleine, aber feine Novelle hat mich wirklich positiv überrascht. Mal davon abgesehen, dass man das Gefühl hat das Geschehen findet gleich um die Ecke in der Nachbarschaft statt, hebt sich die Handlung erfrischend von den üblichen blutigen Zombie-Attacken und -Kämpfen ab. Der Titel ist dabei wirklich Programm, und ich war echt traurig als das Buch schon zu Ende war. Angenehm flüssiger Schreibstil, charakterorientiert, spannend sowieso, und mit einem sehr überraschenden und originellen Plot-Twist.
Fazit: Fortsetzung? Unbedingt!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2025

Diese Serie macht süchtig

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
0

Auch den vierten Teil der Totengräber-Reihe habe ich in Rekordzeit gelesen, einfach weil die Geschichte wieder unglaublich spannend, komplex und faszinierend war. Julia und Leo sind getrennt, kommen aber ...

Auch den vierten Teil der Totengräber-Reihe habe ich in Rekordzeit gelesen, einfach weil die Geschichte wieder unglaublich spannend, komplex und faszinierend war. Julia und Leo sind getrennt, kommen aber irgendwie nicht voneinander los und der Totengräber muss sich mit seiner pubertierenden Ziehtochter herumschlagen. Natürlich gibt es auch wieder einen sehr vertrackten Fall zu lösen - d.h. eigentlich Fälle, denn so einfach macht es uns der Autor auch dieses Mal nicht. Was als Sammelsurium von Puzzlestücken startet, nimmt nur langsam Gestalt an, und es ist beeindruckend zu sehen wie am Ende wieder alles perfekt zusammenpasst und aufgelöst wird. Diesmal spielt sich der Hauptteil des Buches im Wurstelprater ab, wo allerlei skurrile Gestalten und Attraktionen zu Hause sind. Julia, die mittlerweile als Journalistin arbeitet, kommt Leo bei den Ermittlungen mehr als einmal in die Quere, was dieser beruflich nicht gutheißen kann, auf privater Seite hier aber die Möglichkeit sieht, sich Julia wieder anzunähern. Der Totengräber hat derweil ganz eigene Sorgen, wird Anna doch langsam flügge und spielt lieber mit den Jungs Fussball als auf dem Friedhof mitzuhelfen. Damit kann Augustin Rothmayer so gar nicht umgehen. Ein wenig schade fand ich, dass zwar immer wieder von einem neuen Buch, dass Augustin mit Hilfe von Leo schreibt, die Rede war, aber nicht wie sonst üblich Auszüge aus diesem Werk als Kapiteleinstieg zu lesen waren. Auch dreht sich die Beziehung zwischen Julia und Leo langsam im Kreis, daher hoffe ich dass es im nächsten Band endlich einmal ein klare Ansage geben wird. Nichtsdestotrotz haben mich das Flair des alten Wiens und vor allem die exotische Welt der Schausteller in ihren Bann gezogen.
Fazit: auch der vierte Teil konnte mich wieder restlos überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere