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LisaDi

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2026

Mutig sein, ohne stark sein zu müssen

Hab keine Angst, kleine Lilie
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„Hab keine Angst, kleine Lilie“ hat mich beim Vorlesen wirklich berührt. Die Geschichte von der kleinen Lilie, die plötzlich anfängt sich Sorgen zu machen, über sich selbst und all diese „Was wäre, wenn…“-Gedanken, ...



„Hab keine Angst, kleine Lilie“ hat mich beim Vorlesen wirklich berührt. Die Geschichte von der kleinen Lilie, die plötzlich anfängt sich Sorgen zu machen, über sich selbst und all diese „Was wäre, wenn…“-Gedanken, kennt man als Mama einfach nur zu gut.
Ich finde, die Ängste sind total schön und realistisch dargestellt, sodass Kinder sich richtig gut darin wiederfinden können. Besonders fand ich den Teil stark, wo die Lilie versucht, sich selbst zu schützen, das zeigt so ehrlich, wie Kinder mit ihren Gefühlen umgehen.
Am meisten berührt hat mich aber die Botschaft. Man muss nicht alles alleine schaffen. Die Begegnung mit der Eiche ist so liebevoll gemacht und zeigt, dass man genau richtig ist, wie man ist.
Auch die Bilder sind einfach wunderschön, ganz ruhig, warm und mit viel Liebe gestaltet.
Für mich ist das so ein Buch, das man nicht nur einmal liest, sondern immer wieder hervorholt, gerade dann, wenn Kinder unsicher sind oder ein bisschen Zuspruch brauchen.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Spannende Story mit besonderem Schreibstil

Schweigend aus der Nacht
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Schweigend aus der Nacht von Giuseppe Gracia hat mich mit seiner Grundidee sofort angesprochen. Ein verstorbener Regisseur, der als Geist zurückkehrt und den Erzähler zu einem dunklen Geheimnis in einem ...


Schweigend aus der Nacht von Giuseppe Gracia hat mich mit seiner Grundidee sofort angesprochen. Ein verstorbener Regisseur, der als Geist zurückkehrt und den Erzähler zu einem dunklen Geheimnis in einem ehemaligen Frauenkloster führt – das klang für mich richtig spannend und ungewöhnlich. Auch die düstere Atmosphäre rund um das Kloster und die Geschichte um Verrat, Gier und das Verschwinden von Schwester Theophila haben mir gut gefallen.
Die Handlung an sich ist definitiv interessant und hat viel Potenzial. Es steckt auch mehr dahinter als nur Spannung, weil Themen wie Glaube, Wahrheit und Macht immer wieder mitschwingen.
Allerdings bin ich mit dem Schreibstil leider nicht wirklich warm geworden. Für mich war er sehr gewöhnungsbedürftig und hat es mir schwer gemacht, richtig in die Geschichte einzutauchen. Obwohl ich wissen wollte, wie es weitergeht, hat mich das Buch einfach nicht richtig gepackt und ich hatte immer etwas Abstand zur Geschichte.
Durch die kurze Länge von etwa 120 Seiten ist alles recht kompakt erzählt, was einerseits gut ist, andererseits hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Wenn Versöhnung Hoffnung schenkt

Eine Versöhnung am Meer
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Manchmal gibt es Bücher, die liest man und dann gibt es Bücher, die fühlen sich an wie eine Umarmung fürs Herz. Eine Versöhnung am Meer“ war für mich genau so ein Buch. Ich liebe die Schwestern von Sea ...


Manchmal gibt es Bücher, die liest man und dann gibt es Bücher, die fühlen sich an wie eine Umarmung fürs Herz. Eine Versöhnung am Meer“ war für mich genau so ein Buch. Ich liebe die Schwestern von Sea View-Reihe und auch dieser dritte Band hat mich wieder vollkommen abgeholt.
Schon nach den ersten Seiten war ich wieder mitten in Sea View. Diese Atmosphäre am Meer, das Rauschen der Wellen, die Weite, Julie Klassen beschreibt alles so lebendig und detailreich, dass man das Gefühl hat, selbst dort zu stehen. Ihr Schreibstil ist warmherzig, einfühlsam und angenehm flüssig. Man merkt einfach, wie viel Herz in ihren Geschichten steckt.
Im Mittelpunkt steht Claire und ihre Geschichte hat mich besonders berührt. Nach einer folgenschweren Entscheidung lebt sie getrennt von ihrer Familie und trägt schwer an Schuldgefühlen und unausgesprochenen Worten, besonders im Verhältnis zu ihrer Mutter. Die Spannungen, die alten Verletzungen und das schmerzliche Schweigen zwischen Mutter und Töchtern wirken unglaublich echt und nachvollziehbar. Ich konnte Claires Schmerz, ihre Unsicherheit, ihr Hoffen und ihr inneres Ringen richtig spüren.
Als sich durch den Tod der Großtante alles verändert und Claire eine neue Stelle annimmt, keimt vorsichtig Hoffnung auf. Die Möglichkeit, ihrer Familie wieder näherzukommen, bringt eine leise, aber spürbare Spannung in die Geschichte. Wird es zur ersehnten Versöhnung kommen? Können alte Wunden wirklich heilen? Besonders gefallen hat mir, wie realistisch dieser Weg dargestellt wird, Versöhnung geschieht hier nicht von heute auf morgen. Es braucht Mut, Ehrlichkeit und Zeit.
Auch die leise, zarte Liebesgeschichte hat mir unglaublich gut gefallen. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern entwickelt sich behutsam und natürlich, was die Geschichte noch glaubwürdiger macht. Die Schwestern und auch der Pensionsbesitzer mit seiner Tochter sorgen zusätzlich für warme, hoffnungsvolle Momente.
Besonders schön fand ich, dass der Glaube – wie in der gesamten Reihe – eine wichtige, aber unaufdringliche Rolle spielt. Es geht um Vergebung, Neuanfänge und den Mut, aufeinander zuzugehen. Die Botschaft, dass Heilung möglich ist, selbst wenn alles aussichtslos erscheint, hat mich tief berührt.
Ich hatte beim Lesen mehr als einmal feuchte Augen. Und als ich das Buch zugeschlagen habe, blieb dieses warme Gefühl zurück – Hoffnung.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Fesselnd von der ersten Seite an

Wer die Zweifel sät
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Dieses Buch hat mich wirklich von der ersten Szene an gepackt.
Die Geschichte beginnt scheinbar ganz alltäglich: Lindsey arbeitet als Privatköchin und fährt noch einmal bei ihrer Auftraggeberin vorbei, ...


Dieses Buch hat mich wirklich von der ersten Szene an gepackt.
Die Geschichte beginnt scheinbar ganz alltäglich: Lindsey arbeitet als Privatköchin und fährt noch einmal bei ihrer Auftraggeberin vorbei, weil sie in der Küche etwas vergessen hat. Ein alltäglicher Moment, bis sie plötzlich über eine Leiche stolpert. Und noch schlimmer: Sie sieht den Täter fliehen. Dieser Einstieg ist so intensiv geschrieben, dass ich sofort mitten im Geschehen war. Kein langes Vorgeplänkel, sondern direkt Spannung.
Am Anfang ahnt man noch nichts von dem, was Lindsey bereits durchgemacht hat. Erst nach und nach erfährt man, dass sie vor zwei Jahren eine Geiselnahme nur knapp überlebt hat. Als mir das bewusst wurde, hat sich mein Blick auf sie komplett verändert. Plötzlich wirkten ihre Unsicherheit, ihre innere Anspannung und ihr vorsichtiges Verhalten noch viel nachvollziehbarer. Es war berührend zu sehen, wie sehr diese Erfahrung sie geprägt hat und gleichzeitig, wie sehr sie versucht, trotzdem wieder ein normales Leben zu führen. Genau das hat sie für mich so menschlich und greifbar gemacht.
Als dann merkwürdige Zwischenfälle beginnen, die ausgerechnet ihre Glaubwürdigkeit infrage stellen, wurde es richtig beklemmend. Ist sie eine verlässliche Zeugin oder spielt ihr ihre Vergangenheit einen Streich? Dieses ständige Hinterfragen hat mich beim Lesen total beschäftigt. Ich habe wirklich mitgerätselt und immer wieder meine Meinung geändert.
Auch Detective Jack Tucker ist keine klischeehafte Figur. Zwischen ihm und Lindsey herrscht zunächst spürbare Distanz. Er braucht Fakten, sie kämpft mit alten Ängsten und neu gesäten Zweifeln. Gerade diese Spannung zwischen rationaler Ermittlungsarbeit und emotionaler Verletzlichkeit fand ich sehr gelungen. Die Beziehung entwickelt sich langsam und glaubwürdig, ohne vom eigentlichen Kriminalfall abzulenken.
Was mir besonders gefallen hat, ist dieses feine psychologische Spiel: Jemand scheint ganz gezielt Zweifel zu säen, nicht nur bei den Ermittlern, sondern auch bei Lindsey selbst. Dieses perfide Netz aus Lügen und Manipulation hat mich bis zum Schluss gefesselt.
Für mich war das eine unglaublich stimmige Mischung aus Spannung, emotionaler Tiefe und starken Figuren. Ich habe mitgefiebert, mitgelitten und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Zwischen Spannung und Gefühl

I am Chosen
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Ich habe I am Chosen wirklich gern gelesen und es hat mich mehr berührt, als ich vorher gedacht hätte.
Ich war sofort wieder in Three Lakes drin und habe schnell gemerkt, wie sehr mir die Figuren ans ...


Ich habe I am Chosen wirklich gern gelesen und es hat mich mehr berührt, als ich vorher gedacht hätte.
Ich war sofort wieder in Three Lakes drin und habe schnell gemerkt, wie sehr mir die Figuren ans Herz gewachsen sind. Man fühlt sich direkt wieder vertraut mit allem, als würde man an einen Ort zurückkommen, den man schon kennt.
Diesmal steht Kat im Mittelpunkt der Geschehnisse. Nach außen wirkt sie klar, stark und zielstrebig mit ihrem Plan, zurück nach Seattle zu gehen und als Profilerin zu arbeiten. Aber innerlich merkt man, wie sehr sie mit sich selbst kämpft. Ihre Angst vor Nähe, ihr Bedürfnis, alles unter Kontrolle zu behalten, und dieses ständige Abwägen zwischen Kopf und Herz waren total nachvollziehbar. Ich mochte, dass sie nicht perfekt ist. Man versteht ihre Entscheidungen, selbst wenn man sich manchmal wünscht, sie würde mutiger sein.
Die Ermittlungen rund um ihre Freundin bringen zusätzlich Spannung rein. Dadurch bekommt die Geschichte nicht nur eine romantische, sondern auch eine ernstere Ebene. Es geht um Loyalität, Verantwortung und darum, für Menschen einzustehen, die einem wichtig sind. Ich wollte wirklich wissen, wie alles zusammenhängt, und habe oft noch ein Kapitel drangehängt, obwohl ich eigentlich schlafen wollte.
Aron mochte ich auch sehr. Seine ruhige, reflektierte Art ist ein schöner Gegenpol zu Kats innerem Chaos. Besonders gefallen haben mir die Gespräche über das Universum und den Glauben. Das war nicht aufdringlich, sondern eher ruhig eingewoben und hat der Geschichte Tiefe gegeben. Zwischen ihm und Kat entwickelt sich alles langsam und vorsichtig und das hat es für mich glaubwürdig gemacht.
Auch die Nebenfiguren machen die Geschichte lebendig. Man merkt, dass jede Person ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Herausforderungen hat. Das hat für mich dafür gesorgt, dass sich alles echter und runder anfühlt.
Besonders stark fand ich Kats Entwicklung. Es geht viel darum, Kontrolle loszulassen, Vertrauen zu lernen und sich selbst ehrlich anzuschauen. Das wurde nicht übertrieben dramatisch dargestellt, sondern Schritt für Schritt und genau das hat es so authentisch gemacht.
Für mich ist I am Chosen eine Mischung aus Spannung, Gefühl und Themen, die auch nach dem Lesen noch im Kopf bleiben. Es ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Geschichte über innere Prozesse und persönliche Veränderung.

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