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Veröffentlicht am 15.01.2025

Auf der Insel ist was los

Mörderney: Der tote Wattführer
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Dies ist weniger ein Krimi, als vielmehr eine Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft. Nach einem ungeklärten Todesfall will Journalistin Tilla Flock, die sich beim Anzeigenblatt der Insel durch ...

Dies ist weniger ein Krimi, als vielmehr eine Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft. Nach einem ungeklärten Todesfall will Journalistin Tilla Flock, die sich beim Anzeigenblatt der Insel durch die Tage langweilt, die Tat aufklären - sehr zum Ärger ihres Vaters, der gleichzeitig der ermittelnde Polizist ist. Aber sehr zur Freude des depressiven Pfarrers Hark Herforth, den Tilla erst einmal aus den eisigen Fluten zieht und anschließend mit ihrer ungestümen Art mitreißt und somit quasi wiederbelebt. Gemeinsam tappen sie von einem Fettnäpfchen ins andere, ziehen fragwürdige Aktionen durch und haben dabei so viel Spaß wie lange nicht mehr. Der Mord tritt dabei zusehends in den Hintergrund und wird zur Kulisse für diesen skurrilen, aberwitzigen, aber auch sehr sympathischen Roman, in dem zwei sehr unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen und gemeinsam unschlagbar sind.
Fazit: Wer diesen Lokalkrimi nicht allzu ernst nimmt, wird wahre Freude daran haben.

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Vom Schaf zur Löwin

Blumen im Schuh
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Selten habe ich mich beim Lesen eines Buches dermaßen gut amüsiert und die Zeit vergessen. Diese neue alte Geschichte - Frau wird betrogen, verlässt ihren Mann und muss ich neu (er)finden - wird auf so ...

Selten habe ich mich beim Lesen eines Buches dermaßen gut amüsiert und die Zeit vergessen. Diese neue alte Geschichte - Frau wird betrogen, verlässt ihren Mann und muss ich neu (er)finden - wird auf so unterhaltsame und erfrischende Weise erzählt, dass ich aus dem Staunen, Kichern und Grinsen gar nicht mehr herauskam. Selbst die fiesesten Rückschläge überwindet unsere "Heldin" und wächst daran. Klar wäre das ohne die liebevolle Unterstützung und den Zuspruch ihrer Schwägerin und deren Freundeskreis kaum möglich gewesen, aber die eigentlichen Schritte musste Elisabeth trotzdem immer selbst machen, und dabei hab ich sie mit Begeisterung angefeuert. Die wichtigen Botschaften des Buches, dass man sich selbst wertschätzen muss oder dass Perfektion nicht alles ist, werden ganz nebenbei aufgegriffen, bleiben aber im Gedächtnis und färben hoffentlich auch ein wenig ab.
Fazit: Ein Rundum-Wohlfühlbuch, das mich restlos begeistert hat.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Grausame Morde in Bella Italia

Signora Commissaria und der lachende Tod
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Ich war überrascht, mit welcher Leichtigkeit dieser Krimi daherkommt. Trotz der brutalen Morde verströmt das Buch eine ordentliche Brise Urlaubsfeeling und am liebsten möchte man sofort die Koffer packen ...

Ich war überrascht, mit welcher Leichtigkeit dieser Krimi daherkommt. Trotz der brutalen Morde verströmt das Buch eine ordentliche Brise Urlaubsfeeling und am liebsten möchte man sofort die Koffer packen und losfahren. Dass es sich um eine Fortsetzung handelt, habe ich erst hinterher erfahren, hatte jedoch zwischendurch mehrfach den Eindruck, dass es hierzu doch eine Vorgeschichte geben muss bzw. dass ich diese gerne lesen würde. Daher freue ich mich natürlich, dass es tatsächlich so einen Band gibt, der allerdings aufgrund des gewechselten Autorennamens nicht auf Anhieb zu finden war. Die Charaktere sind sympathisch und ehrlich, und der Fall hatte es wirklich in sich und war nicht gleich zu durchschauen, so dass es bis zum Ende spannend blieb. Fazit: Von mir ein klares Daumen hoch und ich freue mich schon sowohl auf den ersten als auch dritten Teil dieser tollen Reihe.

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Veröffentlicht am 08.01.2025

Eine Leiche zu viel

Kohle, Stahl und Mord: Das 13. Opfer
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Obwohl es sich durchaus um einen Lokalkrimi handelt, lässt dieser Einstieg in eine neue Reihe die typischen, oft belustigenden Klischees vermissen und liefert einen spannenden Cold Case im Umfeld des einstigen ...

Obwohl es sich durchaus um einen Lokalkrimi handelt, lässt dieser Einstieg in eine neue Reihe die typischen, oft belustigenden Klischees vermissen und liefert einen spannenden Cold Case im Umfeld des einstigen Bergbaus, wo die Kumpels gnadenlos zusammenhalten und füreinander einstehen - auch noch lange nach dem Ende unter Tage. Mit Elin Akay und Jana Fäller hat der Autor zwei starke Frauenfiguren geschaffen, die einander hervorragend ergänzen und blind vertrauen. Das ist auch nötig, denn Jana, der dieser Fall sehr nahe geht und die durchaus impulsiv handelt, muss sich auf ihre besonnene Freundin und Kollegin verlassen können. Doch es gibt noch eine eine ganze Riege weiterer Personen, die das Ensemble bereichern und dem Roman von Anfang an Tiefe geben und mir das Gefühl, schon lange dabei zu sein und nicht erst am Anfang. Neben starken Charakteren zeichnet sich dieser Roman aber auch durch einen tiefreichenden Einblick in das Leben im Ruhrpott damals wie heute aus und flicht dabei immer wieder geschickt Kapitel aus der Vergangenheit ein, die durch die aktuellen Ermittlungen in der Gegenwart wieder lebendig werden. Da ich die zeitlich wechselnde Erzählweise grundsätzlich sehr mag, ist dieser Krimi für mich ein wahrer Volltreffer.
Fazit: echt, ehrlich und stahlhart präsentiert sich dieser überzeugende Krimi-Auftakt, der Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 05.01.2025

Die unsichtbare Schwester

Das Glaskind
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Ein beeindruckendes Werk, das sich nicht hauptumfänglich um das besondere Kind der Familie, sonder um das Glaskind, das unsichtbare, oft vernachlässigte und gleichzeitig überforderte, Geschwisterkind dreht. ...

Ein beeindruckendes Werk, das sich nicht hauptumfänglich um das besondere Kind der Familie, sonder um das Glaskind, das unsichtbare, oft vernachlässigte und gleichzeitig überforderte, Geschwisterkind dreht. Maya ist ein solches Glaskind, denn seit der Geburt ihres Bruders dreht sich alles um dessen Befindlichkeiten. Da Maya es als Einzige schafft, zu ihm durchzudringen und ihn zu beruhigen, wird sie immer mehr zur Betreuungsperson und so ist klar, dass sie auch diesmal einspringen muss, als die Mutter ins Krankenhaus kommt. Doch Maya hat auch ein eigenes Leben, das sie bisher viel zu sehr zugunsten ihres Bruders vernachlässigt hat. Mit Hilfe von unerwarteter Seite lernt sie, ihr Selbstbild, das vor allem von Schuld und Pflichtgefühl geprägt ist, zu überdenken. Sie lernt aber auch, das ihr Bruder viel mehr kann als ihm bisher zugetraut wurde. Und so nähert sich die Familie langsam einem Gleichgewicht, in dem alle gesehen werden.
Fazit: ein sehr bewegendes Buch, das aber auch Mut und Hoffnung macht.

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