Cover-Bild Blumen im Schuh
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Francke-Buch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 22.01.2025
  • ISBN: 9783963624360
Annette Spratte

Blumen im Schuh

Wenn eine konservative Buchhalterin bei einer freiheitsliebenden Sozialarbeiterin einzieht, fliegen die Fetzen – es sei denn, die beiden haben etwas gemeinsam.
Als Elisabeth kurz vor der Silberhochzeit ihren Mann beim Ehebruch ertappt, zerbricht ihre Welt in tausend Scherben. Ihr Zufluchtsort ist der abgeschiedene Bauernhof ihrer verrückten Schwägerin Anja, denn dort wird ihr Mann sie garantiert nicht vermuten. Zwischen herzlichem Chaos, bedingungsloser Annahme, Teenie-Dramen und unkonventioneller Lebensgestaltung findet Elisabeth allmählich wieder zu sich selbst. Doch woher soll sie die Kraft und Zuversicht für einen Neustart nehmen, wenn ihr ständig Steine in den Weg gelegt werden?

»Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an völlig gepackt und mir sehr gefallen. Ich mochte einfach nicht aufhören zu lesen und war erstaunt, dass Lachen und Weinen so nahe beieinanderliegen können.« – Anna Hübner, Bloggerin von Annislesewelt

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2025

ein ernstes, folgenschweres Thema wundervoll und filmreif verarbeitet

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Nach anfänglichem Zögern aufgrund des Themas habe ich mich dann durch einige begeisternde Stimmen doch an das Buch gewagt und was soll ich sagen: Wo Spratte draufsteht, ist auch Spratte drin.

Es ist wirklich ...

Nach anfänglichem Zögern aufgrund des Themas habe ich mich dann durch einige begeisternde Stimmen doch an das Buch gewagt und was soll ich sagen: Wo Spratte draufsteht, ist auch Spratte drin.

Es ist wirklich eine Kunst, ein leider aktuelles und zunehmendes Thema so in einen Roman zu verpacken, dass man sich weder erdrückt noch überrollt fühlt, dennoch emotional alles bringt und gleichzeitig gefühlvoll, realistisch und mit einem ordentlichen Batzen Humor aufwartet. Wer noch nie mit Narzissten zu tun hatte, bekommt hier einen guten Einblick in die Manipulation und Wolfgang ist diese Art Mann, der das raffiniert fast 25 Jahre durchgezogen hat, bis seine Frau Elisabeth ihn beim Ehebruch erwischt. Während ihre Welt in Scherben liegt, ist ihr einziger etwas ungewöhnlicher Zufluchtsort der Bauernhof ihrer Schwägerin Anja. Hier lernt sie nach und nach, was es heißt, sich neu zu sortieren, ihr Leben zu reflektieren, den Schutz des Schneckenhauses zu verlassen und langsam aber stetig zu beginnen, wirklich zu leben und Dinge genießen zu dürfen ohne Schuldgefühle.

Auch wenn es kein leichtes Thema ist, hat es Anette geschafft, das Thema durch Anjas unkonventionelle, burschikose Art aufzuheitern, ohne etwas abzuwerten oder als oberflächlich hinzustellen. Durch ihre Tätigkeit als Sozialarbeiterin steht ihr Haus besonders für Jugendliche als Zufluchtsort offen, was auch für Elisabeth eine Möglichkeit bietet, sich einzubringen, Ablenkung zu spüren, wieder sie selbst sein zu dürfen und neue Pläne zu schmieden. Zwischen viel Kaffee, vollgeheulten Taschentüchern, tollen neuen Freunden und unerwarteter Unterstützung erlebt man Elisabeths Werdegang, die einer emotionsgeladenen Achterbahnfahrt der Gefühle gleicht, jedoch immer wieder von vielen Lachtränen begleitet wird.

Der christliche Aspekt war etwas anders als erwartet. Einerseits klammert sich Elisabeth an das Gelübde vor Gott, die Ehe als heilig und wertvoll zu erachten, allerdings hat die manipulative Art ihres Mannes auch Auswirkungen auf das Verständnis ihrer Gemeinde.

So lernt Elisabeth nach und nach, was es heißt, echte Freunde zu finden, wobei ich mir hier noch etwas mehr gewünscht hätte, dass auch Gott daran einen großen Anteil hat, wenn er in der größten Not die Tränen sieht und durch Menschen, Gebete, tröstende Worte der Bibel für Hilfe sorgt.

Es entsteht ein Geben und Nehmen in ihrem neu gewonnen Freundeskreis, auch mit den Teenagern, wobei ganz besonders ihre Schwägerin trotz einiger derber Ausdrücke genau die Art Zugang findet, die Elisabeth braucht, ohne wegzusehen oder die vielen Tränen zu ignorieren und genervt zu sein. Sie schafft einen Wohlfühlort ohne Pflicht aber mit viel Wärme und Wertschätzung. Mal auf wohltuende, mal auf ausgefallene Art (Spezial Glückskekse- grins) war sie zur Stelle, womit sie sich einen besonderen Platz in meinem Leserherz erschlichen hat.

Ich musste bei dem Titel und einer Gartenszene an die sogenannten Shoe Trees denken, wo Schuhe an Bäume gehängt werden, um entweder den Wunsch zu zeigen, sich von persönlichen Belastungen zu befreien oder ein Symbol ewiger Treue darstellen soll, was beides zu diesem Buch gut passt.

Ein weiteres Buch, welches ich mir gut als Verfilmung vorstellen könnte und ja, wem das Verhalten Elisabeths suspekt sein sollte, der hat noch nie erlebt, wie Narzissten ticken, was Menschen anderen suggerieren, sie sozial isolieren und jegliches Selbstbewusstsein systematisch zerstören können, ohne dass es der Außenwelt auffällt. Die Konsequenzen daraus auszubrechen sind gewaltig und man braucht wirklich jede Menge Mut, Freunde und Gottvertrauen. Genau das hat die Autorin hier auf vielfältige und ermutigende Weise vor Augen geführt.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Es ist nie zu spät für einen Neuanfang

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Es ist nicht immer alles so, wie es scheint. Das musste Elisabeth schmerzlich selbst erfahren. Ihre Ehe ist von außen eine Bilderbuchehe. Eine erfolgreiche Familie, der Mann hat ein Unternehmen, der Sohn ...

Es ist nicht immer alles so, wie es scheint. Das musste Elisabeth schmerzlich selbst erfahren. Ihre Ehe ist von außen eine Bilderbuchehe. Eine erfolgreiche Familie, der Mann hat ein Unternehmen, der Sohn studiert. Sie, die perfekte Hausfrau, perfekt gestylt, perfekter Haushalt, perfektes Essen. Bis eines Abends ihre Schwägerin Anja, mit der sie seit Jahren keinen Kontakt hatte, vor ihrer Haustür steht und sagt, dass ihr Mann Wolfgang eine Affäre hat.
Als sie ihren Mann dabei ertappt, bricht ihre perfekte Welt zusammen. Sie weiß nicht wohin, bis sie bei Anja vor der Tür steht. Diese nimmt sie kommentarlos und mit offenen Armen auf. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, die eine ordnungsliebend, die andere chaotisch, in einem Haus, und doch erlebt Elisabeth genau dort, was es heißt, Rückhalt zu bekommen und so akzeptiert zu werden, wie man ist. Dort, zwischen Anjas Teenies und Freunden, findet sie langsam wieder zu sich selbst und zum Leben zurück. Sie sieht, dass ihr Mann nicht der ist, den er vorgegeben hat, dass er sie benutzt hat, um sich selbst groß zu halten. Doch ihr Noch-Ehemann versucht alles, um ihr Steine in den Weg zu legen.

Zitat S. 178: So sah es also aus. Das, wovor ich mich die ganze Zeit weggeduckt hatte, was ich unter allen Umständen hatte vermeiden wollen. Die hässliche Fratze, die er so geschickt zu verbergen wusste. Jetzt nicht mehr.

Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der den Leser mit in die Geschichte zieht. Man fühlt mit Elisabeth mit, will sie tröstend in den Arm nehmen, man sitzt mit Anja und ihren Freunden und Teenies zusammen und lässt das Chaos lächelnd an sich heran.
Eine sehr inspirierende Geschichte, die einem zeigt, es ist nie zu spät für einen Neuanfang.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Ein Blick hinter die Kulissen

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Wie stellt man sich eine Bilderbuchehe vor? Werfen wir einen Blick auf Wolfgangs und Elisabeths Ehe. Fast 25 Jahre verheiratet, eine eigene Firma, einen Sohn, eigenes Haus und vieles mehr.

Elisabeth ist ...

Wie stellt man sich eine Bilderbuchehe vor? Werfen wir einen Blick auf Wolfgangs und Elisabeths Ehe. Fast 25 Jahre verheiratet, eine eigene Firma, einen Sohn, eigenes Haus und vieles mehr.

Elisabeth ist ganz Hausfrau und Mutter. Es gibt täglich ein 3 Gänge Menue, in der Gemeinde bringt sie sich tatkräftig ein. Doch leider trügt der Schein, denn Wolfgang ist Narzisst und Elisabeth funktioniert nur noch wie ferngesteuert, um ja keinen Fehler zu machen. Eigene Wünsche und Interessen gibt es für sie schon lange nicht mehr.

Wolfgang hingegen sonnt sich in seinem Erfolg und liebt sich selbst am meisten. Fehler macht er keine, allerdings ertappt Elisabeth ihn beim Ehebruch und ihre Welt bricht zusammen.

Spontan zieht sie zu ihrer Schwägerin Anja, die das komplette Gegenteil von ihr ist. Auch der Bauernhof entspricht anfangs gar nicht Elisabeths Vorstellungen. Erst recht nicht die ständigen Besucher. Aber sie stellt fest, dass es wunderbare Menschen sind, die ihr zur Seite stehen. Heilt ihr kaputtes Herz? Und wie benimmt sich der fehlerlose Wolfgang?

Annettes Roman lässt den Leser oft schmunzeln, gerade wenn Anja ihren Mund aufmacht und in ihrer direkten, manchmal etwas vulgären Sprache die Sachen klar auf den Tisch bringt.

Der Kern des Buches ist aber, dass möglichst vielen die Augen geöffnet werden, was in einem Narzissten steckt und wie solch ein Mensch andere mit aller Macht zerstören will.

Für Elisabeth ist es ein langer Heilungsprozess, weil sie überhaupt kein Wertgefühl mehr hat.

Der Schreibstil ist typisch sprattig, aber mir kam zwischen den Zeilen viel unausgesprochenes Leid entgegen, was aber von einem Neuanfang überstrahlt wurde.

Ein absolut gelungenes Buch, was die Geschichte einer Frau erzählt, die es schafft, von einem Mauerblümchen zu einer leuchtenden Sonnenblume zu werden.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Neuanfang

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Für Elisabeth läuft alles in guten und gewohnten Bahnen. Sie ist verheiratet mit Wolf, der damit beschäftigt ist die Familienfirma zu leiten und dem sie in allem den Rücken freihält, jeden Abend bekommt ...

Für Elisabeth läuft alles in guten und gewohnten Bahnen. Sie ist verheiratet mit Wolf, der damit beschäftigt ist die Familienfirma zu leiten und dem sie in allem den Rücken freihält, jeden Abend bekommt er ein frisch gekochtes Essen, das Haus und der Garten ist picobello und in ihrer Kirchengemeinde sind die Rollen des Ehepaars auch entsprechend verteilt. Wolfgang ist im Kreis der Ältesten geschätzt und Elisabeth dient im Kirchcafe nach dem Gottesdienst. Gemeinsam haben sie einen Sohn, Jonathan, der mittlerweile studiert. Das könnte doch nun alles so weitergehen, doch dann.....

Kurz vor ihrer Silberhochzeit bekommt Elisabeth überraschend Besuch von ihrer Schwägerin Anja, einer etwas sehr unkonventionellen Sozialarbeiterin, die nach Elisabeths Empfinden etwas sehr hippiemäßig unterwegs ist und die sich gar nicht gut mit ihrem Bruder Wolfgang versteht, dem Leser wird auch bald klar warum. Anja hat auch die Angewohnheit alles direkt und ehrlich anzusprechen, auch was Elisabeths Ehe betrifft und in Elisabeth kommt etwas ganz sachte in Bewegung.

Kurz danach erwischt sie ihren Mann beim Ehebruch auf eine Weise, die ich keiner Frau wünsche und Elisabeths sorgfältig gepflegte und geordnete Welt stürzt komplett zusammen. Sie sieht nun ihren Mann so wie er wirklich ist und weiß, dass es niemals mehr so sein wird wie zuvor. Völlig überstürzt flieht sie Hals über Kopf zu Anja, die auf dem elterlichen Bauernhof vor der Stadt wohnt und sie mit offenen Armen aufnimmt.

Nun beginnt eine spannende Reise, Elisabeth beginnt sich selbst neu zu entdecken, beginnt unter Tränen und auch Lachen, das liegt bei diesem wunderbaren Buch so eng beieinander und ist mit so viel Liebe, Empathie und Tiefgang geschrieben, dass es einfach Freude macht zu lesen, auch wenn der Leser auf der nächsten Seite mit weinen möchte. Anja wird zur Freundin, die Elisabeth so annimmt wie sie ist, etwas was Elisabeth nicht so leicht fällt, denn die beiden sind sowas von unterschiedlich, jedoch finde ich jeder sollte eine Anja haben. Sie gibt Elisabeth immer neue Namen, die Elisabeth immer wieder ablehnt, bis sie schließlich zu ihrem wahren Namen findet und damit ist ein ganz wunderbarer Anfang gemacht.

Ein Neuanfang ist niemals leicht, vor allem nicht, wenn völlig unverhofft das Alte zusammenbricht und man sich Wahrheiten eingestehen muss, die unbequem und unangenehm sind und doch heilsam. Annette Spratte versteht es ganz wunderbar von Scheidung und Neuanfang zu schreiben, von der Befreiung von Lebenslügen und emotionalem Missbrauch in der Ehe, auch in der christlichen Ehe und auch wie viele Gemeinden darin versagen echte Hilfestellung zu geben. Doch sie zeigt auch wie der Glaube heilen kann und wie er neu in Freiheit gelebt werden kann. Elisabeth und Anja sind so verschieden und sind sich doch so nah. Ich hätte noch ewig weiterlesen können.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Befreiung von einem Narzisten

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Wenn ein Buch es schafft, dass ich am Ende mit dem Gefühl zurückbleibe: „Schade, jetzt machen die ohne mich weiter und ich kriege es nicht mehr mit.“, dann muss die Autorin einiges richtig gemacht haben. ...

Wenn ein Buch es schafft, dass ich am Ende mit dem Gefühl zurückbleibe: „Schade, jetzt machen die ohne mich weiter und ich kriege es nicht mehr mit.“, dann muss die Autorin einiges richtig gemacht haben. Ich habe mit Elisabeth gelitten und mich mit ihr gefreut. Langsam schält sie sich aus dem Kokon, der im Laufe ihrer Ehe durch ihren Mann, aber auch durch sie selbst zum Eigenschutz entstanden ist. So viele Zwänge und Einschränkungen waren für Elisabeth wie eine zweite Haut.
Angestoßen durch den Betrug ihres Mannes Wolfgang schafft sie den Absprung und findet Unterschlupf bei ihrer patenten Schwägerin Anja. Auch sie hat unter ihrem Bruder Wolfgang gelitten und steht Elisabeth nun bei. Erschreckend, zu was Wolfgang fähig ist. Ich wünsche jedem eine Anja im Leben, denn ihre Art hat mich begeistert. Sie ist da wenn man sie braucht, hat einen coolen Spruch auf Lager, kann aber auch mal einstecken und hat einen tollen Freundeskreis.
Der christliche Glaube ist sehr gut in die Geschichte verwoben. Mir gefiel es sehr, dass auch in diesem Bereich klar wurde: Nicht alle Christen/Kirchgänger verhalten sich auch immer so , wie es sein sollte. Auch in Gemeinden „menschelt“ es. Aber das ist kein Grund sich vom Glauben abzuwenden.
Man könnte noch so viele gute, interessante, lustige, tiefgehende Szenen und interessante Personen erwähnen. Aber ich möchte nicht zu viel verraten. Denn dieses Buch muss man gelesen haben. Es berührt und lässt einen eigene Verhaltensmuster und die des eigenen Umfelds mal genauer betrachten.
Ich konnte beim Lesen lachen, aber auch Tränen vergießen und durfte daran teilhaben, wie Elisabeth sich aus ihrem Kokon befreit und ihre Flügel entfaltet und ausstreckt.
Eine absolute Leseempfehlung!

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